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Veröffentlicht am 11.07.2025

Liebe ist ein „Tu-Wort“: Wichtiges feministisches Sachbuch

Kluft und Liebe
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"Kluft und Liebe" von Josephine Apraku ist ein feministischer Aufruf, sich neu mit dem Thema „Liebe“ auseinanderzusetzen.
Die Autorin erklärt die Mechanismen von Liebe, Macht und Diskriminierung. Durch ...

"Kluft und Liebe" von Josephine Apraku ist ein feministischer Aufruf, sich neu mit dem Thema „Liebe“ auseinanderzusetzen.
Die Autorin erklärt die Mechanismen von Liebe, Macht und Diskriminierung. Durch eine sehr gelungene Mischung aus persönlichen Erlebnissen, Analysen und literarischen Texten ist das Buch sowohl gut verständlich als auch sehr umfassend.
Josephine Apraku zeigt auf, wie Liebesbeziehungen durch soziale Ungleichheiten geprägt werden; wie Rassismus, Behinderungen sowie patriarchal geprägte Strukturen und Verhaltensmuster unsere vermeintlich privaten, zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen. Traditionelle Beziehungsnormen werden in Frage gestellt.

„Seyda Kurt macht einen wichtigen Punkt: Erzählungen über Liebe, die gesellschaftliche Vorstellungen noch immer maßgeblich prägen, sind nicht neutral. Repräsentationen von Liebe in medialen Darstellungen erfolgen noch immer vor allem aus einer mehrfach privilegierten Perspektive. Es ist meist eine weiße, bürgerliche, cis männliche, hetero und nicht behinderte Perspektive, die allerdings nicht transparent gemacht wird. Sie erscheint damit als neutral, als selbstverständlich und wird überhaupt erst dadurch zur Norm. Dabei ist, insbesondere weil die durch Machtstrukturen geschaffene Position nicht benannt wird, Unterdrückung immer Teil dieser Perspektive auf Liebe. Das macht etwas mit uns, nicht nur als Gesellschaft, sondern auch im Privaten. Schließlich sind es diese Darstellungen, die uns von Beginn an in unserem Leben begleiten, uns be¬einflussen, an denen wir uns orientieren und an denen wir gemessen werden. Mit diesen Repräsentationen von Liebe werden zeitgleich eine Norm sowie die Abweichung von dieser gebildet und damit der Rahmen dafür gesteckt, wen wir lieben sollten und wie. „

„Ein wesentlicher Bestandteil dieses Skripts, sprich unserer Sozialisierung, ist die Annahme, dass Menschen, alle Menschen, heterosexuell sind. Nur deshalb gibt es das gesellschaftliche Phänomen eines Coming-out überhaupt: Die Tatsache, dass Menschen preisgeben »müssen«, nicht heterosexuell zu sein, hängt exklusiv damit zusammen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die Heterosexualität zur Norm macht und institutionalisiert hat. Kurz: Wer wir sein und wen wir begehren sollten, wird mit einer der ersten Aussagen über uns - etwa "Es ist ein Mädchen!" - bestimmt.“

„Die unendliche gesellschaftliche "Liebesgeschichte", die uns überall im Alltag begegnet - um nicht zu sagen: verfolgt -, funktioniert nach dieser simplen gleichbleibenden Formel: weiße, normschlanke, nicht be
hinderte cis Frau verliebt sich in ihr einzig angemessenes Gegenstück, den weißen, normschlanken und ebenfalls nicht be_behinderten cis Mann. Sie ist das Objekt seines Verlangens, das lernen beide von jungen Jahren an.“

„In einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft wird uns überall suggeriert, dass die eine Sache mehr wert sei als die andere. Dieses Grundprinzip, das Teil der Basis von Unterdrückung ist, gilt auch für unsere Beziehungen: Die eine ist vermeintlich wichtiger als die andere. Verheiratet sein sticht "einfach zusammen sein", Liebesbeziehung sticht Freundinnenschaft, und die Länge einer Partnerinnenschaft gibt vermeintlich Auskunft über deren Qualität - kurz ist "schlecht", lang ist "gut "und "echte Liebe". Die unterschiedlichen Beziehungen, die uns durch unser Leben begleiten - das lernen wir -, sind nicht gleichwertig.“

