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Veröffentlicht am 22.09.2025

Hat mir gut gefallen

22 Bahnen
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Endlich habe ich es auch geschafft, "22 Bahnen" zu lesen und es hat mich wirklich sehr berührt. Die eher nüchterne, knappe Sprache und die Konstruktion der wörtlichen Rede sind vielleicht am Anfang etwas ...

Endlich habe ich es auch geschafft, "22 Bahnen" zu lesen und es hat mich wirklich sehr berührt. Die eher nüchterne, knappe Sprache und die Konstruktion der wörtlichen Rede sind vielleicht am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich aber einmal daran gewöhnt hat, passen sie einfach perfekt zum "Flow" des Buches.

Ich fand Tildas innere Zerrissenheit zwischen dem Verantwortungsgefühl gegenüber der jüngeren Schwester (weil die alkoholkranke Mutter die meiste Zeit nur auf dem Sofa liegt) und den Zweifeln, ob sie sich eigene Wünsche "erlauben" darf, sehr nachvollziehbar dargestellt. Mathestudium, Arbeit im Supermarkt, jeden Tag im Schwimmbad 22 Bahnen schwimmen, kochen, zum Elternsprechtag gehen etc. - im Gegensatz zu ihren Freund:innen hat Tilda es bisher nicht aus der Kleinstadt herausgeschafft. Die sich langsam entwickelnde Beziehung zu Viktor, der irgendwann im Schwimmbad auftaucht, hat mir auch gut gefallen.

Die Erkrankung der Mutter und der Versuch der Schwestern, ein halbwegs "normales" Leben aufrechtzuerhalten wird sehr unaufgeregt und ohne unglaubwürdiges "Drama" erzählt, sodass man - auch ohne selbst betroffen zu sein - eine Ahnung davon bekommt, wie schwierig das Zusammenleben mit so einem Menschen ist.

Jetzt freue ich mich auf den Film und "Windstärke 17"!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2025

Hat mir sehr gut gefallen

22 Bahnen
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Endlich habe ich es auch geschafft, "22 Bahnen" zu lesen und es hat mich wirklich sehr berührt. Die eher nüchterne, knappe Sprache und die Konstruktion der wörtlichen Rede sind vielleicht am Anfang etwas ...

Endlich habe ich es auch geschafft, "22 Bahnen" zu lesen und es hat mich wirklich sehr berührt. Die eher nüchterne, knappe Sprache und die Konstruktion der wörtlichen Rede sind vielleicht am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich aber einmal daran gewöhnt hat, passen sie einfach perfekt zum "Flow" des Buches.

Ich fand Tildas innere Zerrissenheit zwischen dem Verantwortungsgefühl gegenüber der jüngeren Schwester (weil die alkoholkranke Mutter die meiste Zeit nur auf dem Sofa liegt) und den Zweifeln, ob sie sich eigene Wünsche "erlauben" darf, sehr nachvollziehbar dargestellt. Mathestudium, Arbeit im Supermarkt, jeden Tag im Schwimmbad 22 Bahnen schwimmen, kochen, zum Elternsprechtag gehen etc. - im Gegensatz zu ihren Freund:innen hat Tilda es bisher nicht aus der Kleinstadt herausgeschafft. Die sich langsam entwickelnde Beziehung zu Viktor, der irgendwann im Schwimmbad auftaucht, hat mir auch gut gefallen.

Die Erkrankung der Mutter und der Versuch der Schwestern, ein halbwegs "normales" Leben aufrechtzuerhalten wird sehr unaufgeregt und ohne unglaubwürdiges "Drama" erzählt, sodass man - auch ohne selbst betroffen zu sein - eine Ahnung davon bekommt, wie schwierig das Zusammenleben mit so einem Menschen ist.

Jetzt freue ich mich auf den Film und "Windstärke 17"!

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Spannender KI-Escape-Room-Thriller

Die Burg
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Da ich ausnahmslos alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen habe und es meiner Meinung nach ein paar noch viel bessere gibt, kann ich "Die Burg" daher "nur" 4 Sterne geben. Dennoch ein super Thriller, ...

Da ich ausnahmslos alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen habe und es meiner Meinung nach ein paar noch viel bessere gibt, kann ich "Die Burg" daher "nur" 4 Sterne geben. Dennoch ein super Thriller, der mich mal wieder sehr gut unterhalten hat!

Trotz einiger Längen am Ende (so ab S. 300) habe ich durchgehend mitgebangt, mich aufgeregt und permanent ein beklemmendes Gefühl gehabt bei der Vorstellung, einer KI so komplett ausgeliefert zu sein. Wie real es sich für die Protagonist:innen angefühlt hat, mag ich mir gar nicht vorstellen. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, das ist auf jeden Fall immer ein gutes Zeichen.

