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Veröffentlicht am 12.09.2025

Gegensätze ziehen sich an

Queens Cartel (Band 1) - With All Your Scars
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Cillian Harlow ist für jeden in Leeds ein Begriff, auch für Florie. Doch sie beide befinden sich in völlig unterschiedlichen Leben und die Chance, dass sie jemals aufeinandertreffen ist ziemlich gering...aber ...

Cillian Harlow ist für jeden in Leeds ein Begriff, auch für Florie. Doch sie beide befinden sich in völlig unterschiedlichen Leben und die Chance, dass sie jemals aufeinandertreffen ist ziemlich gering...aber dennoch nicht unmöglich. Als Florie auf Cillian trifft, kann sie es kaum glauben und als sie schließlich mit ihm einen Deal eingeht, zweifelt sie ernsthaft an ihrem Verstand. Für beide eine eher ungewollte Fügung und doch entwickelt sich schon bald mehr daraus.

Bisher habe ich nur Fantasy von Anne Lück gelesen, daher war ich sehr auf Queens Cartel gespannt. Der Schreibstil war auch hier wieder toll und sehr einnehmend. Habe ich das Buch einmal in die Hand genommen, konnte ich nur schwer wieder aufhören zu lesen. Anne Lück versteht es viele verschiedene Komponenten zu nehmen, wie Protagonist:innen, Nebencharaktere, Setting und Handlung, um daraus eine Geschichte zu formen, die unglaublich harmonisch ist und einfach funktioniert.

Auf Florie und Cillian war ich sehr gespannt. Der Klappentext deutet an, dass die beiden kaum unterschiedlicher sein könnten. In der Theorie mag das auch stimmen, da beide völlig verschiedene Leben führen und dennoch waren sie in der Praxis gut kompatibel, viel besser als erwartet.

Florie war mir sehr sympathisch und ich fand es immer spannend, sie bei ihrer Arbeit im Krankenhaus begleiten zu können. Sie geht in ihrem Beruf auf und das merkt man sofort. Sie will Menschen helfen, das ist ihr Ziel. Ein Ziel, das man Cillian im Gegensatz nicht unbedingt zuordnen würde, zumindest nicht zu Beginn. Sein Charakter war dann aber doch sehr überraschend. Seine Stellung verlangt eine gewisse Art von ihm, aber im Grunde ist er eigentlich kein böser Mensch, wie es sein Ruf vermuten lassen würde. Seine Familie und Freunde liegen ihm sehr am Herzen und er sorgt sich um ihr Wohlergehen. Sie wollen beide Menschen helfen und am Ende ist es das, was sie miteinander verbindet.

Das Tempo der Liebesgeschichte hat mir gut gefallen und war mir nicht zu hektisch. Auch der Suspense Anteil konnte mich fesseln und von sich überzeugen. Über die Mafia habe vorher noch nie gelesen, erst recht nicht über die Mafia in England, daher waren die meisten Eindrücke auch sehr neu für mich.

Fazit: Ein wirklich toller erster Band, der mich von Anfang an überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Geheime Magie

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Seit Jahren kontrollieren die Fae die Menschen und verlangen jährlich eine Entschädigung der Dörfer, nur dann werden sie am Leben gelassen.
Das Dorf von Emelin will sich dem nicht länger aussetzen und ...

Seit Jahren kontrollieren die Fae die Menschen und verlangen jährlich eine Entschädigung der Dörfer, nur dann werden sie am Leben gelassen.
Das Dorf von Emelin will sich dem nicht länger aussetzen und besiegelt diese Entscheidung mit einem Fest.
Emelin jedoch muss zu Hause bleiben und gefrustet von dieser Situation wirkt sie verbotenerweise Magie, als plötzlich der Silent Death auftaucht, der Henker der Fae-Königin, und sie dabei erwischt.
Ohne große Erklärungen nimmt er sie gegen ihren Willen mit zum Hof der Fae, aber nicht um sie zu verraten oder noch schlimmeres mit ihr anzustellen, sondern um sie um ihre Hilfe zu bitten.
Er will die Königin besiegen und mit ihrer Magie könnte er es vielleicht endlich schaffen.

