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Veröffentlicht am 22.08.2025

Schräge Story mit derbem Humor

How to Become the Dark Lord and Die Trying
1

Zum Inhalt:
Laut Prophezeiung ist Davi die langerwartete Heldin, die die Menschheit vor dem Dark Lord, dem Fürsten aller bösen Kreaturen, retten wird. Doch sie scheitert und stirbt immer wieder. Und jedes ...

Zum Inhalt:
Laut Prophezeiung ist Davi die langerwartete Heldin, die die Menschheit vor dem Dark Lord, dem Fürsten aller bösen Kreaturen, retten wird. Doch sie scheitert und stirbt immer wieder. Und jedes Mal wacht sie an derselben Stelle wieder auf, um den nächsten Versuch zu starten. Insgesamt 237-mal. Doch dann kommt die Erleuchtung: Wozu das Ganze, wenn sie doch selbst zum nächsten Dark Lord werden könnte? Doch der Anfang ist schwer, wenn man zunächst inmitten einer Bande von Orks landet...

Meine Leseerfahrung:
Ich weiß nicht, was ich erwartet habe. Wahrscheinlich ein weiteres Fantasy-Buch mit einer schillernden Hauptfigur und mit vielen dunklen Gestalten, jede Menge Action und Magie. Nun ja, war alles drin, und doch lässt sich dieses Buch einfach nicht in die gewöhnliche Fantasy-Sparte einreihen. Django Wexler sagt selbst, dass dieser Roman ein Projekt war. Womöglich wusste er anfangs auch nicht, wohin die Reise geht. So fühlt es sich nämlich durchgehend an. Man darf das Buch einfach nicht ernst nehmen und sich völlig auf die alberne und schräge Geschichte einlassen. Ich habe auch erst ein wenig gebraucht, mich in der Story zurecht zu finden. Danach fing der Spaß aber so richtig an.

Wexler hat sich vom sog. japanischen Isekai-Trend in Animes inspirieren lassen: Ein Mensch aus der aktuellen Zeit wird dabei in eine Fantasywelt versetzt, wie wir es hierzulande beispielsweise von "Alice im Wunderland" kennen. Doch die Hauptfigur Davi ist kein bisschen wie Alice, vielmehr ist sie eine Antiheldin mit seltsamen Attitüden und derbem Humor. Stellenweise fragt man sich, ob Davi tatsächlich eine Frau ist, weil sie oftmals sehr abgestumpft, schamlos und hartgesotten rüberkommt. Aber das muss sie wohl auch sein, wenn sie inmitten von bösen Kreaturen überleben und schließlich der nächste Dark Lord sein will.

Die ganze Story und Erzählweise war zwar schräg und gewöhnungsbedürftig, es hat aber nicht an Unterhaltung gemangelt. Daher werde ich ganz sicher auch die Fortsetzung lesen. Wer derben Humor aber nicht ertragen kann, sollte hier die Finger von lassen. Die Triggerwarnung am Ende des Buches ist absolut berechtigt.

Fazit:
"How to become the Dark Lord and die trying" von Django Wexler ist ein ungewöhnlicher Fantasyroman mit einer derben satirischen Note. Sicher nicht jedermanns Sache, aber abseits jeglicher festgefahrener Fantasyklischees!

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Toxische Vampirliebe

Bury Our Bones in the Midnight Soil
1

Zum Inhalt:
Maria wird im Spanien des frühen 16. Jahrhunderts geboren, muss einen spanischen Adligen heiraten und lernt eine mysteriöse Witwe kennen, die ihr zur Freiheit verhilft.
Die Schottin Alice ...

Zum Inhalt:
Maria wird im Spanien des frühen 16. Jahrhunderts geboren, muss einen spanischen Adligen heiraten und lernt eine mysteriöse Witwe kennen, die ihr zur Freiheit verhilft.
Die Schottin Alice dagegen kämpft sich 2019 durch ihre College-Zeit in den USA und versucht, ihre Ängste und Hemmungen zu überwinden. Letztendlich landet sie bei einem One-Night-Stand, der ihr leben auf den Kopf stellt. Doch was diese ungleichen Frauen verbindet ist die Geschichte der jungen Charlotte, die 1827 in die Londoner Gesellschaft einheiraten soll und stattdessen mit einer ungewöhnlichen Adligen jahrzehntelang durch Europa reist.
Sie alle drei gieren nach Freiheit und Liebe, und ziehen dabei eine blutige Spur nach sich...

