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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2025

Schwächster Band der Reihe

Stummes Trauma
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Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände "Zimmer 55" und "Die hellste Nacht" mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total neugierig, wie es weitergeht. Zum Einen mit den Hauptfiguren, ...

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände "Zimmer 55" und "Die hellste Nacht" mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total neugierig, wie es weitergeht. Zum Einen mit den Hauptfiguren, aber auch welcher Fall Anna Varga dieses Mal beschäftigen wird. Vielleicht war es ein Fehler, hier das Hörbuch zu wählen. Ich mochte die Vorleserin von Anfang an nicht, weil sie für mich komisch gelesen und betont hat. Da war es für mich dann manchmal echt schwierig, richtig zuzuhören. Aber auch davon abgesehen war diese Geschichte für mich der schwächste Band der Reihe - oder meine Erwartungen waren zu hoch.

Der Prolog hat mich ziemlich mitgenommen, ich fand ihn extrem grausam und traurig. Umso zufriedener war ich, dass sich das am Ende aufgeklärt hatte und der Täter geschnappt wurde. Mir ist allerdings anfangs nicht klar gewesen, um welches Opfer es sich hierbei handelt, sodass ich erstmal auf dem Holzweg war. Das kann aber ebenfalls am Hörbuch gelegen haben.

Was mich an diesem Buch wirklich gestört hat, war, dass der Tod eines jungen Mädchens fast schon lapidar hingenommen wird. Natürlich gibt es Ermittlungen usw., aber ich hatte nicht so richtig den Eindruck, dass am Ende irgendjemand von den Ermittlern das als wirklich schlimm empfand. Natürlich die Familie und auch Anna war geschockt, aber das ging mir nicht tief genug. Außerdem fand ich es unglaubwürdig, dass man sich als Frau alleine eine Hütte mitten im Wald im tiefsten Winter mietet, wenn es in der Umgebung mehrere tote Frauen gab, deren Tod Rätsel aufgibt.

Ich hoffe einfach, dass der nächste Band wieder besser und glaubwürdiger wird, denn insgesamt mag ich die Reihe sehr.

Veröffentlicht am 27.10.2025

Weniger wäre mehr

Tegernsee-Verhängnis
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Vor langer Zeit habe ich die beiden Vorgängerbücher gelesen und war natürlich neugierig, wie es weitergeht am Tegernsee. Beide Bücher fand ich spannend, aber leider war es hier nicht ganz so packend. Ich ...

Vor langer Zeit habe ich die beiden Vorgängerbücher gelesen und war natürlich neugierig, wie es weitergeht am Tegernsee. Beide Bücher fand ich spannend, aber leider war es hier nicht ganz so packend. Ich hatte einfach den Eindruck, dass in dem doch recht kurzen Buch zu viele Themen behandelt werden sollen und da kommt einfach keine rechte Spannung auf. Auch die Tiefe hat mir gefehlt. Leider gab es zudem viele Rechtschreibfehler und auch die Logik fehlte manchmal. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass tote Taucher vor Ort einfach mal so aus ihren Anzügen gepellt werden und man das nicht in einem geschützen Raum in der Gerichtsmedizin macht, um nichts zu verunreinigen oder Spuren zu verlieren ... und sich dann auch noch von einem Laien helfen lässt. Wie die Polizei so schnell auf Suizid kam, war mir leider auch nicht ganz klar.

Das Buch ist schon spannend und auch interessant, aber so richtig gepackt hat es mich leider nicht - im Gegensatz zu den Vorgängern. Die Stimmung am See bleibt ein bisschen leer, auch wenn es sehr viele Protagonisten gibt und ein bisschen Lokalkolorit. Schade, da haben mir die anderen beiden Bücher besser gefallen, nun hoffe ich auf das nächste. Vielleicht wäre dann etwas weniger mehr. Ein bisschen weniger Personal und weniger Geschichten drumherum, dafür mehr Tiefe und Spannung.

Veröffentlicht am 25.07.2025

Schön geschrieben, aber

Der Salzpfad
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Dieses Buch hatte ich geschenkt bekommen und war voller Neugier. Dann sah ich, dass bereits das dritte Buch der Autorin erschienen ist, das ich dann ebenfalls geschenkt bekam. Also kaufte ich mir voller ...

Dieses Buch hatte ich geschenkt bekommen und war voller Neugier. Dann sah ich, dass bereits das dritte Buch der Autorin erschienen ist, das ich dann ebenfalls geschenkt bekam. Also kaufte ich mir voller Vorfreude auch das zweite Buch, um die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen zu können. Es stand ein Urlaub an, die Bücher wurden eingepackt. Ich startete mit dem ersten Band, also diesem Buch hier, und war begeistert. Die Autorin weiß ihre Leser zu begeistern und schreibt sehr eindringlich. Gerade am Anfang des Buchs, das auf wahren Tatsachen beruht, ist es sehr, sehr traurig und tragisch. Ich war ziemlich ergriffen und auch das eine oder andere Tränchen rollte.

Ich war bereits im letzten Viertel des Buchs angelangt, das ich bis dahin sehr persönlich, authentisch und ehrlich empfand, als ich die Nachricht las, dass es wohl berechtigte Zweifel an dieser „wahren Geschichte“ gibt. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich ziemlich schockiert war und auch entsetzt. Man kennt ja als Außenstehender nie die ganze Geschichte und weiß nicht, wer recht hat. Allerdings spricht die Tatsache, dass das vierte Buch, das im Herbst erscheinen sollte, nun erstmal zurückgehalten wird, auch für sich. Das fand ich extrem schade, denn so erscheint doch vieles in anderem Licht. Meine Lust, weiterzulesen, hatte sich dann auch ziemlich gelegt. Irgendwann hab ich mich aufgerafft und fertiggelesen, aber die anfängliche Begeisterung war natürlich weg. Die beiden anderen Bücher liegen immer noch ungelesen hier.

