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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Nicht ganz so überzeugend wie Band 1

Shattered Silence
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Band 1 hatte für mich zwar einige Schwächen, hat mich aber trotzdem gecatcht. In Band 2 hatte ich jedoch das Gefühl, dass zu viel gewollt wurde. Es werden viele aktuelle Themen aufgegriffen, dazu kommen ...

Band 1 hatte für mich zwar einige Schwächen, hat mich aber trotzdem gecatcht. In Band 2 hatte ich jedoch das Gefühl, dass zu viel gewollt wurde. Es werden viele aktuelle Themen aufgegriffen, dazu kommen zahlreiche Motive, Handlungsstränge und Dramen. Dadurch verlor sich für mich immer wieder der Fokus vom eigentlichen Mordfall rund um Max.

Grundsätzlich mag ich komplexe Handlungen, Intrigen und Verstrickungen sehr gerne. Aber hier waren es zu viel.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich schnell lesen. Der Buchsatz hat mich manchmal verwirrt. Dialoge von zwei Personen stehen teilweise im selben Absatz, ohne klar zu markieren, wer gerade spricht. Dadurch musste ich öfter Passagen noch einmal lesen.

Die Beziehung zwischen Carter und Holly konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen. Für mich wirkte sie nicht wirklich authentisch – möglicherweise auch, weil Carter für mich zu wenig Tiefe hatte. Die recht plötzliche Liebes-Erklärung kam zu random.

Viele Kapitel aus Hollys Perspektive plätscherten für mich eher vor sich hin. Die anderen Perspektiven fand ich deutlich spannender.

Etwas zwiegespalten bin ich auch bei den eingefügten Interview-Passagen. Die Idee dahinter fand ich interessant, aber die Umsetzung beim Lesen anstrengend.

Der Epilog war für mich dann ein zu extres Happy End, fast schon ein bisschen zu glatt. Einige Entwicklungen wirkten auf mich sehr plötzlich (zum Beispiel rund um Linnea und Vee), wodurch ich eher irritiert war.

Und dann kommt das letzte Interview, das plötzlich offenlegt, dass wir im Grunde eine Geschichte einer fiktiven Autorin gelesen haben, die einen realen Fall aus ihrer Welt verarbeitet – allerdings mit einem besseren Ausgang als in der Realität. 🤯
Ein interessanter Plot-Twist, definitiv. Gleichzeitig hinterließ er bei mir aber auch den Beigeschmack „betrogen“ worden zu sein, weil die vorherige Geschichte dadurch irrational wird.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Na ja ….

Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)
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Puh, das fällt mir jetzt nicht leicht. Ich habe wirklich versucht, dieses Buch zu mögen, aber so richtig warm geworden bin ich leider nicht.

Positiv:
Der Schreibstil von Penny Juniper ist solide, wenn ...

Puh, das fällt mir jetzt nicht leicht. Ich habe wirklich versucht, dieses Buch zu mögen, aber so richtig warm geworden bin ich leider nicht.

Positiv:
Der Schreibstil von Penny Juniper ist solide, wenn auch sehr ausführlich. Ethan mochte ich als männlichen Protagonisten – kein toxisches Verhalten, eher steif, aber hey: Ü100 Vampir, das sei ihm verziehen.

Negativ:
Kat. Meine Güte. Eigentlich brillant und clever angelegt – handelt aber impulsiv, selbstmitleidig und extrem leichtsinnig. Und das Schlimmste: Sie lernt einfach nicht daraus. Nach fast 500 Seiten war ich innerlich eher auf Seiten der Antagonisten als bei der Hauptfigur.

Das 20er-Jahre-Setting mit paranormaler Welt hätte richtig gut sein können, fühlte sich für mich aber kaum nach dieser Zeit an. Ein paar Schlagworte wie Jazz oder Suffragetten reichen mir nicht, wenn dann moderne Begriffe und Dialoge das Gefühl komplett brechen.

Spicy Szenen? Grundsätzlich okay – hier wirkten sie für mich leider oft unnötig eingebaut und eher cringe als heiß.

Mit fast 600 Seiten war mir das Buch deutlich zu lang und zogen die Handlung unnötig in die Länge. 150–200 Seiten weniger hätten dem Tempo sehr gutgetan.

