Eines meiner Lieblingsbücher von Kafka. Man kann die Verzweiflung des Protagonisten richtig spüren, wie es sich scheinbar immer mehr von seinem Ziel entfernt, je mehr er sich anstrengt, es zu erreichen. ...
Eines meiner Lieblingsbücher von Kafka. Man kann die Verzweiflung des Protagonisten richtig spüren, wie es sich scheinbar immer mehr von seinem Ziel entfernt, je mehr er sich anstrengt, es zu erreichen. Tragisch!
Das Buch ließ sich wirklich sehr gut lesen, trotz der recht schweren Thematik geling es der Autorin, sehr viel Freude und Leichtigkeit in die Geschichte hineinzubringen.
Maggie hat fast ihr ganzes Leben ...
Das Buch ließ sich wirklich sehr gut lesen, trotz der recht schweren Thematik geling es der Autorin, sehr viel Freude und Leichtigkeit in die Geschichte hineinzubringen.
Maggie hat fast ihr ganzes Leben lang sehr vorsichtig und zurückgezogen gelebt, weil sie einen angeborenen Herzfehler hat. Zuerst ist sie dadurch sehr eingeschränkt und schwach gewesen, doch auch nach der rettenden Organspende kann sie ihr Leben nicht genießen, weil sie ständig Angst hat. Angst, sich zu sehr anzustrengen, Angst, ihre Eltern und ihre Schwester traurig zu machen, falls ihr etwas passiert. Denn vor Jahren ist ihre älteste Schwester Cat gestorben und sie könnte es ihrer Familie nicht antun, sie auch noch zu verlieren.
An ihrem ersten „Herzgeburtstag“ – ein Jahr nach der Transplantation – bricht sie plötzlich zusammen und wacht in einem fremden Körper auf. Von nun an lebt sie Emilys leben und kann endlich all das tun, was sie sich immer erträumt hat. Dabei ist Maggie aber hin und hergerissen, das zu tun, was Emily gewollt hätte, und für sich selbst zu leben. Maggie möchte daher jetzt Emilys „Bucketlist“ abarbeiten - oder doch eigentlich ihre eigene?
Warum ist sie gerade in Emilys Körper aufgewacht?
Das Buch schafft es, die große philosophische Frage nach dem Sinn des Lebens auf eine sehr positive Art zu thematisieren, auch wenn der drohende Tod eigentlich bei jedem Leben allgegenwärtig ist und man nie weiß, wann es zuende ist.
Besonders schön geschrieben fand ich die Erkenntnis, dass es keine großen Dinge sein müssen, die das Leben ausmachen, sondern dass das Glück in den kleinen Erlebnissen, Freunden, gemeinsamer Zeit, steckt. Und dass man wirklich jeden Moment genießen sollte, da man nie weiß, wann es vorbei ist. Das vergisst man im Alltag mit Arbeit, Sorgen etc. schnell mal.
Für mich hat das Buch auch einiges zum Nachdenken geboten und einiges angestoßen – und richtig Reiselust geweckt. :D
Lange hat mich ein Krimi nicht mehr so gepackt wie "Die Schwester", sodass ich die halbe Nacht wach war, weil ich es unbedingt zuende lesen musste. Ich würde sogar fast sagen, dass dies eher ein (PsychThriller ...
Lange hat mich ein Krimi nicht mehr so gepackt wie "Die Schwester", sodass ich die halbe Nacht wach war, weil ich es unbedingt zuende lesen musste. Ich würde sogar fast sagen, dass dies eher ein (PsychThriller ist, da die Geschichte zu einem Großteil aus Ich-Perspektive der Schwester Mara erzählt wird. Im Wechsel erfährt man aus personaler Sicht die Ermittlerinnenperspektive.
Ich fand das Buch sehr gut aufgebaut, bis kurz vor Schluss habe ich nicht geahnt, was passiert sein könnte. Ich möchte nicht viel vom Plot erwähnen, weil dies zu viel spoilern würde. Aber es wird ein sehr wichtiges (leider immer noch Tabu-)Thema behandelt.
Die Figuren waren gut ausgearbeitet, man blickt hinter die "perfekte" Fassade einer gutbürgerlichen Familie, hinter der sich einige Abgründe auftun.
Ich könnte mir gut eine Reihe mit Ermittlerin Pia vorstellen (Oliver kann gerne verschwinden).
Das Cover des Buchs gefällt mir sehr gut, es passt perfekt zum Inhalt und ist einfach mal etwas anderes, das sofort ins Auge fällt und auch haptisch eine coole Idee ist.
Ich bin sofort gut in die Geschichte ...
Das Cover des Buchs gefällt mir sehr gut, es passt perfekt zum Inhalt und ist einfach mal etwas anderes, das sofort ins Auge fällt und auch haptisch eine coole Idee ist.
Ich bin sofort gut in die Geschichte gekommen, durch Ursula Poznanskis tollen Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten.
