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Veröffentlicht am 15.09.2016

Endlich der Abschluss, wenn auch etwas zäh und unbefriedigend

Evernight - Gefährtin der Morgenröte
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Der packende Abschluss der Evernight-Reihe von Claudia Gray, kann nur bedingt überzeugen. Ja, die Beziehung von Bianca und Lucas steht auch weiterhin unter keinem guten Stern und wurde durch die Verwandlung ...

Der packende Abschluss der Evernight-Reihe von Claudia Gray, kann nur bedingt überzeugen. Ja, die Beziehung von Bianca und Lucas steht auch weiterhin unter keinem guten Stern und wurde durch die Verwandlung von Lucas zu einem Vampir deutlich komplizierter, vor allem, da ihn seine Vampirjäger Familie nun notgedrungen auch noch verfolgt. Doch Bianca lernt, dass ihr als Geist mehr Möglichkeiten offen stehen, als vermutet.

Der Notgedrungene Rückkehr in die Evernight Akademie hilft der Geschichte dabei enorm und bekannte Charaktere bereichern die Geschichte. Dennoch waren die Ereignisse um die Geister doch lange etwas verwirrend und konnten nicht voll überzeugen. Die Geister erhalten zwar etwas mehr Tiefe und man lernt mehr über sie, aber viele Fragen bleiben dennoch offen. Die Handlung wirkt doch meistens etwas zu konstruiert und zäh, sodass Lesefreude lange nicht aufkommen wollte. Die Handlung hat lange Zeit keine Höhen und Tiefen. Einzig zu Ende kommt es zum großen Showdown, der jedoch nicht wirklich überzeugen konnte, da er doch etwas zu schnell abgehandelt wurde. Die Geschichte von Bianca und Lucas war ziemlich vorhersehbar. Dabei kamen andere spannende Charaktere viel zu kurz und Handlungsstränge mit viel Potential wurden nicht ausreichend behandelt. Einzig, dass es ein Sequel zu Balthazar gibt, stimmt etwas versöhnlich und lässt auf den Abschluss einiger Handlungsstränge hoffen.

Ein doch eher schwacher Abschluss der Reihe, bei dem viel nur unbefriedigend abgehandelt wird und einiges offen bleibt. Die Handlung ist zeitweise verwirrend und vieles wirkt zu konstruiert, damit die Geschichte endlich ein Ende findet. Gut lesbar, aber der Anfang der Reihe war definitiv stärker.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannender Abschluss der Reihe, der leider am Ende etwas zu offensichtlich war

Die Chroniken von Narnia / Der letzte Kampf
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Der siebte und abschließende Band besticht nochmals durch eine besonders verzwickte Geschichte, in der geschickt mit Verwechslungen gespielt wird. Dadurch, dass man als Leser aber von Anfang an abgeholt ...

Der siebte und abschließende Band besticht nochmals durch eine besonders verzwickte Geschichte, in der geschickt mit Verwechslungen gespielt wird. Dadurch, dass man als Leser aber von Anfang an abgeholt wird, kann der Geschichte gut gefolgt werden, auch von Kindern, und man kann sich ganz auf die Geschichte an sich konzentrieren. Es ist eine sehr schöne Spannung und Dramatik gegeben, wenn das Land Narnia unterzugehen droht. Aslan holt am Ende nochmal viele bekannte nach Narnia, um das Unglück abzuwenden, sodass es nochmals ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren gibt. Leider stehen die christlichen Werte, auf denen die gesamte Reihe aufbaut, in diesem Band etwas arg im Vordergrund steht. Das Ende ist doch etwas zu offensichtlich und deutlich geworden in seinen Absichten der Glaubensvermittlung.

Nichtsdestotrotz ein guter Abschluss der Reihe, der durch Spannung und Dramatik überzeugt und auf jeden Fall zu unterhalten und überraschen weiß. Das Ende muss wohl jeder für sich selber bewerten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unterhaltsame Entstehungsgeschichte, die etwas schwer in Fahrt kommt

Das Wunder von Narnia (Die Chroniken von Narnia, Bd. 1)
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Im ersten Band der Chroniken von Narnia wird die Entstehungsgeschichte von Narnia erklärt. Man begleitet zwei aufgewckte Kinder, die Mithilfe von Zauberringen ihres Onkels in eine magische Zwischenwelt ...

Im ersten Band der Chroniken von Narnia wird die Entstehungsgeschichte von Narnia erklärt. Man begleitet zwei aufgewckte Kinder, die Mithilfe von Zauberringen ihres Onkels in eine magische Zwischenwelt gelangen, in der sie in alle möglichen Welten gelangen können. Durch einen Glockschlag setzen sie dabei Dinge in Gang, die alles verändern.

Der Einstieg viel zu Anfang etwas schwer, da die beiden Kinder doch etwas distanziert und nicht greifbar waren. Doch die Geschichte entwickelt sich über die Zeit und kann vor allem am Ende noch überzeugen, was wahrscheinlich an den doch eher bekannten Figuren liegt. Alles in allem jedoch eine interessante Vorgeschichte zur Entstehung von Narnia und warum zum Beispiel manche Tiere sprechen können, manche nicht. Die Geschichte wird einen nicht umhauen, wenn man Narnia noch nicht kennt, da der wirkliche Spannungsbogen zwar vorhanden ist, die Geschichte aber nicht so fesseln kann. Sie bietet jedoch wertvolle Hintergrundinfos und bereitet auf die kommenden Geschichten vor. Der Schreibstil ist herrlich kindgerecht und kann durch Humor überzeugen, sodass sich das Buch angenehm leicht und schnell lesen lässt.

