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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

typischer Allende

Mein Name ist Emilia del Valle
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Ich lese die Bücher von Isabel Allende immer wieder gerne. Ich mag es einfach, wie sie erzählt und ihre Themen haben einen großen Wiedererkennungswert und sind wohltuend anders als die meisten anderen ...

Ich lese die Bücher von Isabel Allende immer wieder gerne. Ich mag es einfach, wie sie erzählt und ihre Themen haben einen großen Wiedererkennungswert und sind wohltuend anders als die meisten anderen Romane US-amerikanischer Schriftstellerinnen.

Wie immer hat die Story eine politische Dimension und wie oft spielt sie vor allem im Süden der USA und in Chile. Im Zentrum steht eine starke junge Frau, die trotz komlipzierter Familienverhältnisse eine glückliche Kindheit hat und ihren Traum zu Schreiben verwirklichen kann, was für eine Frau im ausklingenden 19. Jahrhundert keineswegs Normalität war. Emilia del Valle wird Journalistin und reist nach Chile, um dort über den Bürgerkrieg zu berichten.

Die Charaktere sind allesamt sehr eindringlich und facettenreich beschrieben. Die Kriegsgeschehnisse erinnern an all die anderen Kriege und sind dramatisch, teilweise schwer erträglich und erschreckend. Und deshalb so realistisch und eindringlich.

Das Buch hat mir neue Einblicke und spannende Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 24.07.2025

Drachen sprechen doch

Die Sprache der Drachen
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London im Jahr 1923. Ein gebrochener Friedenspakt zwischen Drachen und Menschen. Also für Fantasykenner klar, dass es eine Art Steampunk ist, der in "Der Sprache der Drachen" vorherrscht. Zugegeben nicht ...

London im Jahr 1923. Ein gebrochener Friedenspakt zwischen Drachen und Menschen. Also für Fantasykenner klar, dass es eine Art Steampunk ist, der in "Der Sprache der Drachen" vorherrscht. Zugegeben nicht ganz mein Genre aber bei Drachen kann ich einfach schwer nein sagen. Und das Buch ist aber auch wirklich ein Kaufmagnet.

Vivien Featherswallow - wow was für ein wilder Name. Die Heldin ist eine, die erst mal gar nicht mit den gängigen Waffen kämpfen kann, sondern ihr Metier ist die Sprache. Sie ist eine Art Übersetzerin und zu ihren Spezialitäten gehört eben auch die Sprache der Drachen. Mehr unabsichtlich rutscht sie plötzlich in eine Position, die schwierig zu händeln ist und am Ende sogar für sie und ihre Familie gefährlich werden kann.

Interessant fand ich die Idee, in einem historischen England ein nach indischen Maßstäben erdachtes Kastensystem aufzuziehen. Das gibt der ganzen Geschichte einen sehr speziellen Flair, der mir gut gefallen hat. Man merkt, dass es ein erster Band ist und die Autorin Lust hat, lang und ausführlich zu erzählen. Bin gespannt auf die Fortsetzung

Veröffentlicht am 24.07.2025

Crime auf Mallorca

Das Teufelshorn
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Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, in denen ich persönlich noch nie war. Ich erhoffe mir davon neben einer spannungsgeladenen Handlung auch immer eine Art geistige Reise in ein fremdes Land, zu fremden ...

Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, in denen ich persönlich noch nie war. Ich erhoffe mir davon neben einer spannungsgeladenen Handlung auch immer eine Art geistige Reise in ein fremdes Land, zu fremden Kulturen mit überraschenden Einblicken. Deshalb habe ich zu "Das Teufelshorn" von Anna Nicholas gegriffen, welcher auf Mallorca spielt. Außerdem handelt es sich um den ersten Band einer Reihe. Denn quer einsteigen find ich auch immer blöd.

Es ist über weite Strecken ein eher "freundlicher" und ruhiger Krimi, der viel Wert auf Charakterzeichnung und Gegendbeschreibung legt. Das hat sich gut gelesen wenn mir auch ein wenig mehr Action recht gewesen wäre.

Der Fall ist berührend für mich gewesen, da es um die Entführung eines kleinen Mädchens geht und ich selbst eine kleine Enkeltochter habe, so dass ich mir die Gefühle der Mutter annähernd vorstellen kann. Isabel Flores ist eine sympathische Ermittlerin, die sich vor allem durch Hartnäckigkeit und ein eher freundliches Wesen auszeichnet.

Ich habe das Buch gerne gelesen und werde auch beim zweiten Band nicht nein sagen. Man bekommt schon ein wenig Lust auf die Insel - vor allem auf die ruhigen Ecken.

Veröffentlicht am 29.06.2025

spannender Histo

Maikäferjahre
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Mein erster Roman von Sarah Höflich.

Der zweite Weltkrieg nähert sich seinem Ende. Dresden wird bombadiert. Anni flieht mit ihrem KInd aus der Stadt. Ihre Eltern sind den Bomben zum Opfer gefallen. Ihr ...

Mein erster Roman von Sarah Höflich.

Der zweite Weltkrieg nähert sich seinem Ende. Dresden wird bombadiert. Anni flieht mit ihrem KInd aus der Stadt. Ihre Eltern sind den Bomben zum Opfer gefallen. Ihr bleibt nur der jüdische Geiger Adam, der mit ihr versucht in den Süden Deutschlands zu kommen. Mit etwas Glück und weil die beiden auch in brenzligen Situationen zusammen halten, gelingt ihnen, mit Kleinkind quer durchs Land bis in die Berge zu fliehen, wo die Familie von Annis verschollenem Ehemann leben. Dass die beiden sich verlieben, ist schnell klar.

Derweilen wird Annis Zwillingsbruder, ein Kampfflieger, in England abgeschossen und schwer verwundet. Die Krankenschwester Rosalie, die ihn gesund pflegt, wird seine große Liebe.

Ich fand, es war ein bisschen vorhersehbar. Dennoch kann man das Buch nicht aus der Hand legen und am Ende habe ich es nicht nur gerne gelesen, sondern ich hoffe auch auf eine Fortsetzung, da noch einige Fragen offen sind.

Veröffentlicht am 29.06.2025

solider Histo

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Leopold von Hertzfeldt ermittelt wieder. Nach den Henkerstocher-Krimis ist diese neue Reihe von Oliver Pötzsch wieder richtig gut und noch etwas mehr mein Fall, weil hier bereits Anfänge der modernen Ermittlungsarbeit ...

Leopold von Hertzfeldt ermittelt wieder. Nach den Henkerstocher-Krimis ist diese neue Reihe von Oliver Pötzsch wieder richtig gut und noch etwas mehr mein Fall, weil hier bereits Anfänge der modernen Ermittlungsarbeit durchscheinen und das liest sich wirklich unterhaltsam.

Diesmal ist wieder die Herzensdame von Leo, Julia, mit von der Partie und die beiden können mal wieder nicht mit aber irgendwie auch nicht ohneeinander.

Die Mordserie ist diesmal ziemlich brutal und ziemlich rätselhaft. Und wieder muss der Totengräber helfen, den Mörder zu jagen. Das Wien-Setting kommt gut durch. Den österreichischen Slang hätte ich nicht gebraucht aber es ist noch einerträgliches Maß.

Ich mag einfach, wie Oliver Pötzsch erzählt. Man bekommt solide Histokrimis. Pötzsch hat das recherchieren drauf und schreibt einen glaubwürdigen Kriminalfall. Lese ich gerne auch Teil 5.