kein Thriller, aber ein sehr medizinisch verfasster Krimi.
Mit kalter HandDieses Mal geht es um zwei Fälle. Ein Pferderipper treibt sein Unwesen und im Spandauer Forst werden Leichenteile in unterschiedlichen Stadien der Verwesung entdeckt.
Sabine Yao ist Rechtsmedizinerin ...
Dieses Mal geht es um zwei Fälle. Ein Pferderipper treibt sein Unwesen und im Spandauer Forst werden Leichenteile in unterschiedlichen Stadien der Verwesung entdeckt.
Sabine Yao ist Rechtsmedizinerin in der entsprechenden Spezialeinheit Extremdelikte des BKA. Sie steht der Ermittlerin Monti zur Seite. Wie immer bei Tsokos ist dieser Krimi nach einer wahren Begebenheit verfasst. Bei den hippologischen Morden bekommt Yao Hilfe von einem Profi, der sich rechtsmedizinisch mit Tieren auskennt.
Zuerst einmal: Dies hier ist kein Thriller, aber ein sehr medizinisch verfasster Krimi. Die Spannungsbögen sind zwar gut gesetzt, aber die Wirkung verfliegt nach ein paar Seiten, weil die medizinischen Aspekte deutlich höher gewichtet sind als zum Beispiel der vermutlich psychisch kranke Täter und seine Beweggründe. Yao befasst sich zwar auch mit ihm, aber irgendwie springt der Funke nicht so über. Die Tierquälerei bei den Kapiteln rund um die ermordeten Pferde ging mir gewaltig nahe. Als Reiterin sowieso und auch als Tierfreundin schockte mich das Ausmaß. Und die Verknüpfung mit den Aussagen des Veterinärs war i guten Sinne sehr interessant. Auch, dass diese für die Figur der Yao völlig neu war, ergab einen guten Einstieg für Lesende.
Alle Figuren werden so beschrieben, dass man sich sie und ihr Handeln, ihre Denkweise, gut vorstellen kann und mit ihnen quasi „mitgeht“. Doch, dieser Krimi ist durchaus gut zu lesen – wenn man sich für medizinische Fachkenntnisse sehr interessiert und für die Arbeit des BKA. Und er ist wirklich nichts für schwache Nerven!