Eine unterhaltsame Entstehungsgeschichte von Narnia, die erklärt, warum man nach Narnia reisen kann. Fans der Geschichten erhalten hier wertvolle Hintergrundinformationen, das Buch bereitet gut auf kommende Geschichten vor.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unterhaltsam mit netten Ideen

Götter
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Als Agnes und Günther sich in der Wildnis treffen, stellen sie fest, dass sie beide jahrelang in getrennten Reservaten aufgewachsen sind. Hermetisch von der Welt abgeriegelt, war das Wissen gering und ...

Als Agnes und Günther sich in der Wildnis treffen, stellen sie fest, dass sie beide jahrelang in getrennten Reservaten aufgewachsen sind. Hermetisch von der Welt abgeriegelt, war das Wissen gering und die Menschen von den sogenannten Göttern abhängig, welche Nahrung, Medikament und selbst die Kinder bereitstellten. Als Agnes sowie Günther kam dies jedoch komisch vor und beiden gelang die Flucht. Zusammen entdecken die das Leben neu sowie die Liebe. Und auch gemeinsam entdecken sie die grausame Wahrheit hinter diesen Göttern.

Das Buch bietet eine spannende Story und nimmt den Leser mit auf die Erfahrung, dieses neue Leben noch einmal zu entdecken. Dabei sind einige gute Beschreibungen und Situationen entstanden, jedoch wurde besonders am Anfang vieles doch etwas zu ausführlich dargestellt. Agnes und Günther sind als Personen ganz gut getroffen, aber so eine wirkliche Verbindung wollte nicht auskommen, sodass man den Emotionen doch meist etwas fern blieb. Spannung kam über lange Zeit nicht wirklich auf sondern man folgte der Handlung eher als einem Bericht. Einzig am Ende nahm das Geschehen Fahrt auf und hier hätten es ruhig ein paar mehr Details sein dürfen. Der Schreibstil ist jedoch trotz einiger Längen angenehm und gut zu lesen, nach dem man sich erst einmal an ihn gewöhnt hatte. Klar und prägnant werden viele Ideen und erschreckende Vorstellungen präsentiert, die unterhalten und zudem zum Nachdenken anregen.

Trotz einiger Längen weiß das Buch zu unterhalten und zeigt ganz klar einige erschreckende Visionen, welche etwas länger Beschäftigen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Selbstfindung und Trauerbewältigung in fantastischer Naturkulisse

Für einen Sommer und immer
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Von der Nachricht erschüttert, dass ihre Mutter schwer krank ist, flüchtet sich Annika in die Südtiroler Dolomiten, um Abstand zu gewinnen. Doch wie soll man entspannen, wenn die eigene Welt zu zerbrechen ...

Von der Nachricht erschüttert, dass ihre Mutter schwer krank ist, flüchtet sich Annika in die Südtiroler Dolomiten, um Abstand zu gewinnen. Doch wie soll man entspannen, wenn die eigene Welt zu zerbrechen droht, Freunde die Flucht nicht verstehen und man als Karrierefrau in der ungewohnten Umgebung so gar nicht zuhause ist? Eine Bergführung soll Annika daher dabei helfen, die innere Leere und Zerrissenheit zu bekämpfen. Dabei trifft sie auf ihren Bergführer Samuel, der so anders ist, als die Männer, die Annika kennt und ihr innerstes mit seinen ganz eigenen Ansichten aufrüttelt.

Julie Leuze hat ein sehr trauriges Thema aufgegriffen, trotzdem ist das Buch nicht die ganze Zeit zu traurig. Man begleitet Annika, wie sie die Situation zu begreifen versucht und dabei auch versucht, sich selber wieder zu finden. Bei solch gravierenden Schicksalsschlägen wird das eigene Weltbild wieder gerade gerückt und man versucht zu sehen, was einem wirklich wichtig ist. Durch Rückblenden bekommt man zudem viel mit aus Annikas Vergangenheit. Dadurch versteht man ihre Situation und ihr Handeln besser.
An Annikas Gefühlswelt kann man dabei wunderbar teilnehmen, alle ist wunderbar geschrieben und leicht zu lesen. Trotzdem wollte der Funke bei mir nicht überspringen, Annika blieb mir bis zum Schluss leider etwas fremd und ich habe die ganze Geschichte eher als Beobachter von außen wahrgenommen. Das Setting in den Bergen ist sehr schön gewählt und ich kann mir vorstellen, dass es ideal ist, um abzuschalten. Doch auch hier, leider wurde ich nicht infiziert von der Berglust.

Ein wundervolles Buch, welches mit Fingerspritzengefühl den Verlust der Mutter behandelt, mehr jedoch noch die eigene Selbstfindung in den Vordergrund stellt. Die Personen sind liebevoll gezeichnet und wer sich auf die Geschichte einlassen kann, wird nicht enttäuscht werden.