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Veröffentlicht am 20.07.2025

Die Liebe mit Grenzen

Bis mein Herz wieder schlägt
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Emery leidet an einer seltenen Herzkrankheit. In Momenten wenn sie sich erschreckt oder sie einen plötzlichen Schmerz spürt, bleibt manchmal ihr Herz stehen. Jedes Mal wenn das passiert, kommt Emery in ...

Emery leidet an einer seltenen Herzkrankheit. In Momenten wenn sie sich erschreckt oder sie einen plötzlichen Schmerz spürt, bleibt manchmal ihr Herz stehen. Jedes Mal wenn das passiert, kommt Emery in eine Art Zwischenwelt und dort trifft sie auf Nick. Er hilft den Menschen nach dem Tod und begleitet sie auf dem Weg ins Jenseits. Nick hat es noch nie erlebt, dass ein Mensch mehrmals bei ihm auftaucht, doch Emery begegnet er immer wieder. Die Zeit, die die beiden zusammen haben ist jedoch begrenzt und je häufiger Emery zurück ins Leben geholt wird, desto mehr beginnt sie Nick zu vermissen. Doch auch in ihrer Welt warten Menschen auf sie, wie zum Beispiel Colin, ihr bester Freund, der noch so viel mehr sein könnte. Und bald ist es nicht mehr nur die Krankheit, die Emerys Herz verrückt spielen lässt.

"Bis mein Herz wieder schlägt" war mein zweites Buch der Autorin und nachdem "Das Chaos eines Augenblicks" ein absolutes Highlight war, war ich sehr auf ihr neues Buch gespannt und habe mich sehr darauf gefreut es zu lesen.

Das Buch begleitet Emery auf verschiedenen Stationen ihres Lebens. Man lernt sie im Alter von fünf Jahren kennen, dort hat sie ihren ersten Herzstillstand und wird mit ihrer Krankheit diagnostiziert. Danach gibt es immer wieder größere Sprünge, in denen Emery jedes Mal älter wird. Somit begleitet man sie in der Kindheit, Jugend und auch als junge Erwachsene, aber nicht jedes einzelne Jahr. Einerseits hat das Sinn ergeben, aber manchmal wurden dadurch zwischenmenschliche Beziehungen sehr oberflächlich behandelt. Jedoch gab es auch Beziehungen, wie die zu ihrer großen Schwester Amber, die sehr berührend waren und der Geschichte viele Emotionen gegeben haben.

Durch ihre Krankheit weiß Emery nie so ganz, wie sie ihr Leben leben soll. Jeder Tag könnte ihr letzter sein, jeder Herzstillstand könnte zum endgültigem Tod führen. Sollte sie nicht gerade deswegen so viel erleben wie es nur geht? Oder muss sie erst recht vorsichtig sein? Sie trifft sicherlich nicht immer die besten Entscheidungen, aber dadurch wurde sie sehr authentisch und menschlich dargestellt. Die Liebesgeschichten haben mich daher auch nie so ganz abholen können. In vielen Punkten waren auch diese sehr berührend und emotional aufwühlend, aber der innere Kampf von Emery hat meine ganze Aufmerksamkeit bekommen.

Das Ende kam dann etwas abrupt. Selbst auf den letzten Seiten hat es sich nicht so angefühlt, als würde man auf das Ende der Geschichte zusteuern. Bestimmte Konflikte wurden zwar geklärt, aber mir hat immer etwas gefehlt, hauptsächlich mehr Zeit, um den Personen gerecht zu werden. Erst das letzte Kapitel fühlte sich wirklich wie das Ende an, wofür ich aber noch gar nicht bereit war, weil ich noch ganz in der Handlung gesteckt habe.

Insgesamt hat mich das Buch definitiv emotional gefordert und auch abgeholt, aber ganz anders als ich es am Anfang erwartet habe. Durch meine Kritikpunkte wurde es nicht ganz zu einem Highlight, aber dennoch wird mich Emerys Geschichte noch eine ganze Weile begleiten.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2025

Wenn der Traum allein nicht reicht

Emotional Female
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Yumiko Kadota hatte immer einen Traum: Sie möchte Chirurgin werden.
Doch der Weg dorthin würde sehr viel schwieriger werden, als es sich ihr junges Ich gedacht hätte.
Während sie früher immer die Beste ...

Yumiko Kadota hatte immer einen Traum: Sie möchte Chirurgin werden.
Doch der Weg dorthin würde sehr viel schwieriger werden, als es sich ihr junges Ich gedacht hätte.
Während sie früher immer die Beste in allem war, kommt sie nun an ihre Grenzen und ihr Bestes scheint nicht mehr genug zu sein.
Sie wird an ihrem Arbeitsplatz mit Überarbeitung, Sexismus, Rassismus, sexueller Belästigung und Mobbing konfrontiert und ihr Traum von der Chirurgie wirkt bald nicht mehr so glanzvoll wie zuvor.

Ich fand das Buch wirklich sehr interessant.
Bislang hatte ich keinen Bezug zum Alltag einer Ärztin/Chirurgin, außer das was man in Serien sieht, aber das ist schließlich nicht das wahre Geschehen, im Gegenteil.
Ich habe dadurch ein völlig falsches Bild entwickelt und war daher wirklich geschockt, als Yumiko von ihren Erfahrungen berichtet hat.

