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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2025

Mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet

Eine von uns
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Da ich die Leseprobe spannend und geheimnisvoll fand, hatte ich mich ursprünglich für eine Leserunde zu Samantha Hayes’ Buch Eine von uns beworben – leider ohne Erfolg. Umso größer war meine Freude, als ...

Da ich die Leseprobe spannend und geheimnisvoll fand, hatte ich mich ursprünglich für eine Leserunde zu Samantha Hayes’ Buch Eine von uns beworben – leider ohne Erfolg. Umso größer war meine Freude, als ich auf LovelyBooks eine Hörrunde entdeckte und dort ausgewählt wurde.
Das Hörbuch hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Allerdings fand ich es zunächst etwas irritierend, dass die Stimme von Gina auch die Rückblicke in die Vergangenheit liest, die oft aus Erzählerperspektive geschildert sind.
Bei den Stimmen der Sprecherinnen war ich lange Zeit unschlüssig: Einerseits wirkten sie für mich stellenweise etwas zu alt und distanziert für die Rolle. Andererseits passte genau das überraschend gut zur Atmosphäre des Romans – geheimnisvoll und vor allem voller unausgesprochener Spannungen. Zu Beginn benötigte ich auch ein paar Kapitel, um die verschiedenen weiblichen Charaktere klar zu unterscheiden. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher formen sich die Figuren und ihre Beziehungen. Es entfaltet sich ein spannendes Netz aus Lügen, Geheimnissen und unterschwelligen Spannungen und die Geschichte entwickelte bald eine große Sogwirkung.
Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse, und die vielen Wendungen haben mich wirklich überrascht und gefesselt.

Ein atmosphärisch dichtes Hörbuch, das durch psychologische Spannung und viele unerwartete Wendungen überzeugt. Für alle, die Familiengeheimnisse lieben und sich gerne auf komplexe Figuren einlassen, eine klare Empfehlung !

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2025

Lektüre über Liebe, Schmerz, Familie und das, was unausgesprochen bleibt

Alles, was wir niemals sagten
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Holly Miller gelingt es mit Alles, was wir niemals sagten, eine zutiefst bewegende Geschichte zu erzählen, die den Leser emotional einnimmt. Im Mittelpunkt steht die Jugendliebe von Neve und Jamie, die ...

Holly Miller gelingt es mit Alles, was wir niemals sagten, eine zutiefst bewegende Geschichte zu erzählen, die den Leser emotional einnimmt. Im Mittelpunkt steht die Jugendliebe von Neve und Jamie, die unter keinem guten Stern steht: Die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren, stößt bei Jamies Eltern auf deutliche Ablehnung. Sie versuchen mit subtiler Manipulation und Druck, das junge Paar auseinanderzubringen.

Fast jeder Charakter trägt seine eigenen inneren Konflikte mit sich herum, was zu einer Vielzahl von Spannungen und Missverständnissen führt. Als Leser wird man so in ein Geflecht von Emotionen hineingezogen, das sowohl Wut als auch Mitgefühl hervorrufen.

Besonders gefallen hat mir das sehr emotionale, letzte Drittel des Romans: Hier entfalten sich die Geheimnisse vollständig, Zusammenhänge klären sich, und die Charaktere werden mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen konfrontiert. Diese Auflösung ist so ergreifend und tragisch-schön, dass sie kaum jemanden unberührt lassen dürfte.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt aus meiner Sicht jedoch: Nach der emotional wuchtigen Auflösung kam das Ende für mich etwas abrupt. Ich hätte mir gewünscht, die Geschichte hätte noch ein wenig Raum erhalten, um die Ereignisse nachwirken zu lassen.

Trotzdem überwiegt die Begeisterung für diesen intensiven Roman. Alles, was wir niemals sagten ist eine gefühlvolle, aufwühlende und unvergessliche Lektüre über Liebe, Schmerz, Familie und das, was unausgesprochen bleibt.

Ein Buch für alle, die emotionale Geschichten lieben und bereit sind, sich von einem Buch das Herz brechen – und zugleich wärmen – zu lassen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Packender Thriller in düsterer Atmosphäre

Die Villa am See (Psychothriller)
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„Die Villa am See“ von Rose Hard ist ein fesselnder Psychothriller, der im FeuerWerke Verlag erschienen ist.

Nach einem schweren Autounfall erwacht Jessie ohne jegliche Erinnerung an ihr vorheriges Leben. ...

„Die Villa am See“ von Rose Hard ist ein fesselnder Psychothriller, der im FeuerWerke Verlag erschienen ist.

Nach einem schweren Autounfall erwacht Jessie ohne jegliche Erinnerung an ihr vorheriges Leben. In der kühlen Atmosphäre der Villa, die einst den verstorbenen Eltern ihres besorgten Verlobten gehörte, soll sie nun genesen. Doch Albträume, bruchstückhafte Erinnerungen und verstörende Visionen lassen Jessie an ihrer eigenen Wahrnehmung zweifeln. Die unnahbare Haushälterin und der grantige Gärtner erschweren ihr das Ankommen zusätzlich – beide verhalten sich zunehmend seltsam und verdächtig.

