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Veröffentlicht am 26.07.2025

Ein magisches Abenteuer voller Spannung, Fantasie und Freundschaft!

Die Bestimmung der Mondsteinkinder
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Seit vielen Jahrzehnten findet im Land des kindlichen Königs die Königslese statt, bei der das Kind ausgewählt wird, welches als nächstes das Reich regieren soll. Als es wieder soweit ist, möchte der ...



Seit vielen Jahrzehnten findet im Land des kindlichen Königs die Königslese statt, bei der das Kind ausgewählt wird, welches als nächstes das Reich regieren soll. Als es wieder soweit ist, möchte der 13-jährige Meelo sein Glück versuchen. Es heißt zwar immer, dass ein Perlentaucher bei seinen Austern bleibt, aber mit seiner panischen Angst vor dem Wasser beginnt Meelo immer mehr daran zu zweifeln, ob er überhaupt ein echter Perlentaucher ist. Zudem besitzt er auch einen Mondstein und hat somit die Chance auf den Thron. Auf seinem Weg in die Gläserne Stadt, wo die große Zeremonie stattfinden soll, begegnet er dem Mädchen Ria, einer Königskindkanditatin aus dem Stamm der Flügelhüter. Gemeinsam stoßen sie auf dunkle Verschwörungen und Geheimnisse und sehen ihr Heimatland plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ob es ihnen wohl gelingen wird, ihr Land und die fliegenden Pferde zu retten?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Das wunderschöne Cover, das uns die Kristina Kister gezaubert hat, ließ mein Herz direkt höher schlagen, die Geschichte dahinter klang nicht minder vielversprechend und der Name der Autorin erledigte dann den Rest. Von Maike Harel habe ich schon einige Bücher gelesen und war jedes Mal begeistert. Und „Die Bestimmung der Mondsteinkinder“ bildet da keine Ausnahme.

Maike Harel hat hier einen wunderbaren Fantasyroman geschaffen, bei dem nicht nur junge Leserinnen ab 10 Jahren auf ihre Kosten kommen. Mit ihrem bildlichen Schreibstil entführt uns die deutsche Autorin in eine märchenhafte Welt, die einen gewissen Mittelaltercharme aufkommen lässt und einen direkt in den Bann zieht. Im Nu ist man mittendrin im Geschehen und hat durchweg das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein. Zusammen mit dem Perlentaucher Meelo und der Flügelhüterin Ria begibt man sich als Leserin auf eine abenteuerliche Reise voller Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Intrigen und Gefahren. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Magische Mondsteine, fliegende Pferde, kindliche Monarchen und dunkle Machenschaften erwarten einen hier. Die Charaktere sind allesamt liebevoll gestaltet, vor allem Meelo und Ria sind zwei starke Protagonist*innen, die man gerne begleitet. Es ist toll mitzuerleben, wie die Zwei fest zusammenzuhalten, gemeinsam über sich hinauswachsen und sich für das einsetzen, woran sie glauben. Ihre Reise lädt durchweg zum Mitfiebern ein, erinnert uns gleichzeitig aber auch daran, dass jeder das Recht hat, sein Leben so zu gestalten wie er oder sie es möchte und es sich lohnt, seinen Träumen zu folgen.

Die doppelseitige farbige Landkarte zu Beginn sowie die stimmungsvollen schwarz-weiß Kapitelvignetten (beigesteuert von Kristina Kister) runden das Leseerlebnis perfekt ab und das stimmige Ende lässt vermuten, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt.

Fazit: „Die Bestimmung der Mondsteinkinder“ ist eine spannende, fantasievolle und berührende Abenteuergeschichte über die Kraft der Freundschaft und den Mut, für das Richtige einzustehen. Ein magischer Lesespaß für alle ab 10 Jahren, die gerne in fantastische Welten eintauchen. Ich kann Maike Harels neuen Kinderroman wärmstens empfehlen, mir hat er zauberhafte Lesestunden bereiten können. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Ein wunderbares Fantasyabenteuer voller Herz, Magie und Hoffnung!

