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Veröffentlicht am 01.09.2025

Spicy as hell, aber auch mit einer guten Portion Tiefgang

Situationship
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Wer spicy Romane sucht, aber auf sensible und vielschichtige Figuren sowie eine Prise Gesellschaftskritik nicht verzichten will, ist hier an der richtigen Stelle!

Diese Frenemies-to-Lovers Geschichte ...

Wer spicy Romane sucht, aber auf sensible und vielschichtige Figuren sowie eine Prise Gesellschaftskritik nicht verzichten will, ist hier an der richtigen Stelle!

Diese Frenemies-to-Lovers Geschichte lässt sich gut lesen und ich mochte die politische Dimension, welche die Autorin über ihre Protagonist:innen behandelt. Sicherlich wird besonders in Teagan als Schwarze Frau auch einiges der Autorin selbst stecken - das macht sich in einem authentischen Figurenprofil bemerkbar. Doch auch Heath empfand ich als wirklich gut geschriebene Männerfigur, die Gefühle nicht nur empfindet, sondern auch auszudrücken vermag.

Spice wird hier ja ganz deutlich versprochen und auch absolut geliefert. Über locker die Hälfte des Romans befinden sich die beiden Hauptfiguren in der titelgebenden Situationship - entsprechend viele heiße Szenen gibt es auch. Und so sehr ich das grundlegend mag und es auch gut geschrieben fand, war es mir in der Masse dann irgendwann zu zäh und repetitiv. Der Tiefgang und die Verbundenheit zwischen den Figuren, die eine intensive Vergangenheit teilen, kamen mir etwas zu spät. Auch der Beschreibung von immergleichen „perfekten“ Körpern kann ich mittlerweile nicht mehr viel abgewinnen. Eine angenehme Abwechslung wäre es für mich, wenn Körper im Romance-Bereich einfach mal anders und weniger stereotyp (schlanke Taille, muskulöse Schultern, …) beschrieben werden würden.

Davon einmal abgesehen bin ich aber positiv überrascht, dass mich die spicy Geschichte nicht nur gut unterhalten, sondern aufgrund ihrer thematischen Tiefe auch ehrlich bewegt hat. Die gemeinsamen „Freunde“ der beiden fand ich absolut unmöglich, dieses Zelebrieren ihres Reichtums ebenso. Mit dem Ende bin ich zufrieden, wenngleich ich auch da gerne eher von Konsequenzen gelesen hätte.

Ich finde es toll, hier so sexpositive Figuren im Fokus zu haben, die zusätzlich mit diversen privaten Problemen zu kämpfen haben und am Ende auf Augenhöhe und ehrlich zueinanderfinden. Bis dahin hätten mir die beiden noch ein wenig zugänglicher sein können - fast wirkte es so, als würden sie auch den Leser:innen gegenüber eine Schutzmauer wahren.

Damit ist es für mich nicht das absolute Highlight des Genres, aber ohne Zweifel der gut lesbare Roman einer Autorin, von der ich sehr gern mehr lesen würde. Auch wenn hier das ein oder andere Element noch nicht ganz ausgereift wirkte, sehe ich großes Potenzial für eine weitere Person, die Spice und Tiefgang in ihrem Schreiben vereinen kann.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Eine intensive Autofiktion, für mich etwas schwächer als der Vorgänger

Junge Frau mit Katze
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Ich habe „Lügen über meine Mutter“ GELIEBT! Entsprechend enorm waren meine Erwartungen an den inhaltlich anknüpfenden Nachfolger. Erfüllt werden konnten sie nicht ganz, doch es ist keinesfalls ein schlechter ...

Ich habe „Lügen über meine Mutter“ GELIEBT! Entsprechend enorm waren meine Erwartungen an den inhaltlich anknüpfenden Nachfolger. Erfüllt werden konnten sie nicht ganz, doch es ist keinesfalls ein schlechter Roman.

Meine Präferenz für den Vorgänger liegt einfach in meinem eigenen Leben begründet. Während mir die Geschichte über Elas Mutter, deren Körper und seiner Abwertung durch den Vater einfach so krass nah ging (und ich unglaublich viele Parallelen gesehen habe), konnte ich mich mit Elas eigener Körpergeschichte weniger identifizieren. Ich finde das aber durchaus spannend und behaupte einfach mal, dass aufgrund der vielschichtigen Betrachtung von Körpern in beiden Werken eines von beiden irgendwie allen Lesenden zusagen dürfte.

