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Veröffentlicht am 26.07.2025

Die Macht der Sterne und was daraus werden kann…..

Standing Ovations
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Die Macht der Sterne und was daraus werden kann…

Der Kritiker Alex Lyons vergibt bei einem Nachwuchsfestival einer Künstlerin nach Besuch deren Show , ein Stern. Was wohl kein grosses Problem hätte werden ...

Die Macht der Sterne und was daraus werden kann…

Der Kritiker Alex Lyons vergibt bei einem Nachwuchsfestival einer Künstlerin nach Besuch deren Show , ein Stern. Was wohl kein grosses Problem hätte werden können, wenn er sie nicht später am Abend in einer Bar aufgegabelt hätte und zu sich in sein Bett genommen hätte. Er wusste wer sie war, sie aber nicht und erfährt es nichtsahnend am nächsten Morgen in seiner Küche, mit wem sie da die Nacht verbracht hat, denn sein Gesicht ist neben der abgedruckten Rezension ihrer Show bestens zu erkennen, in der Zeitung die da griffbereit auf dem Küchentisch liegt… und so nimmt die Geschichte ihren Lauf..

Das Buch schneidet diese absolut aktuellen Themen zu me too und dem Machtmissbrauch zumeist männlicher Personen und deren Verhalten an. Zwar nur oberflächlich, denn es geht hier ausschliesslich um Alex und Hayley.
Erzählt wird das alles aus Sicht von Sophie, Alex Kollegin, die sich mit ihm während des Festivals dort eine Wohnung teilt , um für die Zeitung bei der beide arbeiten darüber zu berichten.

Sophie ist Mutter eines kleinen Sohnes und leidet unter der dreiwöchigen Trennung ihrer kleinen Familie sehr. Und als Randbeobachterin erzählt sie uns mit Abstand Ihre Geschichte und was mit Alex und Hayley passiert. Denn Hayley schwört nicht nur Rache. Sie nimmt sie auch und stellt ihre Show radikal um und macht daraus eine Abrechnung mit Alex und Männern wie Alex. Diese Show wird ein voller Erfolg und Alex als das Arschloch angeprangert und jede darf sich in der Show melden und mitmachen, ihre Geschichte erzählen, wenn sie von einem Mann und am besten von Alex gedemütigt wurde. Und das sind eine ganze Menge von Frauen.

Zu Beginn haben mich diese temporeichen Geschehnisse sehr mitgerissen und ich fand es herrlich, doch dann verliert sich Sophie , die Erzählerin viel in Selbstmitleid und macht diese Geschichte zähflüssig. Das hätte man meiner Meinung nach mehr verkürzen können, denn weitergebracht hat es diese Geschichte nicht. Im Gegenteil, es hat eher genervt und abgelenkt. Und die Spannende Atmosphäre verlor sich leider ganz.

Die Spannung, die am Anfang spürbar war, verlor sich deshalb in der Mitte total und erst zum Ende hin kommt wieder mehr Bewegung ins Geschehen was aber nicht sehr überzeugend war. Und das konnte mich auch dann nicht mehr so wirklich überraschen.

So vergebe ich 3 Sterne

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Kleine Biester

Wenn wir lächeln
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Rasant , hektisch , sprunghaft und mit grossen Fragezeichen , was ist wirklich passiert ? lies mich diese Geschichte eher ratlos zurück.
Das Thema Freundschaft und das es an der Ruhr spielt, hatte mich ...

Rasant , hektisch , sprunghaft und mit grossen Fragezeichen , was ist wirklich passiert ? lies mich diese Geschichte eher ratlos zurück.
Das Thema Freundschaft und das es an der Ruhr spielt, hatte mich neugierig gemacht aber der Schreibstil und die knappen Kapitel haben es mir sehr schwer gemacht in diese Geschichte vollends einzutauchen.
Die Geschichte beginnt mit einem Sprung von einer Eisenbahnbrücke in den Fluss die Ruhr , wobei ich nie wirklich verstanden habe, was ist jetzt eigentlich dort passiert ? Denn diese hektischen Zeitsprünge und keine klaren Abfolge der Geschehnisse, konnte ich mich nicht zurechtfinden und fragte mich ständig wo sie sich jetzt gerade zeitlich befindet . Ebenso mit den ständigen nur Angedeuteten oder wahren Geschehnissen. Was ist passiert in dem Tunnel , war sie zu betrunken um so schnell zum Opfer zu werden? ….
Es werden eine Menge Probleme heranwachsender abgearbeitet, wie Pubertät , Standesdünkel , Loyalitätskonflikte, Gewaltfantasien , Unsicherheiten und das alles zusammen mit der besten Freundin , mit der man durch dick und dünn geht. Wie zwei Schwestern , es geht nur um die beiden, obwohl die Autorin dieses Gefühl nur aus einer Sicht, von Jara erzählt.
Ihre Freundin Anto ist hübsch, rebellisch , manipulativ und sprunghaft . Ihre Mutter ist beruflich sehr erfolgreich und vermögend , hat aber nie Zeit für Anto . Sie spielt Jara vor teure Sachen für einen Kick zu stehlen um sie zu beeindrucken. Anto ist einfach einsam.
Die Beziehung der beiden , konnte mich nicht wirklich überzeugen . Es blieben zu viel Verwirrung zurück und die Umsetzung überzeugte mich nicht.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Zwischen zwei Welten

