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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2025

Luft nach oben

Not Quite Dead Yet
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Die Autorin Holly Jackson ist mir durch ihr Buch "A Good Girl's Guide to Murder" schon bekannt. Auch wenn es nicht meiner Altersgruppe entsprach, habe ich es in guter und vor allem spannender Erinnerung ...

Die Autorin Holly Jackson ist mir durch ihr Buch "A Good Girl's Guide to Murder" schon bekannt. Auch wenn es nicht meiner Altersgruppe entsprach, habe ich es in guter und vor allem spannender Erinnerung behalten. Umso gespannter war ich auf den angekündigten Band für erwachsene Leser.

Es ist Halloween und Jet macht sich von der großen Veranstaltung, an der ihre Familie jedes Jahr teilnimmt, alleine auf den Weg nach Hause. Zu Hause angekommen, wird sie in der Wohnung brutal überfallen und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Ihre Verletzung ist jedoch so stark, dass sie nur noch eine sehr begrenzte Lebenszeit hat. Jet, die bisher ihr Leben eher locker sah, und viel Zeit mit immer neuen Ideen verbummelte, hat auf einmal ein Ziel. Sie will in der ihr verbleibenden Zeit ihren Mörder finden. Immer an ihrer Seite ihr Kinderfreund Billy.
Wird es Jet gelingen, einmal in ihrem Leben etwas zu Ende bringen?

Der Plot war einfach nur genial, doch brauchte ich eine ganze Weile um ich im Buch und mit den vielen Personen zurechtzufinden. Der Schreibstil der Autorin ließ sich gewohnt gut lesen. Leider nahmen nach kurzer Zeit unlogische Geschehnisse einen großen Teil der Story ein, dies betont die Autorin allerdings im Nachwort. Das hätte ich mir persönlich in einem Vorwort gewünscht, da wäre mir einiges Kopfschütteln erspart geblieben.
Erwachsene als Zielgruppe sehe ich da auch weniger, eher im Bereich YA.

Ein toller Plot, mit einigen Schwächen.


Veröffentlicht am 27.07.2025

anstrengend

Thanatopia
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Mit "Thanatopia" hat Tom Hillebrand den dritten Band nach "Drohenland“ und "Hologrammatica“ veröffentlicht.

Nachdem mich die ersten beiden Bände absolut in ihren Bann ziehen konnten, bin ich von Thanatopia ...

Mit "Thanatopia" hat Tom Hillebrand den dritten Band nach "Drohenland“ und "Hologrammatica“ veröffentlicht.

Nachdem mich die ersten beiden Bände absolut in ihren Bann ziehen konnten, bin ich von Thanatopia doch etwas enttäuscht. Die Geschichte spielt in Wien im Jahr 2095, für uns heute eine unvorstellbare Welt. Nichts ist mehr so, wie es uns heute bekannt ist.
Kommissar Landauer leitet die Ermittlungen um den Tod einer jungen Frau, als er darüber informiert wird, dass eine zweite Leiche gefunden wurde. Kurios und verstörend, die Leiche ist mit der ersten Toten identisch, selbst der DNA Abgleich stimmt überein. Ab da wurde es für mich dann doch zu wirr, die Gefäße und Clone, die sich in der Geschichte tummeln, die hochgeladenen Gehirne in Rechnern inkl. Backups. Dazu dann noch die Deather und die KI, wurden mir ab der Hälfte des Buches zuviel. Hinzu kommt, dass es nur zwei ausgefeilte und tiefe Charaktere ( Kommissar Landauer und Stasja) gibt, die anderen blieben für mich etwas flach und somit auch flüchtig.

So begeistert ich von den ersten beiden Bänden der Trilogie (bitte keinen 4. Band mehr) war, so enttäuscht war ich vom dritten Teil, auch wenn die schriftstellerische Leistung von Tom Hillebrand wieder mit grandios zu bewerten ist. Gerade dies hat mich hier beim Lesen sehr angestrengt.

Das Ende blieb mir ein wenig unverständlich und lässt mich fragend zurück. Nur lesbar, wenn die ersten beiden Bände bekannt sind.

Veröffentlicht am 22.07.2025

enttäuscht

Lautlose Feinde
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Bei "Lautlose Feinde" handelt es sich um den siebten Band um den Asperger-Autisten Leander Lost, der von Hamburg nach ins portugiesische Fuseta als Ermittler gewechselt ist.

Endlich findet die Hochzeit ...

