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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2025

Tiefsinnig

Silent Promises
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Georgia war Linguistik-Studentin, die das Wort und das ganze Drumherum liebte. Bis vor Kurzem. Denn Worte können auch ziemlich weh tun, was sie schmerzhaft selbst lernen musste. Ihr Ex-Freund hat sie verlassen ...

Georgia war Linguistik-Studentin, die das Wort und das ganze Drumherum liebte. Bis vor Kurzem. Denn Worte können auch ziemlich weh tun, was sie schmerzhaft selbst lernen musste. Ihr Ex-Freund hat sie verlassen und verbal ordentlich zugeschlagen. Das verfolgt sie bis heute noch, über zwei Jahre nach der Trennung. Ich muss sagen, ich fand es schon heftig, dass es sie so lange noch verfolgt und sie da nicht drüber wegkommt. Daher dachte ich, es muss noch viel mehr passiert sein. Im Laufe des Buches lernen wir aber auch ihre Story kennen. So ganz habe ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen können, aber vielleicht konnte ich mich da einfach nicht so einfühlen.

Auf der Arbeit im Umweltamt taucht ein neuer Mitarbeiter auf, der gehörlose Austin. Übrigens fand ich die Idee mit dem Umweltamt und den Liebesbriefen an die Bäume schon irgendwie interessant und auf jeden Fall mal was anderes. Austin und Georgia fangen recht schnell an miteinander zu chatten und da merkt sie schon, wie direkt Austin ist. Das mochte ich sehr an ihm. Anders als Georgia, die nach der Trennung verloren scheint und sich selbst nicht kennt. Aber Austin sieht ihr quasi in die Seele. Er hört extrem gut zu und macht auch ziemlich süße Dinge und das obwohl Georgia manchmal etwas zickig ist, was sie aber immerhin bereut und sich entschuldigt. Sie ist halt lange nicht perfekt. Ich fand ihre Annäherung zunächst ganz süß, auch wenn das von dem Freundinnen-Drama überschattet wurde. Besonders schön fand ich die Dialoge der beiden, weil es richtig tiefsinnig wurde. Dennoch war die ganze Liebesgeschichte recht funkenlos.

Das Thema Gehörlosigkeit fand ich ziemlich spannend und auch wie diese sich auf die Personen auswirkt. Über sowas denkt man normalerweise kaum nach, was eigentlich schade ist. Schön fand ich, dass sich Georgia dann so der Gebärdensprache gewidmet hat, auch wenn es sicher schwer ist. Zum Ende hin wurde es mir ehrlich gesagt etwas zu kitschig und künstlich. Auch das Drama am Anfang mit Georgias Freundin fand ich ehrlich gesagt nicht notwendig. Das hat eine unschöne Dynamik in das Buch gebracht und die eigentlich süße Liebesgeschichte überschattet.

Fazit:

Eine schöne Liebesgeschichte, die auch viele tiefsinnige Dialoge beinhaltet. Auch das Thema Gehörlosigkeit fand ich sehr spannend und gut umgesetzt. Der Liebesgeschichte fehlten mir leider Funken, möglicherweise durch das Überschatten des Freundinnen-Dramas. Dazu konnte ich Georgia in ihren Verhaltensweisen oft leider nicht nachvollziehen und das Ende war mir dann zu kitschig und mit zu vielen künstlichen Dialogen.

3.5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Typische Fake-Date-Romance

Fierce King
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Violet hat den Coffee Shop ihres Vaters übernommen, der vor knapp zwei Jahren gestorben ist. Der zwischenzeitlich eingestellte Manager hat den Laden leider runtergewirtschaftet, weswegen sie nun alles ...