Issa
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Ich habe mich schon sehr schwergetan mit dem Lesen der Geschichte von Issa. Ich musste öfters ein Kapitel noch mal lesen oder auch einzelne Seiten, weil es mich sehr verwirrt hat mit den ganzen Namen und ...

Ich habe mich schon sehr schwergetan mit dem Lesen der Geschichte von Issa. Ich musste öfters ein Kapitel noch mal lesen oder auch einzelne Seiten, weil es mich sehr verwirrt hat mit den ganzen Namen und den ganzen Menschen das mir das Folgen schwerfiel. Auch die ganzen Verwandten , Cousinen , Cousins und Nachbarn die zu Besuch bei ihrer Oma in Kamerun immer alle auftauchten, fand ich verwirrend. Dann diese schrecklichen Opferrituale. Die darin gipfelten das der Göttin des Meeres eine lebendige Ziege geopfert werden musste , die Issa einige Tage als Haustier hielt , von der dann auch Issa mit aß , das hat mir nicht gefallen und die Schächtung der Ziege fand ich furchtbar.
Issas Geschichte interessierte mich und ich war neugierig, wie sie den Bogen spannte und die Geschichte von 5 Frauen aus ihrer Familie erzählt, die in der Zeit Afrikas von damals vor 100 Jahren bis in die heutige Zeit lebten.

Die verschiedenen Epochen erzählen von Kolonialismus, von Kriegen , Vertreibung, Missbrauch , Vergewaltigungen ,Gewalt und Aids. Dem bunten kamerunischen Leben, die Unterdrückung der Frauen, die Polygamie, das leben der Traditionen und ihrer auch blutigen rituellen Opferrituale.
Issas Geschichte spielt in der Gegenwart, weil sie schwanger ist und Ärger mit ihrer Mutter hat kommt sie aus Frankfurt in das Land ihrer Vorfahren nach Kamerun.

Sie beschreibt flüssig ihre Erlebnisse in Kamerun. Von den Eigenarten und Spleens, Friseurbesuchen, den Alltagserlebnissen und schrägen und auch blutigen Ritualen . Immer wieder dreht es sich um Mutter Erde, der Göttin der weiblichen Kraft , wie sie mit Opfergaben gütig gestimmt werden soll. Finde ich etwas too much und übertrieben. Dinge wie Mutterschaft und Kinderkriegen sind wohl die wichtigsten Themen dort.
Und verdrängen wohl alle anderen Themen in den Hintergrund wie man nichts weiter näheres über ihn erfährt als das er wohl einBlödmann ist und Issa gerne unterdrückt.

Das Buch und Issa konnte mich nicht packen , es plätschert so langatmig vor sich hin . Zu Issa fand ich keine Nähe.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Flucht vor dem Krieg

Und dahinter das Meer
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Die 11-jährige Beatrix wird 1940 zum Schutz vor dem Krieg und den immer häufigen werdenden Luftangriffen auf London von ihren Eltern zu einer Gastfamilie in die USA geschickt wird. Zu Anfangs ist es für ...

Die 11-jährige Beatrix wird 1940 zum Schutz vor dem Krieg und den immer häufigen werdenden Luftangriffen auf London von ihren Eltern zu einer Gastfamilie in die USA geschickt wird. Zu Anfangs ist es für Beatrix , die von ihrer Gastfamilie liebevoll Bea genannt wird, schwierig ganz allein und so weit fort von ihrer Familie sich auf die Gastfamilie einzulassen.
Doch recht bald fühlt sie sich heimisch und verlebt unbeschwerte Jahre bei der Familie Gregory. Alle sind sehr nett zu ihr und besonders Mrs Gregory verwöhnt sie sehr, da sie sich immer ein Mädchen gewünscht hatte. Die glückliche Zeit vergeht viel zu schnell und sie verliebt sich in ihren Gastbruder William, und dann ist es Zeit, nach England zurückzukehren...

