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Veröffentlicht am 19.07.2025

„Was vergessen war, kehrt zurück wenn das Meer bereit ist“ - eine sehr berührende Geschichte

Das Geschenk des Meeres
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Das Geschenk des Meeres ist wahrlich ein Geschenk und schon jetzt eins meiner Lesehighlight des Jahres. Auch wenn die Geschichte etwas traurig anmutet habe ich dieses Buch sehr gern gelesen, nicht zuletzt ...

Das Geschenk des Meeres ist wahrlich ein Geschenk und schon jetzt eins meiner Lesehighlight des Jahres. Auch wenn die Geschichte etwas traurig anmutet habe ich dieses Buch sehr gern gelesen, nicht zuletzt auf Grund des Schauplatzes.

Das Geschichte wird uns in zwei Zeitsträngen erzählt, Gegenwart und Vergangenheit. Dabei erfahren wir allerdings nicht nur vieles über Dorothy und Joseph, sondern auch von der restlichen Dorfgemeinschaft.

Besonders berührt hat mich wie schwer die Dorfgemeinschaft es Dorothy gemacht hat ein teil von ihr zu werden. Da ich selbst auf einer kleinen Insel aufgewachsen und es "Zugezogene" auch dort schwer hatten konnte ich mich noch besser in die Geschichte hereinversetzen.

Beginnt das Buch mit dem Fund des Kindes doch recht stürmisch, ist es alles in allem jedoch ein sehr melancholisches ruhiges Buch. Perfekt für den Sommerurlaub (am Meer)

Julia R. Kelly hat einen sehr einfühlsamen Schreibstil und mit diesem Roman ein wirklich eindrucksvolles Debüt geschrieben. Ich hoffe das wir noch viele weitere Romane von ihr zu lesen bekommen!
Vielen Dank an den Mare Verlag für das Leseexemplar.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

An Barbie kommt niemand vorbei

Barbie - In Real Life
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Für Barbie ist man nie zu alt. Als Kind der Neunziger bin ich quasi mit ihr aufgewachsen. Barbie Auto, Barbie Pferd, Shelly, Ken, Barbie Haus.. Noch heute erinner ich mich so gern daran zurück wie ich ...

Für Barbie ist man nie zu alt. Als Kind der Neunziger bin ich quasi mit ihr aufgewachsen. Barbie Auto, Barbie Pferd, Shelly, Ken, Barbie Haus.. Noch heute erinner ich mich so gern daran zurück wie ich mich mit meinen Freundinnen getroffen und Stundenlang mit Barbies gespielt habe.
Heutzutage ist "nur" noch ein Barbie Shirt übrig und nun diese Buch. Welches einen wieder zurückversetzt in die Kindheit und in Erinnerungen schwelgen lässt.

Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr. Barbie in ganz alltäglichen Szenen. Sie ist und bleibt einfach eine Ikone! Auch wenn sie bereits eine alte Dame ist.
Ich finde es schön das sie inzwischen so viele Generationen begleitet hat und hoffentlich auch noch viele folgen werden. Mit Barbie spielen ist so eine schöne Gemeinsamkeit von Oma, Enkeltochter und bald Urenkeltochter.

Ein muss für jeden Barbie Fan!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Geschichte einmal anders

Berlin im Nationalsozialismus
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Obwohl ich bereits einiges zum Thema Nationalsozialismus/2.Weltkrieg gelesen habe gab es in diesem Buch für mich viel neues zu erfahren. Dies liegt sicherlich auch daran das dieses Buch nicht die "typischen" ...

Obwohl ich bereits einiges zum Thema Nationalsozialismus/2.Weltkrieg gelesen habe gab es in diesem Buch für mich viel neues zu erfahren. Dies liegt sicherlich auch daran das dieses Buch nicht die "typischen" Ereignisse bzw. Themen behandelt, sondern eher über den ganz normalen Alltag des Volkes zeigt berichtet. Was sich auch in der Sprache wieder spiegelt in der die Autoren geschrieben haben. Man muss kein großer Experte sein um zu verstehen, bzw. muss man nicht ständig bestimmte Begriffe nachschlagen, wodurch des Lesefluss nicht beeinträchtigt wird. Die Namen der Kapitel lassen einen zudem an der ein oder anderen stelle schmunzeln. Ein weiterer (für mich) großer Pluspunkt sind die enthaltenden Fotos, was dem ganzen eine gewisse Lebendigkeit verleiht.

