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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2018

Die Münze dreht sich im Fluge um und um

Das Spielhaus
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Inhalt:
Das Haus sieht aus wie jedes andere, doch lass dich nicht täuschen! Hier kannst du mehr gewinnen als Gold oder Juwelen — im legendären Spielhaus. Und wenn du raffiniert genug bist, darfst du gegen ...

Inhalt:
Das Haus sieht aus wie jedes andere, doch lass dich nicht täuschen! Hier kannst du mehr gewinnen als Gold oder Juwelen — im legendären Spielhaus. Und wenn du raffiniert genug bist, darfst du gegen die Besten der Besten antreten: die Spieler der Oberen Gemächer. Der Gewinn kann alles sein, was du dir je gewünscht hast: Macht über ganze Königreiche, ewige Jugend, immerwährendes Glück, Lebensjahre, um die Jahrhunderte zu überdauern. Doch je höher der Einsatz, desto tödlicher sind die Regeln.

Meine Meinung:
"Das Spielhaus" ist unterteilt in drei ganz wunderbare Novellen, die nicht direkt zueinander gehören aber einige Protagonisten spielen durchgehend eine Rolle.

Optisch wirkt das Buch auch sehr interessant und macht neugierig.

Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man jedoch mal in der ersten Novelle gefangen ist, kommt man leicht weiter im Text.....

Die einzelnen Novellen haben mir außerordentlich gut gefallen.

"Lebensjahre - auch die könnt ihr einsetzen, wenn es euch beliebt, und jede, die leichtfertig mit ihrem Einsatz sind und das Spiel verlieren, werden vor der Zeit altern......" (ZITAT)

Die Verfolgungsjagd bzw. das "Spiel" in der zweiten Novelle war rasant und spannend geschrieben und hat mir am besten gefallen. Ein spannendes Katz- und - Maus - Spiel.

"Das Leben ist eine Abfolge von Täuschungen, man täuscht andere und auch sich selbst. Wir stellen uns dumm, damit wir klug scheinen. Wir finden komisch, was eigentlich traurig ist. Wir lächeln Menschen an, die wir vernichten wollen, verbünden uns mit jenen, die wir verachten, bewundern uns selbst für unseren Scharfsinn und gieren immer nach dem größeren Gewinn...." (ZITAT)


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  • Fantasie
  • Thema
  • Geschichte
Veröffentlicht am 04.03.2026

düsteres Romantasy‑Debüt

The Ordeals
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Meine Meinung

Ich war aufgrund des Klappentextes neugierig auf "The Ordeals". Am meisten mochte ich die Atmosphäre, die dunkle, spannungsgeladene Welt konnte mich auch zu Beginn gleich in den Bann ziehen.

Sophia ...

Meine Meinung

Ich war aufgrund des Klappentextes neugierig auf "The Ordeals". Am meisten mochte ich die Atmosphäre, die dunkle, spannungsgeladene Welt konnte mich auch zu Beginn gleich in den Bann ziehen.

Sophia hat mich berührt: eine junge Illusionistin, die unter der Kontrolle ihres Onkels steht und deren Magie sie körperlich auslaugt. Ihr verzweifelter Wunsch, an Killmarth aufgenommen zu werden, um endlich frei zu sein, hat für mich die emotionale Wucht der Geschichte ausgemacht. Die brutalen Prüfungen wirkten dabei weniger wie Action, sondern eher wie psychologische Belastungstests, die mich beim Lesen richtig mitfiebern ließen.

Die Mischung aus Romantasy und Dark‑Academia‑Atmosphäre hat mich stark angesprochen. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass manche Tropes (sehr) vorhersehbar sind und sich das Buch an einigen Stellen sehr vertraut /bekannt anfühlt.

Fazit-> "The Ordeals" ist für mich ein gutes atmosphärisch starkes und packendes Debüt - ich bin auf die Fortsetzung gespannt


Klappentext

Sophia ist seit ihrer Kindheit an ihren grausamen Onkel, den Sammler, gebunden, nachdem er einen Blutsbund von ihr gefordert hat. Als sie von Killmarth erfährt, einer Elite-Akademie für Magiebegabte außerhalb der Kontrolle des Sammlers, sieht sie darin ihre Chance, sich von ihm zu befreien. Aber um dort aufgenommen zu werden, muss sie in brutalen Prüfungen gegen andere Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten antreten. Nur die Mächtigsten werden diese »Ordeals« überleben. Sophia weiß, dass ihre Fähigkeiten als Illusionistin zu schwach sind und tut sich mit dem mächtigen (und unerträglich attraktiven) Botaniker, Alden Locke, zusammen. Um lebend herauszukommen, muss sie ihre Magie stärken und herausfinden, wer Rivale und wer Verbündeter ist. Denn jetzt muss sie nicht nur ihr Herz schützen, sondern auch ihr Leben. Ist Sophia in ihrer Eile, dem Sammler zu entkommen, direkt in eine tödliche Falle geflüchtet?