Ich bin ziemlich begeistert von diesem Reihenauftakt!
Ich mochte schon immer Geschichten, in denen Fae die Hauptrolle spielen und auch wenn ich dadurch schon einiges gelesen hatte, gab es dennoch so viele neue Dinge, die es zu entdecken gab.
Das Magiesystem war sehr spannend und kannte ich in der Art auch noch nicht.
Das Spiel der Farben und die Magie dahinter waren einzigartig und viel intensiver und stärker, als ich es zu Beginn angenommen hatte.
Aber auch der Rest dieser Welt, in der es nicht nur Fae, sondern auch andere Wesen gibt, war einnehmend und konnte mich die gesamte Zeit fesseln.

Emelin wird mit Wahrheiten konfrontiert, die sie nie für möglich gehalten hätte und die auch ein großer Bestandteil ihrer Entwicklung sind.
Von einer unterdrückten Tochter, zu einer starken jungen Frau.
Auch Creon war ganz anders, als ich erwartet habe.
Er versteckt viel von sich, aber wenn dann doch mal Informationen über ihn aufblitzen, hinterlassen diese ein gutes Gefühl.
Da Creon nicht reden kann, mussten die beiden eine Art finden zu kommunizieren und das hat ihnen sehr viel mehr Tiefe verliehen, als wenn sie "nur" miteinander gesprochen hätten.

Das Buch ist mit fast 560 Seiten sehr lang und zwischendurch gab es schon ein paar Längen.
Zwar ist auch dort immer etwas passiert, aber vielleicht hätte man es kürzer und kompakter zusammenfassen können.
Da mich der Rest des Buches aber zu hundert Prozent überzeugen konnte, ist das vergleichsweise ein unbedeutender Kritikpunkt.

Fazit: Eine faszinierende Geschichte über die Welt der Fae und ein sehr gelungener Reihenauftakt, der ziemlich vielversprechend ist für die restlichen Bände der Reihe.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Eine intensive Geschichte

Hero
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In der Vergangenheit hatte Hero viel Pech in der Liebe und mit den Männern in ihrem Leben.
Manchmal hat es das schlechteste in ihr hervorgerufen und so möchte sie sich nie wieder fühlen.
Die Liebe schien ...

In der Vergangenheit hatte Hero viel Pech in der Liebe und mit den Männern in ihrem Leben.
Manchmal hat es das schlechteste in ihr hervorgerufen und so möchte sie sich nie wieder fühlen.
Die Liebe schien lange Zeit keine Option mehr für sie zu sein, bis sie auf einen Mann traf, der sie alles überdenken ließ.
Mit ihm führt sie die glücklichste Beziehung ihres Lebens, bis er sie ein paar Jahre später fragt, ob sie seine Frau werden will.
Hero ist sich ihrer Antwort nicht sicher, weil sie nicht weiß, ob sie überhaupt heiraten möchte.
Verletzt sucht ihr Freund Abstand und verlässt für eine Woche die gemeinsame Wohnung und Hero hat sieben Tage Zeit, um sich darüber klar zu werden was sie will.

Ich muss gestehen, zu Beginn hatte ich gedacht, dass dieses Buch wahrscheinlich nicht meinen Geschmack treffen wird. Mir fiel der Einstieg nämlich sehr schwer.
Der Schreib- und Erzählstil waren ziemlich speziell und manchmal auch etwas abstrakt.
Gleichzeitig konnte mich die Handlung schnell fesseln und ich war fasziniert von Hero und ihrer Art zu Denken.
Bald darauf war es dann auch nicht mehr schwer der Geschichte zu folgen und ich habe mich sogar etwas in den Schreibstil verliebt.
Dennoch würde ich sagen, dass das Buch definitiv Geschmacksache ist, vielleicht sogar noch mehr, als das bei anderen Büchern der Fall ist.
Mich konnte es jedoch wirklich überzeugen.

