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Veröffentlicht am 25.07.2025

Märchenhaft düstere Kurzgeschichten

Mountains Made of Glass / Apples Dipped in Gold
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Dieses Buch beinhaltet zwei Geschichten, die im selben Universum spielen, sich aber auf verschiedene Figuren konzentrieren. Im Fokus stehen sieben Fee-Brüder. Die Geschichten sind kein klassisches Märchen-Retelling, ...

Dieses Buch beinhaltet zwei Geschichten, die im selben Universum spielen, sich aber auf verschiedene Figuren konzentrieren. Im Fokus stehen sieben Fee-Brüder. Die Geschichten sind kein klassisches Märchen-Retelling, sondern eine Mischung aus Fantasy mit Folklore-Charakter und den Elementen bekannter Märchen. Die Geschichten sind eher düster angehaucht und enthalten einiges an Spice.

Das Worldbuilding ist relativ simpel, gefällt mir aber. Zentrales Element beider Geschichten ist das Brechen eines Fluches mithilfe der wahren Liebe. Ist aber deutlich weniger kitschig, als das jetzt vllt klingt. Die Fee-Brüder sind eher raue Typen, ungeschliffen, teils schon ungehobelt. Die Protagonistinnen sind klassische Heldinnen in prinzessinhafter Gestalt und bürgerlichen Ursprungs.

Die zweite Geschichte war etwas märchenhafter als die erste, mit weniger Spice und mehr Lovestory-Charakter innerhalb der Geschichte. Weiß gar nicht welche mir besser gefallen hat, aber ich mochte, dass sie klare Unterschiede hatten und es keine Dopplungen oder so gab.

Fands einfach super catchy und habs quasi in einem Rutsch gelesen, weil es so kurzweilig und unterhaltsam war. Die Kürze der Geschichten hat einfach perfekt gepasst. Hoffe es kommen auch noch Geschichten zu den anderen Brüdern

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Sehr ansprechend

Onigiri
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ch war von den Kapitelüberschriften anfangs irgendwie irritiert, da ich sie anfangs nicht zuordnen oder mit der Handlung in Verbindung bringen konnte. Aber wenn man die japanischen Begriffe googelt, dann ...

ch war von den Kapitelüberschriften anfangs irgendwie irritiert, da ich sie anfangs nicht zuordnen oder mit der Handlung in Verbindung bringen konnte. Aber wenn man die japanischen Begriffe googelt, dann sind sie doch sehr passend gewählt. Ob es das für mich jetzt gebraucht hätte, weiß ich nicht. Ich hab auch irgendwann aufgehört die Begriffe zu googeln und habs einfach hingenommen.

Die Geschichte arbeitet hervorragend kleine Unterschiede heraus, nicht nur zwischen Akis Alltag mit ihrer Mutter und denen von Freundinnen und Klassenkameraden, sondern auch innerhalb der eigenen Familie- zwischen der Familie des Vaters und der Mutter, aber auch zwischen den Generationen. Man bekommt da ein paar schöne Einblicke in Akis Leben.

Aber das Buch ist auch so viel mehr als das. Es ist die Chronik einer Familie, von Liebe, Streit, Krankheit und Verlust. Es ist eine Geschichte des sich gegenseitigen Kümmerns und davon, dass Familie und Liebe viele verschiedene Facetten haben. Es ist kein ganz leichtes Buch, da bin ich auch ehrlich. Für mich keines, dass ich mal eben so weglese, ich finde man muss da schon auch in der passenden Stimmung für sein und gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, als würde nicht so recht Bewegung in die Geschichte kommen. Aber als ich einmal drin war, hat es mir zunehmend besser gefallen.

Ich mochte diese sehr sanfte, aber trotzdem offene Erzählweise und dass man merkt sie sehr Aki innerhalb der Geschichte an sich und den Umständen wächst. Für mich ein sehr schönes und besonderes Buch mit den kleinen Einblicken in ein kulturell für mich so anderes Leben.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Unerwartet heavy

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Ich hatte richtig Lust auf so einen Lost in the woods Thriller, da ich selbst gern draußen unterwegs bin, bergen für mich solche Bücher immer einen ganz besonderen Nervenkitzel, da ich mich in die Situationen ...

Ich hatte richtig Lust auf so einen Lost in the woods Thriller, da ich selbst gern draußen unterwegs bin, bergen für mich solche Bücher immer einen ganz besonderen Nervenkitzel, da ich mich in die Situationen gut hineinversetzen kann. Tatsächlich war ich aber völlig überrascht, welche Richtung das Buch thematisch einschlägt, damit hätte ich einfach überhaupt nicht gerechnet. An sich total gut gemacht, fands aber thematisch tatsächlich super tough.