Und obwohl meine Identifikation mit der erwachsenen Ela nicht so groß war, konnte mich Dröschers Schreiben wieder für sich einnehmen. Ich kenne kaum Autor*innen, die so intensiv über Körper schreiben wie sie. Die Fokussierung auf einen chronisch kranken Körper finde ich nicht nur politisch relevant, sondern auch literarisch spannend. Medical Gaslighting und die daraus resultierende psychische Belastung können dank der klaren, eindrücklichen Sprache lesend erfahren werden. Ich musste inhaltlich immer mal wieder an eines meiner letztjährigen Highlights denken: „Gratulieren müsst ihr mir nicht“.

Neben dem Kampf der Protagonistin gegen ein medizinisches System, das ihre Symptome nicht ernst nimmt, thematisiert die Autorin wie gewohnt auch Klassismus. Das ständige Gefühl Elas, als erste Akademikerin ihrer Familie irgendwie immer fehl am Platz zu sein, wird ebenso eindrücklich beschrieben wie ihre fortschreitende Loslösung von der Mutter. Wir familiäre Prägung die Beziehung zu sich selbst und anderen prägt, ist für mich immer ein spannendes und auch persönliches Feld.

Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich mich weniger in der Geschichte wiedergefunden habe, aber der neue Roman erschien mir trotz aller sprachlicher Klarheit auch ein wenig konfus, was seine Erzählstruktur angeht. Phasenweise hing ich an den Seiten, dann gab es aber auch immer wieder Momente innerer Verwirrung. Das Autofiktionale der Geschichte hat einen ganz besonderen Charme und ich mag die kurzen Zwischenkapitel, wenngleich mir auch an der Stelle ein wenig mehr Klarheit gut gefallen hätte. Das Fiktionale verschwimmt schon enorm mit dem Realen und das kann Dröscher definitiv meisterinnenhaft schreiben. Ich denke, es ist einfach nicht immer mein Fall bzw. schien es mir im Vorgänger besser umgesetzt zu sein.

Zentral sind zudem (japanische) Literatur sowie eigenes Schreiben - nicht unbedingt Themen, die mich sonderlich mitreißen. Und doch hat es mich total fasziniert, wie sich über die Protagonistin so langsam der Werdegang Dröschers herauskristallisierte. Ihre persönliche Liebe für und ihr tiefes Wissen zu Yōko Tawadas Schaffen ist greifbar und wird durch die kurzen Zitate weiter unterstrichen. Auch, wenn es mich selbst nicht so interessiert, erkenne ich diese Detailliebe und tiefe Verbundenheit als etwas sehr besonderes an. Ein nettes Element finde ich zudem die Wahl der Kapitelüberschriften, welche hinten kurz erklärt werden.

Daniela Dröscher bleibt für mich eine Autorin, die sich durch ein unvergleichlich hohes Maß an Authentizität und Tiefgründigkeit auszeichnet. Sie liebt Literatur und das Schreiben - in jeder Zeile ist das spürbar. Auch, wenn mir der Vorgänger noch einmal deutlich besser gefallen hat, ist „Junge Frau mit Katze“ ein ergreifendes und wichtiges Werk. Ich freue mich schon auf weitere Romane!

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Ein literarisches bemerkenswertes Debüt, charakterlich anders als erwartet

Bestie
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Joana June verfolge ich schon eine Weile auf Instagram und ihre Art war mir gleich total sympathisch, weswegen ich mich umso mehr auf ihr Debüt gefreut habe. Außerdem mag ich tiefgründige, vielschichtige ...

Joana June verfolge ich schon eine Weile auf Instagram und ihre Art war mir gleich total sympathisch, weswegen ich mich umso mehr auf ihr Debüt gefreut habe. Außerdem mag ich tiefgründige, vielschichtige Charakterportraits und Geschichten, die aus mehreren Perspektiven erzählt werden, richtig gern.

Der Roman lässt sich erstaunlich gut lesen. Erstaunlich deshalb, weil er literarisch auf einem ziemlich hohen Niveau ist und sprachlich experimentelle Anteile hat. Der Stil der Erzählung wechselt immer mal wieder kurzzeitig und eigentlich bin ich davon echt kein Fan, aber das Maß war hier sehr angemessen und wird Literaturbegeisterte sicher für sich einnehmen. Gleichzeitig weiß June aber auch, ihre Worte präzise zu wählen, sodass es kein elitäres Werk ist. Dennoch ist der theaterhafte Aufbau des Romans etwas, das sich von anderen Büchern abzuheben vermag.

Spannend wird es schon beim Titel: Ist damit die Bestie im Sinne von bester Freundin gemeint oder im Sinne eines Ungeheuers? Und von einer eindeutigen Beantwortung dieser Frage sieht die Autorin ganz klar ab, so viel sei schon einmal gesagt. Auch generell eignet sich dieses Werk besonders gut für ein gemeinsames Lesen oder ein wiederholtes. Denn June versteckt immer wieder erzählerische Kleinigkeiten im Text, die beim ersten Lesen vielleicht gar nicht auffallen.