Über die Autorin

Rachel Greenlaw wuchs in Nord-Cornwall auf, umgeben von wilden Moorlandschaften. Sie studierte Englisch mit kreativem Schreiben an der Universität Falmouth, bevor sie auf eine Insel im Atlantik zog, wo sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

tolles Debüt

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
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Meine Meinung
Beim Lesen von "Pagans – Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" hat mich vor allem die Idee rund um ein England ohne industrielle Revolution, in dem Kelten, Sachsen und Pikten mit alten ...

Meine Meinung
Beim Lesen von "Pagans – Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" hat mich vor allem die Idee rund um ein England ohne industrielle Revolution, in dem Kelten, Sachsen und Pikten mit alten Religionen und Göttern leben und Politik von Spannungen und Misstrauen geprägt ist, fasziniert. Der Mord an einem Diplomaten bringt die fragile Ordnung ins Wanken und die Ermittler Aedith und Drustan müssen trotz ihrer Gegensätze zusammenarbeiten. Ich fand das Zusammenspiel der beiden lebendig und glaubwürdig, ihre Unterschiede machen meiner Meinunng nach den Reiz aus.

Das Setting ist ungewöhnlich und detailliert, manchmal fast zu dicht, sodass der Einstieg schwerfällt. Man braucht Geduld und Konzentration, bis man sich in den vielen Begriffen und kulturellen Eigenheiten zurechtfindet. Wenn man aber drin ist, entfaltet die Geschichte eine besondere Spannung, die aus Krimi, politischer Intrige und alternativer Historie besteht.

Etwas schwächer fand ich, dass sich die Handlung in der Mitte etwas zieht und dass das Finale weniger kraftvoll wirkt als der lange Aufbau vermuten lässt. Trotzdem hat mich das Buch beschäftigt und wirklich gut unterhalten können. Für mich ist es ein tolles und gelungenes Debüt.



Über den Autor

James Alistair Henry arbeitete als Buchhändler und ist ein bekannter und vielfach ausgezeichneter Drehbuchautor und Redakteur, u.a. für die Kult-Serien SMACK THE PONY, GREEN WING, CAMPUS sowie für die erfolgreichen Kinderserien BOB DER BAUMEISTER, HEY DUGGEE und SHAUN, DAS SCHAF. Seine Sketchshow WOSSON CORNWALL wurde zur BBC RADIO COMEDY OF THE WEEK gewählt. James lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Cornwall.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 28.07.2025

Finde die Liebe deines Lebens und entdecke die Liebe zum Leben

Love Life
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Meine Meinung

Schon wieder ein Ratgeber ?!

Ich hatte schon einige Ratgeber gelesen, viele davon klingen ähnlich und bringen am Ende doch nicht viel. Oder man legt es weg, weil es zu viel Fachsprache ...

Meine Meinung

Schon wieder ein Ratgeber ?!

Ich hatte schon einige Ratgeber gelesen, viele davon klingen ähnlich und bringen am Ende doch nicht viel. Oder man legt es weg, weil es zu viel Fachsprache ist. Bei „Love Life“ von Matthew Hussey war das Gefühl aber schon anders. Es liest sich leicht, fast so, als würde dir jemand einfach direkt aus dem echten Leben erzählen. Keine komplizierten Theorien, sondern Situationen, die man kennt. Manche Gedanken kannte ich, aber wie sie hier erklärt werden, fand ich wirklich positiv.

Was mich besonders überzeugt hat, war sein Fokus auf Selbstwert. Nicht im plakativen Sinn von Selbstliebe, wie man ihn oft zu hören bekommt, sondern vielmehr im Zusammenhang mit Handlungen. Wie du dich selbst behandelst, wie du deine Grenzen ziehst, was du tolerierst und was nicht. Er macht deutlich, dass niemand deine Zeit oder Energie verdient, nur weil er Interesse zeigt. Klingt simpel, aber in der Praxis vergessen das viele – auch ich manchmal!

Hussey bleibt bei seinen Aussagen nie in der Analyse stehen, sondern bietet konkrete Denkansätze und Handlungsimpulse. Das hat mich wirklich gut abgeholt, weil es nicht darum geht, jemanden zu beeindrucken oder sich zu verstellen, sondern um Klarheit darüber, was man selbst eigentlich will.

Gut fand ich auch, wie er das Thema Anziehung aufbricht. Er zeigt, dass Anziehung allein nicht reicht. Es braucht Respekt, gemeinsame Werte, emotionale Reife.

