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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Neustart im Alter

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Der Roman erzählt von Erika, einer Frau, etwas älter wie 60 Jahre. Erika und Jan sind seit Jahrzehnten verheiratet, ihre Ehe steckt im Alltagstrott. Während eines gemeinsamen Italienurlaubs gesteht ...

Der Roman erzählt von Erika, einer Frau, etwas älter wie 60 Jahre. Erika und Jan sind seit Jahrzehnten verheiratet, ihre Ehe steckt im Alltagstrott. Während eines gemeinsamen Italienurlaubs gesteht er, dass er eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Frau hat. Dieses Ereignis erschüttert ihr bisheriges Leben - sie fällt aus allen Wolken. Sie überdenkt Beziehung, Alter, Begehren und Selbstwert.
"Was ist in meinem Alter noch üblich" - diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Der Einstieg in das Buch und die Thematik ist absolut gelungen. Jedoch verläuft sich das im Laufe des Buches etwas. Es wirkte immer mehr undurchdacht und verwirrend. Auch kam es zu zahlreichen Wiederholungen. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugend. Auch sind mir die beiden Protagonisten irgendwie fremd geblieben.

Mich konnte das Buch nicht so packen, wie ich es mir erwartet hätte.

Veröffentlicht am 11.07.2025

Familiäre Dynamik trifft digitales Gesellschaftsexperiment

Gesellschaftsspiel
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Im Buch "Gesellschaftsspiel" erzählt die Autorin über drei Wochen im Leben von Isabelle, Annika und Dagmar, die sich am Sterbebett von Isabelles und Annikas Mutter wiederfinden. Parallel wird ...

Im Buch "Gesellschaftsspiel" erzählt die Autorin über drei Wochen im Leben von Isabelle, Annika und Dagmar, die sich am Sterbebett von Isabelles und Annikas Mutter wiederfinden. Parallel wird in Weimar eine Demokratie-App namens „The Syndicate“ eingeführt – ein soziales Experiment eines Tech-Milliardärs, das die Gesellschaft digital „neu denken“ soll.

Ich finde die Idee für das Buch sehr intuitiv - Moderne Demokratie via App – ein konkretes Gedankenexperiment mit gesellschaftlicher Reichweite. Hohe Relevanz in der heutigen Zeit, und das macht das ganze Buch gleich nochmals interessanter.

Was nicht so gelungen ist, sind die Protagonistinnen - sie wirken sehr distanziert und Emotionen kommen bei mir einfach nicht auf. Die Skizzierung der Charaktere ist in meinen Augen leider nicht gelungen. Konflikte haben keinen wirklichen Höhepunkt.

Tolle Idee, jedoch einige Abstriche bei der Umsetzung.

Veröffentlicht am 17.05.2025

Fortsetzung, die mich nicht fesseln konnte

Merci Agneta
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„Merci Agneta“ ist der zweite Band einer Romanreihe von Emma Hamberg.

Man sollte den ersten Teil unbedingt zuerst gelesen haben, in welchen Agneta in die Provence kommt, bevor man Band zwei ...

„Merci Agneta“ ist der zweite Band einer Romanreihe von Emma Hamberg.

Man sollte den ersten Teil unbedingt zuerst gelesen haben, in welchen Agneta in die Provence kommt, bevor man Band zwei startet. In der Fortsetzung setzt Agneta ihren Neuanfang fort – diesmal mit mehr Selbstbewusstsein und neuen Herausforderungen.

Die Geschichte dreht sich wieder um Protagonistin Agneta, aber auch die bereits bekannten Figuren aus dem ersten Teil trifft man wieder.
Emma Hambergs Schreibstil ist locker, charmant und humorvoll. Die Charaktere sind tiefgründig und authentisch gezeichnet, besonders Agneta, die sich von einer unsichtbaren Frau zu einer selbstbewussten Heldin entwickelt.

Einen schöne Fortsetzung, leider konnte mich dieser Teil aber nicht so richtig fesselnd. Nett für zwischendurch, natürlich will man nach Teil 1 wissen wie es weiter geht, aber ganz überzeugt bin ich leider nicht.

Veröffentlicht am 09.06.2024

Frauen in der Nachkriegszeit - interessant, aber nicht neutral

Die kurze Stunde der Frauen
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Das Cover finde ich gut passend, sehr schlicht und einfach gehalten, mit einer Frau in einem Kleid, die den Anschein macht, als würde sie etwas suchen.
Wartet sie auf ihren Mann? Oder sucht ...

Das Cover finde ich gut passend, sehr schlicht und einfach gehalten, mit einer Frau in einem Kleid, die den Anschein macht, als würde sie etwas suchen.
Wartet sie auf ihren Mann? Oder sucht sie ihren Platz? Ich finde das Cover gut gelungen.

Über die Nachkriegszeit weiß ich, leider, eigentlich sehr wenig, noch weniger über die Frauen bzw. die Bedingungen für Frauen in der Nachkriegszeit.

Die Geschichte der Frauen wird meiner Meinung nach nicht neutral erzählt. Es gibt viele interessante Informationen über die damalige Zeit, das Geschehen nach dem Krieg, Selbstschutz und die damalige Erziehung. Aber leider schwingt hier immer der Emanzipationsgedanke mit, und das hat für mich in diesem Buch nichts zu suchen. Erwartet hätte ich mir eine neutrale Berichterstattung.

Dass die Autorin mehrmals und wiederholt auf ihre eigenen Bücher in den verschiedensten Kapiteln verweist, finde ich sehr unangebracht und macht mir die Autorin ehrlich gesagt etwas unsympathisch.

Veröffentlicht am 28.04.2024

gut recherchiert, aber Hilfestellung fehlt

Stark gegen Ängste
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Das Cover und die Inhaltsangabe haben mein Interesse geweckt. Ich war sehr neugierig auf das Buch - wie man mit Ängsten umgeht.
Andreas Hiller bietet hier ein Buch zu diesem Thema an, und verspricht ...

Das Cover und die Inhaltsangabe haben mein Interesse geweckt. Ich war sehr neugierig auf das Buch - wie man mit Ängsten umgeht.
Andreas Hiller bietet hier ein Buch zu diesem Thema an, und verspricht Hilfe dazu. Sie schreibt in einer guten Strukturierung und mit flüssigem und verständlichen Schreibstil von der Angst selber, aus der Sicht von Arzt und Patient. Es wird auch gezeigt, wie sich Ängste weiterentwickeln - und diesen Teil fand ich sehr interessant und informativ.
Betroffene, ich bin nur sehr leicht betroffen denke ich, finden sich sicherlich gut in dem Buch wieder.
Was mir persönlich aber gefehlt hat, war die richtige Hilfestellung. Die Tipps in den Buch sind mir persönlich zu oberflächlich.
Für mich ist das Buch daher eher informativ um sich über das Thema Angst zu informieren und nicht, um das Thema zu bekämpfen/in den Griff zu bekommen.