Man merkt dem Buch an das die Autoren sich sehr mit diesem Thema befasst und viel Zeit investiert haben, um uns am ende auf über 300 Seiten einen anderen Teil der Geschichte unserer Hauptstadt näher zu bringen.

Ich konnte das Buch nicht in einem rutsch durchlesen, was aber generell bei Bücher zu solch "schweren" Themen der Fall ist, doch habe ich es gern gelesen und Blicke nun an der ein oder anderen Stelle auch anders auf Berlin.

Große Leseempfehlung für alle die mehr über unsere Geschichte erfahren wollen, nicht nur für Berliner!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Jugendliche Träume von einem freien selbst bestimmten Leben

Moscow Mule
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"Durch ein Champagnerglas wirkt jede Tageszeit ziemlich behaglich, durch das Busfenster hingegen überhaupt nicht."

Moscow Mule zeigt uns schonungslos und ehrlich wie ärmlich Menschen in Russland leben ...

"Durch ein Champagnerglas wirkt jede Tageszeit ziemlich behaglich, durch das Busfenster hingegen überhaupt nicht."

Moscow Mule zeigt uns schonungslos und ehrlich wie ärmlich Menschen in Russland leben und wie sehr, gerade junge Frauen, von einem freien leben in Europa bzw. in diesem Falle Deutschland träumen.
Das Leben der Protagonistin Karina ist eine Mischung aus Party und der Suche nach einer Möglichkeit auszubrechen. Was mich in Ihrer Geschichte besonders bewegt hat ist das Verhältnis zwischen Ihr und ihrer Mutter. Aufgewachsen bei der Großmutter lässt die Mutter kaum eine Chance aus um Karina zu zeigen das Sie nur wenig Interesse an ihr hat. So bleibt die Großmutter die einzige konstante in Ihrem Leben, vor allem nach dem selbst Ihre Freundin sich von ihr abwendet.

Die Sprache in der die Autorin uns diese Geschichte erzählt ist sehr leicht und frei, teils gar etwas sarkastisch. Das Buch liest sich sehr Flüssig. Maya Rosa gewährt uns Einblicke in die junge russische Gesellschaft, aber auch für (aktuelle) politische Themen findet sie die richtigen Worte.

Ein sehr gelungenes Debüt und ich hoffe sehr das wir noch viel von Maya Rosa zu lesen bekommen!

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Biographie eines Hauses

Treppe aus Papier
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Wie oft hat man sich bei alten Büchern, Vasen oder anderen Gegenständen schon gedacht.. was hast Du wohl schon alles mitgemacht und gesehen im laufe deines Bestehens. In "Treppe aus Papier" erzählt uns ...

Wie oft hat man sich bei alten Büchern, Vasen oder anderen Gegenständen schon gedacht.. was hast Du wohl schon alles mitgemacht und gesehen im laufe deines Bestehens. In "Treppe aus Papier" erzählt uns nun ein Haus was es in den letzten Jahrzehnten alles erlebt hat und wer in Ihm gelebt hat.

Besonders gern mochte ich Nele. Die sehr wissbegierig und im positiven Sinne Neugierig erscheint. Obwohl sie noch recht jung ist stellt Sie die richtigen Fragen, Hinterfragt dinge und möchte mehr über ihre Familiengeschichte wissen. Ihre sich aufbauende "Freundschaft" mit Irma berührt einen direkt und erinnert (aber mahnt auch ein wenig) daran wie wichtig es ist die Geschichten der Generation die den Krieg miterleben musste zu hören. Bald gibt es keine Zeitzeugen mehr und uns bleiben nur die geschriebenen Erinnerungen.

Für mein empfinden hätte das Buch ruhig ein paar Seiten länger sein können um die Geschichten etwas ausführlicher zu erzählen. Trotzdem mag ich das Buch sehr! Henrik Szántó hat einen angenehmen ruhigen Schreibstil der sehr poetisch klingt. Ein Buch welches zum Nachdenken anregt, vielleicht auch über die eigene Familiengeschichte und Erinnerungskultur in ihr. Alles in allem ein sehr besonderes Buch, nicht zuletzt aufgrund des gewählten Erzählers.

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