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Veröffentlicht am 22.08.2025

Mordserie in Malmö

Schwüre, die wir brechen
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Jon Nordh und seine Kollegin Svea Karhuu arbeiten seit ihrem ersten gemeinsamen Fall nun schon seit einigen Monaten zusammen.
Doch ihr neuster Fall hat es in sich.
Der Täter inszeniert seine Opfer als ...

Jon Nordh und seine Kollegin Svea Karhuu arbeiten seit ihrem ersten gemeinsamen Fall nun schon seit einigen Monaten zusammen.
Doch ihr neuster Fall hat es in sich.
Der Täter inszeniert seine Opfer als altägyptische Gottheiten und tauscht ihre Köpfe, mit denen von Tieren.
Für Jon und Svea ein großes Rätsel und der Druck der Öffentlichkeit ist groß.

Schwüre, die wir brechen ist der zweite Band dieser Reihe und der zweite große Fall des Ermittler-Duos.
Den ersten Band habe ich ebenfalls gelesen, damals war meine Meinung eher gespalten.
Der Fall in diesem Buch hat mich jedoch sehr angesprochen und ich wollte gerne mehr darüber lesen.
Zum Glück habe ich das getan, denn dieses Buch konnte mich viel mehr überzeugen, als sein Vorgänger.

In diesem Band kennen sich Jon und Svea mittlerweile recht gut und eine gewisse Vertrautheit war durchaus spürbar.
Während ich Svea schon sympathisch fand, hatte ich mit Jon und seiner Art ein paar Probleme, während des ersten Falls.
Meines Erachtens hat er jetzt aber eine Entwicklung durchgemacht, die einen positiven Eindruck hinterlassen hat.
Im ersten Band empfand ich ihn als sehr hasserfüllt und viele seiner Äußerungen sind mir negativ aufgestoßen, doch von diesen Situationen gab es kaum noch welche.
Dadurch konnte ich das Lesen viel mehr genießen und musste bei seinen Kapiteln nicht immer die Augen verdrehen.

Der Fall in diesem Buch hat mir gut gefallen und er war von Anfang sehr spannend.
Es gab verschiedene Entwicklungen und Verstrickungen, die die Handlung aufregend gestaltet haben.
Auch die privaten Probleme, oder beinahe schon Fälle, von Jon und Svea haben wieder eine Rolle gespielt, die ebenfalls Spannung bereitgehalten haben.
Es gab neue, teilweise schockierende Erkenntnisse und die Hintergründe wurden immer mysteriöser und rätselhafter.
Ein paar Antworten haben die beiden bekommen, aber noch längst nicht alle.

Fazit: Ein guter zweiter Band der Reihe mit einem sehr spannendem Fall.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Wer bist du wirklich?

Bestie
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Delia ist schon lange ein Fan von der Influencerin Anouk.
Als diese dann eine Mitbewohnerin sucht, will Delia unbedingt dieses Zimmer bekommen, gleichzeitig will sie auch ihrem alten Leben entfliehen.
Deswegen ...

Delia ist schon lange ein Fan von der Influencerin Anouk.
Als diese dann eine Mitbewohnerin sucht, will Delia unbedingt dieses Zimmer bekommen, gleichzeitig will sie auch ihrem alten Leben entfliehen.
Deswegen stellt sie sich bei Anouk nicht als Delia vor, sondern als Lilly.
Lilly ist wie Delia, nur mutiger, cooler und selbstbewusster und Anouk kann sie gut leiden.
Nach der Zusage für das Zimmer, nähern sich sie beiden langsam an und verbringen mehr Zeit zusammen.
Aber können die beiden wirklich Freundinnen werden, wenn Delia nicht ehrlich zu Anouk sein kann?

Bestie war ein sehr besonderes Buch.
Oft entwickelt man beim Lesen eine Vorahnung, wie die Geschichte wohl verlaufen oder sogar enden wird.
Aber nicht bei dieser Geschichte.
Jede Seite war ein Abenteuer und absolut nichts war vorhersehbar.
Das lag auch daran, dass selbst die beiden Protagonistinnen nicht immer wussten, wie es weitergehen soll und was sie als nächstes tun sollen und wenn sie es nicht wissen, wie sollen es dann die Leser:innen tun?