Fazit: Kein schlechtes Buch, aber definitiv nicht meins. Wer impulsive Heldinnen, Romance & Spice und langsames Erzähltempo mag, könnte trotzdem Gefallen daran finden.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Buch mit Luft nach oben

Witches of New London 1. Sunblessed
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Ein interessanter Auftakt mit originellem Magiekonzept und lebendiger Atmosphäre. Die Grundidee hat mir gut gefallen, und auch das Setting in „New London“ war spannend umgesetzt.

An manchen Stellen hatte ...

Ein interessanter Auftakt mit originellem Magiekonzept und lebendiger Atmosphäre. Die Grundidee hat mir gut gefallen, und auch das Setting in „New London“ war spannend umgesetzt.

An manchen Stellen hatte die Geschichte für mich jedoch kleine Längen, und ich brauchte etwas, um mit den Figuren warmzuwerden.

Insgesamt aber ein Buch mit Potenzial.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Gute Ansätze, wenig Tiefe

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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So wie ich Gilmore Girls mit wachsenden Alter kritischer sehe, so habe ich leider auch die beiden Protagonisten strenger beäugt.

Jude wird mit ihren ADHS-Zügen wirklich glaubwürdig dargestellt: ihre innere ...

So wie ich Gilmore Girls mit wachsenden Alter kritischer sehe, so habe ich leider auch die beiden Protagonisten strenger beäugt.

Jude wird mit ihren ADHS-Zügen wirklich glaubwürdig dargestellt: ihre innere Unruhe, ihre Sprunghaftigkeit und das chaotische Denken sind wirklich gut eingefangen. Der Humor hat viele gelungene Momente, und das Buch lässt sich insgesamt locker lesen. Das hat mir wirklich Spaß gemacht.

Trotzdem bleiben für mich ein paar Punkte, die ich nicht ignorieren kann. Die Übergriffigkeit von Jude ist für mich schwer zu schlucken, vor allem weil sie und James sich kaum kennen. Das ist eben nicht wie bei Lorelai und Luke, die ein langjähriges Vertrauensverhältnis haben. Jude ist einfach zu früh viel zu distanzlos, und das machte es mir schwer, sie anfangs zu mögen, allerdings wurde ihr Charakter im Verlauf des Buches besser.

James wiederum hätte ein guter Charakter sein können, aber seine ständige Fixierung darauf, wie attraktiv Jude ist, hat mich genervt. Es fühlte sich so an, als wäre sie für ihn von Anfang an vor allem ein Sexobjekt. Das nahm meiner Meinung nach der Liebesgeschichte die Tiefe. Ich dachte mir oft: wäre Jude nur halb so attraktiv, hätte er sie schon mit einem Hausverbot aus dem Café geworfen.

Viele Punkte aus den Vergangenheiten der beiden Protas wurden aufgegriffen, aber oft nur stiefmütterlich weitergeführt (Exfreund*in, Jude’s furchtbare Eltern, ADHS, Missbrauch). Ich weiß, vieles wird in der Realität nicht immer aufgearbeitet, aber das Anschneiden dieser Themen und das darauf folgende fallen lassen hat mich doch sehr irritiert.
Es sind wichtige Themen, und da Jude und James in den Folgebänden keine Hauptfiguren mehr sind, glaube ich nicht das es wieder aufgegriffen wird.

Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Sternen. Es ist unterhaltsam, humorvoll und hat durchaus gute Ansätze.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Solide, aber etwas gehetzt

George R. R. Martin: Der Heckenritter Graphic Novel
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Die Heckenritter-Comics entführen in ein Westeros vor Game of Thrones: staubig, rau und von Ehre geprägten Idealen. Ser Duncan, ein unbeholfener, aber ehrlicher Ritter, und sein scharfsinniger Knappe Egg ...

Die Heckenritter-Comics entführen in ein Westeros vor Game of Thrones: staubig, rau und von Ehre geprägten Idealen. Ser Duncan, ein unbeholfener, aber ehrlicher Ritter, und sein scharfsinniger Knappe Egg bilden ein starkes Duo in einer Welt, die zwischen Ritterromantik und politischer Intrige schwankt.

Die Zeichnungen überzeugen durch Atmosphäre und Detailtreue, doch die Handlung wirkt mitunter gehetzt – gerade für Leser ohne Vorwissen. Einige Dialoge bleiben hölzern, die Figurenzeichnung aber ist solide.

Ein gelungener, wenn auch nicht überragender Einstieg in eine ruhigere, bodenständige Ecke von Westeros.

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