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Veröffentlicht am 10.08.2025

Fanherzhüpfen

Die Auferstehung
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Seit über 40 Jahren ist bei den Drei Fragezeichen die Zeit stehengeblieben. So kennen und lieben wir sie. Aber bestimmt jeder Fan, der mit ihren Geschichten groß geworden ist, hat sich schon einmal die ...

Seit über 40 Jahren ist bei den Drei Fragezeichen die Zeit stehengeblieben. So kennen und lieben wir sie. Aber bestimmt jeder Fan, der mit ihren Geschichten groß geworden ist, hat sich schon einmal die Frage gestellt, wie wären sie wohl, wenn sie, wie auch wir, gealtert wären. Andreas Eschbach hat die Herausforderung angenommen sie altern zu lassen. Eine große Herausforderung wie ich finde. Wir begegnen Justus, Peter und Bob als erwachsene, gestandene Männer. Eine halbe Lebensgeschichte liegt hinter ihnen. Ermittelt haben sie seit ihrer Jugend nicht mehr. Doch als plötzlich die Tochter eines alten Freundes, die sieben Jahre im Urwald verschollen war und als tot galt, wieder in der Zivilisation auftaucht, stellt sich die Frage: Handelt es sich hier um eine Auferstehung oder um ein anderes Geheimnis? Ich konnte mich mit den älter gewordenen Drei Fragezeichen sehr gut anfreunden. Bestimmt hat jeder seine Vorstellung davon, was aus den Charakteren geworden ist. Für mich hat es so aber alles gepasst. Ich habe mich tierisch darüber gefreut alte Verhaltensweisen an ihnen wiederzufinden und auch Altbekanntem aus früheren Fällen wieder zu begegnen. Das Buch hat sich richtig schnell gelesen. Die Kapitel sind kurz, so wie es auch in den Kinderbüchern der Fall ist und es ist geprägt von häufigen Perspektivwechseln, was das Tempo und die Spannung erhöhten. Viele Element, wie Peters Dietrichset, Justus Kneten der Unterlippe oder Justus Chauffeur haben mein Fanherz hüpfen lassen. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch bei den Fans kontrovers diskutiert wird, aber mir hat es sehr gut gefallen und ich würde mich freuen mehr davon zu lesen.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Großartige düstere Atmosphäre

Schattengrünes Tal
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Wir befinden uns in einem kleinen familiengeführten Hotel im Nordschwarzwald. Der Ort liegt, wie so viele im Nordschwarzwald in einem Tal, umgeben von Wäldern. Wer schon einmal da war weiß, dass es wunderschön, ...

Wir befinden uns in einem kleinen familiengeführten Hotel im Nordschwarzwald. Der Ort liegt, wie so viele im Nordschwarzwald in einem Tal, umgeben von Wäldern. Wer schon einmal da war weiß, dass es wunderschön, bei trübem Wetter aber auch düster, neblig und mystisch dort sein kann. Das Hotel ist ganz schön in die Jahre gekommen. Lisa versucht ihrem Vater zu helfen, wo sie kann, hat viele Ideen für das Hotel. Aber ihr Vater Carl ist ein Patriarch, der sich von ihr nichts sagen lassen will und lieber Anweisungen gibt als Ratschläge entgegenzunehmen. Mitten in dieser Szenerie taucht plötzlich eine Frau auf. Sie mietet sich in einem der Zimmer ein und scheint verloren und hilfebedürftig. Wie es ihre Art ist, will Lisa ihr helfen. Doch schon bald, verändern sich um sie herum all ihre Beziehungen zu Freunden, Familie, selbst zu ihrem Ehemann Simon. Daniela scheint ihre Finger im Spiel zu haben und Unheil zieht durch den Schwarzwald. Kristina Hauff schafft es bereits auf den ersten Seiten eine düstere unheilschwangere Atmosphäre zu schaffen. Das Buch ist fernab von jeglicher Länge. Jede Seite erzeugt Spannung und Sogwirkung. Ich habe es fast in einem Rutsch gelesen. Es hat mich unheimlich gefesselt. Die Autorin ist einfach Weltmeisterin, dass subtile Böse zu beschreiben. Es lauert hinter jeder Begegnung, jedem Wort und macht uns ungläubig und fassungslos. Und dennoch ist es nicht unwahrscheinlich oder unrealistisch, sondern etwas Nahbares. Genau aus diesem Grund lässt es Gänsehaut entstehen. Ein ganz unglaublich hervorragend erzählte Geschichte mit viel Spannung und Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Es leben die 80er Jahre

Glitterschnitter
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Herr Lehmann ist zurück. So will er aber nicht genannt werden, auch nicht Frankie oder der kleine Bruder vom großen Lehmann. Sondern einfach nur Frank. Er putz im Café Einfall, wird aber von Erwin auch ...

