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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2025

kein Thriller, aber ein sehr medizinisch verfasster Krimi.

Mit kalter Hand
1

Dieses Mal geht es um zwei Fälle. Ein Pferderipper treibt sein Unwesen und im Spandauer Forst werden Leichenteile in unterschiedlichen Stadien der Verwesung entdeckt.

Sabine Yao ist Rechtsmedizinerin ...

Dieses Mal geht es um zwei Fälle. Ein Pferderipper treibt sein Unwesen und im Spandauer Forst werden Leichenteile in unterschiedlichen Stadien der Verwesung entdeckt.

Sabine Yao ist Rechtsmedizinerin in der entsprechenden Spezialeinheit Extremdelikte des BKA. Sie steht der Ermittlerin Monti zur Seite. Wie immer bei Tsokos ist dieser Krimi nach einer wahren Begebenheit verfasst. Bei den hippologischen Morden bekommt Yao Hilfe von einem Profi, der sich rechtsmedizinisch mit Tieren auskennt.


Zuerst einmal: Dies hier ist kein Thriller, aber ein sehr medizinisch verfasster Krimi. Die Spannungsbögen sind zwar gut gesetzt, aber die Wirkung verfliegt nach ein paar Seiten, weil die medizinischen Aspekte deutlich höher gewichtet sind als zum Beispiel der vermutlich psychisch kranke Täter und seine Beweggründe. Yao befasst sich zwar auch mit ihm, aber irgendwie springt der Funke nicht so über. Die Tierquälerei bei den Kapiteln rund um die ermordeten Pferde ging mir gewaltig nahe. Als Reiterin sowieso und auch als Tierfreundin schockte mich das Ausmaß. Und die Verknüpfung mit den Aussagen des Veterinärs war i guten Sinne sehr interessant. Auch, dass diese für die Figur der Yao völlig neu war, ergab einen guten Einstieg für Lesende.
Alle Figuren werden so beschrieben, dass man sich sie und ihr Handeln, ihre Denkweise, gut vorstellen kann und mit ihnen quasi „mitgeht“. Doch, dieser Krimi ist durchaus gut zu lesen – wenn man sich für medizinische Fachkenntnisse sehr interessiert und für die Arbeit des BKA. Und er ist wirklich nichts für schwache Nerven!

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Amüsant

Die kleine Auszeit in den Bergen
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Lena ist Yogalehrerin und lebt auf einer Almhütte, allerdings läuft das Geschäft nur mittelmäßig. Daher versucht sie ein neues Konzept und bietet für wenige Städter pro Woche ein Selbstfindungsretreat ...

Lena ist Yogalehrerin und lebt auf einer Almhütte, allerdings läuft das Geschäft nur mittelmäßig. Daher versucht sie ein neues Konzept und bietet für wenige Städter pro Woche ein Selbstfindungsretreat an. Die Leute sind nicht nur angestrengt sondern auch anstrengend für Lena. Es läuft also anders als ursprünglich gedacht, wie fast immer. Und das Leben kommt auch dazu. Ein Schneesturm bringt unverhoffte Gäste und einige Affären kommen in Gang... Dennoch schafft Lena das, was sie eigentlich - also, ureigentlich, erreichen möchte.


Die Typen, die sich da um Lena scharren, um Impulse für ein gelasseneres Leben zu ergattern, sind richtig gut beschrieben. Man kann sie sich bildlich vorstellen. Auch, wie auf einmal Alkohol den Weg in die Hütte findet, wie sich Leute gegenseitig anziehen und wieder abstoßen, ist herrlich kurzweilig beschrieben. Dazu Lenas Bemühungen dem Ganzen Herr zu werden und die kleinen Dinge, die auch noch ohne Zutun dazu kommen. Es ist ein netter, amüsanter Wohlfühlroman!

Veröffentlicht am 18.06.2025

Unterhaltsam und anregend

Die Schneiderei in der Fliedergasse - Große Träume
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Susanne und Leonard sind Zwillinge, gerade erwachsen und wollen die Wünsche ihre verstorbenen Vaters erfüllen. Sie leben in der Tübinger Altstadt in einem Haus, dass die Stadt als erhaltenswürdig ansieht ...

