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Veröffentlicht am 18.07.2025

Wie die Stille unter Wasser

Wie die Stille unter Wasser
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Worum geht es?: Durch ein schlimmes Erlebnis in ihrer Kindheit hat Maggie May ihre Stimme verloren und kann das Haus nicht mehr verlassen. Sie verschanzt sich mehr und mehr hinter Tausenden von Büchern, ...

Worum geht es?: Durch ein schlimmes Erlebnis in ihrer Kindheit hat Maggie May ihre Stimme verloren und kann das Haus nicht mehr verlassen. Sie verschanzt sich mehr und mehr hinter Tausenden von Büchern, und der Einzige, der noch zu ihr vordringen kann, ist Brooks Taylor, der beste Freund ihres Bruders. Nur er glaubt noch daran, dass Maggie eines Tages wieder vor die Tür treten und ein normales Leben führen wird - und das erste Mal seit langer Zeit träumt Maggie auch davon! Sie verliebt sich mit jedem Tag mehr in den aufstrebenden Musiker. Doch dann gelingt Brooks mit seiner Band der große Durchbruch, und er betritt schweren Herzens eine Welt, in die Maggie ihm nicht folgen kann...

Das Cover: Dieses Buch ist mal wieder wunderschön. Der Farbverlauf von Rosa zu Blau ist einfach großartig gelungen.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Maggie und Brooks erzählt, wobei die meisten Kapitel aus Maggies Sicht geschrieben sind. Der Beginn war richtig stark – ich habe noch nie etwas so Witziges von Brittainy C. Cherry gelesen. Wie sie die kleine Maggie May beschreibt, die sich in den Kopf gesetzt hat, Brooks zu heiraten – einfach herrlich! Ihre Eigenheiten und ihre nervige Art, mit der sie die gesamte Nachbarschaft bei Laune hält, sind wunderbar dargestellt. Doch dann kam der große Knall: Maggie verliert durch ein traumatisches Ereignis ihre Stimme. Ich habe mitgelitten und gehofft, dass sie schnell zur Normalität zurückfindet – aber dieser Punkt kam nicht. Und dann kam das Ende... Puh, wo soll ich anfangen? Alles, was anfangs undenkbar war, wird in wenigen Kapiteln über Bord geworfen. Das wurde mir viel zu einfach gelöst. Ja, das Ende ist zuckersüß und rundet die Geschichte perfekt ab, aber gerade der Mittelteil hat mir das gesamte Buch madig gemacht. Doch dazu später mehr.

Die Hauptfiguren: Maggie ist ein junges Mädchen, das allein bei ihrem Vater aufwächst, da ihre Mutter sie verlassen hat. Als ihr Vater eine neue Frau kennenlernt, ziehen beide zu ihr und deren Kindern. Maggie freundet sich schnell mit ihnen an, besonders Brooks hat es ihr angetan. Sie setzt sich in den Kopf, Brooks zu heiraten – sehr zum Leidwesen von Brooks. Als er sie bei der Probe für die „Hochzeit“ sitzen lässt, bleibt Maggie allein im Wald und wird Zeugin eines schrecklichen Ereignisses. Dieses traumatisiert sie so stark, dass sie fortan nicht mehr spricht und das Haus nicht mehr verlässt. Selbst nach über zehn Jahren hat sich daran nichts geändert, und ihre Familie hat sich damit abgefunden. Ich muss gestehen, dass mich das am meisten geärgert hat. Ihre Familie nimmt zu viel Rücksicht auf sie. Wenn Maggie krank wird, kommt der Arzt eben zum Haus. Schule? Homeschooling. Für alles gibt es eine Lösung, damit Maggie nicht raus muss. Es ist nicht so, dass sie gar nichts unternommen haben, aber meiner Meinung nach haben ihre Eltern viel zu schnell nachgegeben. Es dauert sehr lange, bis Maggie endlich einsieht, dass es so nicht weitergehen kann. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich kam mit Maggies Art gar nicht klar. Ihre Eltern streiten sich regelmäßig wegen ihr und setzen ihre Ehe fast aufs Spiel – und sie ändert nichts an ihrem Verhalten.