Flammenstürmer
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Jedes Jahr ziehen die Flammenvögel durch Leuchtfeuerstedt, der Stadt, in der Ember mit ihrem Vater lebt. Das Besondere an diesen feurigen Vögel sind ihre goldenen Schwanzfedern, die Herzenswünsche erfüllen ...

Jedes Jahr ziehen die Flammenvögel durch Leuchtfeuerstedt, der Stadt, in der Ember mit ihrem Vater lebt. Das Besondere an diesen feurigen Vögel sind ihre goldenen Schwanzfedern, die Herzenswünsche erfüllen können. Dieses Ereignis wird von den Einwohnern immer groß gefeiert und wenn die Feuervögel wieder aufbrechen, folgen ihnen viele Flammenjäger, in der Hoffnung, eine der wertvollen Schwanzfedern zu ergattern. Ember wollte schon immer gerne bei der Flammenjagd dabei sein und obwohl ihr Pa das genau weiß, schließt er sich eines Tages ohne sie den Flammenstürmern an – und kehrt nicht zurück. Ember ist der festen Überzeugung, dass ihr Vater noch am Leben ist. Als sie ein kleinen schwachen Feuervogel findet, ein sogenanntes Zündlein, möchte sie ihm unbedingt helfen. Hope, wie sie das Vögelchen nennt, ist zu schwach zum fliegen und seine einzige Rettung ist die Heimkehr in sein Herznest. Zum Glück haben gerade die Kapitänin Aggie und ihr Sohn Stanley im Hafen angelegt. Ember überredet die beiden, ihr bei Hopes Rettung zu helfen. Nebenbei hofft sie natürlich auch, ihren Vater wiederzufinden. Eine gefährliche und abenteuerliche Reise quer über den Ozean beginnt...

Magische Abenteuergeschichten sind genau mein Ding und wenn sie Seeräuber-Feeling aufkommen lassen, erst recht. An „Flammenstürmer“ aus der Feder von Julie Pike und übersetzt von Katharina Herzberger konnte ich daher nicht vorbeigehen – vor allem nicht an der Erstauflage, die diesen wunderschönen feurigen Farbschnitt hat. Ich war Feuer und Flamme und wurde nicht enttäuscht.

Julie Pike hat hier einen einzigartigen Kinderroman geschaffen, in dem weitaus mehr steckt als nur ein rasantes Fantasyabenteuer auf stürmischer See. Neben geheimnisvollen Inseln, gefährlichen Meeresstrudeln und einem zwielichtigen Schurken erzählt die englische Autorin auch von wahren Herzenswünschen und der Magie der Freundschaft. Von Familie, Zusammenhalt, Sehnsucht und Hilfsbereitschaft und der nie erlöschenden Hoffnung. Die Geschichte vermittelt einige wertvolle Botschaften und regt zum Nachdenken an. Was würde man sich wünschen, wenn man nur einen einzigen Wunsch frei hätte? Und wie weit würde man gehen, um ihn erfüllt zu bekommen? Lohnt es sich, an seine Wünsche zu glauben? Es ist eine faszinierende Welt, in die man hier eintaucht, mit magischen Feuervögeln, die an Phönixe erinnern und deren Schwanzfedern große Wünsche Wirklichkeit werden lassen können. Man ist sofort ganz gebannt von der Geschichte und mag/kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Überraschende und spannende Wendungen laden zum Mitfiebern und Mitzittern ein und das Setting lässt gewisse Piraten-Vibes aufkommen. Besonders schön jedoch ist das außergewöhnliche Band zwischen Ember und dem kleinen Feuervogel Hope. Es ist rührend zu sehen, wie aufopferungsvoll sich Ember um das schwache Vögelchen kümmert und wie sie alles daran setzt, es zu retten. Ihre gutherzige und entschlossene Art macht sie zu einer überaus sympathischen und starken Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Doch auch die Nebenfiguren sind wunderbar getroffen und bereichern das Leseerlebnis ungemein.