Ich fand es wirklich schade, dass die Autorin offensichtlich die Wahrheit so verbogen hat. Vor allem wenn man ein Buch damit bewirbt, dass es eine wahre Geschichte erzählt. Hätte sie das Ganze als Roman verkauft, der lose auf Tatsachen beruht, hätte ich gesagt, es war ein schönes Buch. So aber bleibt ein fader Nachgeschmack, was umso trauriger ist, weil die Autorin zwar sehr viel Selbstmitleid hat – aber wer hätte das in dieser Situation nicht, wenn es denn tatsächlich so wäre – kann aber meiner Meinung nach gut schreiben. Sie ist witzig und unterhaltsam, erzählt voller Details und Humor.

Veröffentlicht am 21.07.2025

Ist Grado auserzählt?

Grado im Glück
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Ich habe inzwischen die ganze Grado-Reihe gelesen, nachdem ich beim dritten Band eingestiegen war und die anderen beiden Bücher nachgeholt hatte. Ich habe die Reihe geliebt, bis Maddalenas Verlober getötet ...

Ich habe inzwischen die ganze Grado-Reihe gelesen, nachdem ich beim dritten Band eingestiegen war und die anderen beiden Bücher nachgeholt hatte. Ich habe die Reihe geliebt, bis Maddalenas Verlober getötet wurde. Das war für mich ein echter Schocker und ich habe erstmal alles weggelegt. Ich wollte nicht mehr weiterlesen. Vor einem Jahr habe ich dann wieder angefangen und alles gelesen, was in der Zwischenzeit erschienen war. Nun hatte ich überlegt, ob ich auch den neusten Band lesen möchte, weil mir die letzten beiden schon nicht mehr so gut gefallen hatten. Aber klar, das zehnte Buch mit Commisssaria Maddalena Degrassi konnte ich mir dann nicht entgehen lassen. Auch wenn ich die Bewertungen schon gelesen hatte, die mich eher mit gemischten Gefühlen zurückließen, und auch die Kurzbeschreibung hatte mich nicht so sehr angesprochen.

Tja, was soll ich sagen. Das Buch ist schon gut, aber mit Maddalena hat es nicht mehr viel zu tun. Es scheint, als wäre ihre Geschichte auserzählt. Und dieses Gefühl habe ich bei jedem Buch mehr, das seit dem tragischen Todesfall erschienen ist. Natürlich versteht man ihre Trauer, die auch anhält, aber es wäre schön, wenn auch noch was anderes passieren würde. In diesem Buch erschien die eigentliche Hauptfigur und Namensgeberin für die Reihe sehr blass und wenig präsent. Auch ihre Mitarbeiter wirkten leider eher wie Statisten.

Die Geschichte über die sechs Freundinnen war gut und auch spannend geschrieben - lange Zeit weiß man ja nicht mal, wer nun gestorben ist, aber sie hatte auch Längen und das Verhalten der Frauen war für mich nicht immer gut nachvollziehbar. Ich möchte nicht zuviel verraten, um nicht zu spoilern, aber ein solches Ende, bei dem das Gute verliert und die Bösen davonkommen ... ja, kann man machen. Mich hat die Düsterkeit erschreckt und auch ratlos zurückgelassen. Fazit, das zugleich ein Spruch ist, der auf den letzten Seiten sehr oft vorkommt: Das willst Du nicht alles wissen. Ob ich wissen will, wie es mit Maddalena weitergeht, weiß ich noch nicht.

Veröffentlicht am 04.04.2025

Solider Krimi mit zu vielen Spuren

Kreidemord
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Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, da ich schon viel von der Autorin Katharina Peters gehört habe. „Kreidemord“ ist bereits der 14. Rügen-Krimi mit Hauptkommissarin Romy Beccare, aber ich hatte bisher ...

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, da ich schon viel von der Autorin Katharina Peters gehört habe. „Kreidemord“ ist bereits der 14. Rügen-Krimi mit Hauptkommissarin Romy Beccare, aber ich hatte bisher noch kein Buch der Reihe gelesen. Das Setting auf Rügen fand ich ebenfalls interessant, auch wenn ich die Insel leider selbst nicht kenne.
Leider tat ich mich etwas schwer, in die Geschichte reinzufinden. Vielleicht liegt es daran, dass ich Quereinsteigerin bin. Normalerweise habe ich keine Probleme mit vielen Namen und Figuren, aber hier war es nicht so einfach. Auch die Schreibweise war nicht ganz meins. Das alles ging dann aber irgendwann ganz gut und es wurde auch recht spannend. Leider wurde ich während des ganzen Buchs nicht recht warm mit Romy und auch den anderen Figuren – möglicherweise ebenfalls, weil ich sie ja alle noch nicht kannte.
Was ich aber wirklich anstrengend fand, war die Auflösung. Meiner Meinung nach sind Fragen offengeblieben, was ich an sich schon nicht besonders mag, aber es gab auch eindeutig zu viele Spuren. Mir waren das ein paar Zufälle und Begebenheiten zu viel, das hat mich leider nicht richtig abgeholt. Auch das Thema Deepfakes hab ich leider jetzt schon ein paarmal zu oft gelesen in Romanen. Ich würde gerne noch ein weiteres Buch der Autorin lesen, um zu sehen, ob es nur am Fall lag, der mir einfach ein bisschen zu sperrig war.