Das Buch wird quasi in zwei Handlungssträngen erzählt, einmal die zwei Frauen die beim Wandern vom Weg bekommen und dann in Rückblenden aus dem gemeinsamen Leben mit Lars. Ich muss sagen, dass mir Lars von Anfang unsympathisch war, vor allem so fordernd und raumgreifend war und Julia sich ihm in vielem unterzuordnen schien. Doch je mehr diese Zwischenkapitel aus dem Alltagsleben fortschritten, desto beängstigender wird das ganze Ausmaß dessen. Ganz ehrlich, die Beziehung wirkte von beginn an toxisch, aber was sich da für Abgründe auftun, das war nichts für zarte Nerven.

Der Plot im Wald gerät dagegen fast schon ein bisschen in den Hintergrund. Das Setting ist zwar atmosphärisch und die Situation bedrohlich, aber bei weitem nicht so eskalativ wie der andere Handlungsstrang
Im letzten Drittel watet das Buch dann mit einer super heftigen Enthüllung auf, die ich seltsamerweise null habe kommen sehen, dabei liegt sie rückblickend sogar ziemlich auf der Hand.

Trotzdem hat das Ende einen echten Wow-Faktor, schockierend, entsetzlich und absolut perfide. Muss sagen, mir hats richtig gut gefallen, die Geschichte war absolut packend und bitterböse.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Intrigenreiche Fantasy

A Dance of Lies
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Die Grundidee der Geschichte ist erstmal relativ Basic: ein Reich ist aufgeteilt in verschiedene Königreiche und die junge Gefangene Vasalie wird zum Spielball der königlichen Familie. Als Tänzerin und ...

Die Grundidee der Geschichte ist erstmal relativ Basic: ein Reich ist aufgeteilt in verschiedene Königreiche und die junge Gefangene Vasalie wird zum Spielball der königlichen Familie. Als Tänzerin und ehemaliger Günstling von König Ilian soll sie nun Intrigen spinnen um ihre Freiheit zurückzuerlangen.

Das ist erstmal alles soweit nichts neues, aber zumindest überzeugend geplottet. Natürlich kommt alles anders als gedacht und schnell steckt Vasalie in einem Netz aus Lügen und Komplotten aus dem sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskommt. Aber sie findet auch unerwartete Verbündete. Die einzelnen Parteien und Gegenspieler blieben leider ziemlich blass. Es gibt zwar kleine Konflikte und Reibereien, aber alles recht oberflächlich. Allein Vasalie und König Anton sind etwas dreidimensionaler.

Das Buch liest sich locker weg, ist nicht allzu komplex und ich hatte schon das Gefühl, dass es einige „Lückenfüller“-Szenen gab, die nichts zur Handlung beitragen. Vasalies Spionage-Aufträge sind auch eher seicht und ergeben erst zum Ende hin ein grob schlüssiges Bild.

Zum Ende hin wurde es dann tatsächlich nochmal etwas spannender und auch überraschender. Mit so viel Komplexität hatte ich da schon gar nicht mehr gerechnet, das hat mir aber richtig gut gefallen. Den zweiten Band würde ich daher in der Hoffnung, dass es so stark weitergeht auch lesen wollen.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Parallelgesellschaften

Gesellschaftsspiel
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An sich wirft dieses Buch ja erstmal ein spannendes Gedankenexperiment auf: wenn eine einzige Stadt eine neue gesellschaftliche Struktur einführt- kann das funktionieren? Und wenn ja, wie? Und wie nach ...

An sich wirft dieses Buch ja erstmal ein spannendes Gedankenexperiment auf: wenn eine einzige Stadt eine neue gesellschaftliche Struktur einführt- kann das funktionieren? Und wenn ja, wie? Und wie nach der Einführungsphase weitermachen?

Aber innerhalb des Textes werden noch so viel mehr aktuelle und brisante Themen behandelt und sehr spannend mit dem Thema KI verknüpft. Ich fand der Leser wird anhand der Familie auch sehr nahbar an dieses Thema herangeführt. Die Figuren projizieren ihre Erwartungen und Hoffnungen in das Projekt.

Die zwischengestreuten Beiträge aus Foren oder Sozialen Medien passen zwar zum Inhalt und zur Aktualität, haben mich aber immer ein bisschen aus den Lesefluss/ Hörfluss gerissen. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und da waren zum Beispiel die Satzungsänderungen irgendwie irritierend weil man kurz dachte in einer Schleife festzuhängen.

Die Familiengeschichte hat mich anfangs gar nicht abgeholt, mich dann aber zunehmend doch interessiert. Gar nicht mal das Miteinander selbst, sondern wie unterschiedlich sich das Projekt auf ihre Leben, ihre Ansichten und Lebensumstände auswirkten. Das hat die Handlung dann doch sehr greifbar und menschlich gemacht.

Die thematische Verkettung von KI, Schutz der Demokratie und Onlinemedien fand ich sehr gelungen und sie regt eindeutig zum Nachdenken an. Die Idee war superstark, das Konzept des Buches selbst aber vllt noch ausbaufähig. Als Ansatz/ Denkanstoß aber super

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