Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2025

Sehr gut

Wisting und die Untiefen der Vergangenheit
0

Ein sehr trockener heißer Sommer und das Wasser im See sinkt immer mehr und so kommt auf einmal ein Motorrad mit der Leiche eines Mannes zum Vorschein. Der Mann wird seit 8 Jahren vermisst und Wisting ...

Ein sehr trockener heißer Sommer und das Wasser im See sinkt immer mehr und so kommt auf einmal ein Motorrad mit der Leiche eines Mannes zum Vorschein. Der Mann wird seit 8 Jahren vermisst und Wisting und sein Team beginnen die Ermittlungen. Es ist ein alter ungelöster Fall, den sie jetzt abschließen wollen. Nicht weit davon geht ein Rentner mit einem Metallsuchgerät das Ufer ab und findet eine goldene Kette. Vermutlich gehört sie zu einem seit vier Jahren verschwundenen Mädchen. Gehören beide Fälle zusammen? Und können sie endlich gelöst werden?

Das Buch ist wiederum ein sehr guter Teil der Reihe und ein richtig guter Krimi. Die Ermittlungen sind immer nachvollziehbar und es gibt verschiedene Verdächtige und einige Nebenhandlungen. Auch privates wird angesprochen, ist aber nicht im Vordergrund. Das finde ich gut. Auch das Verständnis für einige Täter geht für mich in Ordnung. Auf jeden Fall gibt es von mir eine Leseempfehlung und ich würde gerne bald den nächsten Teil lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2025

Wunderbare Geschichte

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
0

1938 in Nordschweden. Siv musste mit 13 Jahren die Schule verlassen, obwohl sie gern weitergelernt hätte, um ihre Familie zu unterstützen und als Haushaltshilfe zu arbeiten. Inzwischen ist sie 17 und bekommt ...

1938 in Nordschweden. Siv musste mit 13 Jahren die Schule verlassen, obwohl sie gern weitergelernt hätte, um ihre Familie zu unterstützen und als Haushaltshilfe zu arbeiten. Inzwischen ist sie 17 und bekommt das Angebot, für mehrere Monate 10 Holzfäller im Wald zu versorgen und zu bekochen. Anfangs ist sie völlig unsicher, doch bald stellt sich heraus, dass sie mit den Männern gut zurechtkommt und auch das Kochen funktioniert und so findet sie im Wald ihre eigene Freiheit. In der Gegenwart ist Eva dabei, in das damalige Gebiet zu gehen, um den Holzabbau gegenüber einer Gruppe Klimaaktivisten zu verteidigen.

Das Buch hat ein wunderbares Cover und einen wunderbaren Schnitt, der noch dazu beiträgt, dass man mehr in die Geschichte eintaucht. Denn diese ist ebenfalls wunderbar. Zum einen erfährt man viel aus der Vergangenheit der Lappen/Sami, aber auch von den damaligen Konflikten und wie sie unterdrückt wurden. Die Geschichte von Siv in der Vergangenheit ist aber ebenfalls sehr berührend und wunderbar beschrieben. Der Schwenk zur Gegenwart und zu den Klima- und Naturproblemen schließt sich fast nahtlos an und auch hier gibt es eine verwobene Familiengeschichte, die sehr schön erzählt ist. Alles zusammen macht das Buch zu etwas Besonderem. Es bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf die Fortsetzung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2025

Berührend

Der Sommer am Ende der Welt
0

Die Journalistin Hanna macht zusammen mit ihrer Tochter Urlaub auf Borkum. Wobei es nur teilweise Urlaub ist, denn Hanna recherchiert für eine Zeitung nach der Geschichte des Hotels, in dem sie wohnt. ...