Mein Haupt-Kritikpunkt betrifft die Beziehung der beiden. Meine Erwartungen waren da wahrscheinlich einfach andere. Ich habe mich vor allem auf eine Entwicklung der Beziehung zueinander gefreut und die Sezierung ebendieser. Das gab es für mich nur abgeschwächt. Die Freundinnenschaft fand ich nicht so richtig glaubwürdig geschrieben oder zumindest war ich wiederholt irritiert über die Selbstbezeichnung der beiden. Zwischen den Protagonistinnen findet relativ wenig und überwiegend oberflächliche Kommunikation statt.

Stattdessen geht es vielmehr tief rein in die Gedankenwelt beider Frauen. Anouk gefiel mir dabei recht gut, bei Lilly fand ich das wiederum ziemlich anstrengend. Obsessive Figuren, die zudem extrem um ihre eigenen Gedanken kreisen, sind für mich ein ambivalentes Feld - manchmal mag ich das total, oft ist es mir aber auch ein wenig zu viel. Zudem zeigt Lilly ein bestimmtes Verhalten, mit dem ich nicht sonderlich gut umgehen kann, sodass ich mich da emotional immer etwas distanzieren musste.

Am Ende kommt für mich einiges an Klärung und Tiefgang dazu, gleichzeitig ging es mir aber ein bisschen zu schnell. Dadurch kamen auch einige Nebenhandlungsstränge etwas zu kurz, die ich gern noch intensiver verfolgt hätte.

Der Roman ist ziemlich echt, analysiert intensiv die Leben zweier junger Frauen, die Belastungen einer Content Creatorin und thematisiert zumindest ansatzweise parasoziale Beziehungen. Dabei schafft es June, zugleich rau und sanft zu schreiben, balanciert harte Realität und Poesie elegant aus. Feministische Themen lässt sie immer wieder kurz in die Geschichte einfließen, ich würde den Roman aber nicht grundlegend als explizit feministisch bezeichnen.

Für mich war es zwar nicht das gewünschte Highlight, aber „Bestie“ bleibt ein bemerkenswertes Debüt!

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ein Werk in gewohntem Stil, aber schwächer als seine Vorgänger

Say You’ll Remember Me
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Ich bin leidenschaftlicher Fan von Jimenez’ Romanen, weil ich ihren Humor und die starke Verhaftung im alltäglichen Leben schätze. Auch hier habe ich beides erfüllt gesehen und doch fand ich diesen Roman ...

Ich bin leidenschaftlicher Fan von Jimenez’ Romanen, weil ich ihren Humor und die starke Verhaftung im alltäglichen Leben schätze. Auch hier habe ich beides erfüllt gesehen und doch fand ich diesen Roman deutlich schwächer als die vorherigen.

Die beiden Protas sind wieder einmal vielschichtig und respektvoll miteinander. Und doch hat an der Stelle für mich dieses Mal einfach nicht alles gepasst. Einerseits finde ich es immer ausdrücklich gut, dass die männlichen Protagonisten der Autorin vulnerable Seiten haben - das trifft auch auf Xavier zu. Aber im Vergleich zu Samantha rutscht er mir viel zu stark in dieses „Ich muss mich aufopfern und alles für sie tun“-Gehabe ab, das mir ziemlich auf die Nerven geht. Genau diese Seite an ihm wird mir auch einmal zu oft betont. Er rettet Samantha vielleicht nicht im herkömmlichen Sinne, aber in Jimenez’ früheren Werken waren mir die beiden Hauptfiguren deutlich mehr auf Augenhöhe unterwegs.

Dass sich das Drama der Geschichte nicht aus den sonst so üblichen Missverständnissen und Kommunikationsschwächen speist, sondern aus der herausfordernden Lebensrealität, finde ich wieder gut gewählt. Ich muss aber auch hier sagen, dass es mir zwischen den beiden zu glatt lief und es streckenweise fast etwas zäh war. Gleichzeitig finde ich die Repräsentation von Demenzkranken und deren familiärer Pflege ganz toll. Auch interessant gezeichnete Nebenfiguren sind nach wie vor eine klare Stärke der Autorin.

Wie gewohnt und gehofft, ist der Humor der Geschichte toll geschrieben und trifft einfach meinen Geschmack. Er ist subtil, alltagsbezogen und in einem guten Maß eingebunden. Spice nimmt kaum Raum ein, aber auch das bin ich von Jimenez gewohnt. Dahingehend bin ich also auch gar nicht enttäuscht.

