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Veröffentlicht am 11.09.2025

di eerste Umweltschützing der USA

In uns der Ozean
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Warum habe ich denn noch nie von Rachel Carson gehört? Was für eine interessante Geschichte, die die Leserschaft hier serviert bekommt.

Rachel lebte Anfang des 20. Jahrhunderts im Osten der USA. Sie ...


Warum habe ich denn noch nie von Rachel Carson gehört? Was für eine interessante Geschichte, die die Leserschaft hier serviert bekommt.

Rachel lebte Anfang des 20. Jahrhunderts im Osten der USA. Sie möchte eigentlich ihre Promotion in Naturwissenschaft beenden aber als der Vater überrascht stirbt muss sie die Familie alleine ernähren. Sie arbeitet für die Fischereibehörde und später für das Radio. Sie bringt den Amerikanern die Naturwissenschaften näher und zeigt die Zusammenhänge vom Raubbau der Fischerei auf die Fischbestände.

Später folgen weitere Themen und auch dank ihr und ihren Büchern und Artikeln kommt der Umweltschutz in den USA in Fahrt. Lange wurde diese Frau von der Welt und der Wissenschaft vergessen. Wie schön, dass Theresia Graw sie für uns ans Tageslicht bringt.

Ein sehr gut geschriebener und spannender Biografischer Roman.

Veröffentlicht am 19.08.2025

lesen, genießen, nachdenken

Das Geschenk
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Gaea Schoeters ist eine Autorin, die es in sich hat. Die klug gewählten, ja wagemutig umgesetzten Themen, aber auch die ausgefeilte kluge Sprache und das Gespür dafür, wie sie reale Bezüge und tatsächliche ...

Gaea Schoeters ist eine Autorin, die es in sich hat. Die klug gewählten, ja wagemutig umgesetzten Themen, aber auch die ausgefeilte kluge Sprache und das Gespür dafür, wie sie reale Bezüge und tatsächliche Fakten in eine scheinbar unglaubliche Geschichte packen. Man denkt erst, nein, das ist Utopie, eine Persiflage vielleicht. Aber am Ende weiß man, dass diese Fiktion nur einen winzigen Hopser von der Realität entfernt ist und man möchte lachen aber das Lachen bleibt einem im Halse stecken, weil die Story so glaubhaft und rabenschwarz daherkommt.

20.000 Elefanten bekommt Deutschland geschenkt. Weil - hier kommt zum ersten Mal die Realität ins spiel - der Kanzler eine dumme Bemerkung gemacht hat und Botswana sich genötigt sieht, der BRD und der ganzen Welt zu zeigen, dass sie sich nicht mehr alles vom reichen, ach so klugen Europa gefallen lassen.

Das Büchlein ist sehr dünn. Umso überraschender, welchen Tiefgang, welche Bandbreite und welche Fülle an Eindrücken die Autorin hineinpackt. Wieviel Ironie, Weitblick, politische Rafinesse herauspurztelt aus diesem Buch.

Mein Fazit: Unbedingt lesen, genießen, nachdenken.

Veröffentlicht am 20.07.2025

berührend

Das Geschenk des Meeres
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Die Bücher des Mare-Verlages haben so ein paar Eckpunkte, an denen man sie erkennt. Das ist zum einen der Inhalt der Bücher, der in irgend einer Form immer etwas mit dem Meer zu tun hat. Ich liebe das ...

Die Bücher des Mare-Verlages haben so ein paar Eckpunkte, an denen man sie erkennt. Das ist zum einen der Inhalt der Bücher, der in irgend einer Form immer etwas mit dem Meer zu tun hat. Ich liebe das Meer, verbringe all meine Urlaube an Orten, an denen ich schnell an ein Meer kommen kann.

Zum anderen ist die Covergestaltung der Romane immer eine, die mich auch im Buchhandel sofort packt und anfasst. Und, um noch ein drittes zu nennen, sind die Geschichten auch immer sehr anspruchsvoll und einfühlsam erzählt.

