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Veröffentlicht am 24.07.2025

4,5 Sterne - Richtig gut!

Wo die Nacht verweilt
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Cover

Ein herrliches düsteres und perfekt zum Inhalt passendes Cover, dessen Detailreichtum mich auf ganzer Linie verzaubern kann.

Meine Meinung

Während ich meinen Stapel ungelesener Bücher nach meinem ...

Cover

Ein herrliches düsteres und perfekt zum Inhalt passendes Cover, dessen Detailreichtum mich auf ganzer Linie verzaubern kann.

Meine Meinung

Während ich meinen Stapel ungelesener Bücher nach meinem nächsten Opfer durchsucht habe, hat letztlich der Zufall entschieden, dass „Wo die Nacht verweilt“ mein nächstes Buch sein wird. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht, habe allerdings schon die ein oder andere positive Meinung zu dieser Geschichte entdeckt.
Weibliche Protagonistin und gleichzeitig diejenige aus deren Sicht wir das komplette Buch erleben ist Liska. Wie uns der Klapptext bereits verraten hat, würde Liska alles dafür tun ihre ungewöhnlichen und gefährlichen Kräfte, ihre Magie, loszuwerden. Dafür begibt sie sich in einen Geister- und Dämonenwald, über den man sich erzählt, dass dort ein magischer Farn wächst, der einen jeden Wunsch erfüllt. Liska war genau nach meinem Geschmack. Sie war neugierig, engagiert und der netteste Mensch, den man sich vorstellen kann. Gerade ihren Umgang mit der magischen Villa sowie den Bewohnern des Hauses, aber vor allem mit dem Leszy konnten mich immer wieder aufs Neue begeistern. Ich hätte mir noch einen Ticken mehr Dramatik und Verletzlichkeit gewünscht, gerade was den Walddämon, aber ebenso Liskas Vergangenheit angeht.
Der Leszy mit seinen grünen Augen und dem Hirschgeweih war ein faszinierender und geheimnisvoller Charakter, den ich – ebenso wie Liska – schnell ins Herz schließen musste. Seinen Umgang mit dem Wald, mit Liska und genauso mit seinen eigenen Geheimnissen mochte ich dabei besonders. Seine Vergangenheit hat mich total fasziniert und ich hätte gerne noch mehr Einblicke in sein Leben gehabt, bevor er der Wächter des Waldes wurde.
Die Nebencharaktere, die dieses Buch hervorbringt, sind allesamt facettenreich, interessant und mit jedem Dialog konnte ich mich mehr in diesem Buch verlieren. Ich hätte auch hier gerne noch den ein oder anderen Einblick in die Vergangenheit bzw. deren alte Leben gesehen, gerade bei Jaga – dem hiesigen Hausgeist. Dabei muss ich zugeben, dass mir Florians Geschichte als einer der alten Schüler des Leszy viel zu kurz gekommen ist und ich mir gewünscht hätte, dass die Beziehung der beiden näher beleuchtet worden wäre.
Die Welt, die wir hier kennenlernen dürfen, ist nicht nur düster und magisch, sie ist fesselnd und spannend und konnte mich immer wieder in ihren Bann ziehen. Sind es die unterschiedlichen Dämonen, die Wesen, sind es die Beschreibungen von Dörfern und Pflanzen, A. B. Poranek konnte mich verzaubern und begeistern. Das Setting lädt zum Träumen und Verweilen ein, während es gleichzeitig mit einer nebeligen geheimnisdurchtränkten Art durchwirkt ist, die mich wunderbar unterhalten konnte.
Grundsätzlich mochte ich diese Geschichte wirklich gerne! Für mich besteht an der ein oder anderen Stelle noch etwas Ausbaubedarf – zusätzlich zu den erwähnten Punkten, fehlt es mir nämlich noch an Tiefgang und Emotionen. Ja, ich muss dieser Geschichte mit einem lachendem und einem weinendem Auge hinterhersehen, aber gänzlich bin ich emotional noch nicht abgeholt worden.

Fazit

Positiv überraschen konnte mich diese wunderbare Geschichte allemal! Persönlich sehe ich an der ein oder anderen Stelle noch Luft nach oben, doch würde ich "Wo die Nacht verweilt" auf jeden Fall als Wohlfühlbuch beschreiben.

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2025

Richtig gut!

Beneath Broken Skies
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Cover

Ein eher schlichtes, aber trotzdem schönes Cover. Ich liebe das Design des Titels sowie das Zusammenspiel der Details.