Herr Lehmann ist zurück. So will er aber nicht genannt werden, auch nicht Frankie oder der kleine Bruder vom großen Lehmann. Sondern einfach nur Frank. Er putz im Café Einfall, wird aber von Erwin auch gerne für alles andere eingesetzt. Und doch ist er hier in der Wiener Straße nur eine Randfigur, die jedoch auch ihre Auftritte bekommt. Hauptsächlich begleiten wir das Künstlervolk. H.R. Ledigt baut eine IKEA-Musterwohnung nach, aus der Kneipe Intimfrisur möchten die Wiener P. Immel und Kacki ein Wiener Kaffeehaus machen und die neue Band Glitterschnitter wird gegründet, in der selbst die Bohrmaschine als Instrument herhalten muss. Während Erwins Nichte Chrissie versucht ihre Mutter und deren neuen Freund Wiemer loszuwerden.
Ich liebe die Texte von Sven Regener. Die spaghettiartigen Gedankengänge seiner Protagonisten, die sich um die Logikgabel drehen und mit einem überraschenden Genuss enden. Da darf dann auch gerne mal geblödelt werden und der Eierschneider mit auf die Bühne. Ist ja schließlich alles Kunst in der ArtArsch Galerie. Ich habe das Buch sehr genossen und die Zeitreise in die 80er Jahre gefeiert. Jedes Mal, wenn ich das Buch zu Hand nahm, hatte ich ein Lächeln auf dem Gesicht. Ich kann mir vorstellen, dass es dem ein oder anderem vielleicht zu wild ist, aber für mich ist es genau richtig. West-Berliner Kneipen Gelaber, so wie es sich gehört. Ich liebe es einfach!

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Mein Thrillerjahreshighlight

Himmelerdenblau
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Theo ist 74 Jahre, als und an Demenz erkrankt. Bevor er völlig in das Vergessen abtaucht, ist sein sehnlichster Wunsch, herauszufinden was vor 20 Jahren mit seiner 16-jährigen Tochter Julie geschehen ist. ...

Theo ist 74 Jahre, als und an Demenz erkrankt. Bevor er völlig in das Vergessen abtaucht, ist sein sehnlichster Wunsch, herauszufinden was vor 20 Jahren mit seiner 16-jährigen Tochter Julie geschehen ist. Sie wurde damals aus ihrem Elternhaus entführt. Als sich das Verbrechen zum zwanzigsten Mal jährt, nehmen die beiden True Crime Podcaster Liv und Phil den Fall auf. Liv möchte Theo helfen seine Julie zu finden und ihm diesen letzten Wunsch zu erfüllen.
Oh man, dass war ein Thriller!!! Ich bin noch ganz geflasht! Romy Hausmann knüpft für mich damit an ihren Erfolgsthriller „Liebeskind“ an. Die Story hat genau das richtige Tempo und switched zwischen den Protagonisten hin und her. Wir befinden uns mitten in ihren Köpfen und lauschen ihren Gedanken. Auch den teilweise etwas wirren und verdrehten Gedanken des demenzkranken Theos. Aber alle erzählen uns nur, was sie uns erzählen wollen, ganz hinter die Fassade lassen sie uns zunächst nicht blicken und so gibt es nach und nach immer mehr Enthüllungen. Mit keiner davon habe ich gerechnet. Somit wurde ich mehrfach kalt erwischt und habe fassungslos weitergelesen. Ich kann nur sagen, dies war mein bisheriges absolutes Thrillerjahreshighlight! Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und bin total begeistert. Freut euch drauf, es ist großartig!

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Überraschend Vielseitig

Abenteuer in der Oberlausitz - Lilly, Nikolas und die geheimnisvollen Fremden
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Es geht wieder in den Urlaub mit Lilly, Nikolas und ihren Eltern. Dieses Mal verschlägt es uns in die Oberlausitz. Da ein Teil meiner Familie dort seine Wurzeln hat, fand ich es spannend mehr über die ...

Es geht wieder in den Urlaub mit Lilly, Nikolas und ihren Eltern. Dieses Mal verschlägt es uns in die Oberlausitz. Da ein Teil meiner Familie dort seine Wurzeln hat, fand ich es spannend mehr über die Region und die Menschen dort zu erfahren und meiner Tochter etwas davon zeigen zu können. Und wir konnten uns tatsächlich sehr überraschen lassen. Die Region hat viele interessante Attraktionen, die zum Entdecken einladen. So manche Filmkulisse ist hier zu entdecken, aber auch sagenhafte Naturschauplätze, Burgen und Städte. Wohl jeder kennt die Herrnhuter Sterne, aber wer kennt schon die Geschichte dahinter oder den Ort, aus dem sie stammen. Besonders toll fanden wir auch das Baumhaushotel in Turisede und die Schmalspurbahn. Wie in jedem der Bücher, sind die Ausflugstipps in eine spannende Geschichte verwoben. So macht das (Vor-)lesen auch den Kleinsten Spaß. Richtig schön fanden wir auch wieder die Illustrationen, besonders wenn sie gleich eine ganze Seite schmücken. Die ganze Aufmachung des Buches mit der schönen Bindung und dem Lesebändchen macht wirklich was her und wirkt hochwertig und langlebig. Wir haben nun richtig Lust bekommen diese Region mit Lilly und Nikolas zu entdecken. Dieses Reiseziel wandert auf unsere Wunschurlaubsliste!

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