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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2026

ein verwirrender Thriller

Home Before Dark
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Bei „Home before Dark“ von Eva Björg AEgisdottir, erschienen im @kiwi_verlag , handelt es sich um einen soliden Psychothriller, der etwas braucht, um in Fahrt zu kommen und bis zum Ende für einige Verwirrung ...

Bei „Home before Dark“ von Eva Björg AEgisdottir, erschienen im @kiwi_verlag , handelt es sich um einen soliden Psychothriller, der etwas braucht, um in Fahrt zu kommen und bis zum Ende für einige Verwirrung sorgt.

Erzählt wird dieser Psychothriller auf zwei Zeitebenen, in den Sechziger und den Siebziger Jahren mit einem Zeitabstand von 10 Jahren.
1967 verschwindet die siebzehnjährige Kristin auf dem Heimweg spurlos. Ihre Schwester Marsibel fühlt sich verantwortlich, hatte sie doch in Kristins Namen eine Brieffreundschaft aufgebaut und wollte sich an diesem Abend mit dem Brieffreund in der Gegend treffen, in der Kristin verschwand.
10Jahre später kommt Marsibel zurück in ihr Elternhaus, um herauszufinden, was mit ihrer Schwester passiert ist.

Ich fand die Grundidee dieser Geschichte wirklich gut und versprach mir ein spannendes Leseerlebnis. Eine gewisse Grundspannung von Anfang an kann man auch nicht abstreiten, aber mir haben so einige Aspekte das Lesen schwer gemacht. Als erstes die vielen Namen, die sich für mich als Nichtisländerin manchmal ähnelten, sodass ich immer zurück blättern musste, wer jetzt wer ist. Es gab auch viele verschiedene Handlungsstränge, die nicht immer stringent waren, viele mögliche Täter wurden präsentiert, die der Spannung zwar zuträglich waren, aber auch verwirrten, weil einfach zu viele Handlungsstränge aufgemacht wurden.
Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass das Trauma des Verschwindens von Kristin die ganze Familie psychisch zerstört hat. Starker Alkoholkonsum bei den Eltern, Familien,- und Eheprobleme und noch ein Geheimnis aus der Vergangenheit, kein Wunder , dass Marsibel in psychologische Behandlung muss und häufig nicht zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden kann.Auch das war manchmal etwas mühsam zu lesen.

Im letzten Drittel steigert sich die Spannung aber, es löst sich einiges auf, doch es bleiben Fragen, die mein logisches Verständnis nicht lösen konnte.Ich möchte jetzt nicht Spoilern, deshalb kann ich es nicht genauer erklären.

Wer Psychthriller mag, die sich ganz langsam entwickeln, vor vielen Namen und Handlungssträngen nicht zurückschreckt und bei dem nicht immer alles logisch sein muss, der wird sicherlich auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

für mich etwas schwierig

Deep Cuts
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" Deep cuts" ist sicherlich ein Roman, der Musikbegeisterte erreichen kann. Diese Leidenschaft sollte man aber schon teilen, wenn man dieses Buch liest, denn es ist gespickt mit Musiktiteln und der Fokus ...

" Deep cuts" ist sicherlich ein Roman, der Musikbegeisterte erreichen kann. Diese Leidenschaft sollte man aber schon teilen, wenn man dieses Buch liest, denn es ist gespickt mit Musiktiteln und der Fokus liegt neben der Liebesgeschcihte tatsächlich auf der Musik.

Protagonisten sind Percy Marks, die eine starke Affinität für die Musik hat, aber auch Songs schreibt und dabei ein großes Talent entwickelt. Sie lernt Jo Morrow kennen und lieben. Wir begleiten die beiden Anfang der 2000 Jahre über mehrere Jahre hinweg, erleben das Auf und Ab ihrer Beziehung , aber auch die Vielfältigkeit der Musikszene, die nicht einfach ist, denn es gibt viel Neid. Dieses Thema hätte ich mir auch etwas ausführlicher ausgearbeitet gewünscht, was leider nicht der Fall war.