„Denn nichts von alldem, wie wir Beziehungen denken, sie verstehen und uns in ihnen Verhalten, geschieht in einem Vakuum. Im Gegenteil, wir sind zutiefst beeinflusst von unserem Umfeld, von Vorstellungen, die nicht unsere eigenen sind. Um Beziehungen so auszuhandeln, dass sie für uns funktionieren, und sie gleichberechtigter zu gestalten, benötigen wir allerdings deutlich mehr Raum.“

Das Buch ist kein Ratgeber; es stellt vielmehr Fragen als dass es Antworten liefert.
Dennoch ist das Buch sehr wertvoll und tiefgründig und kann helfen, Machtgefälle zu überwinden und eine neue, bessere Art der Liebe zu ermöglichen.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen für dieses wirklich berührende und kluge Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2025

Liebe ist ein „Tu-Wort“: Wichtiges feministisches Sachbuch

Kluft und Liebe
0

"Kluft und Liebe" von Josephine Apraku ist ein feministischer Aufruf, sich neu mit dem Thema „Liebe“ auseinanderzusetzen.
Die Autorin erklärt die Mechanismen von Liebe, Macht und Diskriminierung. Durch ...

"Kluft und Liebe" von Josephine Apraku ist ein feministischer Aufruf, sich neu mit dem Thema „Liebe“ auseinanderzusetzen.
Die Autorin erklärt die Mechanismen von Liebe, Macht und Diskriminierung. Durch eine sehr gelungene Mischung aus persönlichen Erlebnissen, Analysen und literarischen Texten ist das Buch sowohl gut verständlich als auch sehr umfassend.
Josephine Apraku zeigt auf, wie Liebesbeziehungen durch soziale Ungleichheiten geprägt werden; wie Rassismus, Behinderungen sowie patriarchal geprägte Strukturen und Verhaltensmuster unsere vermeintlich privaten, zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen. Traditionelle Beziehungsnormen werden in Frage gestellt.

„Seyda Kurt macht einen wichtigen Punkt: Erzählungen über Liebe, die gesellschaftliche Vorstellungen noch immer maßgeblich prägen, sind nicht neutral. Repräsentationen von Liebe in medialen Darstellungen erfolgen noch immer vor allem aus einer mehrfach privilegierten Perspektive. Es ist meist eine weiße, bürgerliche, cis männliche, hetero und nicht behinderte Perspektive, die allerdings nicht transparent gemacht wird. Sie erscheint damit als neutral, als selbstverständlich und wird überhaupt erst dadurch zur Norm. Dabei ist, insbesondere weil die durch Machtstrukturen geschaffene Position nicht benannt wird, Unterdrückung immer Teil dieser Perspektive auf Liebe. Das macht etwas mit uns, nicht nur als Gesellschaft, sondern auch im Privaten. Schließlich sind es diese Darstellungen, die uns von Beginn an in unserem Leben begleiten, uns be¬einflussen, an denen wir uns orientieren und an denen wir gemessen werden. Mit diesen Repräsentationen von Liebe werden zeitgleich eine Norm sowie die Abweichung von dieser gebildet und damit der Rahmen dafür gesteckt, wen wir lieben sollten und wie. „

„Ein wesentlicher Bestandteil dieses Skripts, sprich unserer Sozialisierung, ist die Annahme, dass Menschen, alle Menschen, heterosexuell sind. Nur deshalb gibt es das gesellschaftliche Phänomen eines Coming-out überhaupt: Die Tatsache, dass Menschen preisgeben »müssen«, nicht heterosexuell zu sein, hängt exklusiv damit zusammen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die Heterosexualität zur Norm macht und institutionalisiert hat. Kurz: Wer wir sein und wen wir begehren sollten, wird mit einer der ersten Aussagen über uns - etwa "Es ist ein Mädchen!" - bestimmt.“

„Die unendliche gesellschaftliche "Liebesgeschichte", die uns überall im Alltag begegnet - um nicht zu sagen: verfolgt -, funktioniert nach dieser simplen gleichbleibenden Formel: weiße, normschlanke, nicht be
hinderte cis Frau verliebt sich in ihr einzig angemessenes Gegenstück, den weißen, normschlanken und ebenfalls nicht be_behinderten cis Mann. Sie ist das Objekt seines Verlangens, das lernen beide von jungen Jahren an.“