Brooks ist der Nachbarsjunge und der beste Freund von Maggies Stiefbruder. Anfangs ist er von Maggie genervt, besonders wegen der Hochzeitsgeschichte. Doch als sie sich zum ersten Mal küssen, entwickelt er Gefühle für sie. Diese bleiben über die Jahre bestehen, auch wenn Maggie stumm ist und das Haus nicht verlässt. Jede Beziehung, die er eingeht, scheitert. Schließlich geht er mit Maggie eine Beziehung ein – doch alle fragen sich, ob das gut gehen kann. Maggie leidet zusätzlich unter Panikattacken. Als seiner Band ein Plattenvertrag in Aussicht gestellt wird, ändern sich alle Zukunftspläne. Brooks war für mich der Anker in diesem Buch. Wenn es einen Charakter gab, auf den ich mich immer gefreut habe, dann war er es. Er geht so rücksichtsvoll mit Maggie um, und wo alle sie schon aufgegeben haben, hält er zu ihr. Er ist der absolute Traummann.

Endfazit: Nachdem mich die beiden vorherigen Bände so begeistert hatten, lag die Messlatte für dieses Buch sehr hoch. Leider muss ich gestehen, dass es mich nicht vollständig überzeugen konnte. Allein schon die Haltung, freiwillig nicht mehr zu sprechen, finde ich höchst bedenklich. Natürlich hat Maggie einen guten Grund, aber ihre Familie nimmt das einfach hin und richtet alles so ein, dass es für Maggie passt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie einmal vor vollendete Tatsachen gestellt wird – sprechen muss oder das Haus verlassen muss. Brooks hat mich als Protagonist zu 100 % begeistert. Die Thematik wurde gut ausgearbeitet, und der Schreibstil war wieder sehr poetisch und emotional. Es ist ein gutes Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat.

Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Sieben letzte Tage

Sieben letzte Tage
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Worum geht es?: Die junge Strafverteidigerin Alice Logan kann ihrem Vater nicht verziehen, dass er nie für sie da war und ständig ihre Mutter betrogen hat. Doch ist er auch ein Mörder? Als er für einen ...

Worum geht es?: Die junge Strafverteidigerin Alice Logan kann ihrem Vater nicht verziehen, dass er nie für sie da war und ständig ihre Mutter betrogen hat. Doch ist er auch ein Mörder? Als er für einen viele Jahre zurückliegenden Mordfall zum Tode verurteilt wird, muss sie sich entscheiden. Erst will sie seinen Unschuldsbeteuerungen gar nicht zuhören, doch dann tauchen ähnliche Fälle auf, zwischen denen es einen Zusammenhang zu geben scheint. Ist ihr Vater tatsächlich unschuldig Opfer einer Verschwörung geworden? Alice beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, und so beginnt ein rasanter Wettlauf gegen ihre Widersacher und gegen die Zeit. Denn ihr Vater soll schon in sieben Tagen hingerichtet werden...

Das Cover: Ich liebe das Buchcover. Diese Sanduhr im Hintergrund und dann der Kontrast zwischen Schwarz und Gelb – einfach toll! Und dann ist da noch dieser knallig gelbe Farbschnitt.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Erzählerperspektive erzählt. Den Anfang fand ich sehr stark – es gab kein unnötiges Vorgeplänkel, es ging direkt los. Mit der Zeit habe ich jedoch ein wenig die Lust an der Geschichte verloren. Zum einen wurden wieder zig Charaktere eingeführt, was ich einfach nicht leiden kann. Warum muss man sich gefühlt 50 Charaktere merken? Und dann hatte das Buch leider auch seine Längen. Die letzten 100 Seiten haben mich dann aber wieder gepackt. Ich hatte ja schon meine Theorien, in welche Richtung das Buch gehen würde, aber dann kamen Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Und fast jedes Kapitel endete mit einem Cliffhanger – warum denn nicht schon eher?

