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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2025

Lehrreich

Das letzte Bild der Sara de Vos
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Das Gemälde "Am Saum des Waldes" befindet sich seit Generationen im Besitz der Familie de Groot. Doch während einer Wohltätigkeitsveranstaltung wird es gegen eine angeblich perfekte Kopie ausgetauscht. ...

Das Gemälde "Am Saum des Waldes" befindet sich seit Generationen im Besitz der Familie de Groot. Doch während einer Wohltätigkeitsveranstaltung wird es gegen eine angeblich perfekte Kopie ausgetauscht. Marty de Groot beauftragt einen Detektiv, um das letzte Gemälde der Sara de Vos zu finden. Er findet die Kunststudentin Ellie Shipley, die für den Kunsthändler Gabriel Gemälde restauriert. Sie merkt, daß sie für Gabriel ein kostbares Gemälde gefälscht hat und daß dies Folgen nach sich zieht.

Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an die Kunst. Der Autor verbindet hier Kunstwissen mit einer spannenden Geschichte. Trotz des Themas ist das Buch gut zu lesen, unterhaltsam und leicht verständlich. Der Schreibstil unheimlich bildhaft, man erlebt die Landschaft und das Leben wie im Fernsehen mit. Sehr gelungen finde ich die lehrreichen Erläuterungen über die Malerei. Man wird hier in Techniken eingewiesen, von denen zumindest ich vorher noch nie etwas gehört habe. Und dies auf eine einfache und klare Weise! Absolut toll und man nimmt tatsächlich noch Wissen mit! Nebenbei ist dies Buch auch noch absolut spannend. man reist durch drei verschiedene Epochen, diese wechseln sich wunderbar ab, so daß man jedesmal einen Cliffhanger hat. Perfekt.

Ich finde, dieses Buch kann man empfehlen. Hier sollte man sich definitiv nicht vom Thema abschrecken lassen!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Turbulent

Das Brombeerzimmer
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Als Ninas Mann Julian plötzlich stirbt, fällt sie in eine tiefe Verzweiflung. Um sich abzulenken, kocht sie Unmengen Marmelade, die sie in Julians Arbeitszimmer stapelt. Eines Tages entdeckt sie dort einen ...

Als Ninas Mann Julian plötzlich stirbt, fällt sie in eine tiefe Verzweiflung. Um sich abzulenken, kocht sie Unmengen Marmelade, die sie in Julians Arbeitszimmer stapelt. Eines Tages entdeckt sie dort einen Brief von Julians Großtante Klara. Er hatte Klara um ein Rezept für Brombeermarmelade gebeten, daß er Nora schenken wollte. Dazu ist es aber nicht mehr gekommen. Nora nimmt Kontakt zu Klara auf, obwohl Julians Familie dagegen ist. Kurz entschlossen fährt sie in die vorpommersche Boddenlandschaft, wo Klara lebt. Sie findet dort neue Freunde, die ihr aus ihrer Trauer helfen. Aber auch große Geheimnisse scheinen dort gehütet zu werden, die nur darauf warten, daß Klara sie lüftet.

Es ist erstaunlich, wie gut die Sprache der Geschichte die Stimmung wiedergibt. Am Anfang spürt man aus jeder Zeile die tiefe Traurigkeit, die Nora umgibt. Je weiter die Geschichte geht, je mehr spürt man wie Nora ihren Lebensmut wiederfindet. Das ist auch kein Wunder, denn so turbulent wie es in den Beziehungen in Noras Umfeld zugeht, bleibt zum Trauern nicht viel Zeit für Nora. Als Leser muß man aufpassen, daß man da noch durchblickt. Die Gegenwart ist ja noch überschaubar, aber was in der Vergangenheit so passiert ist, läßt einen nur Staunen. Das Gute daran ist, daß dieses Buch nie langweilig wird. Übrigens beinhaltet das Buch auch wunderbare Rezepte, die ich ausprobieren werde!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Spannung pur

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Stephanie und Emily sind eng befreundet. Doch ihr Leben ist von Grund auf unterschiedlich. Zwar haben beide einen Sohn im gleichen Alter, doch Emily arbeitet als PR-Chefin bei einem Modedesigner, hat eine ...

Stephanie und Emily sind eng befreundet. Doch ihr Leben ist von Grund auf unterschiedlich. Zwar haben beide einen Sohn im gleichen Alter, doch Emily arbeitet als PR-Chefin bei einem Modedesigner, hat eine Familie und viele Freunde. Stephanie ist bereits Witwe und einsam. Eines Tages, als Stephanie die Söhne von der Schule abgeholt hat, holt Emily ihn nicht bei ihr ab. Niemand hört etwas von ihr. Auch Emilys Mann hat keinerlei Informationen, ob Emily verhindert war. Die Polizei findet eine Wasserleiche, laut DNA ist es Emily. Mehr und mehr nimmt Stephanie ihren Platz ein, doch wie lange wird das Spiel gut gehen?