Anouk und Delia/Lilly waren Charaktere, die neugierig gemacht haben, aber in Sympathie haben die beiden nicht immer geglänzt.
Manchmal wirkten sie auf mich etwas fremd beim Lesen, dennoch haben mich ihre individuellen Leben interessiert und mitgerissen.
Beide sind in ihren Zwanzigern und versuchen das Leben zu leben, auch wenn das bei anderen oft viel leichter wirkt und sie nicht verstehen können, warum es für sie dann oft so schwer ist.
Ich fühlte mich dadurch verstanden und die Altersgruppe an sich, sehr gut und ehrlich repräsentiert.

Anouk steht durch ihren Job als Influencerin in der Öffentlichkeit, aber was oft von außen glamourös wirkt, ist in Wahrheit sehr viel Arbeit, die mit sehr viel Angst verbunden ist.
Diesen Einblick mochte ich gerne und es wirkte auf mich sehr authentisch dargestellt.
Sie gibt nur einen bestimmten Teil ihres Lebens preis und doch denken viele, sie würden Anouk dadurch besser kennen, als alle anderen auf dieser Welt.

So verhält es sich auch mit Delia.
Sie hat eine genaue Vorstellung davon, wie Anouk ist, wie ihr Leben aussieht, was sie mag und nicht mag.
Sie will so sein wie sie, obwohl sie schnell merkt, dass es Unterschiede gibt zwischen ihrer Anouk und der Anouk, mit der sie jetzt zusammenwohnt.
Abgesehen von ihrer ungesunden Obsession, ist Delia eigentlich ein ziemlich spannender Mensch, der sich von anderen abhebt.
Sie verfolgt ihre Interessen, nicht weil sie gerade modern oder angesehen sind, sondern weil es schlicht das ist, was sie machen will.

Je weiter man liest, desto intensiver wird die Geschichte.
Man bekommt immer mehr Einblicke in die Abgründe der beiden, die sie sonst immer zu verstecken wissen.
Manche Enthüllungen waren wirklich überraschend, haben aber auch vieles erklären können.
Nur war eben nichts davon vorhersehbar, was ich jetzt, wie bereits erwähnt, zu schätzen weiß, beim Lesen aber manchmal etwas verwirrend sein konnte.

Bestie ist das Debüt der Autorin und das finde ich ziemlich bewundernswert.
Joana June hat eine einzigartige Geschichte erschaffen, die mir noch lange in Erinnerung bleibt.
Ich bin gespannt, was noch alles von ihr kommen wird, denn ich würde gerne mehr von ihr lesen.

Fazit: Eine Geschichte mit vielen Facetten und ein tolles Debüt der Autorin.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Die Liebe mit Grenzen

Bis mein Herz wieder schlägt
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Emery leidet an einer seltenen Herzkrankheit. In Momenten wenn sie sich erschreckt oder sie einen plötzlichen Schmerz spürt, bleibt manchmal ihr Herz stehen. Jedes Mal wenn das passiert, kommt Emery in ...

Emery leidet an einer seltenen Herzkrankheit. In Momenten wenn sie sich erschreckt oder sie einen plötzlichen Schmerz spürt, bleibt manchmal ihr Herz stehen. Jedes Mal wenn das passiert, kommt Emery in eine Art Zwischenwelt und dort trifft sie auf Nick. Er hilft den Menschen nach dem Tod und begleitet sie auf dem Weg ins Jenseits. Nick hat es noch nie erlebt, dass ein Mensch mehrmals bei ihm auftaucht, doch Emery begegnet er immer wieder. Die Zeit, die die beiden zusammen haben ist jedoch begrenzt und je häufiger Emery zurück ins Leben geholt wird, desto mehr beginnt sie Nick zu vermissen. Doch auch in ihrer Welt warten Menschen auf sie, wie zum Beispiel Colin, ihr bester Freund, der noch so viel mehr sein könnte. Und bald ist es nicht mehr nur die Krankheit, die Emerys Herz verrückt spielen lässt.