Viele Musiktitel, mit denen die einzelenen Kapitel überschrieben sind, waren mir unbekannt, aber man kann sie sich ja anhören.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, wenn man sich für Musik interessiert.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Arcadia blieb mir seltsam fern

Durch das Raue zu den Sternen
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Arcadia ist ein dreizehnjähriges Mädchen, das ganz genau weiss, dass sie eines Tages eine musikalische Karriere haben wird. Ihre Mutter , die kurz weg ist, komponiert Musikstücke und hat sie früh an die ...

Arcadia ist ein dreizehnjähriges Mädchen, das ganz genau weiss, dass sie eines Tages eine musikalische Karriere haben wird. Ihre Mutter , die kurz weg ist, komponiert Musikstücke und hat sie früh an die Musik herangeführt. Nun will Arkadia Mitglied in einem berühmten Knabenchor werden in der Hoffnung, dass ihre Mutter dann zurückkommt, wenn sie davon erfährt, dass Arcadia eine bekannte Solistin geworden ist.

Was soll ich sagen. leider konnte mich das Buch nicht so erreichen und begeistern wie viele andere hier.
Ich habe keinen richtigen Zugang zu Arcadia gefunden und auch die Art zu erzählen, die der Autor für dieses Buch gewählt hat habe ich als anstregend empfunden.
Ja, das Schicksal von Arcadia ist schwer. Eine psychisch kranke Mutter, ein Vater, der damit nicht zurecht kommt. Arcadia ein Mädchen das hochbegabt ist und das Schicksal vieler dieser Kinder teilt, dass sie meist Einzelgänger sind und wenn dann oft erwachsene Freunde haben. Ja, es hat mich beeindruckt, wie sie um das gekämpft hat, was ihr wichtig war, um es zu erreichen, aber trotzdem ist sie mir in dem ganzen Buch nie so nahe gekommen, dass ich sagen kann, es hat mich total berührt und ich habe mit ihr mitgelitten und mitgefiebert. Ich weiss nicht genau woran es gelesen hat, aber die ganze Geschichte blieb mir seltsam fern.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

na ja

Der dunkle Sommer
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Dieses ist mein zweites Buch der Autorin und da mir „Wolfskinder „ sehr gut gefallen hat, habe ich zu diesem „Thriller“gegriffen, der sich für mich aber bei weitem nicht wie ein Thriller angefühlt hat.

Spielen ...

Dieses ist mein zweites Buch der Autorin und da mir „Wolfskinder „ sehr gut gefallen hat, habe ich zu diesem „Thriller“gegriffen, der sich für mich aber bei weitem nicht wie ein Thriller angefühlt hat.

Spielen tut dieser „Thriller „auf Sardinien. Dort sollen verlassene Dörfer wieder rekultiviert werden, indem man die Häuser dort für einen symbolischen Wert von 1 Euro an Leute verkauft , die willig sind, sie zu restaurieren. Dadurch erhofft man sich auch die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Eine dieser Frauen ist Tilda, mit italienischen Wurzeln und von Beruf Architektin, die nach einem schweren Unfall einen Neuanfang sucht.
Sie kauft sich ein total verfallenes Haus mir fragwürdiger Vergangenheit in einem kleinen italienischen Dorf, in dem sie sich alleine wähnt. Doch schon bald geschehen seltsame Dinge und plötzlich steht ihr Bruder vor der Tür.

