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Veröffentlicht am 26.05.2026

Doppelbuchung

Meeresdunkel
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3,5 / 5 Sterne

Beim Lesen von "Meeresdunkel" hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass Till Raether eine starke, bedrückende Atmosphäre erschafft. Die abgelegene Finca, die Klippen, das aufziehende Unwetter ...

3,5 / 5 Sterne

Beim Lesen von "Meeresdunkel" hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass Till Raether eine starke, bedrückende Atmosphäre erschafft. Die abgelegene Finca, die Klippen, das aufziehende Unwetter und die merkwürdige Doppelbuchung erzeugen ein Gefühl von Unruhe, das mich durchaus gefesselt hat. Gleichzeitig wurde für mich aber immer deutlicher, dass der Roman sehr viel auf einmal hineinpackt: die Tretbootfahrt im Unwetter, der Sturm, der umgefallene Baum, die plötzliche Unmöglichkeit, das Gebäude zu verlassen, der Dachboden. Diese Häufung von Ereignissen wirkte auf mich teilweise too much.

Unglaubwürdig fand ich die Reaktionen der Sanitäter. Für mich passte ihr Verhalten nicht zu einer realistischen Notsituation und riss mich dadurch aus der Geschichte heraus.

Das Gefühl der Isolation, die Spannung zwischen den Familien und die unterschwellige Bedrohung sind stark umgesetzt. Im letzten Drittel zieht die Handlung spürbar an, und die Auflösung fand ich durchaus gelungen.

Insgesamt ist "Meeresdunkel" für mich ein atmosphärischer, aber stellenweise überfrachteter Spannungsroman. Die Grundidee hat mich überzeugt, doch die Vielzahl an dramatischen Elementen und sehr starken Zusammenhängen gebe Punktabzüge.

Trotzdem bleibt das Buch für mich interessant genug, um es als ungewöhnliche, düstere Urlaubsgeschichte einzuordnen.


Klappentext

Es sollte der perfekte Urlaub werden, ein echter Familientrip, wie früher: Henrike, Hans, Onkel Freddy und die Zwillinge. Eine Woche ausspannen, die letzten Sommertage genießen. Vielleicht die Chance auf einen Neubeginn, weit weg vom Alltag – in der beeindruckenden Finca mit Blick über die Bucht.

Doch als sie ankommen, sind sie nicht allein: Es gab eine Doppelbuchung, noch eine weitere Familie ist angereist. Auch sie haben eine Woche Urlaub vor sich. Und weil die ganze Insel voll ist, ziehen beide Familien ins Ferienhaus ein. Die Stimmung ist gut, niemand möchte die Urlaubslaune verderben. Platz ist ja genug da.

Ganz leise bröckelt die schöne Fassade. Das Haus ist in die Jahre gekommen, der Pool längst trockengelaufen. Irgendwie scheint eine Bedrohung in der Luft zu liegen. Und ein Gewitter braut sich zusammen. Dann finden die Familien in der Finca eine Leiche. Es ist einer von ihnen.

Während draußen der Sturm wütet, bricht sich drinnen die Wahrheit Bahn. Keiner von ihnen ist zufällig hier. Jemand wollte, dass sie an genau diesem Ort zusammenkommen. Und nicht alle sind sich so fremd, wie sie vorgeben …


Über den Autor

Till Raether, geboren 1969 in Koblenz, arbeitet als freier Autor in Hamburg, u.a. für das SZ-Magazin. Er wuchs in Berlin auf, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Amerikanistik und Geschichte in Berlin und New Orleans und war stellvertretender Chefredakteur von Brigitte. Sein Sachbuch Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben? stand 2021 wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Sein Kriminalroman Sturmkehre, Band 7 seiner Danowski-Reihe, wurde 2025 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet, bereits mit Treibland und Unter Wasser war er nominiert. Meeresdunkel ist sein erster Thriller. Till Raether ist verheiratet und hat zwei Kinder.

(Quelle rowohlt)

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Kettenreaktion

Die Lieferantin
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Inhalt:
London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet ...

Inhalt:
London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, und sie werden von Drohnen geliefert. Anonym, sicher, perfekt organisiert.
Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen – ihre Gegner sind mächtig, und sie lauern an jeder Straßenecke.


Meine Meinung:
Der Schutzgeldeintreiber Gonzo, der für eine der bekanntesten Drogenbanden Londons arbeitet, verschwindet spurlos und dies löst eine Kettenreaktion aus. Die Boyce-Bande möchte dies aufklären und schreckt vor Gewalt nicht zurück. Dazu noch die unbekannte "Lieferantin" – niemand weiß wer dahinter steckt, jedoch verkauft sie zufriedenstellend Ware und das mit extrem kurzen Lieferzeiten – und dabei agiert sie in dem Territorium der bestehenden Drogenhändler Londons.

Wenn ich das Buch in einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich sagen es geht um Drogen, Drohnen, Geld und Gewalt.