Zunächst mußte ich mich an das Buch gewöhnen. Denn der Einstieg ist in Form eines Blogs geschrieben. Doch danach geht es sehr spannend weiter. Die Autorin schafft es, ein Netz aus Lügen aufzubauen, so daß man als Leser nie genau weiß, was wahr ist und was Erfindung. Dadurch kann man keinem der Charaktere wirklich trauen und hält auch beim Lesen Distanz. Trotzdem kann man das Buch nicht aus der Hand legen, denn es ist einfach zu spannend. Man fragt sich immer wieder, wie eine Person es schaffen kann so zu leben. Auch die Spannung wird durch dieses Lügengeflecht stets auf hohem Level gehalten.

Ich finde, dieses Buch regt wirklich zum Nachdenken an. Denn man fragt sich, ob man auch so handeln würde oder vielleicht doch ganz anders?

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Veröffentlicht am 08.07.2025

So schön

Weit weg ist anders
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Edith Scholz ist eine waschechte Berlinerin. Sie sagt ihre Meinung immer frei heraus. Sie lebt alleine und ist damit rundum zufrieden. Nach einem Sturz muß sie in die Reha-Klinik. Dort trifft sie auf Christel ...

Edith Scholz ist eine waschechte Berlinerin. Sie sagt ihre Meinung immer frei heraus. Sie lebt alleine und ist damit rundum zufrieden. Nach einem Sturz muß sie in die Reha-Klinik. Dort trifft sie auf Christel Jacob aus Husum. Die hat sich in den Kopf gesetzt mit Edith Freundschaft zu schließen. Trotz Ediths Ruppigkeit gibt sie nicht auf und schließlich hat sie Erfolg. Nach der Reha treffen sie sich wieder. Weil Christel nicht in ein Seniorenheim umziehen will, beschließen die beiden Frauen eine Reise zu machen. Nicht immer sind sie einer Meinung, aber sie raufen sich stets wieder zusammen und erleben kuriose Situationen. Sie genießen das Leben so lange es noch möglich ist.

Das Buch kam mit der Post, ich habe es ausgepackt, einen Blick reingeworfen nd schon War ich gefangen. Ich habe selten eine so rührende Geschichte gelesen. Die beiden Frauen sind so unterschiedlich wie nur möglich. Edith steht mit beiden Beinen auf dem Boden und versteckt ihr gutes Herz hinter ihrer Ruppigkeit. Christel lebt in ihrem Luftschloß und läßt die Schwierigkeiten erst von ihrem Mann, dann von ihrer Tochter aus dem Weg räumen. Trotzdem gehen sie ein Stück ihres Weges gemeinsam. Die Geschichte ist süß wie ein Bonbon und herb wie ein Biß in eine Zitrone. Beim Lesen schwankt man zwischen herzhaftem Lachen und traurigem Schniefen. Genau wie das Leben eben so abläuft. Das Buch ist einfach nur soooo schön!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Tolles Buch

Unsere Hälfte des Himmels
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Amelie und Johanna leben im Frankfurt des Jahres 1935. Die Mädchen sind innige Freundinnen. Sie haben einen gemeinsamen Traum, sie wollen Pilotinnen werden. Als Amelie sich in den Fluglehrer Felix verliebt ...

Amelie und Johanna leben im Frankfurt des Jahres 1935. Die Mädchen sind innige Freundinnen. Sie haben einen gemeinsamen Traum, sie wollen Pilotinnen werden. Als Amelie sich in den Fluglehrer Felix verliebt und von ihm schwanger wird, rast Johanna vor Eifersucht. Um Amelie und Felix auseinander zu bringen, entwickelt Johanna einen perfiden Plan. Sie zerstört damit das Leben ihrer Freundin.
Im Jahre 1971 hat Amelie einen schweren Unfall und liegt im Koma. Ihre Tochter Lieselotte entdeckt in der Wohnung ihrer Mutter einen Brief von Johanna und beginnt in der Vergangenheit Amelies zu forschen. Sie lernt so eine Amelie kennen, die ihr vollkommen fremd ist. Endlich kommen sich Mutter und Tochter näher.

Dieses Buch ist enorm vielseitig. Beim Lesen der ersten Seiten denkt man: Jetzt kommt eine Geschichte über eine gescheiterte Ehe. Nach einigen weiteren Seiten erwartet man einen typischen Mutter-Tochter-Konflikt. Als dann ein Zeitsprung in das Jahr 1935 gemacht wird, geht es zunächst um eine tiefe Freundschaft von zwei jungen Mädchen, die einen gemeinsamen Traum vom Fliegen haben. Danach wird der Leser von einer Geschichte über die Machenschaften der Nazis in Deutschland gefangen, die spannender ist als mancher Krimi. Da die Verknüpfungen von Anfang an ziemlich klar sind, kann man das Buch flott lesen, ohne über den Zusammenhang der Personen viel nachzugrübeln. Dadurch macht das Lesen dieses Buches von Anfang bis Ende viel Spaß, auch wenn einem beim Thema "Deutschland im Jahre 1935" manchmal eine Gänsehaut entsteht.

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