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Veröffentlicht am 15.07.2025

Willkommen in North Falls

Dunkle Sühne
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Madison Dalrymple und ihre beste Freundin Cheyenne Baker verschwinden während der Feierlichkeiten am 4. Juli. Deputy Emmy Clifton und ihr Vater Gerald, der Sheriff, folgen den Spuren und schnell steht ...

Madison Dalrymple und ihre beste Freundin Cheyenne Baker verschwinden während der Feierlichkeiten am 4. Juli. Deputy Emmy Clifton und ihr Vater Gerald, der Sheriff, folgen den Spuren und schnell steht fest, dass die beiden Mädchen entführt wurden. Für Emmy wird der Fall persönlich, da Madison die Stieftochter ihrer besten Freundin Hannah ist.

Dies ist der Reihenauftakt zur neuen Thriller-Reihe von Karin Slaughter, die in der Kleinstadt North Falls spielt.

Ich mag es gar nicht zugeben, aber für mich war es das erste Buch von Karin Slaughter. Da es ein Auftakt ist, dachte ich mir, es wäre eine gute Gelegenheit, endlich mal ein Thriller von ihr zu lesen. Und was soll ich sagen... Einfach nur wow!

Die Geschichte war von Anfang an schockierend und sehr temporeich. Ich kann eine Erzählung versprechen, in der es um Schuldzuweisungen, Verzweiflung und Schuldgefühle geht. Des Weiteren aber auch um den Missbrauch von Machtpositionen, was der erschütterndste Teil dieser Geschichte war. Menschen in Positionen, von denen aus sie Menschen unterstützen und helfen sollten, aber das Gegenteil machten. Neben der erschreckenden Story um die beiden Mädchen und den Geheimnissen einer verschwörten Gemeinde, rückt auch die Familie von Emmy immer wieder in den Mittelpunkt. Und innerhalb dieser Familie kommt ebenfalls einiges zu Tage.

Emmy war mir sehr sympathisch. Sie ist eine starke, aber ebenso verletzliche Frau. Dazu eine ausgezeichnete Polizistin. Ihre verletzliche Seite wurde immer wieder deutlich in Zusammenhang mit ihrer Freundin Hannah oder der verschwundenen Madison. Die Szenen mit ihrem Vater Gerald fand ich sehr berührend. Sie verstanden sich quasi blind.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch wenn er mir hin und wieder zu ausschweifend war. Er war fesselnd, gut verständlich, vor allem sehr lebendig und bildhaft.

Fazit: Ein sehr spannender Thriller mit ständigen Wendungen und Überraschungen, aber auch einigen Längen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein

Eisenblume
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Zwei Teenager finden auf dem alten Gelände der verfallenen Psychiatrie Sankt Lars eine Leiche. Vor dreißig Jahren, im Oktober 1987, verschwanden aus dieser Psychiatrie zwei junge Patienten und der Schuldige ...

Zwei Teenager finden auf dem alten Gelände der verfallenen Psychiatrie Sankt Lars eine Leiche. Vor dreißig Jahren, im Oktober 1987, verschwanden aus dieser Psychiatrie zwei junge Patienten und der Schuldige war schnell gefunden. Fredrika Storm und Henry Calment von der Kriminalpolizei in Lund übernehmen den Fall und sind sich sicher, dass beide Fälle zusammenhängen.

Dies ist der zweite Fall für Fredrika Storm und ihren Partner Henry Calment. Der Auftakt war eines meiner jährlichen Lesehighlights.

Zwei ganze Jahre hat es gedauert, bis endlich ein neuer Fall erschien. Ich habe mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut, aber leider hatte ich nichts mehr auf dem Schirm, bezüglich der Ereignisse im Auftakt. Der Cold Case war sehr emotional und sehr erschütternd. Erschüttert haben mich die Vorurteile Menschen gegenüber, die anders sind. Es ist nichts falsch daran, anders zu sein, ganz im Gegenteil. Dazu kommt die ganze Vertuschung und das Desinteresse innerhalb mehrerer Behörden.