Die Hauptfiguren: Alice Logan ist eine Powerfrau, die ihren Job als Strafverteidigerin liebt. Als ihre Schwester ihr berichtet, dass ihr Vater zum Tode verurteilt wurde, ist ihre Reaktion zunächst sehr ungewöhnlich: Es ist ihr total egal, und sie geht ohne irgendwelche Vorkenntnisse davon aus, dass er es verdient hat. Ihre Schwester bekniet sie, sich den Fall anzuschauen, und ist felsenfest davon überzeugt, dass er unschuldig ist. Nur für ihre Schwester nimmt sie den Fall an – merkt aber schnell, dass etwas dran ist. Eigentlich will sie nichts mit dem Fall zu tun haben, denn sie kann ihrem Vater immer noch nicht verzeihen, dass er sie und ihre Schwester in der Kindheit verlassen hat. Ich mochte Alice von Anfang an. Sie ist einfach menschlich – und genau das hat mir so an ihr gefallen. Sie schämt sich nicht für ihre negativen Gedanken gegenüber ihrem Vater. Es stört sie nicht, dass sie kein besonders gutes Verhältnis zu ihrer Schwester hat. Und dann ist sie eine Kämpferin, wenn es um das Thema Gerechtigkeit geht. Sobald sie eine Sackgasse erreicht hat, dreht sie um und sucht nach anderen Hinweisen. Einfach grandios. Ich habe sie wirklich für ihre Ausdauer bewundert.

Endfazit: Ich habe den Klappentext von "Sieben letzte Tage" geliebt und wusste sofort: Das muss ich lesen. Alice als Protagonistin habe ich geliebt – sie prägt diese Geschichte. Ich würde sogar sagen, dass sie mir in manchen Punkten ein Vorbild war. Ich weiß nicht, ob ich so hartnäckig gewesen wäre wie sie. Der Schreibstil war durchwachsen: Der Anfang und das Ende waren grandios, aber besonders der Mittelteil hat sich in meinen Augen gezogen. Die ein oder andere Wendung war dann einfach zu viel des Guten. Es war ein guter Thriller, und ich habe die Geschichte sehr genossen. Meiner Meinung nach wäre das auch eine tolle Vorlage für einen Film – wer weiß ... Eine Leseempfehlung gibt es von mir an dieser Stelle.

Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

The Darkness Between Us

The Darkness Between Us | Mit wunderschönem Farbschnitt
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Worum geht es?: Nach all den Jahren voller ungelöster Geheimnisse über jene Nacht, die Siljas Leben für immer veränderte, wagt sie es endlich, ihr Herz an einen Mann zu verschenken. Doch alles läuft schief ...

Worum geht es?: Nach all den Jahren voller ungelöster Geheimnisse über jene Nacht, die Siljas Leben für immer veränderte, wagt sie es endlich, ihr Herz an einen Mann zu verschenken. Doch alles läuft schief und ihre Welt zerbricht erneut. Inmitten ihrer Verzweiflung tritt ein Mann aus ihrer Vergangenheit in ihr Leben zurück – einst kaum mehr als eine flüchtige Bekanntschaft, doch jetzt ist er jemand, der die Schmetterlinge wieder zum Leben erweckt. Aber es braucht Zeit, bis sie ihm vertraut – und noch länger, bis sie erkennt, dass er seine eigenen dunklen Geheimnisse mit sich trägt. Silja glaubt, das Leben hätte ihr eine zweite Chance geschenkt. Was sie jedoch nicht ahnt: Sie ist nur eine Spielfigur in einem perfiden Racheplan. Während sie denkt, die Liebe und eine neue Familie gefunden zu haben, schwebt sie in größter Gefahr … und die Zeit läuft.