Meine Meinung

Nachdem ich in den letzten Wochen hauptsächlich Bücher anderer ...

Cover

Ein eher schlichtes, aber trotzdem schönes Cover. Ich liebe das Design des Titels sowie das Zusammenspiel der Details.

Meine Meinung

Nachdem ich in den letzten Wochen hauptsächlich Bücher anderer Genres gelesen habe, dachte ich mir, dass ich mal wieder zu einem guten alten Liebesroman greife. Tatsache ist, dass ich dieses Buch so im Laden wohl nicht gekauft hätte - nicht weil die Geschichte nicht super schön klingt, doch bei all den Romanen, die der LYX Verlag herausgibt, bekomme ich persönlich schnell den Eindruck, dass die Inhalte ähnlich klingen und die immer ähnlich aussehenden Cover helfen da leider wenig. Ich habe das Buch online gegen Punkte eingetauscht und ganz unter uns? So im Nachhinein hätte ich lieber die (noch etwas hübschere) Hardcover-Variante gehabt, weil mich "Beneath Broken Skies" wirklich begeistern konnte.
Müsste ich dieses Buch jemandem empfehlen würde ich wohl folgendes sagen: Die Geschichte ist für Menschen geschrieben worden, die Bücher lieben und gerne zwischen Kapiteln verloren gehen, verfasst von einer Autorin, die das Lesen offenbar genauso liebt. Denn genau diese Liebe fürs geschriebene Wort wird hier absolut wundervoll und gleichermaßen authentisch ausgelebt. Ja, wir Büchermenschen haben unsere Ticks, was solls? Ich habe mich so oft in Madelyn wiedererkannt, dass ich es faszinierend finde, wie gut Anna Savas ihre Leserschaft offensichtlich kennt.
Maddie ist ein gebranntes Kind, also jemand, der in Vergangenheit unschöne Dinge erlebt hat, die geprägt haben. Maddies Angst verlassen zu werden und damit einhergehend ihre Erkenntnis, dass alle anderen sowieso irgendwann gehen konnte ich nachvollziehen und gleichzeitig drehen sich ihre Gedanken diesbezüglich sehr viel im Kreis. Dennoch mag ich Maddie, ihre Liebe zum Verlag ihres Großvaters, ihre Zweifel, aber ebenso ihre Zuneigung zu Wesley.
Auch Wesley war mir von der ersten Seite an super sympathisch. Ich mag seine charismatische und offene Art, ebenso wie die Seite, die er anderen nicht zeigt, welche in Schuldgefühlen und Zweifeln versinkt - auch wenn die Autorin uns diese beiden Emotionen betreffend offenbar noch eine Weile zappeln lässt.
Das Ende des Buches war höchst emotional, dramatisch und eigentlich möchte ich sofort wissen wie es weitergeht. Ich konnte es während der letzten 100 Seiten gar nicht mehr weglegen, auch wenn ich auf mehr Antworten gehofft habe. Weiterhin tappen wir im Dunkeln, was vor sechs Jahren zwischen Wesley, seinem Bruder Adam und Maddie wirklich passiert ist - auch wenn ich schon den ein oder anderen Verdacht habe.
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich mit dem Schreibstil nicht gänzlich warm geworden bin. Prinzipiell liest sich die Geschichte angenehm und verständlich, doch ich bin immer wieder über Sätze gestolpert, musste erneut lesen oder mich ein klein wenig zwingen dran zu bleiben. Ich glaube allerdings, dass es sich bei diesem Problem einfach um etwas handelt, dass bei Büchern nun mal vorkommt und nicht, dass der Schreibstil als solcher schwierig ist.
Wie bereits geschrieben möchte ich unbedingt wissen wie es weitergeht und werde auf jeden Fall nach dem zweiten Band dieser Reihe Ausschau halten. Euch kann ich diese Geschichte absolut empfehlen!

Fazit

Dieser Buch hätte mich kaum positiver überraschen können! Toller Tiefgang, liebeswerte Charaktere und ganz viel Herzblut für alles rund ums Lesen. Absolute Leseempfehlung!

Von mir gibt es 4,5 bis 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2025

Empfehlenswert!

Mondia-Dilogie 2: Twisted Treason
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Cover

Das Cover passt perfekt zum ersten Band und sieht zudem einfach nur wunderschön aus! Ich liebe die vielen Details, aber genauso das ansprechende Gesamtbild.

Meine Meinung

Bevor ich dieses Buch ...