Die Freundschaft zwischen Fredrika und Henry hat sich verändert und ich kann nicht richtig verstehen, warum das so ist. Es gab nur sehr wenige vertraute Momente zwischen beiden. Er bemüht sich sehr um sie, sie ist allerdings abweisend und überhaupt nicht zu greifen. Ich muss sagen, dass mir Fredrika längst nicht mehr so sympathisch war wie noch beim ersten Fall.

Die Nebengeschichten rund um Henry und Fredrika waren auch interessant und spannend. Sie ist weiterhin auf der Suche nach ihrer Mutter Annika und er trifft auf eine alte Liebe. Zum Ende hin wurde es sehr emotional und ich hatte großes Mitleid mit beiden. Ich weiß nicht, was ich an Fredrikas Stelle getan hätte, ihr Ende im Buch hat mich so geschockt. Sicherlich ist diesbezüglich noch nicht alles erzählt. Da bin ich sehr gespannt, was da noch kommen wird.

Der Schreibstil war angehm und sehr fesselnd. Das Cover passt gut zur düsteren Geschichte und der ganzen Reihe.

Fazit: Eine solide Fortsetzung, aber das Buch kann in meinen Augen nicht mit dem Auftakt mithalten. Ich werde die Reihe weiterverfolgen, schon allein wegen der sympathischen Figuren und Fredrikas und Henrys Nebengeschichten.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Geheimnisse und tödliche Verhängnisse

Das Teufelshorn
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Am hellichten Tag am Strand im Hafen von Pollença verschwindet die achtjährige Miranda Walters. Die ehemalige Kommissarin Isabel Flores wird von ihrem ehemaligen Vorgesetzten Tolo Cabot gebeten, ihm bei ...

Am hellichten Tag am Strand im Hafen von Pollença verschwindet die achtjährige Miranda Walters. Die ehemalige Kommissarin Isabel Flores wird von ihrem ehemaligen Vorgesetzten Tolo Cabot gebeten, ihm bei der Aufklärung dieses Falls zu helfen. Das gefällt nicht jedem. Dann passiert ein weiteres Verbrechen und Isabel fragt sich, ob die Fälle zusammenhängen.

Das ist der Reihenauftakt zu einer neuen Mallorca-Krimireihe von Anna Nicholas über die ehemalige Kommissarin Isabel Flores.

Wir lernen Isabel Flores kennen. Sie ist eine ehemalige Kommissarin, war früher bei der Policía National in Palma, hat vor zwei Jahren aus privaten Gründen ihren Job hingeschmissen und betreibt jetzt eine Agentur für Ferienwohnungen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Auszubildenden Pep. Es gibt keinerlei großen Geheimnisse, die sie betreffen. Die Autorin legt gleich im Auftakt alle Gründe auf den Tisch und das kam mir sehr entgegen. Isabel bekommt es mit zwei großen Fällen zu tun, einer Entführung und einer Ermordung. Nebenbei kümmert sie sich um ihre Mitmenschen und ihre Familie. Ihre Art fand ich sehr sympathisch. Wir waren auf einer Wellenlänge. Eine interessante und nicht abgeschlossene Nebengeschichte ist die ihres Onkels Hugo, der vor vier Jahren spurlos verschwand und als Enthüllungsjournalist einer großen Story auf der Spur war. Es ist nicht klar, ob er noch lebt. In Bezug auf ihn haben wir eine sehr verletzliche Seite von Isabel kennengelernt.

Es gab immer wieder wechselnde Schauplätze und ich empfand die ganze Geschichte als sehr temporeich. Anfangs hat es mich etwas verwundert, dass es kaum Ermittlungen von offizieller Seite der Behörden gab. Aber hier wird ja die Geschichte von Isabel erzählt, also ist das einleuchtend. Die Szenen mit Isabel, Pep und dem Frettchen Furó waren immer sehr unterhaltsam. Was ich unheimlich angenehm fand, waren die herzensguten und liebevollen Figuren, die überhaupt nicht anstrengend gezeichnet waren. Ich habe nämlich das Gefühl, dass die meisten Krimis nur noch so vor verkorkster und ermüdender Figuren strotzen, was mir langsam auf die Nerven geht.

Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Die Autorin hat Land und Leute auf Mallorca authentisch und sehr lebendig beschrieben.

Fazit: Mir hat dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen und ich werde die Reihe weiterverfolgen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diesen Mallorca-Krimi.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Einfache und leckere Rezepte

Fast & Tasty
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Ich folge dem Autor Achim Oecal schon seit geraumer Zeit in den sozialen Medien und bin sehr begeistert von seinen einfachen Rezepten. Umso neugieriger war ich auf dieses Kochbuch, sein zweites.

Sämtliche ...

Ich folge dem Autor Achim Oecal schon seit geraumer Zeit in den sozialen Medien und bin sehr begeistert von seinen einfachen Rezepten. Umso neugieriger war ich auf dieses Kochbuch, sein zweites.

Sämtliche Rezepte sind sehr einfach und leicht nachzukochen. Ich empfand sie aber nicht als gesund. Blätterteig und Kartoffeln kommen mir zu oft vor und sind leider auch nicht austauschbar. Gefallen haben mir vor allem die Notizen am unteren Rand, wo Achim Alternativen vorschlägt. Ich habe einige Rezepte ausprobiert und auch hin und wieder abgeändert, was problemlos funktiert. Was mir auch gefallen hat ist, dass mich der Autor nicht mit einer langen und langweiligen Einleitung oder einem Vorwort nervt und es wirklich um seine Rezeptideen geht und eben diese im Mittelpunkt stehen.

Fazit: Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich freu mich auf weitere Ideen von Achim. Ob nun auf Instagram, Facebook oder in Form eines Buches. Erstmal werde ich mir aber sein erstes Buch mit Ofengerichten zulegen. Mal sehen, ob es mich auch begeistern kann.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Düster und atmosphärisch

Die Schanze
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Die Ärztin Ellen Roth wagt nach einer Trennung einen Neuanfang. Sie zieht von Hamburg in den Süden und kehrt in ihre Heimat zurück. Dort übernimmt sie eine alte Hausarztpraxis. Kurz nach ihrer Ankunft ...

Die Ärztin Ellen Roth wagt nach einer Trennung einen Neuanfang. Sie zieht von Hamburg in den Süden und kehrt in ihre Heimat zurück. Dort übernimmt sie eine alte Hausarztpraxis. Kurz nach ihrer Ankunft wird der Sohn des Bürgermeister Johannes Gruber ermordet aufgefunden. Seine Leiche hängt an einer Skischanze. Plötzlich wird Ellen von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Diese Geschichte war ein wahrer Pageturner. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Hauptfigur ist natürlich Ellen. In meinen Augen ist sie eine mutige Frau, war aber verständlicherweise kühl, aber nicht unsympathisch. Ich fand es bewundernswert, wie sie es dann doch geschafft hat, Hilfe anzunehmen, auf ihre Art. Ihre Vergangenheit hat mich sehr bewegt und sie war extrem brutal. Ausserdem bekommt der Leser einen Einblick ins Leben von dem Journalisten Merab Alieva und dem pensionierten Polizisten Karl Haußer.

Die Kapitel hatten eine angenehme Länge. Der Schreibstil war gut verständlich, aber teilweise auch erwas schwerfällig. Die Spannung hat sich von Seite zu Seite weiter aufgebaut. Ich musste ehrlich gesagt einfach weiterlesen, weil ich wissen wollte, was passiert ist, auch wenn ich eine Ahnung hatte, die sich dann bedauerlicherweise bewahrheitet hat. Sehr authentisch beschrieben wurden Ellens Ängste und die düstere Atmosphäre. Die Winteratmosphäre tat ihr übriges.

Mir hat das Buch sehr gefallen und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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