"Bis mein Herz wieder schlägt" war mein zweites Buch der Autorin und nachdem "Das Chaos eines Augenblicks" ein absolutes Highlight war, war ich sehr auf ihr neues Buch gespannt und habe mich sehr darauf gefreut es zu lesen.

Das Buch begleitet Emery auf verschiedenen Stationen ihres Lebens. Man lernt sie im Alter von fünf Jahren kennen, dort hat sie ihren ersten Herzstillstand und wird mit ihrer Krankheit diagnostiziert. Danach gibt es immer wieder größere Sprünge, in denen Emery jedes Mal älter wird. Somit begleitet man sie in der Kindheit, Jugend und auch als junge Erwachsene, aber nicht jedes einzelne Jahr. Einerseits hat das Sinn ergeben, aber manchmal wurden dadurch zwischenmenschliche Beziehungen sehr oberflächlich behandelt. Jedoch gab es auch Beziehungen, wie die zu ihrer großen Schwester Amber, die sehr berührend waren und der Geschichte viele Emotionen gegeben haben.

Durch ihre Krankheit weiß Emery nie so ganz, wie sie ihr Leben leben soll. Jeder Tag könnte ihr letzter sein, jeder Herzstillstand könnte zum endgültigem Tod führen. Sollte sie nicht gerade deswegen so viel erleben wie es nur geht? Oder muss sie erst recht vorsichtig sein? Sie trifft sicherlich nicht immer die besten Entscheidungen, aber dadurch wurde sie sehr authentisch und menschlich dargestellt. Die Liebesgeschichten haben mich daher auch nie so ganz abholen können. In vielen Punkten waren auch diese sehr berührend und emotional aufwühlend, aber der innere Kampf von Emery hat meine ganze Aufmerksamkeit bekommen.

Das Ende kam dann etwas abrupt. Selbst auf den letzten Seiten hat es sich nicht so angefühlt, als würde man auf das Ende der Geschichte zusteuern. Bestimmte Konflikte wurden zwar geklärt, aber mir hat immer etwas gefehlt, hauptsächlich mehr Zeit, um den Personen gerecht zu werden. Erst das letzte Kapitel fühlte sich wirklich wie das Ende an, wofür ich aber noch gar nicht bereit war, weil ich noch ganz in der Handlung gesteckt habe.

Insgesamt hat mich das Buch definitiv emotional gefordert und auch abgeholt, aber ganz anders als ich es am Anfang erwartet habe. Durch meine Kritikpunkte wurde es nicht ganz zu einem Highlight, aber dennoch wird mich Emerys Geschichte noch eine ganze Weile begleiten.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Wenn der Traum allein nicht reicht

Emotional Female
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Yumiko Kadota hatte immer einen Traum: Sie möchte Chirurgin werden.
Doch der Weg dorthin würde sehr viel schwieriger werden, als es sich ihr junges Ich gedacht hätte.
Während sie früher immer die Beste ...

Yumiko Kadota hatte immer einen Traum: Sie möchte Chirurgin werden.
Doch der Weg dorthin würde sehr viel schwieriger werden, als es sich ihr junges Ich gedacht hätte.
Während sie früher immer die Beste in allem war, kommt sie nun an ihre Grenzen und ihr Bestes scheint nicht mehr genug zu sein.
Sie wird an ihrem Arbeitsplatz mit Überarbeitung, Sexismus, Rassismus, sexueller Belästigung und Mobbing konfrontiert und ihr Traum von der Chirurgie wirkt bald nicht mehr so glanzvoll wie zuvor.

Ich fand das Buch wirklich sehr interessant.
Bislang hatte ich keinen Bezug zum Alltag einer Ärztin/Chirurgin, außer das was man in Serien sieht, aber das ist schließlich nicht das wahre Geschehen, im Gegenteil.
Ich habe dadurch ein völlig falsches Bild entwickelt und war daher wirklich geschockt, als Yumiko von ihren Erfahrungen berichtet hat.