Susanne und Leonard sind Zwillinge, gerade erwachsen und wollen die Wünsche ihre verstorbenen Vaters erfüllen. Sie leben in der Tübinger Altstadt in einem Haus, dass die Stadt als erhaltenswürdig ansieht und von ihrer Familie erwartet, dass sie den Giebel und die Fassade restauriert und erhält. Das stellt ihre Mutter vor finanzielle Probleme. Zum Glück hat sie ihre Kinder! Denn die überlegen zusammen mit neuen Bekannten, wie man an Fördergelder herankommen könnte. Das Haus gehört seit Generationen der Familie.

Was hier interessant ist, sind zum Einen die 1970-er Jahre und das Leonard schwul ist, wobei er Mädchen sehr mag, aber eben nicht zum Verlieben. Er studiert Jura, schneidert aber für sein Leben gerne und zeichnet Kostüme für verschiedene Theater-AGs. Susanne hilft ihm mit ihren Lateinkenntnissen beim Studium und merkt, dass sie gerne einen beruflichen Rollentausch hätte. Was zu dieser Zeit durchaus möglich gewesen wäre, aber sich in diesem Band leider noch nicht vollzieht. Vielleicht später? Denn dieser Auftaktband ist sehr interessant gestaltet und man lernt auch Tübingen und das Umland etwas kennen. Die Schreibe ist gut und der Roman unterhält gut.

Veröffentlicht am 01.06.2025

Nett

Ein Sommer für zwei
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David ist Tierarzt und es zieht in ein sehr verschlafenes, idyllisches Dorf in Cornwall. Er lebt ziemlich zurückgezogen und wirkt auf seine Tierarzthelferin Shauna ziemlich arrogant. Sie ist das genaue ...

David ist Tierarzt und es zieht in ein sehr verschlafenes, idyllisches Dorf in Cornwall. Er lebt ziemlich zurückgezogen und wirkt auf seine Tierarzthelferin Shauna ziemlich arrogant. Sie ist das genaue Gegenteil von ihm: lebenslustig, extrovertiert.

Als Shauna eine neue Wohnung braucht, bietet David ihr und ihrem Hund Unterschlupf. Jetzt lernt sie ihn besser kennen und verguckt sich in ihn. Aber sie hat ein Geheimnis und weiß immer noch nicht, warum er ausgerechnet hier praktiziert…
Es ist ein sehr leichter Wohlfühlroman für einen Tag im Garten oder am Strand bestens geeignet. Idyllische Landschaften, eine nette Liebelei, ein paar Untersuchungen und ein, zwei Geheimnisse. Nichts Weltbewegendes, eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Nette Bettlektüre

Herzfischer - Strandträume in Greetsiel
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Übergriffige "Tanten" in Ostfriesland gibt es wirklich. Meist ältere Nachbarinnen, die ein gutes Auge über die gesamte Nachbarschaft werfen. Oft sorgen sie auch dafür, das Einbrecher keine Chance haben. ...

Übergriffige "Tanten" in Ostfriesland gibt es wirklich. Meist ältere Nachbarinnen, die ein gutes Auge über die gesamte Nachbarschaft werfen. Oft sorgen sie auch dafür, das Einbrecher keine Chance haben. Neugierig, kenntnisreich und übergriffig in mancher Hinsicht. Eine davon lernt die Hauptfigur Katharina kennen und auch schätzen, wobei sie ihr des Öfteren gehörig auf die Nerven geht.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich rund. Kluge, junge Anwältin verguckt sich in extrem maulfaulen Fischer, der allerdings auch etwas auf dem Kasten hat und äußerst langsam auftaut. Dann aber - holla, die Waldfee! Die Rahmenhandlung ist ein bisschen wüst, wenig realistisch und ging mir ziemlich bald auf die Nerven. Vor allem als sich ihr Vater noch als sehr übergriffig herausstellt. Alles in allem ein Liebesroman, den man gut als Bettlektüre nutzen kann.

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