Allein
Pinguine fliegen nur im WasserGreta ist eine quietschbunte Taxifahrerin, die auch den völlig perplexen Unternehmensberater Vincent niederquasselt, als der kurzerhand von seiner Chefin und gleichzeitig Ex-Geliebten gefeuert wird. Wie ...
Greta ist eine quietschbunte Taxifahrerin, die auch den völlig perplexen Unternehmensberater Vincent niederquasselt, als der kurzerhand von seiner Chefin und gleichzeitig Ex-Geliebten gefeuert wird. Wie es der Zufall so mit sich bringt, sind Greta und Vincent allein, sie renoviert ohne jegliche Fachkenntnis das von den Großeltern geerbte Haus und er steht ohne Job und Unterkunft da. Was läge da näher, als sich notgedrungen zusammenzutun?
Schräg und unkonventionell tritt uns Greta entgegen, zurückhaltend und überlegt trifft auf Vincent zu, dennoch schafft Henriette Krohn den Spagat, die beiden als Hauptrollen in ihrer Geschichte unterzubringen. Wer anfangs nicht weiß, was das kleine Mädchen im Roman zu suchen hat, muss sich eben ein paar Kapitel lang gedulden, denn immer der Reihe nach geht es hier nicht. Trotz der größtmöglichen Unterschiede bei den Charakteren findet sich hier ein roter Faden, der die Handlung leitet, der Humor kommt wahrlich nicht zu kurz, obwohl nicht immer alles witzig ist. So finden durchaus auch ernsthafte Themen Eingang ins Geschehen, beispielsweise Lieblosigkeit in der Familie oder Wohlstandsverwahrlosung. Die angekündigte Liebesgeschichte spielt sich eher am Rande und ziemlich untypisch ab.
Wie der Titel dieses Romans schon anklingen lässt, handelt es sich um eine etwas „andere“ Geschichte, die aufgrund des spritzigen Schreibstils und der unterhaltsamen Dialoge flüssig zu lesen ist und eine warmherzige Stimmung mitbringt. Zum Abschalten, aber durchaus auch zum Nachdenken sind die fliegenden Pinguine genau das Richtige – von mir bekommen sie vier Sterne.