Das Cover: Dieses Buch ist einfach schön. Ich liebe das Cover. Der Kontrast zwischen dem dunklen Hintergrund und den hellen Blumen ist einfach wunderschön. Und dann dieser Buchschnitt – einfach toll.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Silja und Malte erzählt. Der Schreibstil war durchwachsen. Ich hatte so meine Probleme, in das Buch hineinzukommen. Ich musste wirklich noch mal den Klappentext lesen, um überhaupt zu verstehen, worum es geht. Das finde ich sehr schade, da ich mich mittlerweile gerne überraschen lasse. Erst nach ca. 70 Seiten kam ich so langsam in die Geschichte hinein. Das ist mir allerdings für einen Liebesroman zu lang. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir im Großen und Ganzen aber sehr gut. Sie schreibt sehr kurz und knackig – so sind auch die Kapitel aufgebaut. Zusätzlich ist das Buch mit sehr viel Poesie und Dramatik gepackt. Wer also eine leichte Lektüre sucht, sollte hiervon die Finger lassen. Das Ende war echt süß und hat zur Geschichte gepasst. Ein 100%iges Friede-Freude-Eierkuchen-Ende hätte auch einfach nicht gepasst.

Die Hauptfiguren: Silja ist die beste Freundin von Honey, die wir bereits aus dem ersten Band kennen. Ich hatte mich besonders auf Siljas Geschichte gefreut, da ich sie im ersten Band als große Kämpferin wahrgenommen habe. Das war in diesem Buch total anders. Sie ist sehr unsicher und auch gebrochen. Silja lebt in einer Beziehung, die sie überhaupt nicht glücklich macht, aber sie möchte daran festhalten. Und dann taucht plötzlich Malte auf, der immer wieder mit ihr flirtet. Sie merkt schnell eine Verbindung zu Malte, möchte aber ihrem Freund treu bleiben. Komischerweise wurde ich mit Silja anfangs nicht so ganz warm. Wo war die Kämpferin und knallharte Journalistin aus dem ersten Band? Ich hatte das Gefühl, ich lese ein Buch über eine ganz andere Protagonistin. Sie hat eine tolle Entwicklung gemacht, aber hier hat die Autorin in meinen Augen keine gute Überleitung vom ersten zum zweiten Band geschaffen.

Malte ist ein alter Freund von Honey, den wir schon im ersten Band kennengelernt haben. Er hat früher mit Honey auf dem Weihnachtsmarkt gearbeitet. Ich muss gestehen, ich habe Malte schon immer gemocht. Seine lockere Art und dass er Silja immer als Schönheit betitelt, macht ihn sympathisch. Besonders seine Vergangenheit fand ich spannend – sie hat insbesondere im letzten Drittel eine dramatische und besonders spannende Wendung genommen. Malte ist schon lange in Silja verliebt, hat aber immer das Gefühl, nicht gut genug für sie zu sein. Zudem glaubt er, dass seine Flirtversuche von Silja nicht ernst genommen werden. Malte ist einfach ein herzensguter Mensch, der irgendwann mal falsch abgebogen ist, aber eigentlich das Herz am richtigen Fleck hat.

Endfazit: Nachdem mich der erste Band umgehauen hat, war "The Darkness Between Us" für mich eine Pflichtlektüre. Leider konnte dieses Buch nicht ganz mit der hohen Messlatte vom ersten Band mithalten. Malte als Protagonist konnte mich überzeugen, mit Silja hatte ich jedoch manchmal meine Schwierigkeiten. Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich Startschwierigkeiten hatte. Eine gute Fortsetzung, auch wenn meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden.

Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Die Yacht

Die Yacht
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Worum geht es?: Eine exklusive Silvesterparty auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia. Als Hannah von der wohlhabenden Libby und deren Ehemann eingeladen wird, sieht sie dem Abend nicht nur mit Vorfreude ...

Worum geht es?: Eine exklusive Silvesterparty auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia. Als Hannah von der wohlhabenden Libby und deren Ehemann eingeladen wird, sieht sie dem Abend nicht nur mit Vorfreude entgegen. Obwohl die beiden Frauen schon lange befreundet sind, wiegen die sozialen Unterschiede schwer. Bereits kurz nach der Ankunft fühlt Hannah sich wie Libbys persönliches Sozialprojekt und beschließt, an Neujahr frühestmöglich abzureisen. Doch am nächsten Morgen stellt sie mit Entsetzen fest, dass die Yacht auf dem offenen Meer treibt - mit leerem Tank, nur wenigen Vorräten und ohne die Möglichkeit, Hilfe zu rufen. Schon bald wird der erste Passagier vermisst...