Fazit: „Flammenstürmer“ ist eine fesselnde, berührende und fantasievolle Geschichte über die Macht der Wünsche und Kraft der Freundschaft und den Mut, niemals aufzugeben. Ein zeitloses Abenteuer für alle ab 11 Jahren voller Herz, Magie und Hoffnung. Mir hat dieses Buch mal wieder gezeigt, dass der Woow Books Verlag zu Recht zu meinen Lieblingsverlagen zählt, ich finde es wundervoll. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Ein tierisch schöner Detektivcomic!

Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum
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Detektiv Stanley hat sich gerade in den Ruhestand verabschiedet und möchte seinen ersten Tag als Pensionär so richtig genießen. Ausschlafen ist also angesagt, statt Kriminalfälle werden nur noch Puzzles ...


Detektiv Stanley hat sich gerade in den Ruhestand verabschiedet und möchte seinen ersten Tag als Pensionär so richtig genießen. Ausschlafen ist also angesagt, statt Kriminalfälle werden nur noch Puzzles gelöst und zum Frühstück gibt es einen großen Berg warmer Pfannkuchen. Doch ehe es sich Stanley schmecken lassen kann, flattert ein Brief durch den Türschlitz. Es ist ein Hilferuf aus dem städtischen Museum, in dem über Nacht eingebrochen wurde. Eigentlich hat Stanley mit der Schnüffelei ja aufgehört...aber er kann einfach nicht widerstehen. Schnell schlüpft er in seine Detektivmontur und ab geht’s zum Museum. Dort angekommen, beginnt er sofort zu ermitteln und stößt auch schnell auf einige Merkwürdigkeiten. Doch dann gerät er auf einmal selbst unter Verdacht und landet im Gefängnis. Stanley muss jetzt sein ganzes detektivisches Können aufbieten, um seine Unschuld zu beweisen und den Fall zu lösen.

Als mir Detektiv Stanley zum ersten Mal in der Verlagsvorschau begegnete, war sofort klar, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein die Tatsache, dass er sich wie Sherlock Holmes kleidet, ließ mein Herz direkt höher schlagen. Es war Coverliebe auf den ersten Blick, der Klappentext tat dann sein Übriges und so viel sei schon mal gesagt: Ich habe die Lektüre dieses Buches nicht bereut.

Das Autorin-Illustratorin-Duo Hannah Tunnicliffe und Erica Harrison hat hier einen reizenden Tierkrimi gezaubert, der sich irgendwo zwischen Bilderbuch und Graphic Novel bewegt und obendrein noch an ein Wimmelbuch erinnert. Optisch ist dieses Buch ein besonderes Highlight. Erica Harrisons kunterbunte, meist großformatige Illustrationen haben einen gewissen Retro-Comic-Charme und sind mit viel Humor und Detailliebe gezeichnet. Auf den wimmelbildartigen Seiten gibt es eine Menge zu entdecken, sodass einem auch nach mehrmaligem Betrachten ständig neue lustige Kleinigkeiten auffallen.

Inhaltlich bekommt man hier eine sehr amüsante und abenteuerliche Detektivgeschichte geboten, bei der kleine Spürnasen richtig schön mitraten und mitfiebern können. Langweilig wird es zu keiner Zeit, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude an diesem Buch. Die Figuren sind allesamt sympathisch-schräg gestaltet, allein schon unser titelgebender Held ist einfach zum Gernhaben. Herrlich taff und clever, ein bisschen grummelig auf eine liebenswerte Weise und mit einer großen Leidenschaft für warme Pfannkuchen. Es macht einfach Spaß, diesen frisch pensionierten Hundeermittler auf seiner Diebesjagd zu begleiten. Ganz nebenbei wird auch noch spielerisch etwas Kunstwissen vermittelt. Das gestohlene Gemälde ist eine augenzwinkernde Anspielung auf den Maler Piet Mondrian, über dessen Lebensgeschichte man im Anschluss noch ein wenig mehr erfährt.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich Stanley noch einige weitere Male aus dem Ruhestand bequemen wird. Sein erster Fall als neugebackener Rentner macht definitiv Lust auf mehr!