Schon nach den ersten paar Seiten war ich zudem begeistert von dem Tierarzt-Trope. Sanftheit gegenüber Tieren ist mein absoluter soft spot und darüber hinaus fand ich die Einblicke in den Job toll. ABER: Mir wird es nie in den Kopf gehen, wie Menschen einerseits so klar den Wert des Haustierlebens erkennen und sich dann zu jeder Mahlzeit ein totes Tier einverleiben können. Tiere zu essen ist ja leider, leider absoluter Standard in unserer Gesellschaft und damit eben auch in Büchern. Aber bei diesem Thema erwarte ich einfach ein ganz anderes Level an Sensibilität und Konsistenz. Das hat mich schon herb enttäuscht.

Super streng bewerte ich dennoch nicht, weil die Autorin ihrem Stil hier treu geblieben ist und Fernbeziehungen als Trope glaube einfach nicht mein persönlicher Fall sind. Die ernsten Themen finde ich wieder lobenswert eingebunden, sodass ich den Roman für Fans der Autorin in jedem Fall empfehle. Wer sie noch nicht kennt, sollte vielleicht eher zu einem früheren Werk greifen.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein fein beobachteter, stiller Roman über Selbstfindung - mit all ihrem Schmerzhaften und Schönen

Blaue Tage
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Als ich gelesen habe, dass es bei „Blaue Tage“ eine queere Storyline gibt, war ich sehr vorfreudig auf den Roman. Und er hat mich mit seiner stillen Beobachtungsgabe auch überzeugt, obwohl vielleicht besser ...

Als ich gelesen habe, dass es bei „Blaue Tage“ eine queere Storyline gibt, war ich sehr vorfreudig auf den Roman. Und er hat mich mit seiner stillen Beobachtungsgabe auch überzeugt, obwohl vielleicht besser vor der Lektüre klar sein sollte, dass es sich hier nicht um ein dramagetriebenes Werk handelt.

In diesem Kammerspiel befinden sich die beiden Schwestern Leo und Emma zusammen mit ihren Partnern und ihrem Vater 10 Tage lang auf einem Katamaran (ja, ich musste googeln, wie so etwas aussieht). Während der Vater in den vergangenen zwei Jahren eher mit Abwesenheit glänzte und die Beziehung zu seinen Töchtern entsprechend auf wackeligen Beinen steht, haben Leo und Emma ganz andere private Hürden, die sich zudem gegenseitig verstärken. Emma möchte nämlich unbedingt ein Kind mit Onur, doch scheint es nicht zu klappen. Karl wiederum möchte ein Kind mit Leo, deren innere Entwicklung wir als Lesende direkt miterleben dürfen.

Es kracht nicht in diesem Roman, die Konflikte sind unterschwellig, werden jedoch zeitnah adressiert. Gerade auch das Innenleben des Vaters hat mich überzeugt. Wer großes Familiendrama sucht, wird hier nicht fündig. Stattdessen beobachtet der Roman sehr fein die Dynamiken innerhalb von Familien und Beziehungen. Das macht ihn eher leise und das Lesen vielleicht etwas langsamer, doch eben auch sehr lebensnah.

Leo empfand ich als eine so unglaublich authentische Figur in ihren Reflexionen zur Kinderfrage und der eigenen Sexualität. Dank so mancher popkulturellen Referenz könnten wir nämlich denken, dass ein inneres Coming-Out mit einem großen Knall passiert, dabei ist es oft so viel subtiler und auch durchaus von ambivalenten Gefühlen begleitet. Auch die eigene Entscheidung zu Kindern, insbesondere eine gegen sie, wird wohl in den seltensten Fällen leichtfertig gefällt. Ich habe Leos Emotionen regelrecht greifen können und denke, dass der Roman gerade auch für Late Bloomers richtig heilsam sein kann.

Was mich beim Lesen etwas angestrengt hat, waren die Fachbegriffe zu Booten und zum Segeln. Ein kleines Glossar am Ende hätte mir hier gut gefallen, da es schon recht viel Raum einnimmt. Außerdem lebt die Geschichte durchaus relevant von ihren Leerstellen, die wir entweder selbst füllen oder akzeptieren müssen. Und nicht zuletzt hätte ich die Skipperin Alex gern noch etwas vielschichtiger kennengelernt - aber sie gehört natürlich auch nicht zur zentralen Familie, wenngleich sie auch eine enorm wichtige Rolle spielt.

Abgesehen davon ist „Blaue Tage“ ein sensibler, kurzer Roman über das Finden des eigenen Weges fern von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen.

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