Das Cover: Besonders an dem Buch gefällt mir der knallige Farbschnitt. Es ist wirklich ein Eye-Catcher. Was das Cover angeht, finde ich es ganz okay. Es passt zur Geschichte, aber mal ehrlich – eine Yacht von oben und mehr nicht? Da hätte der Verlag definitiv mehr daraus machen können.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Hannah erzählt. Insgesamt war der Schreibstil recht gut. Besonders der Anfang war sehr stark, und ich war sofort Feuer und Flamme. Allerdings hatte ich immer das Gefühl, dass ich bei dem Buch nicht so recht vorankomme. Das lag zum einen daran, dass die Kapitel mit ihren 20 bis 30 Seiten recht lang sind. Solche Längen strengen mich einfach an, insbesondere bei Thrillern. Der Mittelteil war für mich etwas langatmig, da hat mir einfach die Spannung gefehlt. Es dreht sich viel um das Thema Survival, aber so richtig schocken konnte mich nichts. Die letzten 50 Seiten fand ich dann aber richtig gut – endlich nahm die Geschichte Fahrt auf. Gut, was soll ich sagen? Die Auflösung, wie es zu dem Unglück gekommen ist, habe ich schon vorhergesehen, aber das hat mich nicht weiter gestört.

Die Hauptfiguren: Hannah ist eine junge Frau, die von einer Kindheitsfreundin zu einer Silvesterparty auf einer Yacht eingeladen wird. Sie möchte die Freundschaft mit Libby aufrechterhalten, obwohl sie eigentlich weiß, dass ihre Vorstellungen sich total unterscheiden. Libby lebt in gutbürgerlichen Verhältnissen, ist verheiratet und genießt den Luxus. Hannah verkneift sich den ein oder anderen Kommentar, aber irgendwann platzt alles aus ihr heraus. Sie fühlt sich zunehmend unwohl in der Welt der Reichen und Schönen – und dann passiert das große Unglück. Hannah wächst über sich hinaus und versucht zu überleben.

Ich muss sagen, bei Hannah bin ich nach wie vor zwiegespalten. Ich finde es toll, dass sie endlich lernt, ihren Mund aufzumachen und sich gegen die anderen zu behaupten. Andererseits habe ich das Gefühl, dass Hannah sich manchmal über die anderen in der Gruppe stellt. Das hat mich einfach genervt. Dennoch hat sie von allen Charakteren in diesem Buch die größte Entwicklung durchgemacht.

Endfazit: "Die Yacht" ist ein gutes Buch für Einsteiger. Das Setting mit der Yacht, verloren auf offener See, ist mal etwas anderes. Hannah ist eine starke Protagonistin, die dieses Buch prägt. Den Kontrast zwischen Arm und Reich mochte ich allerdings nicht. Es gibt die „doofen Reichen“ und die „schlauen Armen“ – aber mal ehrlich, brauchen wir heutzutage wirklich noch solche Stereotypen? Abschließend kann ich sagen, dass ich gute Lesestunden hatte.

Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

If he had been with me

If he had been with me
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Worum geht es?: Auf einer regennassen Straße soll sich Finns und Autumns Schicksal für immer entscheiden. In dem Moment, als das Auto von der Fahrbahn abkommt. Doch eigentlich beginnt Autumns und Finns ...

Worum geht es?: Auf einer regennassen Straße soll sich Finns und Autumns Schicksal für immer entscheiden. In dem Moment, als das Auto von der Fahrbahn abkommt. Doch eigentlich beginnt Autumns und Finns Geschichte viel früher: Schon ihre Mütter sind beste Freundinnen und so wachsen sie Tür an Tür auf, verbringen jede freie Minute gemeinsam, kennen den anderen besser als sich selbst. Bis aus ihrer Freundschaft etwas anderes wird. Nur kann Autumn sich diese tiefen Gefühle nicht eingestehen. Stattdessen versucht sie, Finn zu vergessen. Doch wie soll sie das schaffen, wenn ihr Herz so verräterisch schlägt, sobald sich ihre Blicke treffen? Und wie soll sie das schaffen, wenn niemand jemals Finns Platz in ihrem Herzen einnehmen kann?