Violet hat den Coffee Shop ihres Vaters übernommen, der vor knapp zwei Jahren gestorben ist. Der zwischenzeitlich eingestellte Manager hat den Laden leider runtergewirtschaftet, weswegen sie nun alles daransetzt, dass die Idee ihres Vaters weiterlebt. Einfacher gesagt als getan, denn ihr fehlt das Geld und die Kunden. Nach einer Nacht in einem exklusiven Club, zu den ihre Freundin sie überredet hat, landet sie kurzerhand in einem Deal mit Tate King. Die Spannungen, die sie dort hatten, waren nahezu greifbar. Auch wenn sie nicht wussten, dass sie sich kennen. Umso witziger als es dann rauskam. Tate braucht nämlich eine Fake-Freundin, um seinen Ruf aufzupolieren. Ihn kennen wir aus dem ersten Band und schon da fand ich ihn sehr lustig, weil er Cole öfter aus der Reserve gelockt hat. Und so geschieht es nun auch mit Violet. Er fordert sie immer wieder heraus, die Dialoge gefallen mir sehr. Entsprechend sprühen nur so die Funken zwischen den beiden.

Der Verlauf der Beziehung geht wie erwartet vonstatten. Sie kommen sich unweigerlich körperlich näher. Natürlich, sonst kauft ihnen ja keiner die Fake-Beziehung ab. Dabei merkt man, dass Tate sehr viel Leidenschaft in diese Beziehung steckt, weil er eben auch sehr eifersüchtig ist. Wirklich süß. Sie necken sich viel und kommen sich bei Gesprächen emotional immer näher. Das Ganze eskaliert recht schnell und Tate behauptet, sie wäre seine Verlobte. Entsprechend leitet er auch alles dafür in die Wege. Das fand ich aber trotzdem irgendwie zu viel auf einmal. Leider ließen die Funken dann auch immer mehr nach. Es lief nach dem gleichen Muster ab. Tate war wegen irgendetwas eifersüchtig, sie kommen sich körperlich näher und Violet fragt sich, ob es das Richtige ist. Immerhin ist er ein Playboy. Außerdem haben die intimen Szenen für mich überhandgenommen.

Die Drumherum ist zwischendurch aber etwas zu kurz geraten. True Brew ist nach und nach wieder in neuem Glanz erstrahlt. Violet hat versucht sowohl die Beziehung als auch den Shop zu balancieren. Natürlich bringt die Beziehung auch die Presse auf den Plan, weswegen Tate öfter einschreiten muss. Aber das muss man sagen: er ist für Violet wortwörtlich immer sofort gesprungen. Das Drama am Ende hätte für mich ruhig noch etwas anders verlaufen können. Mit einem Gespräch hätte man sich viele Tränen und Entschuldigungen sparen können.

Fazit:

Eine typische Fake-Date-Romance, die zu Beginn sehr viel Enemy-to-Lovers-Potential gezeigt hat. Die Dialoge waren entsprechend schlagfertig und neckisch. Hat mir richtig gut gefallen, weil es entsprechend gefunkt hat. Die Spannung hat dann im Laufe der Story leider etwas abgenommen, wie auch die Funken. Es plätscherte eher vor sich hin beziehungsweise haben sich die Muster wiederholt. Dazu die übermäßig vielen intimen Szenen. Das Drama am Ende war für mich etwas unnötig, ich mag fehlende Kommunikation einfach nicht.

3.5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Humor mit überspitzten Situationen

I Do Hate You
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Laney fliegt nach Hawaii, denn dort heiratet ihre beste Freundin Emma. Für sie wurde Laney fast alles tun und deswegen willigt sie auch ein den Aufpasser für Emmas älteren Bruder Theo zu spielen. Theo ...

Laney fliegt nach Hawaii, denn dort heiratet ihre beste Freundin Emma. Für sie wurde Laney fast alles tun und deswegen willigt sie auch ein den Aufpasser für Emmas älteren Bruder Theo zu spielen. Theo ist ein Chaot. Nicht mal absichtlich. Aber egal, wo er ist, meistens geht irgendwas katastrophal schief. Dazu scheint der Bräutigam Theo nicht zu mögen und so muss Laney auch die zwei voneinander fernhalten. An sich ist das okay, wenn da nicht die Vorgeschichte zwischen den beiden wäre. Sie kennen sich natürlich schon sehr lange und Theo hat sie früher ständig geärgert. Dass sie jetzt seine Aufpasserin ist, gefällt ihm auch nicht so wirklich. Ich fand die ersten Dialoge gut gestaltet, humorvoll und hitzig.