Fazit: „Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum“ ist eine spannende und unterhaltsame Detektivgeschichte zum Miträtseln, Schmunzeln und Entdecken. Ein tierisch schöner, farbenfroher Wimmelbilderbuch-Comic-Mix, der Krimi und Kunst auf charmante Weise miteinander verbindet. Ideal geeigent für Erstleser*innen und Lesemuffel ab 6 Jahren. Ich bin begeistert von diesem Kindercomic, über weitere Bände würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Ein märchenhaft schöner Tier-Comic!

Greenwood. Band 1
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4,5 Sterne
Tief verborgen im Wald liegt das Städtchen Greenwood. Es ist eine märchenhafte Welt voller geheimnisvoller Orte. Aber keiner davon ist so magisch wie die Hütte der Hexe Urania – eine weise Hasendame, ...

4,5 Sterne
Tief verborgen im Wald liegt das Städtchen Greenwood. Es ist eine märchenhafte Welt voller geheimnisvoller Orte. Aber keiner davon ist so magisch wie die Hütte der Hexe Urania – eine weise Hasendame, die eine begnadigte Geschichtenerzählerin und Heilerin ist und für alle Waldtiere stets ein offenes Ohr hat. Hier treffen sich jeden Samstag sechs befreundete Tierkinder: Die Hasengeschwister Snow und Winter, Fledermaus Moon, Eule Vanilla, Spinne Shadow und Fuchs Honey (der sich vegetarisch ernährt und kein Blut sehen kann). Atemlos lauschen die Freundinnen den gruseligen Erzählungen von Urania wie beispielsweise von der gefährlichen Teufelskralle, die nachts ihr Unwesen treibt. Neben Uranias Schauermärchen gibt es jedoch noch etwas ganz anderes, worauf die Tierkinder hinfiebern: Ein Wettbewerb, für den wichtige Vorbereitungen getroffen werden müssen. Zum Glück sind die Freunde schon im Vorfeld an geheime Informationen gelangt, die sie zu ihrem Vorteil nutzen wollen. Doch ganz so wie erwartet, läuft es nicht, denn die offiziellen Wettkampfregeln bringen eine große Überraschung mit sich...

Als mir „Greenwood“ zum ersten Mal begegnete, war ich sofort Feuer und Flamme. Ein Blick aufs Cover und es war um mich geschehen und der Klappentext tat dann sein Übriges. Diesen Kindercomic musste ich einfach bei mir einziehen lassen und ich habe es nicht bereut.

Die beiden Autor
innen Barbara Canepa und Anaïs Halard legen mit dem ersten Band von „Greenwood“ einen vielversprechenden Auftakt einer neuen Comicreihe vor, für die sie sich gleich mehrere Zeichnerinnen ins Boot geholt haben. In jedem Band wird ein anderer Künstler oder eine andere Künstlerin das Greenwood-Universum zum Leben erwecken und seine oder ihre eigene Note einbringen. Eine tolle Idee, auf deren Umsetzung ich sehr gespannt bin! Den Anfang macht Florent Sacré und wie das Cover schon erahnen lässt, legt er die Messlatte ziemlich hoch.

Optisch ist diese Graphic Novel ein echtes Highlight! Florent Sacrés Zeichnungen sind herrlich detailverliebt und stimmungsvoll und schaffen durch ihre wunderbare Kolorierung eine mystisch-magische, waldige Wohlfühlamtosphäre. Man kann sich stundenlang in seinen Bildern verlieren. Und in die sehr süß gezeichneten Tierkinder mit ihren großen Augen muss man sich einfach verlieben.