Cover

Das Cover passt perfekt zum ersten Band und sieht zudem einfach nur wunderschön aus! Ich liebe die vielen Details, aber genauso das ansprechende Gesamtbild.

Meine Meinung

Bevor ich dieses Buch gekauft habe, habe ich mir die Zeit genommen zunächst den ersten Band dieser Dilogie zu lesen. Der erste Teil war zwar kein Highlight, hat aber Lust auf diesen zweiten und finalen Teil gemacht, weshalb ich diese Reihe gerne zu Ende lesen wollte.
Weiterhin sind Remy und Kasimir, kurz Sim, unsere beiden Protagonisten - wie wir es bereits aus dem vorangegangenen Buch kennen und wie ich es von anderen Büchern der Autorin ebenfalls bereits kenne erleben wir die Geschichte aus beider Sicht. Merkwürdigerweise mag ich den männlichen Hauptcharakter eigentlich immer lieber, als die weibliche Protagonistin, dieses Buch bildet dabei keine Ausnahme. Würde ich mich zwischen Remy und Sim entscheiden müssen, würde meine Wahl auf jeden Fall auf ihn fallen. Zunächst einmal finde ich ihn sehr sympathisch, wobei gerade seine Zuneigung zu Remy, aber ebenso die Liebe zu seiner Familie einen großen Teil dazu beträgt. Sims Verhalten zeigt immer wieder deutlich, dass er ein Kämpfer ist, jemand, der sich von Hindernissen nicht aufhalten lässt und dennoch dabei versucht auf sein Herz zu hören.
Remy ist mir nicht unsympathisch, allerdings konnte ich eine ihrer Entscheidungen leider gar nicht nachvollziehen bzw. war ich auf der anderen Seite gesagt froh, dass sie selbst ebenso an dieser Entscheidung gezweifelt hat. Ich persönlich fand die Beziehung zu ihrer Familie und ihrer besten Freundin Ninette, nicht so greifbar, wie Sims zu seiner Familie. Ich kann nicht leugnen, dass Remy das Herz am rechten Fleck hat, dass sie ihre Entscheidung zum Schutz der Menschen getroffen hat, ist sogar mir aufgefallen, doch letztlich hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass Remy sich nicht so schnell von Charles Worten hätte einnehmen lassen. Denn letztlich brauchte es nur ein einziges Gespräch um sie in massive Zweifel zu stürzen.
Bekanntermaßen möchte ich euch in meinen Rezensionen nicht anlügen, aber bei diesem Buch habe ich lange darauf warten müssen, dass tatsächlich etwas Relevantes passiert. Die erste Hälfte zog sich in die Länge, ich habe mich schwer getan wieder Zugang zur Geschichte zu finden und musste mich ein wenig zwingen dran zu bleiben. Aber, zu meiner Freude, kann ich freiheraus zugeben, dass ich die zweite Hälfte umso besser fand! Zunächst einmal bin ich emotional endlich abgeholt worden, ich hatte Tränen in den Augen, habe um geliebte Charaktere gebangt und wollte dennoch nicht, dass das Buch zu Ende geht. Die letzten 100 Seiten konnten mich begeistern, in ihren Bann ziehen und werten "Twisted Treason" in meinen Augen nochmal so richtig auf.
Wie bereits geschrieben, kenne ich bereits einige andere Bücher von Alexandra Flint und würde in Zukunft auf jeden Fall erneut ein Buch von ihr kaufen und lesen. Diese Geschichte kann ich euch trotz kleinerer Mankos auf jeden Fall empfehlen.

Fazit

Ein schöner Abschlussband, der nur etwas Zeit braucht um wirklich Fahrt aufzunehmen. Absolut empfehlenswert!

Von mir gibt es 4 bis 4,5 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2025

Richtig gut

Dark Heir
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Cover

Ich liebe dieses Cover! Sowohl die düstere Stimmung als auch das Zusammenspiel der einzelnen Elemente gefallen mir sehr - nur übertroffen von der Darstellung des Protagonisten Will.

Meine Meinung

Für ...

Cover

Ich liebe dieses Cover! Sowohl die düstere Stimmung als auch das Zusammenspiel der einzelnen Elemente gefallen mir sehr - nur übertroffen von der Darstellung des Protagonisten Will.