Yumiko hat 2019 ihren Traum von der Chirurgie aufgegeben und verfasste damals dazu einen Blogbeitrag.
Das Buch hat sich manchmal wie eine Verlängerung davon angefühlt und teilweise hat es sich an manchen Stellen auch gezogen, aber insgesamt war ihre Geschichte ziemlich spannend und hat mich manchmal auch echt auf die Palme gebracht.
Die Dinge mit denen sie konfrontiert wurde, und die von allen Seiten sonst ignoriert worden sind, weil es der eigenen Karriere schaden könnte, würde man sie ansprechen, waren schockierend.
Sie hat oft nach Hilfe gesucht und hat sie nie bekommen.
Das hat das ganze medizinische System in ein ziemlich schlechtes Licht gerückt, aber leider auch zurecht.

Das Buch ist sehr informativ und man kann viel lernen, trotzdem sollte man sich darüber bewusst sein, dass es hier ausschließlich um Yumikos Geschichte geht, auch wenn es um das Thema mentale Gesundheit geht.
Es wird nicht allgemein darüber gesprochen, sondern nur wie es für sie war.
Sie hinterfragt das System, aber eben nur so weit, wie es sie auch betrifft.
Alles was darüber hinausgeht, wird man hier nicht finden und dessen sollte man sich bewusst sein.

Trotz einiger Längen habe ich "Emotional Female" sehr gerne gelesen und würde es auch weiterempfehlen, wenn sich Leute für dieses Thema interessieren.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Wem kannst du noch trauen?

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia steckt mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als plötzlich ihre beste Freundin Nicki vor ihrer Tür steht und sie mit Flugtickets nach Schweden überrascht, damit sie endlich zusammen den Kungsleden-Wanderweg ...

Julia steckt mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als plötzlich ihre beste Freundin Nicki vor ihrer Tür steht und sie mit Flugtickets nach Schweden überrascht, damit sie endlich zusammen den Kungsleden-Wanderweg wandern können, wie sie es sich immer vorgenommen hatten.
Obwohl die beiden Freundinnen in letzter Zeit wenig Kontakt hatten, nimmt Julia das Geschenk an und die beiden fliegen kurz darauf nach Schweden und starten ihre Wanderung.
Zuerst geht alles gut, aber nach einem schweren Unwetter, bei dem sie ihre Wanderroute verlassen, ist Nicki morgens verschwunden und Julia ist auf sich allein gestellt.

Die Geschichte beginnt mit der Ankunft in Schweden und kurz bevor Julia und Nicki ihre Wanderung antreten.
Auch wenn das erst wie ein sanfter Einstieg erschien, hat er doch direkt viele Fragen aufgeworfen, die mich auch später noch begleitet haben.
Durch den Klappentext und die Leseprobe hatte ich eine ungefähre Idee, wie das Buch verlaufen könnte, aber es hat sich schnell gezeigt, dass nichts davon wirklich zutreffend war.

Das Setting ist kalt und düster, der Sommer längst vorbei und Schweden zeigt sich von einer ungemütlicheren Seite.
Für die Geschichte war das perfekt und ich mochte es sehr.

Neben Julias Zeitebene gibt es auch noch eine zweite, von der man aber nicht weiß wem sie gehört, diese spielt in der Vergangenheit.
Auch das war etwas, womit ich nicht gerechnet hatte und was die Handlung in eine ganz andere Richtung getrieben hat.
Auf beiden Zeitebenen passiert viel und langsam entsteht ein Bild davon, was wirklich geschehen ist und wie das alles mit Julia zusammenhängt.
Diese fragt sich währenddessen, was sie noch glauben und wem sie vertrauen kann, vielleicht ja nicht mal sich selbst.
Das hat es für mich wirklich spannend gemacht und mir fiel es schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Leider waren mir manche Twists am Ende etwas zu viel und teilweise wusste ich nicht, wie realistisch sie tatsächlich waren.
Dennoch war es für mich ein gelungenes Ende und es hat mich nicht enttäuscht zurückgelassen.

Fazit: Ein fesselnder Thriller mit einem düsteren, schwedischem Setting und einer großen Menge Spannung.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 11.06.2025

Das große Finale

Arc & Ruin
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Nach den Geschehnissen aus Band eins müssen sich alle Charaktere neu organisieren und schauen, wie es für sie weitergehen soll.
Während Shina und Mae sich dem Orden der zweiten Sonne angeschlossen haben, ...

Nach den Geschehnissen aus Band eins müssen sich alle Charaktere neu organisieren und schauen, wie es für sie weitergehen soll.
Während Shina und Mae sich dem Orden der zweiten Sonne angeschlossen haben, trennen sich die Wege von Rah und Irin.
Rah will zurück zu ihrem Tempel, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen und Irin sucht einen Weg um Moryn zurück ins Leben zu bringen.
Auch wenn sich die Wege der vier kaum mehr unterscheiden könnten, dienen sie doch alle einem Ziel: Die Welt vor dem Chaos zu retten!
Aber der Weg dorthin ist gefährlich und alles andere als leicht.