Nicht alles war neu für mich. Einige Stellen fühlten sich bekannt an, besonders wenn man sich schon länger mit dem Thema Beziehungen und persönlicher Entwicklung beschäftigt. Aber es war gut strukturiert und hat vieles auf den Punkt gebracht, was man zwar vielleicht weiß, aber nicht immer bewusst vor Augen hat.

Unterm Strich ist „Love Life“ für mich kein Wunderwerk, aber ein solides Buch mit einem klaren Kern. Es hat mir geholfen, mich zu sortieren, ein paar Dinge in meinem Verhalten besser zu verstehen und neue Maßstäbe zu setzen. Ich nehme daraus vor allem mit, dass es nie darum gehen sollte, anderen zu gefallen, sondern darum, echt zu bleiben und dabei zu prüfen, wer das wirklich sieht und respektiert.

Das Buch verändert dich nicht grundlegend, aber es hält dir ehrlich den Spiegel vor und zeigt, wo du dir selbst nicht treu warst.


Über den Autor

Matthew Hussey ist ein New York Times-Bestsellerautor, Speaker und Coach, der sich auf Dating und Partnerschaft spezialisiert hat. Sein YouTube-Kanal ist mit über einer halben Milliarde Aufrufen weltweit die Nummer 1 für Hilfe rund um Beziehungsthemen. Er schreibt einen wöchentlichen Newsletter und ist der Gastgeber des Podcasts Love Life With Matthew Hussey. Hussey bietet den Mitgliedern seiner privaten Community auf LoveLifeClub.com ein monatliches Coaching an. In den letzten 15 Jahren hat sein bewährter Ansatz Millionen von Menschen durch authentische, aufschlussreiche und praktische Ratschläge inspiriert, die es ihnen nicht nur ermöglichen, die Liebe zu finden, sondern sich auch selbstbewusst zu fühlen und ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen. Er lebt in Los Angeles.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Drei Leben, drei Wege

Was wir sind
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Meine Meinung

Ich habe das Hörbuch „Was wir sind“ von Anna Hope im Rahmen einer LB-Hörrunde gehört und habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte dreht sich um drei Frauen – Hannah, Cate und Lissa ...

Meine Meinung

Ich habe das Hörbuch „Was wir sind“ von Anna Hope im Rahmen einer LB-Hörrunde gehört und habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte dreht sich um drei Frauen – Hannah, Cate und Lissa – die schon lange befreundet sind. Ich habe zu Beginn etwas gebraucht, die einzelnen Protagonistinnen mit ihrem Leben auseinanderzuhalten,das wurde aber besser, je mehr man erfuhr.
Sie sind Anfang vierzig und jede von ihnen steckt gerade in einer anderen Lebensphase. Hannah wünscht sich ein Kind, Cate ist frischgebackene Mutter und fühlt sich überfordert, und Lissa versucht, als Schauspielerin Fuß zu fassen, bleibt aber erfolglos. Ich finde es geht viel um Fragen wie: Was macht ein erfülltes Leben aus? Was erwarten andere von mir? Und was will ich selbst eigentlich?

Mir hat gefallen, dass der Roman ruhig erzählt ist und die Figuren ernst genommen werden. Es geht darum (deshalb auch sehr authentisch) was viele Menschen in diesem Alter beschäftigt. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit den drei Frauen nicht richtig warm geworden bin. Sie wirken oft verschlossen und sehr mit sich selbst beschäftigt. Besonders Hannah und Lissa fand ich teilweise anstrengend. Ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen.

Die Stimme von Julia Meier, die das Hörbuch spricht, fand ich angenehm. Sie liest ruhig, klar und ohne viel Schnörkel. Das passt gut zum Stil des Buches. Auch wenn man schneller hört (z.B. 1,5), bleibt sie gut verständlich. Ich fand es gut, dass sie nicht übertrieben emotional liest, sondern dem Text seinen Raum lässt.

Insgesamt ist „Was wir sind“ ein ruhiges, nachdenkliches Hörbuch. Es geht um Freundschaft, Lebenswege und die Frage, was aus Träumen wird, wenn man älter wird. Für mich war es kein leichtes, aber ein ehrliches Hörbuch, das zum Nachdenken anregt.


Über die Autorin

Anna Hope wurde 1974 in Manchester geboren. Sie studierte Englische Literatur in Oxford und Schauspiel an der Royal Academy of Dramatic Art. 2014 stand sie mit "Wake" auf der Shortlist des National Book Award für den besten Debütroman. Anna Hope lebt in Sussex, südlich von London. Bei Hanser erschienen ihre Romane Was wir sind (2020) und Der weiße Fels (2023).



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