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Katjuschka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2025

Teil 3 der Reihe

Die Nelkentochter (Die Blumentöchter 3)
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Nach dem Tod ihrer Großmutter hat Lali den Halt verloren.
Bei Rose hat sie Trost und Wärme gefunden, nachdem ihre eigene leibliche Mutter die Familie früh verlassen und nach Sri Lanka gegangen ist ist.
Lali ...

Nach dem Tod ihrer Großmutter hat Lali den Halt verloren.
Bei Rose hat sie Trost und Wärme gefunden, nachdem ihre eigene leibliche Mutter die Familie früh verlassen und nach Sri Lanka gegangen ist ist.
Lali hat nie begreifen können, wieso ihre Mutter das getan hat, und ist nun vollkommen überrumpelt, als sie in der Gärtnerei eine Gedichtsammlung von ihr findet.
Die feinfühligen Texte brechen in Lali etwas auf und sie beschließt, ihre Mutter endlich zur Rede zu stellen.
Zum ersten Mal in ihrem Leben verlässt sie ihr Nest in Cornwall und geht nach Sri Lanka.
Dort begibt sie sich auf die Spuren einer alten Teeplantage und stößt auf ein großes Familiengeheimnis...

Nachdem Cousine Dalia mit sehr wenig Informationen ins ferne Mexiko gereist war um ihren Vater zu finden, reist nun Lali nach Sri Lanka um ihre Mutter zu treffen.
Einziger Hinweis ist eine mehr als 20 Jahre alte Adresse einer Teeplantage im Hochland.
Tatsächlich trifft Lali dort auf ihre zuerst sehr fremde Mutter Isha, an die sie kaum noch Erinnerungen hat.
Aber die zwei Frauen nähern sich langsam einander an, Ishas Gedichte helfen Lali deren Gefühle aus der Vergangenheit besser zu verstehen.
Auf einem zweiten Erzählstrang erfährt man vom Schicksal von Saliya, Ishas Mutter, die in den 1980er Jahren während des Bürgerkrieges in Sri Lanka spurlos verschwindet.
Auch die Liebe kommt im 3. Teil der Blumentöchter-Reihe nicht zu kurz.
Lali verliebt sich zuerst in die Heimat ihrer Mutter - dann in den freundlichen Tamilen Santosh.
Sage reist seiner Tochter hinterher - sind da noch Gefühle zwischen ihm und Isha?
Die Beschreibungen von Sri Lanka sind wunderschön, für uns Europäer aber auch immer etwas fremd und exotisch.
Bemerkenswert wie scheinbar friedlich heute Muslime, Hindus und Christen in diesem multireligiösen und multiethischen Inselstaat im indischen Ozean zusammenleben!
Der brutale Bürgerkrieg zwischen Singhalesen und Tamilen, der mehr als 25 Jahre andauerte, wird nur angedeutet, aber die Schrecken der Zeit, sowie die Folgen, sind trotzdem spürbar in die Handlung eingebunden.
Interessant fand ich, wie die "Engländerin" Lali erste Erfahrungen mit Ayurveda macht.
Nach Mexiko, Island und nun Sri Lanka wird die nächste Reise, wie im Epilog angedeutet, im 4. Teil der Reihe mit "Die Magnolientochter" nach Neuseeland gehen.
Ich freue mich darauf!

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Teil 25 der Reihe

Agatha Raisin und der tote Schauspieler
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Eine festlich inszenierte Weihnachtsgeschichte - mit Agatha Raisin als Zuschauerin!
Mrs. Bloxby, die Frau des Pfarrers, weiß, wie man eine Unwillige überredet.
Bei der Aufführung muss Agatha wie nicht ...

Eine festlich inszenierte Weihnachtsgeschichte - mit Agatha Raisin als Zuschauerin!
Mrs. Bloxby, die Frau des Pfarrers, weiß, wie man eine Unwillige überredet.
Bei der Aufführung muss Agatha wie nicht anders zu erwarten mehrfach ein Gähnen unterdrücken. Bis sich unter dem wild agierenden Hauptdarsteller plötzlich der Boden auftut: Ein Sturz, ein Schrei, dann Stille - und die erschreckende Erkenntnis: Der Schauspieler liegt tot unter der Bühne. Ein Unfall?
Schon bald ahnen Agatha und ihr Team, dass die dramatische Bühnenshow nichts ist im Vergleich zum wahren Leben.
Gleich eine ganze Schar Verdächtiger stellt sie nun vor große ermittlerische Herausforderungen, denn nicht wenige von ihnen hatten Gründe, den Hauptdarsteller am liebsten tot zu sehen...

Im nun schon 25. Fall können sich die Fans auf viele Klassiker der Reihe freuen: Agatha ist bei ihren Ermittlungen mal wieder schneller als die Polizei und bringt sich dabei natürlich auch wieder in Lebensgefahr - und das nicht nur einmal!
Sie ist wieder verliebt - nicht nur einmal und will heiraten - nicht nur einmal.
Wie so oft an ihrer Seite: Ex-Mann James, Ex-Lover Charles, Ex-Kollege Roy Silver, sowie ihre Freunde Bill Wong und Mrs. Bloxby.
Die Ermittlungen gestalten sich kompliziert, aber Agatha lässt nicht locker.
Als ein Verdächtiger verschwindet hat Agatha einen schrecklichen Verdacht was passiert sein könnte.
Ausgerechnet bei einer Hochzeit kommt es zum spannenden Finale.
Aggie, das war knapp!
Darauf erst mal einen Gin-Tonic.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Mathilde & Katja

Die Akte Schneeweiß
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Eine Familiengeschichte der besonderen Art, atmospärisch erzählt auf zwei Zeitebenen.
Der Autorin ist es großartig gelungen den jeweiligen Zeitgeist einzufangen ohne zu belehren oder den Zeigefinger zu ...

Eine Familiengeschichte der besonderen Art, atmospärisch erzählt auf zwei Zeitebenen.
Der Autorin ist es großartig gelungen den jeweiligen Zeitgeist einzufangen ohne zu belehren oder den Zeigefinger zu erheben.
Mathilde, eine selbstbewusste junge Frau, ist klug, stark und mutig und sie denkt auch in schwierigsten Zeiten immer, teilweise sogar zuerst, an andere.
Sie steht stellvertretend für viele unbekannte weibliche Heldinnen aus der dunkelsten Zeit Deutschlands.
Katja ist ihrer Zeit voraus. Entgegen der traditionellen Vorstellungen ihrer Eltern geht sie ihren eigenen Weg, stellt eine Karriere vor Ehe und Mutterschaft.
Als sie, mehr zufällig, nach Jahren ihren Großvater wiederfindet und sich endlich viele offene Fragen beantworten, schließt sich ein Kreis.
Kann Katja als Ärztin irgendwann den Weg ihrer Familie beim Thema "Selbstbestimmung von Frauen bei einer Schwangerschaft" endlich offiziell und legal weitergehen?
Und wird vielleicht auch dem geliebten Opa Don späte Gerechtigkeit widerfahren...?
Das Ende ist, trotz ein paar trauriger Momente, zumindest hoffnungsvoll.
Besonders hervorheben möchte ich die Beschreibung des Alltages auf der jüngeren Zeitebene der Geschichte.
Selbst in den späten 1960er geboren, habe ich sehr vieles (mit einem Lächeln) wiedererkannt.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Teil 1 der Dilogie

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Louise, Ella und Paul sind die Hauptpersonen in einer historischen Geschichte, die mit interessanten Krimielementen punktet.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der drei erzählt und so lernt man ...

Louise, Ella und Paul sind die Hauptpersonen in einer historischen Geschichte, die mit interessanten Krimielementen punktet.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der drei erzählt und so lernt man diese schrittweise immer besser kennen und auch verstehen.
Denn nach und nach erfährt man auch Einzelheiten aus deren jeweiliger Vergangenheit und so sind ihre Gedanken und Reaktionen gut nachvollziehbar.
So wie Louise zu Beginn einen recht naiven und dadurch teils etwas hilflosen Eindruck macht, so wirkt Ella direkt sehr stark und zielstrebig auf ihrem Weg zu Eigenständigkeit.
Gemeinsam haben sie aber den unbedingten Willen sich, trotz schwieriger Vergangenheit, nicht unterkriegen zu lassen.
Paul hat nach einer Verletzung und dem Verlust seiner Arbeit Schwierigkeiten den Lebensmut nicht vollends zu verlieren.
Zuerst treibt ihn nur der Hass auf Hinnerk Macke an, aber das ändert sich zum Glück irgendwann.
Louise, Ella und Paul sind durch Zufall oder vom Schicksal zusammengewürfelt worden und werden nach diversen Startschwierigkeiten ein richtig gutes Trio.
Der Krimi-Anteil um den ermordeten Juwelier und die Suche nach dem Täter macht die Handlung besonders im letzten Drittel richtig spannend.
Ob und wie die neuen Freunde die Unschuld des jungen Joshua beweisen können, was aus Louises Ehemann geworden ist und wie es mit der Bar weitergeht, liest sich nicht zuletzt wegen der historischen Einflechtungen sehr gut und interessant - auch wenn es stellenweise ein paar Längen gab.
Im Oktober erscheint Teil 2 - "Schatten über St. Pauli".