Die Hochzeitswoche bietet einiges an Chaospotential. Dazu treffen hier viele Leute aufeinander, die alle irgendwie Geheimnisse haben. Am Anfang war es noch recht verwirrend, weil die nur angeteasert wurden und man nicht so recht wusste, was jetzt los ist. Aber die werden alle irgendwann aufgelöst, das war wiederum witzig. Als wäre das nicht genug, scheint das Resort gar nicht so zu sein, wie Emma sich das vorgestellt hat. Es gibt viele Pannen. Theo und Laney kümmern sich oft darum. Wobei die beiden unglaublich unterschiedliche Charaktere sind.

Theo ist für jeden Spaß zu haben und macht alles mit. Laney war schon immer eher zurückhaltend und bedacht. Das liegt aber eben auch daran, dass sie die Firma ihrer Eltern übernehmen will und sich entsprechend verhält. Doch mit Theo blüht sie auf. Generell haben sie einige witzige Momente miteinander, wobei man den Humor auch mögen muss, manche Situationen sind nämlich doch recht überspitzt dargestellt. Generell wirkte Laney am Anfang eher prüde. Aber daher macht sie auch eine entsprechend große Entwicklung durch. Die Entwicklung an sich war okay. Ich fand manche Szenen doch recht langgezogen und übertrieben. Auch die spicy Szenen waren mir hier zu viel, insbesondere weil ich das von Laney unrealistisch fand. Generell fand ich sie oft eher seltsam. Ihre Annäherung ging auch ziemlich schnell, fand die Gefühle ehrlich gesagt nicht richtig greifbar

. Und das Drama am Ende war leider ziemlich unnötig. Ich habe schon immer wieder gemerkt, dass es wahrscheinlich darauf hinauslaufen wird. Dieses du-bist-zu-gut-für-mich finde ich nervig. Wieso meinen Menschen über andere bestimmen zu können?

Fazit:

Das Buch war anders, als ich es vermutet hatte. Insbesondere den Humor muss man mögen. Viele Situationen sind überspitzt dargestellt. Die Hochzeitswoche bietet viel Chaos an, um den Laney und Theo sich kümmern. Da gab es einige witzige Momente. Die Annäherung von Laney und Theo war okay, wobei es mir zu schnell in den Spice abgerutscht ist und der kam dann zu oft und übertrieben. Die Gefühle fehlten mir oft. Auch das Drama am Ende konnte es nicht retten, das war nämlich so eins, was ich nicht mag. Dafür war die Hochzeitswoche am Ende nochmal richtig witzig, wo es den großen Knall gab.

3.5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Hat Potential

House of Marionne
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In der Welt von Quell Marionne dürfen Menschen mit Toushana, also dunkler Magie in sich, nicht leben. Die Dragune verfolgen diese Leute und töten sie, Yagrin ist einer davon. Da Quell aber leider auch ...

In der Welt von Quell Marionne dürfen Menschen mit Toushana, also dunkler Magie in sich, nicht leben. Die Dragune verfolgen diese Leute und töten sie, Yagrin ist einer davon. Da Quell aber leider auch einer der Personen ist, ist sie mit ihrer Mutter ständig auf der Flucht. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie fast geschnappt werden und sie sich nur noch zu ihrer Großmutter flüchten kann. Diese hat ein luxuriöses Internat, in dem sie Schüler ausbildet, die Magie zu erlernen. Auf dem Anwesen ist sie erst mal halbwegs sicher, zumindest, solange sie ihre Magie verbergen kann. Der Start dort ist recht schwierig. Ihre Großmutter hat direkt Großes mit ihr vor. Generell habe ich ihr von Anfang an nicht richtig getraut, im Gegensatz zu Quell. Die war generell recht naiv das Buch über. Ich hätte mir gewünscht, dass sie nicht so blauäugig durch die Welt läuft. Besonders mit dieser dunklen Magie in sich.