Die Journalistin Hanna macht zusammen mit ihrer Tochter Urlaub auf Borkum. Wobei es nur teilweise Urlaub ist, denn Hanna recherchiert für eine Zeitung nach der Geschichte des Hotels, in dem sie wohnt. Dieses war in den 1960er Jahren ein Kinderkurheim. Und Hannas Mutter war dort und hat keine guten Erinnerungen …

Die Geschichte an sich ist sehr berührend. Die Zustände in dem Kurheim (wohl in vielen zu dieser Zeit) waren Horror und die Autorin schafft es, mittels Rückblenden durch ein altes Tagebuch und Erzählungen einer Teilnehmerin die Zeiten wieder aufleben zu lassen. Gleichzeitig gibt es aber noch weiter zurückreichende Enthüllungen. Aber auch die Geschichte in der Gegenwart ist gelungen. Die Liebesgeschichte der Tochter ist sehr real beschrieben, die von Hanna selbst rutscht nicht in Kitsch ab. Das macht das Buch so besonders.

Da ich schon mehrfach in letzter Zeit Bücher über die damalige Kinderverschickung gelesen habe, habe ich mich auch hier wieder gefragt: Wieso spielen die alle am Meer? Es gab doch sicherlich auch anderswo Kliniken. Und wieso immer im Sommer ohne Schule usw.?
Die Autorin hat dann allerdings im Nachwort einiges dazu erklärt und die Geschehnisse auch historisch eingeordnet. Das hat mir gut gefallen.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2025

Super Beginn

Der Trailer
0

Vor 14 Jahren verschwindet die junge Lisa auf einem Campingplatz in Belgien. Eigentlich ist der Fall schon lange zu den Akten gelegt, doch durch einen Podcast mit einer Kommissarin kommt alles wieder hoch ...

Vor 14 Jahren verschwindet die junge Lisa auf einem Campingplatz in Belgien. Eigentlich ist der Fall schon lange zu den Akten gelegt, doch durch einen Podcast mit einer Kommissarin kommt alles wieder hoch und die Mutter von Lisa bittet die Kommissarin, sich des Falls anzunehmen. Obwohl sie selbst gerade in Schwierigkeiten ist, macht sie es. Gleichzeitig sind noch einige andere Leute involviert, die herausfinden, dass alle Zeugen der damaligen Nacht inzwischen verstorben sind, bis auf einen ...

Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie und beginnt sehr, sehr spannend. Zum einen ist die Geschichte an sich interessant und der Autor weiß, wie man die Spannung hochhält. Zum anderen gibt es bis zum Ende immer noch Überraschungen und die Hauptfiguren haben alle Ecken und Kanten und sind bei weitem nicht nur die Guten. Genau diese Mischung macht es interessant und das Buch lässt sich gut lesen. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2025

Hervorragend

Die Waffen des Lichts
0

Kingsbridge im Jahr 1792. Die alten Handwerksbetriebe werden ersetzt durch Spinn- und Walkmaschinen. Die Menschen verlieren teilweise ihre Arbeit und kommen in starke Armut. Einige Fabrikanten versuchen, ...

Kingsbridge im Jahr 1792. Die alten Handwerksbetriebe werden ersetzt durch Spinn- und Walkmaschinen. Die Menschen verlieren teilweise ihre Arbeit und kommen in starke Armut. Einige Fabrikanten versuchen, das System zu reformieren, doch die Regierung ist strikt dagegen und verhängt drastische Strafen. Das wird am Beispiel einer kleineren Stadt deutlich vor Augen geführt. Dann beginnt der Krieg gegen Frankreich und Napoleon…

Das Buch ist ein weiterer Teil der Reihe um die fiktive Stadt Kingsbridge und führt uns in die Zeit der industriellen Revolution. Wie auch in den vorherigen Büchern schafft es der Autor, große Weltereignisse im Kleinen zu zeigen und an persönlichen Schicksalen die Ungerechtigkeiten der Zeit zu benennen, aber auch die entstehenden neuen Möglichkeiten mit dem Parlament z. B. Das ist wunderbar geschrieben und lässt sich ebenso hervorragend lesen und eigentlich hoffe ich, dass es irgendwie noch eine Fortsetzung geben wird

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere