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Veröffentlicht am 15.08.2025

T.J. Newman hat mich wieder vollends überzeugt von ihrer Schreibkunst!

Worst Case
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Zum Buch: Für die Menschen in der Kleinstadt Waketa in Minnesota steht die Zeit still, als ein Passagierflugzeug in das naheliegende Atomkraftwerk stürzt. Das Ausmaß ist unglaublich und auf dem Boden gibt ...

Zum Buch: Für die Menschen in der Kleinstadt Waketa in Minnesota steht die Zeit still, als ein Passagierflugzeug in das naheliegende Atomkraftwerk stürzt. Das Ausmaß ist unglaublich und auf dem Boden gibt es erschreckend viele Schäden. Im Atomkraftwerk Clover Hill ist man sich noch nicht sicher, wie schlimm es ist. Das Kraftwerk sollte in den nächsten Jahren stillgelegt werden und einige Brennstäbe lagern schon in Abkühlbecken. Eines dieser Becken hat einen Riss… Der Präsident der USA, ein Krisenteam und die Bevölkerung in Waketa müssen jetzt schnell sein. Denn die Zeit läuft gegen die Menschen. Sie haben nur 16 Stunden Zeit, bevor eine Katastrophe über die Welt hereinbricht…

Meine Meinung: Dieses Buch ist quasi der weltbeste Katastrophenfilm in Buchform, den ich je gesehen habe! Von Anfang an fiebert man als Leser mit, wird mitgerissen von den Menschen vor Ort, die alles tun, was in ihrer Macht steht und hofft, dass alles gut ausgeht! Gerade die Charaktere hier finde ich sehr stark, das fängt bei den Rettungskräften an (und die Feuerwehr in so einer kleinen Stadt verfügt nun einmal nur über zwei Handvoll Mitarbeiter und zwei Löschfahrzeuge), geht über die Kernbesatzung im Atomkraftwerk bis hin zur Lehrerin, die mitdenkt. Alle halten hier zusammen und gerade das macht die Geschichte in meinen Augen auch so emotional.

Man wird natürlich auch mit den wissenschaftlichen Fakten konfrontiert, was ich aber stets interessant und nie überbordend fand. Dieses Wissen benötigt man einfach, um das ganze Ausmaß zu verstehen! Emotional war ich die ganze Zeit eigentlich völlig fertig, denn egal, ob es hier um einen Fünfjährigen geht, dessen Familie gerade ausgelöscht wurde und seine Rettung fast unmöglich scheint oder ob es darum geht, wer sich opfert und zu den Brennstäben taucht - eine emotionale Achterbahnfahrt war das, das kann ich euch sagen!

Das Ende will ich natürlich nicht verraten, nur so viel: ich habe wirklich geweint. So hat mich die Geschichte mitgenommen und berührt.

Mein Fazit: Ich habe mich mal wieder gefragt, woher diese Autorin diese Kunst, so zu schreiben, hernimmt! Ich bin unglaublich großer Fan von ihren Büchern, eines ist spannender als das andere! Und sie stellt immer Menschen in den Vordergrund, das finde ich auch richtig toll! Dieses Buch ist für mich nochmal besser als die Vorgänger, und die waren schon so unglaublich gut! Also, unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Was ist mit Isabell geschehen?

Ihr werdet sie nicht finden
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Zum Buch: Das Leben von Polizist Jonas Waider ändert sich vor sieben Jahren abrupt, als seine Tochter Isabell von einer Party nicht mehr zurückkommt. Als sich dann auch noch seine Frau das Leben nimmt, ...

Zum Buch: Das Leben von Polizist Jonas Waider ändert sich vor sieben Jahren abrupt, als seine Tochter Isabell von einer Party nicht mehr zurückkommt. Als sich dann auch noch seine Frau das Leben nimmt, ist Jonas vollends abgedreht. Er hat seinen Hauptverdächtigen gefangen, um so herauszufinden, wo Isabell ist. Doch sein Verdächtiger wird ermordet und Jonas nimmt die Schuld auf sich und verbringt die nächsten sieben Jahre in Haft. Doch auch nach seiner Entlassung bleibt die Frage: wo ist Isabell?
Hilfe bekommt er unerwartet von der Privatdetektivin Franca Lichtenwalter. Die ist auf der Suche nach der Enkelin einer reichen Bankiersfamilie. Schnell merken die beiden, dass es da Überschneidungspunkte gibt…

Meine Meinung: Als erstes möchte ich die unheimlich gute Charakterzeichnung anmerken! Man erfasst sie ziemlich schnell und kann sich auch in sie hineinversetzen. Jonas hat unheimliche Wut im Bauch, die er manchmal nicht kontrollieren kann. Franca ist der ausgleichende Pol dazu. Und sie treffen auf Menschen, die ein falsches Spiel spielen.

Der Plot hat mich wirklich überrascht, es gibt einige Wendungen, die ich nicht vorhergesehen hatte! Es ist eine spannende Mischung aus Cold Case und aktuellem Vermisstenfall, die gut ineinander verstrickt sind! Mich hat das Buch von der ersten Seite an abgeholt und ich wollte zusammen mit den Protagonisten unbedingt herausfinden, wohin die Mädchen verschwunden sind. Das Ende hat mich sogar ein wenig angerührt!

Mein Fazit: Das war mal wieder ein Buch von Andreas Winkelmann, was so ganz nach meinem Geschmack war! Für mich war die Spannung von Anfang bis Ende gegeben und hat mich in einem Sog mitgerissen! Empfehle ich gerne weiter!

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Blum ist back und zwar in voller Stärke!

Totenrausch
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Zum Buch: Die Bestatterin Brünhilde Blum muss mit ihren beiden Töchtern das Land verlassen, weil sie wegen mehrfachen Mordes gesucht wird. Niemand ist da, um ihr zu helfen. Aber sie kann sich nicht ewig ...

Zum Buch: Die Bestatterin Brünhilde Blum muss mit ihren beiden Töchtern das Land verlassen, weil sie wegen mehrfachen Mordes gesucht wird. Niemand ist da, um ihr zu helfen. Aber sie kann sich nicht ewig verkriechen und beschließt, nach Deutschland zurückzukehren. Sie denkt, dass sie in Hamburg ganz gut untertauchen könnte. Und ihr Plan scheint aufzugehen, sie findet in dem Zuhälter Egon Schiele jemanden, der ihr eine Bleibe, neue Pässe und ein neues Leben gibt. Doch nichts ist umsonst und so steht sie in seiner Schuld und sie kann ihrem alten Ich nicht entkommen…

Meine Meinung: Nachdem mir der zweite Teil der Trilogie so gar nicht zugesagt hat, weil ich mich gefragt hatte, wohin die starke Frau abgeblieben ist, die ich im ersten Band so geliebt habe, bin ich hier wieder voll auf meine Kosten gekommen! Denn natürlich ist Schiele nicht so ein Menschenfreund, dass er für seine Hilfe keine Gegenleistung fordert…
Und hier kommt wieder die starke Frau zu Vorschein, die einfach nicht mehr da anknüpfen möchte, wo sie in Österreich aufgehört hat und Pläne entwickelt, wie sie Schiele täuschen kann. Das Spiel der beiden geht so weit, dass es am Ende darum geht, wer das Ding überleben wird! Denn Schiele packt Blum da, wo es ihr am meisten wehtut: bei ihren beiden Kindern… So stark wie Blum auch ist, war ich froh, dass sie am Ende noch unerwartete Hilfe bekommt!

Der Schreibstil ist wie gewohnt von Aichner: kurz und prägnant. Aber hier ist die Charakterzeichnung wieder sehr viel besser als im zweiten Teil. Blum trifft auf viele Menschen und muss überlegen, ob sie ihr gut- oder schlechtgesinnt sind und ob sie ihr helfen können. Eine starke Frau, die ich hier für ihre Raffinesse wieder einmal bewundert habe!

Mein Fazit: Mit diesem Band geht die Totenfrau-Trilogie zuende und ich muss sagen, dass sie mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat. Auch, wenn Band zwei für mich wirklich schwach war, holen die anderen Bände das wieder heraus! Alles in allem auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Kann der Nothing Man nach so langer Zeit noch gefasst werden?

The Nothing Man
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Zum Buch: Eve Black ist 12 Jahre alt, als ihre ganze Familie von einem Unbekannten ermordet wird. Sie wächst dann bei ihrer Großmutter auf und versucht, ihren Hintergrund zu verdrängen. Eines Tages schreibt ...

Zum Buch: Eve Black ist 12 Jahre alt, als ihre ganze Familie von einem Unbekannten ermordet wird. Sie wächst dann bei ihrer Großmutter auf und versucht, ihren Hintergrund zu verdrängen. Eines Tages schreibt sie aber eine Kurzgeschichte über den Überfall und ihr wird klar, dass sie den Mörder finden will. Also beschließt Eve, ein Buch zu schreiben und schildert auch die anderen Taten, die dem Unbekannten, der von der irischen Garda der „Nothing Man“ genannt wird, zugeschrieben werden. Und ihr Plan scheint aufzugehen…

Meine Meinung: Diese Idee vom Buch im Buch hat mich sehr fasziniert. Man muss zwar konzentriert lesen, weil manchmal verschwimmt, wer gerade schreibt, die Autorin oder Eve Black. Aber es ergibt sich eigentlich aus der Erzählung. Die Autorin Catherine Ryan Howard berichtet, wie es dem Nothing Man heute so ergeht und wie er das wahrnimmt, dass Eve ein Buch über ihn geschrieben hat. Und Eve würdigt alle Opfer noch einmal in ihrem Buch, nimmt Kontakt mit Verbliebenen auf und sucht zusammen mit Ed Healy von der Garda nach Hinweisen, die vielleicht übersehen wurden. Wie nahe sie dem Täter damit wirklich kommt, scheint sie nicht zu ahnen…

Der Schreibstil konnte mich absolut an das Buch fesseln! Die Szenen, in denen der Nothing Man zugeschlagen hat, sind krass zu lesen und man fiebert mit Eve mit, ihn zu schnappen! Es sind also eigentlich zwei Geschichten, die hier am Ende zu einer zusammengeführt werden. Das hat mich wirklich begeistert und je mehr ich über den Nothing Man wusste, desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen!

Mein Fazit: Für mich kommt hier nur die volle Punktzahl in Frage! Ich fand das Buch sehr spannend und aufgrund der Erzählweise war es mal etwas gänzlich anderes! Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein gefährlicher Trip auf der Suche nach Lisa...

Der Trailer
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Zum Buch: Die Kommissarin Frieda Stahnke wird von einem Podcaster zu einer Sendung eingeladen, in der es um einen alten True-Crime-Fall geht. Die junge Lisa verschwand auf einem Trip in den belgischen ...

Zum Buch: Die Kommissarin Frieda Stahnke wird von einem Podcaster zu einer Sendung eingeladen, in der es um einen alten True-Crime-Fall geht. Die junge Lisa verschwand auf einem Trip in den belgischen Ardennen. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war der Campingplatz Donkerbloem. Von da an verliert sich jede Spur. Frieda kommt aus dem selben Ort wie Lisa und kannte sie flüchtig. Dieser Fall lässt ihr keine Ruhe und da sie gerade vom Polizeidienst suspendiert ist, fängt sie an, in der alten Geschichte herumzuwühlen. Dabei trifft sie auf Wout, der damals Zeuge war, aber anscheinend nichts gesehen hat. Als sie ihn trifft, tritt sie eine Welle los, die niemand für möglich gehalten hätte…

Meine Meinung: Wo soll ich anfangen? Am besten mit den Charakteren. Frieda ist eine schlaue Ermittlerin mit eigenen Methoden. Wout ist ein Kleinkrimineller, der eigentlich ein weiches Herz hat, es aber niemals zeigen würde! Er wuchs in Belgien in ärmlichen Verhältnissen auf und ist da auch Vince begegnet, den Besitzer von Camp Donkerbloem. Gerade weil er ihn kennt, nimmt Wout dann auch die Fährte auf und begibt sich damit in größte Gefahr. Tayfun ist Wouts „Angestellter“, Mädchen für alles und Wout loyal ergeben. Und dann gibt es noch Kathinka. Sie ist Freelancerin und Wouts Untermieterin. Die beiden führen eine besondere Beziehung, die man anfangs nicht ganz versteht. Aber auch sie hat ihre Gründe, diesen alten Fall aufzulösen. Und so bildet sich aus diesen Personen eine Schicksalsgemeinschaft. Ein Charakter ist auf jeden Fall interessanter als der andere.

Die Geschichte nimmt seinen Lauf im Camp Donkerbloem. Dort finden Partys statt, die manchmal aus dem Ruder laufen, von denen Lisa aber nichts geahnt hat und dann ist sie plötzlich verschwunden. Niemand weiß, ob sie noch lebt, da nie eine Leiche gefunden wurde. Sie ist einfach weg.

Kommen wir zum Schreibstil. Ich liebe diese Sprache! Der Autor schafft es sofort, den Leser mitzunehmen in die Ardennen, die so unheimlich und gleichzeitig schön sind! Man bekommt sofort einen guten Einblick in die Lage und zwar ohne langweilige Umgebungsbeschreibungen. Sie fließen einfach mit ein. Die Kapitel sind nach dem jeweiligen Ort gekennzeichnet, denn die Schauplätze sind immer woanders. Der Autor führt uns Stück für Stück zu einem Ende, was aber eigentlich kein Ende ist…

Mein Fazit: Ich bin wie im Rausch durch diese Geschichte geflogen und habe sie innerhalb von zwei Tagen verschlungen! Der Plot, der Schreibstil und die Charaktere haben mich einfach nicht mehr losgelassen! Nun erwarte ich sehnsüchtig die Fortsetzung und kann bis dahin nur meine absolute Empfehlung aussprechen! Linus Geschke ist hier ein ganz tolles Werk gelungen!

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