Die Idee der Drohnen und der Drogenauslieferungen war sehr interessant. Die Drohnen wurden aufwendig entwickelt und hatte die ein oder andere Funktion, welche anderen später zum Verhängnis wurden.

"Für den Fall, dass sie von ihrer route abkam, festgehalten wurde, über einen längeren Zeitraum den Kontakt zur Basis verlor oder sonst was Ungeplantes geschah, löschte sieihre Programmierung vollständig."

Der Einstieg ist sehr gelungen und man findet sofort Gefallen an dem Buch.

Ein solider Thriller – wobei ich diesen wohl weniger als solchen einstufen würde, da er zwar spannend war aber mich nicht permanent gefesselt sonder eher unterhalten hat.

Die kniffliegen Zusammenhänge und Wendungen haben mit dem Schluss wirklich eine tolle Abrundung des Buches gefunden.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

düsteres Romantasy‑Debüt

The Ordeals
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Meine Meinung

Ich war aufgrund des Klappentextes neugierig auf "The Ordeals". Am meisten mochte ich die Atmosphäre, die dunkle, spannungsgeladene Welt konnte mich auch zu Beginn gleich in den Bann ziehen.

Sophia ...

Meine Meinung

Ich war aufgrund des Klappentextes neugierig auf "The Ordeals". Am meisten mochte ich die Atmosphäre, die dunkle, spannungsgeladene Welt konnte mich auch zu Beginn gleich in den Bann ziehen.

Sophia hat mich berührt: eine junge Illusionistin, die unter der Kontrolle ihres Onkels steht und deren Magie sie körperlich auslaugt. Ihr verzweifelter Wunsch, an Killmarth aufgenommen zu werden, um endlich frei zu sein, hat für mich die emotionale Wucht der Geschichte ausgemacht. Die brutalen Prüfungen wirkten dabei weniger wie Action, sondern eher wie psychologische Belastungstests, die mich beim Lesen richtig mitfiebern ließen.

Die Mischung aus Romantasy und Dark‑Academia‑Atmosphäre hat mich stark angesprochen. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass manche Tropes (sehr) vorhersehbar sind und sich das Buch an einigen Stellen sehr vertraut /bekannt anfühlt.

Fazit-> "The Ordeals" ist für mich ein gutes atmosphärisch starkes und packendes Debüt - ich bin auf die Fortsetzung gespannt


Klappentext

Sophia ist seit ihrer Kindheit an ihren grausamen Onkel, den Sammler, gebunden, nachdem er einen Blutsbund von ihr gefordert hat. Als sie von Killmarth erfährt, einer Elite-Akademie für Magiebegabte außerhalb der Kontrolle des Sammlers, sieht sie darin ihre Chance, sich von ihm zu befreien. Aber um dort aufgenommen zu werden, muss sie in brutalen Prüfungen gegen andere Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten antreten. Nur die Mächtigsten werden diese »Ordeals« überleben. Sophia weiß, dass ihre Fähigkeiten als Illusionistin zu schwach sind und tut sich mit dem mächtigen (und unerträglich attraktiven) Botaniker, Alden Locke, zusammen. Um lebend herauszukommen, muss sie ihre Magie stärken und herausfinden, wer Rivale und wer Verbündeter ist. Denn jetzt muss sie nicht nur ihr Herz schützen, sondern auch ihr Leben. Ist Sophia in ihrer Eile, dem Sammler zu entkommen, direkt in eine tödliche Falle geflüchtet?

Über die Autorin

Rachel Greenlaw wuchs in Nord-Cornwall auf, umgeben von wilden Moorlandschaften. Sie studierte Englisch mit kreativem Schreiben an der Universität Falmouth, bevor sie auf eine Insel im Atlantik zog, wo sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

tolles Debüt

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
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Meine Meinung
Beim Lesen von "Pagans – Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" hat mich vor allem die Idee rund um ein England ohne industrielle Revolution, in dem Kelten, Sachsen und Pikten mit alten ...

Meine Meinung
Beim Lesen von "Pagans – Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" hat mich vor allem die Idee rund um ein England ohne industrielle Revolution, in dem Kelten, Sachsen und Pikten mit alten Religionen und Göttern leben und Politik von Spannungen und Misstrauen geprägt ist, fasziniert. Der Mord an einem Diplomaten bringt die fragile Ordnung ins Wanken und die Ermittler Aedith und Drustan müssen trotz ihrer Gegensätze zusammenarbeiten. Ich fand das Zusammenspiel der beiden lebendig und glaubwürdig, ihre Unterschiede machen meiner Meinunng nach den Reiz aus.

Das Setting ist ungewöhnlich und detailliert, manchmal fast zu dicht, sodass der Einstieg schwerfällt. Man braucht Geduld und Konzentration, bis man sich in den vielen Begriffen und kulturellen Eigenheiten zurechtfindet. Wenn man aber drin ist, entfaltet die Geschichte eine besondere Spannung, die aus Krimi, politischer Intrige und alternativer Historie besteht.