Meine Leseerfahrung:
Bei V.E. Schwab lese ich mir möglichst nie den Klappentext durch, um mir nicht den Überraschungsmoment zu verderben. Es reicht, dass ich weiß, dass es wieder einmal ein ungewöhnliches Fantasybuch sein wird. "Addie LaRue" und "Galant" haben mich insoweit davon überzeugt, dass Schwab mit ihrem poetischen Schreibstil jede Geschichte zum Leuchten bringt.

Diesmal geht es um junge Frauen, die sich nicht unbedingt an gesellschaftliche Normen anpassen wollen. Mir hätten hier emanzipierte weibliche Persönlichkeiten durchaus schon gereicht. Schwab geht aber einen Schritt weiter und verpasst jeder weiblichen Hauptfigur eine queere Natur. Damit sind die Figuren als Frauen durch die Jahrhunderte hinweg nicht bereits auf Grund des eigenen Geschlechts auf der Verliererseite, sondern und insbesondere auf Grund ihrer sexuellen Neigungen. Spätestens mit dem Erscheinen von Alice in 2019 merkt man beim Lesen, dass die Autorin womöglich autobiographische Details in ihren Roman hat einfließen lassen. Das wiederum macht die Geschichte so authentisch. Es sind mittlerweile über 500 Jahre vergangen und es ist immer noch nicht selbstverständlich, wen oder wie man liebt.

Ich bin kein Fan von LGBTQ-Literatur, weil ich mich zuweilen im Fantasy-Genre davon erschlagen fühle. Persönlich hätte ich mir auch wenigstens eine heterosexuelle Beziehung bei den Hauptfiguren gewünscht. Aber wenn man an die Klassiker wie Carmilla oder die Vampirromane von Anne Rice denkt, sind homoerotische Beziehungen nicht ungewöhnlich im Vampirismus. Daher fand ich die Konstellationen hier nicht erzwungen oder gestellt. Vielmehr machen sie sehr deutlich, mit welchen Gefahren die weiblichen Protagonisten zu kämpfen haben und wie sie durch die Zeit alles durchstehen, ja sogar überleben. Wer aber auf eine Unterscheidung von Gut und Böse hofft, könnte hier enttäuscht werden. Denn alle drei Frauen sind komplexe Persönlichkeiten, die schlimme Dinge tun.

"Bury our Bones in the Midnight Soil" gehört für mich zu den besseren Werken von V.E. Schwab. Ich werde ganz sicherlich noch weitere Bücher der Autorin lesen.

Fazit:
Ein poetisch erzählter Vampirroman über drei Frauen, die auf die verschiedensten Arten versuchen, ihren Hunger zu stillen. Brutal, ehrlich und voller Emotionen! Damit kann sich "Bury our Bones in the Midnight Soil" unter den besten Vampirstorys der letzten Jahrzehnte einreihen.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Ruhiger Auftakt zu einer historischen Krimiserie

Der Tote in der Crown Row
1

Zum Inhalt:
London 1901: Im Temple-Bezirk, dem traditionsreichen Zentrum der englischen Rechtswelt, findet der Anwalt Sir Gabriel Ward eine Leiche, und zwar direkt vor der Tür seiner Kanzlei. Die Londoner ...

Zum Inhalt:
London 1901: Im Temple-Bezirk, dem traditionsreichen Zentrum der englischen Rechtswelt, findet der Anwalt Sir Gabriel Ward eine Leiche, und zwar direkt vor der Tür seiner Kanzlei. Die Londoner Polizei hat dort aber keine Befugnisse und kann in diesem Mordfall nicht ermitteln. So soll Ward sich mit der Aufklärung befassen. Doch der Fall ist sehr brisant, denn bei dem Mordopfer handelt es sich um den Lordoberrichter Lord Dunning. Äußerst suspekt ist auch die Tatsache, dass die Leiche mit nackten Füßen gefunden wurde. Je mehr Ward sich in den Fall reinarbeitet, desto mehr dunkle Geheimnisse kommen ans Licht...

Meine Leseerfahrung:
Historische Krimis finde ich erst dann packend, wenn auch viel Wissen und Hintergrundinfos zu der damaligen Zeit vermittelt werden. Das schafft Sally Smith mit ihrem Debüt mit Elan. Schließlich verfügt sie als Kronanwältin, die im Temple-Bezirk lebt und arbeitet, sicherlich über genug Material, das sie als Autorin gut verwenden kann. "Der Tote in der Crown Row" gibt uns neben einem spannenden Mordfall auch einen umfassenden Einblick in den Temple-Bezirk und die Mentalität der dort arbeitenden Menschen zu Zeiten der Jahrhundertwende.