Meine Meinung

Für diesen Moment habe ich mir vorgenommen meinen Stapel ungelesener Bücher endlich mal ein wenig zu reduzieren und einige meiner angefangenen Reihen zu beenden. Leider habe ich erst mitten in diesem Buch herausgefunden, dass es sich bei dieser Reihe um eine Trilogie und nicht um eine Dilogie handelt, was bedeutet, dass es noch einen weiteren Band geben wird. Jokes on me, oder so ähnlich. Naja, jedenfalls habe ich „Dark Heir“ ewig nicht angefangen, weil ich dessen Vorgänger „Dark Rise“ nicht ganz so gerne mochte. Warum kauft man sich dann den nächsten Band, mag sich der ein oder andere jetzt fragen, wobei sich diese Frage ziemlich leicht beantworten lässt: Ich war gespannt, wie es weitergeht und kenne bereits ein anderes Buch dieser Autorin, welches ich abgöttisch geliebt habe. Kurzum, ich war noch nicht bereit diese Reihe aufzugeben. Was sich gelohnt hat! Denn dieser zweite Band war richtig gut.
Ähnlich wie wir es bereits aus dem ersten Teil kennen, gibt es mehrere Protagonisten und wir erleben die Geschichte aus unterschiedlichen Sichten. Wichtig sind in meinen Augen vor allem Will aka der dunkle König, Violet, oder auch Löwe genannt, und James, des dunklen Königs ehemaliger Geliebter und Verräter am Licht. Darüber hinaus gibt es noch einige andere, aber ich werde jetzt nicht auf jeden davon näher eingehen. Immer wieder spannend an diesem Buch fand ich die Überlappung von dem ehemaligen Leben der Charaktere in Kombination mit ihrem jetzigen Leben. Auch die Rückblicke von Will konnten mich immer wieder faszinieren und begeistern. Ich würde sogar behaupten, dass Will mein Liebling dieser Reihe ist. Gerade sein Bedürfnis sein wahres Wesen zu verbergen in dem Wissen, dass seine Freunde ihn sofort töten würden, wenn sie die Wahrheit erführen.
Was ich an Büchern immer wieder liebe und was mich immer wieder beeindrucken kann, ist, wenn die Dynamik unter den Charakteren lebendig ist. Hier gibt es eine kleine Gruppe von Verbündeten gegen den Rest der Welt, welche sich aus den Augen verlieren und wiederfinden, wo es aber auch Lügen und Verrat gibt, wo man weiß, dass am Ende nicht alle auf derselben Seite stehen. Ich liebe das. Diese zwischenmenschlichen Bande, die Dialoge und Monologe, die Angst jemanden von diesen liebgewonnen Leuten zu verlieren und schlicht die Authentizität, die dabei eine maßgebliche Rolle spielt.
Dennoch kann auch ich nicht leugnen, dass ich emotional noch nicht gänzlich abgeholt worden bin. Zunächst einmal habe ich mich gefreut, dass die Verbindung zwischen Will und James langsam etwas greifbarer wird, weil ich dies im ersten Band schmerzlich vermisst habe. Und gleichzeitig, möchte ich unbedingt erfahren, was in der alten Welt tatsächlich passiert ist und ob das ein oder andere Geheimnis nicht doch noch etwas an der Geschichte ändert – und damit einhergehend an der Beziehung dieser beiden. Allerdings möchte ich betonen, dass die Liebesbeziehungen die wir hier vorgesetzt bekommen vergleichsweise sehr wenig Raum einnehmen und der Fantasy-Anteil damit wesentlich höher als der Romantasy-Anteil ist.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, mitreißend und konnte mich vollauf überzeugen. Es gab sogar einige Plottwists, die ich nicht habe kommen sehen und die ersten Rätsel sind bereits gelöst worden. Ich bin gespannt wann Sinclair, der eigentliche Bösewicht, seinen ersten richtigen Auftritt bekommt und wie die Geschichte letztlich ausgeht.
Ich bin mal gespannt, wann der dritte und finale Band dieser Reihe endlich erscheint, denn soweit ich das gesehen habe, gibt es diesen bisher nicht mal im Englischen. Was wohl bedeutet, dass wir noch eine Weile auf die Fortsetzung warten müssen.

Fazit

Überraschend positiv kann ich dieses Buch in Erinnerung behalten. Trotz meiner skeptischen Einstellung bin ich schnell von der Dynamik, der Spannung und der Idee als solche überzeugt worden. Ich warte sehnsüchtig aufs Finale!

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Starker Einstieg

We hunt the Flame
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Cover

Ein tolles, düsteres Cover, welches gut zum Inhalt passt. Ich persönlich mag den schwarzen Torbogen bzw. den schwarzen Rand des Covers nicht so gerne, weil der das Gesamtbild stört - dennoch finde ...