In der Schule soll Quell nun auch die Magie erlernen und die drei Riten bestehen, damit sie die Erbin wird. Das bedeutet viel Unterricht und viel über Magie lernen. Das fand ich ganz gut gemacht. So hat man nach und nach die Welt und mehr über die verschiedenen Arten der Magie gelernt. So ganz durchblickt habe ich das Ganze aber tatsächlich noch nicht. Und dabei blieb natürlich immer die Spannung, ob Quell es schafft ihre dunkle Magie unter Kontrolle zu halten. Denn das hat ihr das Leben nicht wirklich einfach gemacht. Generell musste Quell ja von null starten und hatte recht ehrgeizige Ziele. Die fand ich ehrlich gesagt etwas übertrieben. Daneben gab es noch Jordan, der von Anfang an eher misstrauisch ihr gegenüber war, aber dennoch ihr Mentor werden wollte. Er hilft ihr immer mal wieder und beschützt sie auch mal. Ihn fand ich im Gesamten noch etwas blass. Ich frage mich bei ihm teilweise, warum er manchmal so handelt, wie er es tat. Ihre Annäherung generell fand ich eher zu langsam. Da fehlten doch paar Funken.

Yagrin spielt auch immer wieder eine Rolle. Der Dragun, der Quell ausschalten sollte. Ich dachte am Anfang, er würde eher eine Nebenrolle spielen, aber er rückte immer mehr in den Vordergrund. Denn auch er hat Geheimnisse und die hätte ich teilweise nicht erwartet.


Fazit:

Komplexes Magiesystem, aber eine recht spannende Story. Leider ist Quell mir an vielen Stellen ein bisschen zu naiv. Ebenso war die Liebesgeschichte eher flach. Aber das rettet die Story eben. Weil ich es wirklich spannend fand die Magie kennenzulernen und was da generell gerade so los ist. Das macht sehr neugierig auf Band 2.

3.5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Toller Abschluss

Looking down the Valley
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Nachdem Haley im letzten Band etwas Erschreckendes passiert ist, hängt ihr das natürlich immer noch nach. Sie wirkt total zerstreut und abwesend und hat auch Schwierigkeiten ihren Text zu lernen. Dennoch ...

Nachdem Haley im letzten Band etwas Erschreckendes passiert ist, hängt ihr das natürlich immer noch nach. Sie wirkt total zerstreut und abwesend und hat auch Schwierigkeiten ihren Text zu lernen. Dennoch spricht sie mit niemandem darüber. Möglicherweise aus Scham oder aus Angst. Anders ist es bei Wyatt, bei dem läuft es wirklich absolut gut. Er kommt super bei den Fans an, macht lustige Interviews und eine ziemlich angesehene Agentur wird auf ihn aufmerksam. Seine Gelassenheit ist aber weiterhin seine Grundeinstellung. Genau diese Gelassenheit färbt auch langsam auf Haley ab. Bei ihm fühlt sie sich wohl. Das fand ich richtig schön. Auch wenn sie ihn weiter auf Distanz hält.

Es gibt immer wieder Szenen, die sie drehen müssen, wobei der Fokus davon doch ein ganzes Stück weggerückt ist. Es geht nun eher um das Drumherum. Die ganze PR mit dem Fake-Dating. Die Machtdemonstration manchen Menschen und wie sehr sie einem die Zukunft damit verbauen können. Denn Haleys Karriere steht auf der Kippe. Für sie ein Albtraum. Mit Wyatt an ihrer Seite blüht sie langsam richtig auf. Ihre gemeinsame Zeit und das Fake-Dating war ziemlich süß. Denn Wyatt ist einfach so aufmerksam, geduldig und verständnisvoll. Er ist für Haley da. Die Funken waren nicht ganz so stark, aber es war ja auch Haleys Problem lange im Weg.

Das Thema Schauspiel in Hollywood finde ich wieder gut und realistisch umgesetzt. Haley hat dazu eine wahnsinnig tolle Entwicklung durchgemacht. Das Ende war nicht ganz so überraschend, aber dennoch passend. Insgesamt mag ich den Schreibstil der Autorin sehr. Ihre Art Gefühle zu beschreiben ist einfach richtig schön.


Fazit:

Ein toller Abschluss der Dilogie. Haley und Wyatt harmonieren sehr gut miteinander und das Thema Schauspiel fand ich authentisch dargestellt. Wobei dieses Mal eher das Drumherum im Fokus stand und nicht die Schauspielerei selbst. Was ich aber auch gut fand. Es gehört alles dazu. Die Story dreht sich aber auch viel um Haleys Entwicklung. Die war zwar sehr schön, aber so richtig fesselnd war es leider nicht.

3.5/5 Sterne

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