Der Anfang hat mich schnell gepackt. Ohne Umschweife ist man als Leser mittendrin im Ermittlungsverfahren und kann miträtseln. Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet. Sir Gabriel Ward habe ich von vornherein liebgewonnen. Er ist intelligent, aufmerksam und zeigt eine überaus angenehme menschliche Seite mit sozialen Komepetenzen. Dass er zudem noch gewisse Ticks wie das Ordnen und Strukturieren seines Umfelds hat, machen ihn für mich zusätzlich sympathisch. Im Laufe der Geschichte baut er seine empathischen Fähigkeiten noch weiter aus und zeigt öfter starkes Einfühlungsvermögen, was seiner schrulligen Außenseiterhaltung entgegensteht.

Dann kommt ein zweiter Fall hinzu, den Ward als Anwalt mitbetreut, und die Geschichte wird etwas konfus. Die Verbindung zum Hauptfall erschließt sich am Anfang noch nicht. Auch sorgen diese Leseabschnitte eher für Ablenkung vom eigentlichen Fall und für langatmige Stellen, die man sicherlich auch hätte kürzen oder gänzlich vermeiden können. Erst ab dem zweiten Drittel der Geschichte kommt dann endlich mehr Fahrt auf. Aufschlussreiche Dialoge und überraschende Wendungen runden den cosy Krimi gut ab.
Für Sally Smith ist "Der Tote in der Crown Row" der allererste Roman. Daher kann ich über einige schwache Stellen hinwegsehen und hoffe, dass der zweite Teil mich noch mehr überzeugt. Ich bleibe auf jeden Fall dran.

Fazit:
Sally Smith liefert mit ihrem Debüt einen soliden Auftakt mit leichten Schwächen, der dennoch für unterhaltsame Lesestunden sorgt. Cosy Crime mit Wohlfühlcharakter!

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Neue Geschichte aus der Minecraft-Welt

Minecraft Erste Leseabenteuer – Alles auf Anfang!
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Zum Inhalt:
Morton, Jodi und ihre Freunde kommen an eine neue Schule, wo sich das Einleben als schwierig gestaltet. Doch was sie weiterhin zusammenhält, ist das Spielen von Minecraft. Hier erleben sie ...

Zum Inhalt:
Morton, Jodi und ihre Freunde kommen an eine neue Schule, wo sich das Einleben als schwierig gestaltet. Doch was sie weiterhin zusammenhält, ist das Spielen von Minecraft. Hier erleben sie neue Abenteuer, als sie versuchen, dem Magier-Jungen, einem Computer-Avatar, durch die Gefahren der Minecraft-Welt zu helfen. Denn der verhält sich wie ein Neuling ohne jegliche Kenntnisse über das Spiel. Den Freunden bleibt jedoch nicht viel Zeit, weil in der realen Welt der Schulleiter mit der Abschaltung der Server droht...

Meine Leseerfahrung:
Ich habe keinerlei Erfahrungen mit dem Minecraft Spiel an sich. Aber unsere Jungs spielen es hin und wieder auf der Switch. Daher ist Minecraft ein beliebtes Thema bei uns. Kinder bekommt man eher zum Lesen, wenn man ihnen ein Buch mit einem Thema gibt, das sie auch wirklich interessiert. Unser Großer war zunächst begeistert, dann jedoch skeptisch, weil es doch viel Text zu lesen gibt. Er bevorzugt normalerweise eher die Comics von Minecraft. Einmal angefangen war er aber sofort in der Geschichte. 

Am Anfang werden zunächst die Charaktere mit entsprechenden Bildern vorgestellt. Nach einem kurzen spannenden Prolog startet die Geschichte um die Geschwister Morton und Jodi und ihre Freunde, die ihren ersten Tag auf der neuen Schule zu bewältigen haben. Super finde ich, dass hier sehr kindgerechte reale Themen eingearbeitet werden, die Kinder tatsächlich auch betreffen bzw. interessieren. Nebenbei lernen sie Tipps und Tricks über die Minecraft-Welt.