Es ist ein Debüt Roman und da mein Vater zu Kriegszeiten eben in eine Gastfamilie nach Irland geschickt wurde, habe ich mir von dieser Geschichte viel mehr erwartet. Er ist leicht und locker geschrieben. Für mich zu seicht und die Sorgen , Ängste und Nöte die zu der Zeit herrschen werden nur kurz angeschrammt. Gestört hat mich dieser sprunghafte Wechsel zwischen den Protagonisten, so konnte ich mich nicht so richtig auf diese Personen einlassen. So fehlte mir die Tiefe, um mich wirklich zu berühren.
So blieb mir auch Beatrix sehr oberflächlich . Bewundert habe ich Mrs Gregory, wie liebevoll und herzlich sie Beatrix aufgenommen hat.
Es plätschert so oftmals eher dahin, was ich so traurig finde, denn es ist eine schwere Zeit im Krieg und gegen Ende geht mir doch alles zu schnell und man erfährt zu wenig wie es dann zu diesem Ende kam. Ein Liebesroman, mehr nicht, in einer Zeit die ich zu seicht erzählt finde. So konnte ich leider wenig mit dieser Geschichte anfangen, wirklich schade!

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Trotz Klischees interessant

Pi mal Daumen
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Sehr unterhaltsam trotz dieser Klischees ...

,,Pi mal Daumen“ von Alina Bronsky ist eine warmherzige Geschichte von zwei Menschen aus völlig verschiedenen Welten, die durch die gemeinsame Zeit an der ...

Sehr unterhaltsam trotz dieser Klischees ...

,,Pi mal Daumen“ von Alina Bronsky ist eine warmherzige Geschichte von zwei Menschen aus völlig verschiedenen Welten, die durch die gemeinsame Zeit an der Universität und ihrer Begeisterung für Mathematik eine besondere Freundschaft schließen .
Die Geschichte ist unterhaltsam , konnte mich aber trotzdem nicht so recht überzeugen , denn ich finde sie sehr Klischeebehaftet, wer wie studiert oder es nicht kann auf Grund seiner Herkunft und Umfelds und Vorurteilen .

Die zwei Hauptpersonen sind wahre Mathefreaks und vergessen fast alles andere um sich herum.
Oskar ist 16 Jahre ein Mathegenie mit autistischen Zügen aus einer adligen, sehr wohlhabender Familie. Er interessiert sich ausschließlich für Mathematik und ansonsten ist eher hilflos , weltfremd und kommt in seinem Leben nicht klar.
Am ersten Tag an der Uni trifft er auf Moni Kosinsky , Schrill , Blond , sexy gekleidet, 53 Jahre , Mutter und Großmutter, die er erst für eine Putzfrau hält und sie deshalb gern auf Abstand von sich hält .
Doch Moni ist auf dem zweiten Blick ebenfalls sehr begabt in Mathematik und sehr empathisch . So entwickelt sich zwischen diesen beiden, die nicht unterschiedlicher sein können erst eine Hilfsgemeinschaft und dann eine echte Freundschaft .
Diese Entwicklung ihrer Beziehung steht im Mittelpunkt.


Das alles liest sich sehr leicht und unterhaltsam aber so richtig berührt hat mich diese Geschichte nicht.
Monis Schulzeit und ihr jetziges Leben, wird sehr vermischt und das soll erklären , warum sie, trotz ihres schrecklichen Mannes und dem Rest ihrer hilflosen Familie , die Kraft und Energie aufbringt heimlich Mathematik zu studieren . In ihrer Kindheit liegt auch der Schlüssel warum sie so gut mit Oskar umgehen kann und auch mit diesen vielen Nebenjobs ihr Leben wuppt.

Oskar fehlt es auf Grund seiner Krankheit an Empathie, er ist schüchtern und arrogant und versteckt sich gerne hinter seinen Mr. Brown. Das war sein Mathe-Meister bevor er seinem anderen Idol an diese Uni folgte . Warum er ausgerechnet Mr. Brown begegnet war und wie viel von dieser Begegnung Einbildung ist , erschloss sich mir nicht klar. An einigen Stellen habe ich mich sehr gut amüsiert und unterhalten aber das Ende habe ich nicht verstanden und es ließ mich ratlos zurück.

Daher gebe ich 3 Sterne

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