Etwas schwächer fand ich, dass sich die Handlung in der Mitte etwas zieht und dass das Finale weniger kraftvoll wirkt als der lange Aufbau vermuten lässt. Trotzdem hat mich das Buch beschäftigt und wirklich gut unterhalten können. Für mich ist es ein tolles und gelungenes Debüt.



Über den Autor

James Alistair Henry arbeitete als Buchhändler und ist ein bekannter und vielfach ausgezeichneter Drehbuchautor und Redakteur, u.a. für die Kult-Serien SMACK THE PONY, GREEN WING, CAMPUS sowie für die erfolgreichen Kinderserien BOB DER BAUMEISTER, HEY DUGGEE und SHAUN, DAS SCHAF. Seine Sketchshow WOSSON CORNWALL wurde zur BBC RADIO COMEDY OF THE WEEK gewählt. James lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Cornwall.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Finde die Liebe deines Lebens und entdecke die Liebe zum Leben

Love Life
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Meine Meinung

Schon wieder ein Ratgeber ?!

Ich hatte schon einige Ratgeber gelesen, viele davon klingen ähnlich und bringen am Ende doch nicht viel. Oder man legt es weg, weil es zu viel Fachsprache ...

Meine Meinung

Schon wieder ein Ratgeber ?!

Ich hatte schon einige Ratgeber gelesen, viele davon klingen ähnlich und bringen am Ende doch nicht viel. Oder man legt es weg, weil es zu viel Fachsprache ist. Bei „Love Life“ von Matthew Hussey war das Gefühl aber schon anders. Es liest sich leicht, fast so, als würde dir jemand einfach direkt aus dem echten Leben erzählen. Keine komplizierten Theorien, sondern Situationen, die man kennt. Manche Gedanken kannte ich, aber wie sie hier erklärt werden, fand ich wirklich positiv.

Was mich besonders überzeugt hat, war sein Fokus auf Selbstwert. Nicht im plakativen Sinn von Selbstliebe, wie man ihn oft zu hören bekommt, sondern vielmehr im Zusammenhang mit Handlungen. Wie du dich selbst behandelst, wie du deine Grenzen ziehst, was du tolerierst und was nicht. Er macht deutlich, dass niemand deine Zeit oder Energie verdient, nur weil er Interesse zeigt. Klingt simpel, aber in der Praxis vergessen das viele – auch ich manchmal!

Hussey bleibt bei seinen Aussagen nie in der Analyse stehen, sondern bietet konkrete Denkansätze und Handlungsimpulse. Das hat mich wirklich gut abgeholt, weil es nicht darum geht, jemanden zu beeindrucken oder sich zu verstellen, sondern um Klarheit darüber, was man selbst eigentlich will.

Gut fand ich auch, wie er das Thema Anziehung aufbricht. Er zeigt, dass Anziehung allein nicht reicht. Es braucht Respekt, gemeinsame Werte, emotionale Reife.

Nicht alles war neu für mich. Einige Stellen fühlten sich bekannt an, besonders wenn man sich schon länger mit dem Thema Beziehungen und persönlicher Entwicklung beschäftigt. Aber es war gut strukturiert und hat vieles auf den Punkt gebracht, was man zwar vielleicht weiß, aber nicht immer bewusst vor Augen hat.

Unterm Strich ist „Love Life“ für mich kein Wunderwerk, aber ein solides Buch mit einem klaren Kern. Es hat mir geholfen, mich zu sortieren, ein paar Dinge in meinem Verhalten besser zu verstehen und neue Maßstäbe zu setzen. Ich nehme daraus vor allem mit, dass es nie darum gehen sollte, anderen zu gefallen, sondern darum, echt zu bleiben und dabei zu prüfen, wer das wirklich sieht und respektiert.

Das Buch verändert dich nicht grundlegend, aber es hält dir ehrlich den Spiegel vor und zeigt, wo du dir selbst nicht treu warst.


Über den Autor

Matthew Hussey ist ein New York Times-Bestsellerautor, Speaker und Coach, der sich auf Dating und Partnerschaft spezialisiert hat. Sein YouTube-Kanal ist mit über einer halben Milliarde Aufrufen weltweit die Nummer 1 für Hilfe rund um Beziehungsthemen. Er schreibt einen wöchentlichen Newsletter und ist der Gastgeber des Podcasts Love Life With Matthew Hussey. Hussey bietet den Mitgliedern seiner privaten Community auf LoveLifeClub.com ein monatliches Coaching an. In den letzten 15 Jahren hat sein bewährter Ansatz Millionen von Menschen durch authentische, aufschlussreiche und praktische Ratschläge inspiriert, die es ihnen nicht nur ermöglichen, die Liebe zu finden, sondern sich auch selbstbewusst zu fühlen und ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen. Er lebt in Los Angeles.

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