Das Buch wird zwar ab 7 Jahren empfohlen, es ist aber mE kein Erstleserbuch. Dafür ist der Text doch recht viel und nicht so einfach, auch wenn einige Sätze in einer anderen Schriftform und -größe hervorgehoben sind. Unser Großer ist in der 3. Klasse und hat gerade erst das Lesen so stark verinnerlicht, dass er sich allein mit dem Buch zurückzieht. Für unseren Erstklässler sind aktuell vielmehr die Illustrationen interessant, während wir ihm solche Geschichten eher vorlesen. Dafür eignet sich dieses Buch ganz gut. Die Story ist lustig, spannend und lehrreich, was insbesondere die Minecraft-Welt anbelangt. Die Altersempfehlung würden wir aber doch eher 2 Jahre hochstufen.

Fazit:
Eine spannende Abenteuergeschichte für Kinder, die gern lesen oder sich vorlesen lassen, und Fans der Minecraft-Welt sind!

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Killermäßige Unterhaltung

Leather & Lark - Hass und Liebe liegen nah beieinander
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Zum Inhalt:
Lachlan "Leather" Kane ist nicht nur der ältere Bruder des Serienkillers Rowan "Butcher", sondern arbeitet selbst als Auftragskiller für die Unterwelt. Doch er möchte aussteigen und endlich ...

Zum Inhalt:
Lachlan "Leather" Kane ist nicht nur der ältere Bruder des Serienkillers Rowan "Butcher", sondern arbeitet selbst als Auftragskiller für die Unterwelt. Doch er möchte aussteigen und endlich ein friedlicheres Leben führen, was sowohl ihn als auch seinen Bruder Rowan und dessen frisch angetraute Frau Sloane in die Schusslinie bringt. Sloanes beste Freundin Lark Montague macht Lachlan daraufhin einen Vorschlag: Eine Heirat mit ihr, um ihn von seinen "dunklen" Verpflichtungen zu befreien und allen Angehörigen Schutz zu bieten, insbesondere Schutz vor Larks zwielichtiger Familie. Lachlan geht notgedrungen auf den Deal ein, obwohl die beiden sich gegenseitig nicht ausstehen können. Während sie zur Zielscheibe eines gemeinsamen Feindes werden, wird aus ihrer Abneigung zueinander pure Leidenschaft...

Meine Leseerfahrung:
Der erste Teil dieser Dark RomCom Reihe hatte mich tatsächlich kalt erwischt. Eigentlich gar nicht so mein Genre, und doch wurde ich sehr gut unterhalten und hatte spaßige Lesestunden mit Butcher und Blackbird. Die Geschichte von Lachlan und Lark dagegen ist bei Weitem nicht so turbulent, dafür aber voller Emotionen. Und damit ist die Story auch viel entspannter und ruhiger als erwartet. Mir fehlte hier die Brutalität und auch all die skurrilen Momente des ersten Teils. Daher fand ich den Nachfolger im Ergebnis etwas schwächer, aber nicht weniger unterhaltsam.

Die Hauptcharaktere sind bereits aus dem ersten Band bekannt, wobei ich nicht auf dem Schirm hatte, dass diese beiden einen gemeinsamen romantischen Weg einschlagen würden. Was hier mit einer deutlichen Abneigung beginnt, entwickelt sich allmählich zu einer tiefen Bindung, wobei Brynne Weaver sich mit Lachlan und Lark offensichtlich eingehender beschäftigt hat. Die Entwicklungen beider Figuren erscheint viel strukturierter im Vergleich zu Butcher und Blackbird. Kein Wunder, denn sowohl Lachlan als auch Lark haben eine heftige Leidensgeschichte in jungen Jahren. Einerseits verbindet sie ihre dunkle Vergangenheit, andererseits ihre Sensibilität für die Menschen, die sie lieben und beschützen wollen. Damit sind sie im Gegensatz zu Butcher und Blackbird nicht ständig in der Täterrolle, sondern müssen Gefahren an allen Fronten abwehren.

Der gemeinsame Faktor dieser Reihe ist der trockene Sarkasmus und der schwarze Humor, der auch beim 2. Teil nicht zu kurz kommt. Hier sollte man die Triggerwarnungen ebenfalls ernst nehmen, auch wenn extreme und spicy Szenen bei Weitem nicht so heftig sind wie beim 1. Teil.

Fazit:
"Leather & Lark" von Brynne Weaver knüpft erfolgreich an den Vorgänger an. Trotz einer abgeschwächten Killer-Story, sorgt das Buch für gute Unterhaltung mit sarkastischen Dialogen, schwarzem Humor und einer langsam kochenden Liebesgeschichte, die für knisternde Spannung sorgt.

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