Hero hat sieben Tage Zeit um darüber nachzudenken, ob sie ihren Freund heiraten möchte oder nicht.
Lehnt sie seinen Antrag ab, sieht er keine Zukunft für die beiden.
In sieben Abschnitten, einen für jeden Tag, lässt sie ihre Gedanken fließen und schreibt alles für ihn auf, damit er es später lesen kann.
Sie beschäftigt sich viel mit ihrer Vergangenheit und erzählt von ihren Erfahrungen mit Männern und Beziehungen, bezieht dabei auch Beziehungen in ihrem Umfeld mit ein.
So versucht sie zu erklären, warum sie so fühlt wie sie fühlt und so denkt wie sie denkt.

Heros Vergangenheit ist keine leichte Geschichte und doch hat sie sie zu dem Menschen gemacht, der sie jetzt ist.
Sie will nicht nur die Frau an der Seite eines Mannes sein, sie will noch so viel mehr sein, aber geht das noch, wenn sie erstmal verheiratet ist?
Nur weil es für viele andere die richtige Entscheidung ist, muss es das für sie auch sein?
Darf sie nicht einfach ihr Leben so leben, wie sie es möchte und nicht wie andere es sich für sie vorstellen?
Hero hinterfragt weibliche Rollenbilder und den Stand der Frau in der Gesellschaft, auf eine höchste authentische und emotionale Art und Weise.
Dabei kommt auch immer wieder die Frage auf, ob sie ihren Freund heiraten soll der nicht.
Sie liebt ihn, sehr sogar, aber was ist, wenn Liebe allein nicht reicht?

Fazit: Eine einnehmende Geschichte über eine junge Frau, die sich den Herausforderungen des Lebens und der Liebe stellt. Eine absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Eine Liebe, die bis zu den Sternen reicht

Atmosphere
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Joan liebt die Sterne seit sie denken kann.
Sie hat sie sogar zu ihrem Beruf gemacht und arbeitet als Professorin für Astrophysik.
Am wohlsten fühlt sie sich, wenn sie abends, zusammen mit ihrer Nichte ...

Joan liebt die Sterne seit sie denken kann.
Sie hat sie sogar zu ihrem Beruf gemacht und arbeitet als Professorin für Astrophysik.
Am wohlsten fühlt sie sich, wenn sie abends, zusammen mit ihrer Nichte Frances, hoch zu den Sternen schauen kann.
Als sie die Gelegenheit bekommt, als eine der ersten Frauen überhaupt für das Space-Shuttle-Programm der NASA ausgewählt zu werden, kann sie ihr Glück kaum fassen und sie möchte nur noch eines, sie will hoch zu ihren geliebten Sternen.
Womit sie nicht gerechnet hat ist, dass sie nicht nur auf die Sterne treffen wird, sondern auch auf die Liebe.

Ich weiß nicht, ob ich das Buch beendet habe oder ob das Buch mich beendet hat.
Taylor Jenkins Reid gehört schon seit langer Zeit zu meinen Lieblingsautorinnen und mit "Atmosphere" hat sie mich erneut daran erinnert, warum das der Fall ist.

Ich finde es beeindruckend, wie die Autorin es geschafft hat, das Thema Raumfahrt, Astronomie und NASA so eindrucksvoll und authentisch zu beschreiben.
Man hat während des Lesens gemerkt, dass sie sich intensiv damit beschäftigt hat.
Auf die Thematik war ich auch sehr gespant.
Bislang hatte ich in diesem Bereich keinerlei Berührungspunkte, aber es hat mich sehr interessiert und am Ende konnte ich Joans Liebe und Begeisterung ohne Zweifel verstehen.
Doch während ich am Anfang noch dachte, das wäre der Hauptaspekt der Geschichte, wurde ich später eines besseren belehrt.
Es ging um so viel mehr.