Auch zu ihrem Verlobten kann Jessie keine echte Vertrauensbasis aufbauen, sodass sie bald an allen Menschen in ihrer Umgebung zweifelt.

Rose Hard versteht es hervorragend, die Leser gemeinsam im Dunkeln zu lassen. Immer wenn ich glaubte, ein Motiv oder die Wahrheit hinter den Ereignissen erkannt zu haben, wurde ich von der Handlung überrascht und meine Vermutungen über den Haufen geworfen. Das Ende war daher eine Überraschung.

Ein kleiner persönlicher Funfact: Es ist tatsächlich schon das zweite Buch hintereinander, in dem die Hauptfigur ihr Gedächtnis verloren hat.

Mein Fazit: Ein spannender Thriller – absolut lesenswert, auch wenn man sonst eher selten zu diesem Genre greift!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Ein Deal fü(h)r(t) die Liebe

Love, uncovered
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Love, uncovered ist Teil 2 der Dating-Reihe und besticht durch seine absolut liebenswerten Protagonisten. Wie es der Name der Buchreihe schon sagt, geht es um Dating, (unterdrückte) Gefühle, Familie, alte ...

Love, uncovered ist Teil 2 der Dating-Reihe und besticht durch seine absolut liebenswerten Protagonisten. Wie es der Name der Buchreihe schon sagt, geht es um Dating, (unterdrückte) Gefühle, Familie, alte Wunden und natürlich Liebe.

Kim hat im Buch einen schwierigen Start. Trotzdem hat sie mich mit ihrer taffen Art schnell von sich überzeugt. Sie ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die trotz aller Widrigkeiten und Schicksalsschläge ihren Weg geht.
Conrad war mir bereits in der Leseprobe auf Anhieb sehr sympathisch. Er ist sehr charmant, authentisch und ein großer Familienmensch.
Beide haben aus ihrer Vergangenheit ein ordentliches Päckchen zu tragen.

Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Geschichte immer wieder abwechselnd aus Kims oder Conrads Sicht erzählt wird. Dadurch erfahren wir sehr viel aus der familiären Vergangenheit beider Hauptcharaktere und über die verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen. Dabei wird die Handlung nicht unübersichtlich oder langweilig.
Es hat Spaß gemacht Kim und Conrad auf ihrem Weg zu begleiten. Die Handlung hat viel Leichtigkeit und kindliche Freude und gleichzeitig so viel Tiefgang und Annäherung zu bieten.

Wer romantische Geschichten mag und die Unsicherheit des Verliebtseins miterleben möchte, wird dieses Buch auf jeden Fall mögen.
Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnis von Teil 1 gelesen werden.



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Veröffentlicht am 07.02.2026

Zwischen Dunkelheit und Verlangen

No One to Save me
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Ich durfte No One to Save Me von Mara Harte im Rahmen einer Leserunde testlesen – und ich war richtig neugierig, was mich erwarten würde. Forbidden Love, dunkle Geheimnisse, ein gefährlicher Mann mit weichem ...

Ich durfte No One to Save Me von Mara Harte im Rahmen einer Leserunde testlesen – und ich war richtig neugierig, was mich erwarten würde. Forbidden Love, dunkle Geheimnisse, ein gefährlicher Mann mit weichem Kern und eine Heldin, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt – das klang nach genau meinem Beuteschema. Der Roman ist im Oktober 2025 bei RebelYou Publishing erschienen und ist der erste Teil der Sacred Sins-Reihe, die aber in sich abgeschlossen ist.
Die Geschichte dreht sich um Reverie, eine Tänzerin, die zufällig einen Mord beobachtet und dadurch mitten in die Welt des Verbrechens gerät. Gejagt wird sie vom ehemaligen Arzt Caelan Dorne, der im Auftrag eines Unterweltbosses handelt. Zwischen Flucht, Gefahr und Verfolgung entsteht eine Anziehung, die beide nicht ignorieren können – und irgendwann verschwimmen die Grenzen zwischen Feind und Beschützer, Pflicht und Verlangen.
Ich muss ehrlich sagen: Der Einstieg fiel mir nicht leicht. Die erste Hälfte war für mich etwas zäh, weil sich vieles in Reveries und Caelans Gedanken abgespielt hat. Mir haben anfangs die Dialoge gefehlt, die dem Ganzen mehr Leben eingehaucht hätten. Aber ab der Mitte – als die beiden sich endlich näherkommen und die Spannung auch auf emotionaler und körperlicher Ebene spürbar wird – konnte mich die Geschichte dann mitnehmen.
Die Chemie zwischen Reverie und Caelan ist intensiv. Gegen Ende wurde es dann emotionaler, obwohl vieles unausgesprochen bleibt – genau dieses „Zwischen-den-Zeilen-Fühlen“ macht das letzte Drittel so besonders.
No One to Save Me ist eine düstere und zugleich berührende Liebesgeschichte über Vertrauen, Verlangen und innere Rettung mit einer unerwartet tiefen Emotionalität und einem Helden, der moralisch grau, aber schwer zu vergessen ist.

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