Ich nutze KI teilweise selbst bei der Arbeit und weiß die Vorteile daher durchaus zu schätzen. Und zunächst klingt auch die Idee, auf welcher das Buch basiert - eine unterirdische "Escape Room"-Experience unter einer echten Burg, deren jahrhundertealte Höhlen und Gänge mit modernster Technik, LED-Bildschirmen, Mikrofonen, Lautsprechern, sogar Wasserdüsen und der Möglichkeit, verschiedene Gerüche zu erzeugen, ausgestattet ist - sehr spannend.

Der Besitzer der Burg, Nevio, möchte die hochmoderne Escape-Welt vor der Eröffnung nochmal auf Herz und Nieren testen lassen. Für ihn ist das ein riesiges Spaß-Projekt und er bietet allen Teilnehmer:innen dafür eine hohe Summe. Die Protagonist:innen sind gezielt ausgewählt, durch die ganz verschiedenen Charaktere wirkt die Truppe trotzdem bunt zusammengewürfelt: eine Influencerin, ein C-Promi, eine Rätsel-Gewinnspiel-Gewinnerin, ein Mediävistik-Professor und unsere Hauptfigur Maxim, der selbst einige "normale" Escape-Rooms besitzt.

Keine Escape-Erfahrung ist hier wie die andere, da die KI die unterirdischen Räume immer genau auf die Wünsche der Teilnehmer:innen zuschneidet und es somit ein endloses Potenzial für immer neue Rätselwelten gibt. Nachdem die Gruppe der KI ihre Wünsche mitgeteilt hat, startet die Tour, und zunächst kommen sie auch gut voran und können gemeinsam alle Rätsel lösen. Als sie aber ihre geplante Tour durchgespielt haben und auch die vorher festgelegte Zeit abgelaufen ist, öffnet die KI jedoch nicht wie gewohnt die Türen und die Gruppe sitzt fest. Auch das vorher festgelegte Safe Word, durch das das Spiel sofort abbrechen sollte, ist angeblich falsch Laut der KI haben sie noch nicht die erforderlichen letzten Rätsel gelöst und so beginnt eine Odyssee durch das Rätsel-Labyrinth.

Auch die "Game Master", Angestellte, welche die Geschehnisse unter der Burg jederzeit über Monitore im Auge behalten und ggf. eingreifen können, können ihnen nicht helfen, weil die KI sich völlig verselbstständigt und alle Verbingungen kappt. Auf sich allein gestellt versucht die Gruppe, zu entkommen, aber die KI scheint einen anderen Plan zu haben und schreckt auch nicht davor zurück, die Gruppe in Lebensgefahr zu bringen.

Die Thematik ist hochaktuell und wir können uns momentan wahrscheinlich noch nicht mal annähernd vorstellen, was in Zukunft durch den Einsatz von KI möglich sein wird. Ich fand die Story am Ende sehr gut aufgelöst, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Ohne zu spoilern, aber man muss wirklich aufpassen, womit man eine KI "füttert", denn was sie daraus macht, kann man vielleicht irgendwann nicht mehr beeinflussen ...

Ich fand es sehr spannend zu verfolgen, was die KI sich immer wieder für die Protagonist:innen ausdenkt. Ich hatte zwischendurch verschiedene Vermutungen, was hinter dem Ganzen stecken könnte, aber das Ende habe ich dann nicht so erwartet.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Sollte man gelesen haben

Brief an den Vater
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Ein Klassiker, aber auch heute noch viel Interpretationspotenzial. Ein Buch, das man meiner Meinung nach gelesen haben sollte. Kein Wunder, dass Freud seine Freude (haha) daran hatte. Schwieriges Vater-Kind-Verhältnis, ...

Ein Klassiker, aber auch heute noch viel Interpretationspotenzial. Ein Buch, das man meiner Meinung nach gelesen haben sollte. Kein Wunder, dass Freud seine Freude (haha) daran hatte. Schwieriges Vater-Kind-Verhältnis, mit dem sich bestimmt viele identifizieren können

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Spannende Fortsetzung

Manipuliert (Bd. 2)
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Band 2 ist eine spannende Fortsetzung des ersten Teils. Sehr angenehmer, gut zu lesender Schreibstil, hier muss man auch die Übersetzung loben, das gelingt nicht immer so gut!

Ich habe einen der Plottwists ...

Band 2 ist eine spannende Fortsetzung des ersten Teils. Sehr angenehmer, gut zu lesender Schreibstil, hier muss man auch die Übersetzung loben, das gelingt nicht immer so gut!

Ich habe einen der Plottwists sehr früh richtig vermutet, ein anderer war aber überraschend!, insgesamt also ein lohnenswertes Buch.

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