Es ging um Träume, Liebe, Freundschaft, Familie und darum das sie nicht der klassischen "Norm" entsprechen muss, um eine zu sein.
Joan sucht ihren eigenen Platz im Universum, weil sie zuvor noch nie das Gefühl hatte angekommen zu sein, außer wenn sie Zeit mit ihrer Nichte verbringt, die für sie viel mehr wie eine Tochter ist.
In all diesen Dingen und Beschreibungen lag unglaublich viel Gefühl und Bedeutung.
Dadurch waren Joan, Vanessa, Frances und alle anderen Charaktere sehr nahbar und sie sind mir alle schnell an Herz gewachsen.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, zum einen 1980, der Beginn von Joans Zeit bei der NASA und zum anderen 1984, während der Mission STS-LR9.
Während man im Jahr 1980 und im weiteren Verlauf der Zeit, Joan und den Rest der Gruppe begleiten und mit ihnen zusammen wachsen kann, sind die Ereignisse im Jahr 1984 höchst dramatisch, da die Mission nicht so verläuft wie geplant.

Auch wenn das Buch für mich eine sehr emotionale Achterbahnfahrt war, würde ich es am liebsten sofort nochmal lesen und danach würde ich jedem empfehlen, diese Geschichte ebenfalls zu lesen.
Ein absolutes Highlight und ich würde dem Buch auch zehn Sterne geben, wenn ich könnte.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Absoluter Pageturner!

Kodiak Echoes – Hide me
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Brynn ist auf der Flucht.
Sie hat Dinge erfahren und gesehen, über die sie niemals Bescheid wissen durfte.
Zu ihrer Sicherheit kommt sie ins Zeugenschutzprogramm und wird ins kleine Echo Cove, in Alaska, ...

Brynn ist auf der Flucht.
Sie hat Dinge erfahren und gesehen, über die sie niemals Bescheid wissen durfte.
Zu ihrer Sicherheit kommt sie ins Zeugenschutzprogramm und wird ins kleine Echo Cove, in Alaska, gebracht.
Dort soll sie sicher sein, doch der Schein trügt.
Echo Cove hat seine eigenen Geheimnisse, so auch ihr Nachbar Archer.
Wem kann sie trauen und wer hat es möglicherweise auf sie abgesehen?

Ich bin so begeistert von diesem Buch!
Sobald ich angefangen habe zu lesen, wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Es hat mich immer sofort in seinen Bann ziehen und mich nach dem Lesen nie losgelassen, bis ich endlich wieder zum Buch greifen konnte.
Ich wusste, dass es Romantic-Suspense ist, trotzdem habe ich mit so viel Spannung nicht gerechnet.
Oft ist der Romance-Anteil größer, aber hier gab es eine wirklich gute Balance und die Spannung ist nie verloren gegangen, sondern war immer da und greifbar und würde zunehmend größer und größer.

Brynns Situation ist besonders und ich habe noch nie über eine Protagonistin gelesen, die sich im Zeugenschutzprogramm befindet.
Man weiß nicht von Anfang an, wie es dazu kam, aber das war auch nicht schlimm, ihre Emotionen und Gedanken konnte man auch ohne Hintergrundwissen nur allzu gut verstehen.
Insgesamt wurde ihre Gefühlswelt sehr authentisch dargestellt.

Archer als Gegenpart fand ich gelungen.
Auch aus seiner Sicht gab es ein paar Kapitel, aber weitaus weniger als von Brynn.
Doch so wie Brynn, trägt auch Archer eine schwere Last mit sich herum und das schon seit einer langen Zeit.
Die beiden mögen sich zu Beginn gar nicht und ihre Dialoge haben etwas Humor in die Geschichte gebracht und eine kleine Portion Leichtigkeit hat zwischendurch nicht geschadet.

Das Setting in Alaska und speziell in der Kleinstadt Echo Cove mochte ich sehr gerne und wurde meiner Meinung nach perfekt gewählt.
Es passt zu der Stimmung des Buches, kalt und düster, aber auch geheimnisvoll.
Echo Cove hat seine eigene Geschichte und noch wurden nicht alle Antworten offengelegt, aber dafür gibt es ja Band zwei, auf den ich nun sehnsüchtig warten werde.

Fazit: Ein absoluter Pageturner bis zur letzten Seite und eine riesige Empfehlung für alle Fans des Genres.

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