Während ich bei Band eins noch ein paar Probleme hatte in die Geschichte zu finden, da sie sehr komplex war und sich teilweise auch wie eine lange Einführung angefühlt hat, konnte mich Band zwei ab Seite eins fesseln und es war von Anfang ein anderes Leseerlebnis.
Vielleicht lag es auch daran, dass das Tempo des Buches insgesamt schneller war und auf über 600 Seiten mehr passiert ist als im Band davor, zumindest nach meinem Empfinden.

Diesmal gab es neben den POVs von Shina und Rah, auch die von Irin bzw Arax.
Das Besondere daran war, dass man ihn währenddessen nicht nur in der Gegenwart begleiten konnte, sondern auch in seiner Vergangenheit, bevor er zum Königsgott geworden ist.
Dadurch wirkte er sehr viel nahbarer als in Band eins und ich mochte ihn viel mehr.
Alle drei POVs waren zu jedem Zeitpunkt spannend und ich hatte immer große Lust weiterzulesen.
Auch hatte ich das Gefühl, die Welt viel besser verstehen zu können und auch das Chaos an sich.

Wenn ich einen Kritikpunkt habe, dann wäre es wohl Mae.
Mae blieb mir bis zum Schluss fremd, vielleicht auch weil sie keine eigene POV hatte, aber andere Nebencharaktere, wie zum Beispiel Nevi, konnten sich schnell meine Sympathie gewinnen, obwohl sie ebenfalls keine eigenen Kapitel aus ihrer Sicht hatten.
Dadurch hat mich das Schicksal von Mae weniger berührt und auch die Beziehung zwischen ihr und Shina.
Shina als einzelne Person mochte ich jedoch gerne.

Abgesehen davon bin ich jedoch sehr angetan von dem Finale dieser Dilogie.
Die Autorin hat es auch hier wieder geschafft, eine einzigartige Welt zu erschaffen und eine besondere Geschichte zu erzählen.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Die Wahrheit kann gefährlich sein

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Natalie hat alles was sie sich wünscht. Sie hat einen charmanten Freund, ist auf der Arbeit die beste Verkäuferin ihrer Firma und ein hübsches Haus in einer guten Wohngegend hat sie auch.
Bei ihrer Kollegin ...

Natalie hat alles was sie sich wünscht. Sie hat einen charmanten Freund, ist auf der Arbeit die beste Verkäuferin ihrer Firma und ein hübsches Haus in einer guten Wohngegend hat sie auch.
Bei ihrer Kollegin Dawn sieht das etwas anders aus.
Obwohl sie sehr zuverlässig ist, fällt sie bei den meisten unangenehm auf, durch ein paar Eigenarten die sie hat.
Als Dawn eines Tages nicht zur Arbeit erscheint, obwohl sie dringend mit Natalie reden wollte, findet sie das merkwürdig und nach einem beunruhigendem Telefonat fährt Natalie schließlich zu Dawns Haus und kann kaum glauben, welcher Anblick sie dort erwartet.

Die Kollegin ist mein zweites Buch von Freida McFadden.
Nachdem mich ihr erstes Buch sowohl begeistern, als auch schockieren konnte, war ich sehr gespannt, wie es sich bei diesem Buch verhalten würde.
Die Umsetzung hat mir auch hier wirklich gut gefallen.
Durch verschiedene Perspektiven bleiben die Erzählungen spannend.
Da wäre zuerst Natalies Perspektive, die in der Gegenwart spielt und dann gibt es noch Dawns Kapitel, die in Form von E-Mails über mehrere Monate hinweg dargestellt werden.
Schnell wird klar, dass sich die beiden in ihren Aussagen oder Erinnerungen widersprechen und es ist nicht klar, wem man trauen kann und wer von den beiden die Wahrheit erzählt.
Doch schnell wird klar, dass die Wahrheit es in sich hat, egal wie sie am Ende aussehen wird.
Die Spannung ist dadurch immer greifbar und egal welche Ideen ich bezüglich der Auflösung hatte, sie alle stellten sich als falsch heraus.
Ich wollte immer weiterlesen, damit ich herausfinden konnte, was wirklich geschehen ist.
Das Buch steckt voller Plot-Twists und man weiß nie, wann der nächste kommt, es passiert immer überraschend.

Während mich die Geschichte komplett mitreißen konnte, hatte ich mit den Charakteren meine Probleme, speziell mit Natalie.
Natalie ist nicht sonderlich sympathisch und natürlich ist das absichtlich so, aber trotzdem war es nicht immer einfach ihre Kapitel zu lesen.
Damit hatte ich hauptsächlich im Mittelteil zu kämpfen, aber das hat das Leseerlebnis insgesamt nicht geschmälert und die meiste Zeit konnte ich es ausblenden.

Fazit: Abgesehen von etwas unsympathischen Charakteren war "Die Kollegin" ein großartiges Leseerlebnis mit unvorhersehbaren Plot-Twists und viel Spannung bis zur letzten Seite.

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