„In einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft wird uns überall suggeriert, dass die eine Sache mehr wert sei als die andere. Dieses Grundprinzip, das Teil der Basis von Unterdrückung ist, gilt auch für unsere Beziehungen: Die eine ist vermeintlich wichtiger als die andere. Verheiratet sein sticht "einfach zusammen sein", Liebesbeziehung sticht Freundinnenschaft, und die Länge einer Partnerinnenschaft gibt vermeintlich Auskunft über deren Qualität - kurz ist "schlecht", lang ist "gut "und "echte Liebe". Die unterschiedlichen Beziehungen, die uns durch unser Leben begleiten - das lernen wir -, sind nicht gleichwertig.“

„Denn nichts von alldem, wie wir Beziehungen denken, sie verstehen und uns in ihnen Verhalten, geschieht in einem Vakuum. Im Gegenteil, wir sind zutiefst beeinflusst von unserem Umfeld, von Vorstellungen, die nicht unsere eigenen sind. Um Beziehungen so auszuhandeln, dass sie für uns funktionieren, und sie gleichberechtigter zu gestalten, benötigen wir allerdings deutlich mehr Raum.“

Das Buch ist kein Ratgeber; es stellt vielmehr Fragen als dass es Antworten liefert.
Dennoch ist das Buch sehr wertvoll und tiefgründig und kann helfen, Machtgefälle zu überwinden und eine neue, bessere Art der Liebe zu ermöglichen.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen für dieses wirklich berührende und kluge Buch.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Süße LESEMAUS-Geschichte mit CONNI

LESEMAUS 82: Conni geht einkaufen
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Von Conni hatten wir schon immer sehr viele Bücher, Pixi- und Lesemaus-Bücher, die beim Kinder immer gut ankamen.
So auch dieser Band hier.
Conni begleitet ihre Mutter zum Einkaufen, da gibt es viel zu ...

Von Conni hatten wir schon immer sehr viele Bücher, Pixi- und Lesemaus-Bücher, die beim Kinder immer gut ankamen.
So auch dieser Band hier.
Conni begleitet ihre Mutter zum Einkaufen, da gibt es viel zu entdecken.
Ob in der Drogerie oder beim Bäcker - und in die Buchhandlung müssen sie auch noch.
Wie immer toll illustriert und nett erzählt; Conni-Geschichten kann man eigentlich immer empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Perfekter großer Familienplaner

Farbenspiel 27 x 47 240519 2019
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Wir kaufen diesen großen Familienplaner schon seit Jahren. Ohne Schnickschnack, aber mit 5 Spalten und ausreichend Platz für die ganze Familie.
Auch für weniger Personen geeignet, wir nutzen auch eine ...

Wir kaufen diesen großen Familienplaner schon seit Jahren. Ohne Schnickschnack, aber mit 5 Spalten und ausreichend Platz für die ganze Familie.
Auch für weniger Personen geeignet, wir nutzen auch eine Spalte nur für Geburtstage.
Ganz klare Empfehlung von uns, wie werden den Wandkalender auch weiterhin jährlich kaufen.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Knifflige Zahlenrätsel

Kakuro 2 mittel bis extrem
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Nachdem unser Kind schon in relativ jungen Jahren ein riesiger Sudoku-Fan war, hat es nun vor einiger Zeit "Kakuros" für sich entdeckt. Bisher hatte mir das gar nichts gesagt, es war zufällig in einem ...

Nachdem unser Kind schon in relativ jungen Jahren ein riesiger Sudoku-Fan war, hat es nun vor einiger Zeit "Kakuros" für sich entdeckt. Bisher hatte mir das gar nichts gesagt, es war zufällig in einem gemischten Rätselheft enthalten.
Was soll ich sagen? Die Begeisterung ist riesengroß, genau das Richtige für Knobelfans, die gerne Zahlenrätsel machen. Wirklich eine super Alternative zu Sudokus.
Wir können dieses Rätselheft gerne empfehlen und haben uns zwischenzeitlich auch noch andere gekauft, damit der Rätselspaß weitergeht.

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