Bei "Lautlose Feinde" handelt es sich um den siebten Band um den Asperger-Autisten Leander Lost, der von Hamburg nach ins portugiesische Fuseta als Ermittler gewechselt ist.

Endlich findet die Hochzeit von Leander und Soraia Rosado, der Tochter seines Vorgesetzten statt. Lange wurde darauf hingefiebert, doch sie wird überschattet von einem Mord. Die Enkelin von des Zollbeamten André Bentos wird entführt, bei dem Versuch diese Entführung zu verhindern wird André ermordet. Leander, der aufgrund von Unwettern nicht direkt in die Flitterwochen starten kann, ermittelt zur Freude seines Teams mit.

Diesmal führt der Fall ins russische Spionagemilieu, was für mich im Verlauf des Buches sehr in Richtung James Bond abdriftete. Das entspricht nicht so sehr meinem Geschmack.
Die einzelnen Protagonisten sind mir jedoch sehr ans Herz gewachsen, sodass ich einen weiteren Band noch lesen würde.

Eine Empfehlung für die, die Leander Lost und sein Team lieben.

Veröffentlicht am 15.07.2025

von allem zuviel

Auris. Puls der Angst
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Mit "Auris. Puls der Angst" ist der Abschlussband der Reihe um den Phonetiker Matthais Hegel und die True Crime Podcasterin Jula Ansorge erschienen.

Nichts ist für Jula mehr wie es bisher schien, als ...

Mit "Auris. Puls der Angst" ist der Abschlussband der Reihe um den Phonetiker Matthais Hegel und die True Crime Podcasterin Jula Ansorge erschienen.

Nichts ist für Jula mehr wie es bisher schien, als sie am Krankenbett ihres Vaters Benno steht. Was ihre Mutter und Hegel da offenbaren, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg. Ihre Mutter ist wie ein Wunder von ihrer Demenz genesen, Terrorismus spielt eine große Rolle und die Vergangenheit ihrer Mutter bedroht die gesamte Familie.

Nach dem Lesen muss ich sagen, gut, dass die Reihe nun abgeschlossen ist. Leider hat die Phonetik in diesem Band nur eine Mini-Rolle am Rande gespielt, und genau dies war für mich immer das Highlight in den letzten Bänden. Spannung wird durch die kurzen Kapitel aufgebaut und der Schreibstil lässt sich gewohnt schnell und flüssig lesen.
Mir war von allem etwas zu viel vorhanden, die Dialoge manchmal sehr oberflächlich und bin insgesamt doch etwas enttäuscht über den nicht würdigen Abschluss der Reihe.

Lesenwert aufgrund der Vorgängerbände.

Veröffentlicht am 04.06.2025

seichter Krimi

Vergessen
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"Vergessen" war für mich das erste Buch der Autorin Elke Pistor.

Ein kleines Mädchen verschwindet, es geschehen kurz hintereinander in Zweifel zu stellende Selbstmorde und Verenas Kollegin verunfallt ...

"Vergessen" war für mich das erste Buch der Autorin Elke Pistor.

Ein kleines Mädchen verschwindet, es geschehen kurz hintereinander in Zweifel zu stellende Selbstmorde und Verenas Kollegin verunfallt auf dem Weg zum Einsatzort. Deshalb muss sie nun mit Christoph Todt zusammen arbeiten, ein nicht leichter Charakter und wirkt auf Verena sehr machohaft und dominant.

Der Titel ist Programm. In unterschiedlichen Varianten wird das Thema Vergessen in diesem Kriminalroman beleuchtet. Da ist Ruth, die Großmutter von Verena Irlenbusch, die durch Demenz ins Vergessen verschwindet. Da ist der Fall mit den vermeintlichen Selbstmorden, der Mensch, der vielleicht etwas zur Auflösung des Falls beitragen könnte, hat vergessen, andere wiederum wollten vergessen.

Der Einstieg in die Geschichte war spannend, diese ließ leider im Verlauf der Geschichte doch stark nach. Die Figuren waren interessant gezeichnet, verloren sich jedoch teilweise in Banalitäten. Relativ früh war klar, wer der Täter ist und es kamen dann auch keine überraschenden Wendungen mehr ins Spiel, was mir als leidenschaftliche Krimileserin sehr fehlte. Ruths Erkrankung, deren Konsequenzen und Auswirkungen, die diese auf Verena haben werden gekonnt vermittelt.

Insgesamt ein Krimi, den man schnell weglesen, den ich allerdings unter seichte Unterhaltung verorten würde.