Also für mich gilt schon seit einer ganzen Weile, dass Mare-Bücher immer genossen werden müssen.

Also ganz logisch, auch zu "das Geschenk des Meeres" zu greifen.
In einem kleinen schottischen Fischerdorf lebt Dorothy, deren kleiner Sohn ertrunken ist. Und Joseph, in den sie einmal verliebt war und der nun nach vielen Jahren einen kleinen Jungen am Strand findet, dess Eltern und Herkunft erst mal unbekannt sind. Und dann entspinnt sich eine kleine leise Geschichte über Schicksale, über Geheimnisse, über Menschen, die sich schwer damit tun, ihre Gefühle auszudrücken und zu offenbaren, dass sie verletzlich sind.

Wunderbar und berührend.

Veröffentlicht am 20.07.2025

Klein aber fein

Der Krabbenfischer
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Von gagamaus
Longferry, England, Sechzigerjahre - am Meer.
Thomas Flett ist Krabbenfischer. Jeden Morgen spannt er sein Pferd vor den Wagen und begibt sich bei Ebbe in Niedrigwasser, um Krabben zu fangen. ...

Von gagamaus
Longferry, England, Sechzigerjahre - am Meer.
Thomas Flett ist Krabbenfischer. Jeden Morgen spannt er sein Pferd vor den Wagen und begibt sich bei Ebbe in Niedrigwasser, um Krabben zu fangen. Tagein tagaus arbeitet er allein mit sich, der Natur, den Tieren. Gerne würde er statt dessen Musik machen. Aber er muss das Geld verdienen um sich und seine Mutter zu ernähren.

Die bildgewaltige Sprache wird in den klaren Beschreibungen und den Gefühlen und Gedanken des Hauptdarstellers offenbar. Sie trägt diese scheinbar so kleine und unaufgeregte Geschichte auf wunderbare Weise. Die wenigen 222 Seiten sind komplexer und intensiver als manches Buch mit 1000 Seiten.

Ein kleines feines Buch, was bei mir lange nachhallt. Ein Cover, dass ich mir am liebsten als Bild an die Wand hängen würde. Einen Autor, den ich mir merken werde und von dem es hoffentlich noch weitere Übersetzungen geben wird.

Veröffentlicht am 20.07.2025

Begeisterung

Himmel ohne Ende
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Es war klar, "Himmel ohne Ende" gehört für mich zur Pflichtlektüre. Seit ihren Anfängen als Poetry-Slamerin bin ich ein großer Fan von ihr. Es ist einfach wundervoll, was sie mit der deutschen Sprache ...

Es war klar, "Himmel ohne Ende" gehört für mich zur Pflichtlektüre. Seit ihren Anfängen als Poetry-Slamerin bin ich ein großer Fan von ihr. Es ist einfach wundervoll, was sie mit der deutschen Sprache zaubern kann. Schon in ihren Kurztexten steckt so viel Kluges und Wahrhaftiges, so viel Menschlichkeit, die man nur erzählen kann, wenn man sein Gegenüber aber auch sich selbst gut beobachten und reflektieren kann. Eigentlich bestand für mich gar kein Zweifel daran, dass das Buch von Julia Engelmann - ihr erstes - mir gefallen würde. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Mit großer Freude konnte ich feststellen, dass Frau Engelmann nicht nur kurze Texte sondern auch ganze Bücher kann. Ihre Charaktere sind lebendig und glaubwürdig. Man kann mit ihnen leiden, sich mit ihnen freuen und staunen. Man spürt, wie ein junger Mensch durch die Pupertät erst mal aus der Bahn geworfen wird, um dann Stück für Stück auf den Weg es Erwachsenwerdens einschwenken kann.

Es war wundervoll, die junge Charlie zu begleiten. Und wie schön, dass das Buch beim Diogenes-Verlag eine Heimat gefunden hat, die ein hochwertiges Buch in stimmig-schöner Aufmachung bietet.

Ich bin begeistert.