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Weil wir leben

Wir sehen uns wieder am Meer
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2024: Juni Bjerke erhält einen Anruf.
Erst jetzt erfährt sie vom Schicksal der geliebten Freundinnen ihrer Großmutter Tekla.
1944: Norwegen ist von den Deutschen besetzt.
Die junge Krankenschwester Birgit ...



2024: Juni Bjerke erhält einen Anruf.
Erst jetzt erfährt sie vom Schicksal der geliebten Freundinnen ihrer Großmutter Tekla.
1944: Norwegen ist von den Deutschen besetzt.
Die junge Krankenschwester Birgit begegnet der 16-jährigen Nadia, die aus der Ukraine zur Zwangsarbeit in der Fischfabrik verschleppt wurde.
Als Birgit sich dem Widerstand anschließt und Nadia einen Kollaborateur trifft, geraten sie in höchste Gefahr.
Ihre Geheimnisse teilen sie nur mit dem "Deutschenmädchen" Tekla.
Weit über den Krieg hinaus müssen die Freundinnen Entscheidungen fällen, die noch das Leben ihrer Kinder und Enkel prägen werden.

Nach einem zuerst etwas verwirrenden Prolog (zumindest wenn man "Als Großmutter im Regen tanzte" nicht kennt) dreht es sich hier erneut um eher wenig bekannte historische Begebenheiten in Norwegen während des Krieges und der Zeit danach.
Birgit arbeitet in Bodø im Krankenhaus und kommt dort u.a. mit den sowjetischen Zwangsarbeitern in Kontakt.
Die Lebensbedingungen in den Lagern sind furchtbar. Hygiene und medizinische Versorgung existieren kaum. Dazu kommen menschenverachtende Arbeitsbedingungen in den Fischfabriken.
Nicht nur die deutschen Besatzer sind schrecklich, auch manche norwegischen Kollaborateure stehen ihnen in nicht viel nach!
Birgit freundet sich mit der Ukrainerin Nadia an und versucht ihr zu helfen.
Gleichzeitig schließt sie sich dem Widerstand an und versteckt geflohene sowjetische Arbeiter.
Als Birgit erwischt wird gelangt sie in die Hände der Gestapo und die eines sadistischen norwegischen Kollaborateurs.
Ihre große Liebe Alexander jedoch konnte fliehen.
Wird sie ihren "Sascha" je wiedersehen?
Nach Ende des Krieges arbeitet Birgit als Übersetzerin, ihre russischen Sprachkenntnisse sind bei der Rückführung der Zwangsarbeiter sehr hilfreich.
Als sie das Angebot bekommt nach Moskau zu gehen und für den Geheimdienst zu arbeiten nimmt Birgit an, denn sie hofft dort Sascha zu finden.
In Moskau jedoch beginnt das nächste grausame Drama ihres Lebens.
Rückhalt findet sie später bei Nadia und der aus Deutschland zurückgekehrten Tekla.

Geschickt verbindet Trude Teige in "Wir sehen uns wieder am Meer" Fiktion mit Fakten und zeichnet ein unbekanntes Bild um die norwegisch-sowjetische Vergangenheit zur Zeit des Krieges.
Erschreckend fand ich, dass die Beschreibung der Sowjetunion Mitte der 1950er Jahre, dem heutigen Russland zu ähneln scheint: Ein allgegenwärtiger Geheimdienst und Menschen die willkürlich in Arbeitslagern in Sibirien landen, gehören genau wie die fehlende Meinungs- und Pressefreiheit wie selbstverständlich zum Alltag der Menschen.
Was wurde aus Perestroika und Glasnost?

Der Abschluss mit den im Regen tanzenden Freundinnen Birgit, Tekla, Nadia und Annelies bildet einen versöhnlichen Abschluss.
Lediglich das im Epilog beschriebene Schicksal von Annelies macht traurig.

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