Vera Buck hat diese Geschichte auf der Basis wahrer Begebenheiten, die sich auf Sardinien in der Vergangenheit ereignet haben, geschrieben.
Was man der Autorin lassen muss ist, sie weiß Atmosphäre herzustellen, das ist ihr schon in ihrem ersten Buch gelungen und auch dieses Mal. Auch die Grundidee fand ich gut und ich habe auch den feministischen Gedanken dahinter verstanden und gut gefunden. Das war aber schon fast das einzige , was ich an diesem Buch gut fand. Die Geschichte zog sich für mich wie Kaugummi, sodass ich mich häufig fragte, ob ich überhaupt weiterlesen sollte.Auf den letzten 80 Seiten wird man dann mit etwas Spannung belohnt und der Auflösung dieser Geschichte, die für mich allerdings zu konstruiert wirkte.
Das Buch wird aus der Perspektive drei verschiedener Personen erzählt, eine liegt in der Vergangenheit, die anderen beiden in der Gegenwart, wovon Tilda eine der Erzählenden ist.
Der Schreibstil ist , wie immer bei der Autorin flüssig, aber auch damit konnte sie diesmal bei mir nicht punkten. Schade!

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Veröffentlicht am 20.06.2025

ich wollte es mögen

Stromlinien
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" Stromlinien " von Rebekka Fraunk ist ihr zweites Buch und schon ihr erstes Buch hat viele positive Stimmen erhalten.
Als nun "Stromlinien" erschien und ein wahrer Hype das Buch begleitete, habe ich es ...

" Stromlinien " von Rebekka Fraunk ist ihr zweites Buch und schon ihr erstes Buch hat viele positive Stimmen erhalten.
Als nun "Stromlinien" erschien und ein wahrer Hype das Buch begleitete, habe ich es mir auch gekauft und ging voller Vorfreude ans Lesen.

Zu Anfang begleiten wir Enna durch die Flusslandschaft der Elbe. Schöne Landsschaftsbeschreibungen sorgten dafür , dass Bilder in meinem Kopf entstanden und ich voller Freude weiterlas.

Wir erfahren , dass das Zwillingspaar Enna und Jale, die bei ihrer sehr wortkargen Großmutter aufgewachsen sind, während ihre Mutter auf einer nahe gelegenen Gefängnisinsel ihre lebenslange Haftstrafe absitzt, ein sehr enges Verhältnis haben und kaum andere soziale Kontakte.
Sie fiebern auf den Tag hin , an dem ihre Mutter entlassen werden soll. Als der Tag endlich da ist, verschwinden sowohl Alea, die Mutter, als auch Jale, Ennas Zwillngsschwester. Gleichzeitig geschieht ein Mord in dem Ort, den die Politzei mit Alea in Zusammenhang bringt.

Enna macht sich auf die Suche ihre Schwester und Mutter zu finden und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis.

Das Buch ,das Familiengeschichte und Krimi zugleich ist, wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die Rückblenden zeigen, um die Zusammenhänge des Familiengeheimnisses zu klären.

Wie gesagt, war ich zu Anfang wirklich begeistert von dem Buch, den Landschaftsbeschreibungen und die geheimnisvollen Atmosphäre, die das Verschwinden von Schwester und Mutter hervorrief.
Doch im weiteren Verlauf der Geschichte zog sich das Geschehen immer mehr in die Länge, wirkte konstruiert und für mich manchmal nicht mehr nachvollziehbar.Warum wurde man für eine linksmotivierte Tat lebenslang eingesperrt und warum wurde nie mit den Kindern über ihre Mutter gesprochen, auch nicht als sie älter waren ?

Die Liebegeschichte, die nebenherläuft, scheint mir eher für jüngere Leser geschaffen, mich konnte sie nicht in den Bann ziehen, ebensowenig konnten mich die einzelnen Figuren so faszinieren, dass ich ihnen so richtig nahe kommen konnte. Der Erzählstil ist flüssig, aber der Inhalt hätte komprimiert werden können, dann wäre ich wahrscheinlich dran geblieben, so habe ich viel quergelesen.

Alles in allem eine Geschichte, die man lesen kann , aber nicht muss und durch die ich mich manchmal wirklich quälen musste. Schade !!

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