Cover

Ein tolles, düsteres Cover, welches gut zum Inhalt passt. Ich persönlich mag den schwarzen Torbogen bzw. den schwarzen Rand des Covers nicht so gerne, weil der das Gesamtbild stört - dennoch finde ich das Cover als solches nett anzusehen.


Meine Meinung

Ich glaube, wer wie ich, auf unterschiedlichen Social-Media-Kanälen sein Unwesen treibt, wird bereits vor offiziellem Erscheinungsdatum auf diese Dilogie aufmerksam geworden sein. Ich war mir lange Zeit unsicher, ob ich mir die Bücher tatsächlich kaufe, habe allerdings den ersten Band spontan in einem schwachen Moment gekauft.

Die erste Sache, an die ich mich, jetzt nach Beenden, sehr genau erinnern kann, ist die Tatsache, wie anstrengend ich den Einstieg in die Geschichte fand. Von den vielen neuen Begriffen, den zahllosen Fremdwörtern und Namen von Orten und Menschen wird man zunächst einmal völlig erschlagen. Ich fand den Anfang teilweise zäh, anstrengend und habe den Moment herbeigesehnt, in dem die Reise nach Sharr endlich seinen Lauf nimmt. Das folgende mag etwas banal klingen, aber ich habe mich gefreut, dass dieses Buch aus so vielen kurzen Kapiteln besteht, denn so habe ich mir selber immer wieder gedacht „Ein Kapitel geht noch.“ Und dann kam der Moment in dem ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte. „We hunt the Flame“ ist eine Geschichte, mit der man ein wenig Geduld haben muss, die einen aber ebenso begeistern kann, wenn man dem Buch die Chance gibt sich weiterzuentwickeln.

Zafira als unsere weibliche Protagonistin hat es mir ebenfalls nicht immer leicht gemacht. Allerdings mochte ich die Verbundenheit zu ihrer Herzensschwester Yasmine und deren Bruder Deen, sowie den tiefen Schmerz, den der Verlust ihres Vaters ihrem Herzen zugefügt hat. Zafira kann zuweilen sehr temperamentvoll sein, allerdings ist sie ebenso eine geduldige Jägerin, kann vorausschauend planen und ich mochte ihren Umgang mit der Gruppe von Sharr tatsächlich sehr gerne. Was mir sogar noch besser gefallen hat, war die Slow Burn Romanze zwischen ihr und Nasir. Dieses langsame Überkochen der Gefühle, die geheimen Eingeständnisse und die, gar nicht so krass im Vordergrund stehende, körperliche Anziehungskraft zwischen der Jägerin und dem Prinzen. Damit konnte mich die Autorin echt catchen.

Nasir, der Prinz des Todes, Fußabtreter seines Vaters und allseits als Monster bekannt, konnte mich sogar noch mehr begeistern als Zafira es konnte. Allerdings ist es für mich selbst auch kein Geheimnis, dass ich auf die geheimnisvollen, gebrochenen und dennoch starken männlichen Charaktere absolut abfahre. Zwar mochte ich seinen Umgang mit Zafira als solchen gerne, doch seine Dialoge mit Altair, dem General seines Vaters, waren mir um einiges lieber. Ich freue mich schon darauf mehr von ihm zu sehen zu bekommen, gerade wenn es darum geht sich gegen den Sultan durchzusetzen.

Genau wie der Einstieg ins Buch ist auch der Schreibstil zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Die Fremdwörter aus dem arabischen Raum, die über Waffen, Gegenstände und Orte hinausgehen, kann man zum Glück im Glossar nachschlagen, man braucht dennoch Zeit sich an die Gegebenheiten zu gewöhnen. Wenn man, wie bereits weiter oben geschrieben, dranbleibt, belohnt einen diese Geschichte allerdings mit einem tollen Tiefgang, liebevollen Dialogen, einem Hauch Humor, Spannung und wirklich guten Plottwists.

Ich fürchte, dass ich in den nächsten Tagen der Buchhandlung meines Vertrauens einen Besuch abstatten muss, damit ich mir den zweiten Teil kaufen kann.



Fazit

Obwohl ich nach dem schwierigen Einstieg in die Geschichte selbst nicht mehr daran geglaubt habe, konnte mich dieses Buch letztlich positiv überraschen. Ich freue mich bereits auf das Wiedersehen mit Zafira und Nasir, sowie dem Rest der Gruppe.

Von mir gibt es 4 bis 4,5 von 5 Sternen.

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