Storytechnisch vermag dieser Serienstart nicht vollends zu überzeugen. Nach einem leicht schaurigen Beginn verläuft die Handlung recht ruhig, bisweilen auch etwas sprunghaft und punktet mehr mit Märchenflair als spannenden Wendungen. Große Abenteuer erleben unsere tierischen Helden hier eher nicht. Die Erzählung wirkt ein bisschen wie eine Einleitung und endet ziemlich abrupt. Ein paar Seiten mehr wären vielleicht nicht schlecht gewesen. Anderseits ist der cliffhangierische Schluss auch ein geschickter Schachzug, da er definitiv die Neugier auf die Fortsetzung weckt.
Trotz der kleinen Kritikpunkte macht es richtig Spaß in diesen Comic einzutauchen, vor allem Fans von Tiergeschichten wie „Winnie Puuh“ oder „Der Wind in den Weiden“ werden an „Greenwood“ ihre helle Freude haben. Das Künstlerteam hat hier eine überaus entzückende Fantasywelt erschaffen, in der es von smpathischen, anthropomorphen Waldtieren nur so wimmelt. Gleich zu Beginn lernen wir die untertitelgebende Figur Urania, die Hexe kennen sowie unsere Hauptprotagonist
innen: Die ungleichen Hasengeschwister Snow und Winter, der vegetarische Fuchs Honey, die tollpatschige Fledermaus Moon, die Eule Vanilla und die ein wenig gruselige, aber sehr freundliche Spinne Shadow. Die sechs Tierkinder sind ziemlich verschieden, doch sie zeigen uns, wie stark Freundschaft trotz großer Unterschiede sein kann und dass man gemeinsam unschlagbar ist.
Die Charaktere sind allesamt mit viel Witz und Charme versehen, was für viele lustige Dialoge sorgt. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wundersames Wissen über die Natur. An passenden Stellen ist die Geschichte mit liebevoll gestalteten Enzyklopädie-Seiten gespickt, auf denen man unter anderem erfährt, was sich aus Rote Bete Leckeres kochen lässt oder welche Superkräfte Knoblauch hat.

Fazit: „Greenwood 1: Urania, die Hexe“ ist ein märchenhafter Fantasy-Comic ab 8 Jahren, der durch sein wunderschönes Artwork und seine liebenswerten Charaktere besticht und Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht. Kurzweilig, warmherzig und zum Wohlfühlen schön. Trotz seiner kleinen Schwächen bin ich begeistert von diesem Comic und kann es kaum erwarten weiterzulesen. Zum Glück wird der zweite Band bereits Ende Juni auf Deutsch erscheinen, dieses Mal illustriert von Jérémie Almanza. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Trotz ernster Themen ein wunderschöner Comic zum Wohlfühlen!

Der Kuss Club (Band 3) - Liebe, Songs & beste Freundinnen
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Die Welt vom Kuss Club ist alles andere als rosarot. Jasmine macht es schwer zu schaffen, dass sie fortan abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer Mutter leben soll. Mit der neuen Wohnung ihres Papas kann ...

Die Welt vom Kuss Club ist alles andere als rosarot. Jasmine macht es schwer zu schaffen, dass sie fortan abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer Mutter leben soll. Mit der neuen Wohnung ihres Papas kann sie sich einfach nicht anfreunden. Ihr einziger Lichtblick ist der niedliche Nachbarsjunge Abel, der Musik genauso sehr zu lieben scheint wie sie. Adèles gute Neuigkeiten, dass sie sich in der alten Fabrik einen Raum für ihre Treffen einrichten dürfen, kommen daher wie gerufen. Doch während sich die drei Mädchen voller Vorfreude ans Renovieren machen, macht Lina eine furchtbare Beobachtung: Joy, die sonst immer der Schwarm aller Jungen war und das beliebteste Mädchen in der Schule, wird plötzlich von allen gemobbt. Niemand scheint sie mehr zu mögen. Was ist nur passiert? Für Lina steht sofort fest, dass sie ihrer Mitschülerin helfen muss.