Yumiko hat 2019 ihren Traum von der Chirurgie aufgegeben und verfasste damals dazu einen Blogbeitrag.
Das Buch hat sich manchmal wie eine Verlängerung davon angefühlt und teilweise hat es sich an manchen Stellen auch gezogen, aber insgesamt war ihre Geschichte ziemlich spannend und hat mich manchmal auch echt auf die Palme gebracht.
Die Dinge mit denen sie konfrontiert wurde, und die von allen Seiten sonst ignoriert worden sind, weil es der eigenen Karriere schaden könnte, würde man sie ansprechen, waren schockierend.
Sie hat oft nach Hilfe gesucht und hat sie nie bekommen.
Das hat das ganze medizinische System in ein ziemlich schlechtes Licht gerückt, aber leider auch zurecht.

Das Buch ist sehr informativ und man kann viel lernen, trotzdem sollte man sich darüber bewusst sein, dass es hier ausschließlich um Yumikos Geschichte geht, auch wenn es um das Thema mentale Gesundheit geht.
Es wird nicht allgemein darüber gesprochen, sondern nur wie es für sie war.
Sie hinterfragt das System, aber eben nur so weit, wie es sie auch betrifft.
Alles was darüber hinausgeht, wird man hier nicht finden und dessen sollte man sich bewusst sein.

Trotz einiger Längen habe ich "Emotional Female" sehr gerne gelesen und würde es auch weiterempfehlen, wenn sich Leute für dieses Thema interessieren.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Wem kannst du noch trauen?

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia steckt mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als plötzlich ihre beste Freundin Nicki vor ihrer Tür steht und sie mit Flugtickets nach Schweden überrascht, damit sie endlich zusammen den Kungsleden-Wanderweg ...

Julia steckt mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als plötzlich ihre beste Freundin Nicki vor ihrer Tür steht und sie mit Flugtickets nach Schweden überrascht, damit sie endlich zusammen den Kungsleden-Wanderweg wandern können, wie sie es sich immer vorgenommen hatten.
Obwohl die beiden Freundinnen in letzter Zeit wenig Kontakt hatten, nimmt Julia das Geschenk an und die beiden fliegen kurz darauf nach Schweden und starten ihre Wanderung.
Zuerst geht alles gut, aber nach einem schweren Unwetter, bei dem sie ihre Wanderroute verlassen, ist Nicki morgens verschwunden und Julia ist auf sich allein gestellt.

Die Geschichte beginnt mit der Ankunft in Schweden und kurz bevor Julia und Nicki ihre Wanderung antreten.
Auch wenn das erst wie ein sanfter Einstieg erschien, hat er doch direkt viele Fragen aufgeworfen, die mich auch später noch begleitet haben.
Durch den Klappentext und die Leseprobe hatte ich eine ungefähre Idee, wie das Buch verlaufen könnte, aber es hat sich schnell gezeigt, dass nichts davon wirklich zutreffend war.

Das Setting ist kalt und düster, der Sommer längst vorbei und Schweden zeigt sich von einer ungemütlicheren Seite.
Für die Geschichte war das perfekt und ich mochte es sehr.

Neben Julias Zeitebene gibt es auch noch eine zweite, von der man aber nicht weiß wem sie gehört, diese spielt in der Vergangenheit.
Auch das war etwas, womit ich nicht gerechnet hatte und was die Handlung in eine ganz andere Richtung getrieben hat.
Auf beiden Zeitebenen passiert viel und langsam entsteht ein Bild davon, was wirklich geschehen ist und wie das alles mit Julia zusammenhängt.
Diese fragt sich währenddessen, was sie noch glauben und wem sie vertrauen kann, vielleicht ja nicht mal sich selbst.
Das hat es für mich wirklich spannend gemacht und mir fiel es schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Leider waren mir manche Twists am Ende etwas zu viel und teilweise wusste ich nicht, wie realistisch sie tatsächlich waren.
Dennoch war es für mich ein gelungenes Ende und es hat mich nicht enttäuscht zurückgelassen.

Fazit: Ein fesselnder Thriller mit einem düsteren, schwedischem Setting und einer großen Menge Spannung.

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