Tessa und Philipp nehmen als Kanditat:innen mit insgesamt 100 Teilnehmer:innen an einem Spiel teil, bei welchem man nicht lügen darf. Der oder diejenige, der/die am längsten durchhält, gewinnt am Ende 5 Millionen Euro. Wer bei einer Lüge ertappt wird, muss sich jedoch seiner größten Angst im Leben stellen.
Diese Ausgangssituation fand ich super spannend und innovativ. Mit Tessa und Philipp haben wir auch zwei Kandidat:innen, die recht unterschiedlich an die Challenge herangehen, das fand ich super umgesetzt und nachvollziehbar erzählt. So konnte man auch immer überlegen, wie man selbst in gewissen Situationen reagieren bzw. sich verhalten würde.
Es passieren auch gleich einige merkwürdige Dinge. Die ganze Firma, die den Wettbewerb ausrichtet, ist ziemlich mysteriös. Niemand stellt sich mit richtigem Namen vor, man muss einen notariell beglaubigten Vertrag unterschreiben und seine gesamten Persönlichkeitsrechte abgeben und wird quasi permanent überwacht, damit jederzeit eine mögliche Lüge registriert werden kann.
Auch der Weg, überhaupt an der Challenge teilnehmen zu können, ist irgendwie dubios (aber hier keine Spoiler)
Ich fand es sehr spannend, teilweise zu erfahren, warum die anderen Kanditat:innen ausgeschieden sind. Das hätte gerne noch häufiger vorkommen können. Daran sieht man deutlich, dass einem im Alltag permanent Kleinigkeiten, die man wahrscheinlich nicht mal als "Lüge" bezeichnen würde, rausrutschen ... super spannend, darüber mal näher nachzudenken!
Durch verschiedene Challenges wird das ganze Spiel noch spannender und es ist den Kandisat:innen auch erlaubt, unfair zu spielen bzw. zu versuchen, Gegner:innen gezielt zum Lügen zu bringen.
Tessa und Phillip freunden sich langsam an, obwohl sie ja eigentlich gegeneinander spielen – ob das gutgehen kann? Und es häufen sich verdächtige Vorkommnisse … was steckt wirklich hinter dem Spiel?
Der Schluss des Geschichte hatte es nochmal wirklich in sich und es hat mir gut gefallen, dass die Ereignisse schlüssig erklärt wurden. Auch wie das Spiel schließlich entschieden wurde, fand ich gut gelöst.
Insgesamt fand ich das Buch richtig gut und es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt: Wie oft und warum lügen wir im Alltag? Ist es Bequemlichkeit, Höflichkeit, Vermeidung von unangenehmen Situationen? Auf gewisses Verhalten in bestimmten Interaktionen ist man ja irgendwie konditioniert bzw. sozialisiert … Sowas wie „Mache ich gerne“, „Kein Problem“, „sorry, keine Zeit“ – obwohl man nur keine Lust hat etc. etc.
Dies war das zweite Buch, das ich von Petra Johann gelesen habe und es hat mir wieder extrem gut gefallen! (Könnte eine neue Lieblingsautorin werden.) Für mich eine 5/5 - es ist aber eher ein psychologischer ...
Dies war das zweite Buch, das ich von Petra Johann gelesen habe und es hat mir wieder extrem gut gefallen! (Könnte eine neue Lieblingsautorin werden.) Für mich eine 5/5 - es ist aber eher ein psychologischer Thriller, der sich langsam und rätselhaft entfaltet.
Zunächst wird aus der Ich-Perspektive erzählt und es beginnt ganz Idyllisch: Rebecca und Lucy leben mit ihrer fünf Monate alten Tochter Greta in dem kleinen Küstendorf Rerik. Rebecca kümmert sich hauptsächlich um Greta, während Lucy unter der Woche meistens in Hamburg bei der Arbeit ist.
Bei einem ihrer täglichen Strandspaziergänge lernt Rebecca Julia kennen und freundet sich sofort mit ihr an. Daraufhin treffen die Frauen sich eine Woche lang täglich - bis Julia zu einer Essenseinladung am Samstag nicht erscheint.
Rebecca stellt Nachforschungen an, aber Julia scheint wie vom Erdboden verschluckt. Niemand hat sie gesehen, sie hat in keinem der Hotels oder Apartments übernachtet. Wer war die Frau? Und wo ist sie hin? Rebeccas Sorge steigt - doch dann findet sie auf Lucys Tablet ein Foto von Julia. Woher kannten die beiden sich? Wer spielt hier ein falsches Spiel?
Danach wechselt die Perspektive und wir begleiten die Kommissarin Edda - denn in Rerik wurde eine Frauenleiche gefunden.
Mehr will ich gar nicht verraten. Der Thriller ist sehr spannend konzipiert. Durch die Befragung der unterschiedlichen Menschen, die alle irgendwie ein kleines Stück wissen, das zur Wahrheit beitragen kann, rätselt man zusammen mit Edda, was sich zugetragen haben könnte. Dabei kommen so einige menschliche Abgründe zum Vorschein ...