Dies ist bereits der dritte Teil der Comicbuch-Serie „Der Kuss Club“. Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden sind nicht zwingend erforderlich, aber durchaus von Vorteil, da die Ereignisse aufeinander aufbauen.
Nachdem mir die ersten beiden Bücher so gut gefallen haben, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Schon rein äußerlich steht dieser Band den Vorgängern in nichts nach und dahinter schaut es ganz genauso aus.

Das französische Autorinnen-Duo BeKa und die italienische Zeichnerin Maya haben hier eine weitere entzückende Coming-of-Age-Graphic Novel geschaffen, die weitaus mehr Tiefgang zu bieten hat als man auf den ersten Blick vermuten würde. Verpackt in einer zuckersüßen Teenie-Story werden erneut viele Themen behandelt, die junge Heranwachsende oftmals beschäftigen wie Freundschaft, die erste Liebe, Trennung der Eltern, (Cyber-)Mobbing, Einsamkeit, Hobbys und die sozialen Medien. Obwohl das Buch nur 94 Seiten umfasst, steckt darin echt viel ohne überladen zu wirken. Auf eine ehrliche, aber auch sehr einfühlsame Weise werden unter anderem die Schattenseiten von Social Media verdeutlicht und wie wichtig es ist, Dinge zu hinterfragen und nicht allen Gerüchten Glauben zu schenken.
Es ist unheimlich schön zu sehen, wie Jasmine, Lina und Adèle gemeinsam durch dick und dünn gehen und wie ihre Freundschaft mit ihrer Mitschülerin Joy weiter wächst. Die Vier sind ziemlich verschieden, aber zusammen stark und unschlagbar. Sie machen jungen Leser
innen Mut, für sich selbst und andere einzustehen und zeigen einmal mehr, dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als Menschen, die zu einem halten und in schweren Zeiten immer für einen da sind.

Die Figuren sind sehr vielschichtig und lebensnah gezeichnet, jeder hat seine Ecken und Kanten, Sorgen und Probleme, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann. Die Balance zwischen Ernst und Leichtigkeit ist den Autorinnen einfach wieder wunderbar gelungen. Man kann wieder richtig gut mit den Charakteren mitfühlen, bekommt neben viel Herzschmerz aber auch durchgehend eine warme Wohlfühlatmosphäre geboten. Einziger kleiner Kritikpunkt sind die gelegentlichen Schimpfwörter wie Schlampe. Diese wirken zwar (leider) sehr authentisch, sind für ein Kinderbuch aber doch eher unpassend.

Ein besonderes Highlight sind erneut die herrlich farbenfrohen, detailverliebten und überaus ausdrucksstarken Illustrationen von Maya. Mit ihrem modernen und jungen Stil erweckt sie die Welt vom Kuss Club zum Leben und setzt das Erzählte perfekt in Szene. Die Panels sind wie gewohnt sehr übersichtlich angeordnet und kommen meist mit nur wenig Text aus. Für Lesemuffel und Comic-Einsteiger
innen ab 10 Jahren ist diese Reihe daher ideal geeignet.

Fazit: „Liebe, Songs & beste Freundinnen“ ist eine weitere gelungene Fortsetzung der Kuss Club-Reihe, die trotz ernster Themen locker-leicht daherkommt und durch ihr wunderschönes Artwork besticht. Ein zauberhafter, kurzweiliger Wohfühlcomic über das Erwachsenwerden und wahre Freundschaft. Mitreißend, echt, ermutigend und warmherzig. Ich habe mich mit diesem Band nur noch mehr in diese süße Comicbuch-Reihe ab 10 Jahren verliebt und hoffe sehr, dass auch noch die weiteren Bände aus dem Französischen übersetzt werden. Von mit gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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