Das Cover: Ich finde das Buchcover total interessant. Es sticht in der Buchhandlung heraus, während 99 % der anderen Romance-Bücher in Pastelltönen gehalten sind. Es ist super, dass der Verlag das Originalcover übernommen hat.

Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Autumn erzählt. Ich muss gestehen, dass ich den Schreibstil sehr interessant fand. Die Kapitel sind sehr kurz – ich glaube, das längste Kapitel umfasste gerade mal neun Seiten. Ich bin durch die Seiten geflogen, und die Stunden vergingen wie im Flug. Ich finde es toll, wenn Kapitel nicht zu lang gefasst sind. Auch die Nebencharaktere wie Jamie wurden super in die Handlung eingebunden. Dennoch muss ich gestehen, dass mich der Schreibstil nicht komplett catchen konnte, und das liegt an der Erzählweise. Das Buch erzählt recht sachlich eine lange Zeitspanne aus Autumns Leben. Es fehlt ihm an Emotionalität. Es gibt Szenen, die dramatisch und überraschend sind, die mich emotional aber überhaupt nicht ergriffen haben. Ich gehe sogar so weit, dass ich kaum große Gefühle in diesem Buch hatte. Es fühlte sich an, als würde ich das Tagebuch eines Teenagers lesen. Hier hätte die Autorin besonders auf den letzten Seiten mehr Gefühl reinpacken können.

Die Hauptfiguren: Autumn wohnt gegenüber von Phinneas, und die beiden sind seit klein auf beste Freunde. Als sie älter werden, merken beide jedoch, dass das andere Geschlecht langsam immer interessanter wird. Sie entfremden sich etwas und finden in ihrer Schule neue Freunde. Dennoch verlieren sich Autumn und Finny in dieser Zeit nie aus den Augen und verbringen in ihrer Freizeit immer wieder Zeit miteinander. Autumn geht irgendwann eine Beziehung mit Jamie ein, aber irgendetwas hindert sie daran, sich ganz auf ihn einzulassen. Und dann sind da noch ihre Eltern und Finnys Mutter, die fest davon ausgehen, dass Autumn und Finny doch noch ein Paar werden. Aber hat Autumn überhaupt Gefühle für Finny? Autumn habe ich als süßes Mädchen wahrgenommen, das von allen gemocht wird. Ihre teilweise düsteren Gedanken wirken auf manche verrückt, für andere wiederum interessant. Im Großen und Ganzen mochte ich Autumn. Ich konnte nicht alle ihre Handlungen gutheißen, aber mal ehrlich – wir reden hier von einem Teenager.

Endfazit: In der Buchcommunity ist wohl niemand an If He Had Been with Me vorbeigekommen. Ich habe alles von Lobeshymnen bis zu vernichtenden Rezensionen gesehen und war gespannt, wie meine Meinung ausfallen würde.

If He Had Been with Me ist ein guter, zeitloser Liebesroman, der glücklicherweise auch außerhalb der Zielgruppe von 12 bis 17 Jahren funktioniert. Autumn und Finny als Protagonisten waren zuckersüß, und ich habe mitgefiebert, wann sich beide endlich ihre Gefühle eingestehen würden. Dennoch kann ich die allgemeine Begeisterung nicht ganz teilen, so sehr ich es mir gewünscht hätte. Der Schreibstil war einfach nicht meins. So knackig er war, fühlte es sich für mich nicht wie ein Liebesroman an. Ich brauche einfach mehr Emotionen, und vieles hat mich einfach kalt gelassen.

Auch wie die Autorin mit dem Thema Verhütung umgegangen ist, fand ich mehr als bedenklich. So wie das Thema angeschnitten wurde, passt es einfach nicht in die heutige Zeit. Ich hoffe inständig, dass sich Teenager nicht zu sehr davon angesprochen fühlen und sich davon zur Nachahmung verleiten lassen.

Abschließend kann ich sagen, dass If He Had Been with Me ein guter Young-Adult-Roman ist – ich aber wahrscheinlich nicht die richtige Zielgruppe war.

Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.

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