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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Herrlich abgedreht und super zu lesen

A Serial Killer’s Guide to Marriage
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„A Serial Killer’s Guide to Marriage“ von Asia Mackay war so ein Buch, wo ab der ersten Seite einfach alles stimmte. Ich kann mir zwar vorstellen dass es nicht allen gefällt, ich persönlich fand die Geschichte ...

„A Serial Killer’s Guide to Marriage“ von Asia Mackay war so ein Buch, wo ab der ersten Seite einfach alles stimmte. Ich kann mir zwar vorstellen dass es nicht allen gefällt, ich persönlich fand die Geschichte aber absolut grandios. Ein großer Pluspunkt ist auf jeden Fall der bitterböse, aber sehr witzige Humor. Der Schreibstil liest sich zudem überaus flüssig und so war es kein Problem das Buch in nur zwei Tagen zu verschlingen. An sich ist das Setting natürlich total abgedreht. Ein Ehepaar welches es sich zur Aufgabe gemacht hat böse, frauenverachtende Männer zu töten und dem Patriarchat so auf ungewöhnliche Weise begegnet. Gute Serienkiller sozusagen, zumindest bezeichnen sich Haze und Fox selbst so. Der eigentliche Clou, welcher die Geschichte aber erst wirklich gut werden lässt ist der schonungslose Blick aufs Eltern werden und sein. Gut, die meisten von uns müssen dafür nicht das Morden aufgeben, trotzdem verändert sich durch Kinder im Leben einfach alles. Und genau dies nimmt Autorin Asia Mackay messerscharf unter die Lupe und holt so, junge Eltern denke ich ab. Mit so vielen Wahrheiten hätte ich im Crime Genre auf jeden Fall nicht gerechnet. Aber dennoch ist die Handlung absolut spannend, abwechslungsreich und überraschend. Für mich war „A Serial Killer’s Guide to Marriage“ ganz großes Kino mit einem hohen Unterhaltungswert. Wer also bissigen Humor, feministische Werte und leicht übertriebene Geschichten mag, ist hier genau richtig. Für dieses überraschende Highlight vergebe ich natürlich 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Trauer, Einsamkeit und Bedauern - Eine bedrückende, aber doch kraftvolle Geschichte

Das Geschenk des Meeres
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Die Handlung in „Das Geschenk des Meeres“ spielt in zwei Strängen, um 1900 und gut 20 Jahre später, weshalb man das Buch als historischen Roman bezeichnen könnte. Obwohl der damalige Zeitgeist stets präsent ...

Die Handlung in „Das Geschenk des Meeres“ spielt in zwei Strängen, um 1900 und gut 20 Jahre später, weshalb man das Buch als historischen Roman bezeichnen könnte. Obwohl der damalige Zeitgeist stets präsent ist, gelingt es Autorin Julia R. Kelly dennoch thematisch aktuell zu bleiben. Themen wie Verlust, Trauer, Einsamkeit und Mutterschaft sind in vielen Belangen universell. Die Atmosphäre der Geschichte ist durchgehend eher gedrückt und geht bei allen Charakteren in die Tiefe. Gerade deshalb entsteht aber auch eine besondere, fesselnde Wirkung und obwohl eigentlich gar nicht so viel passiert, bleibt es doch spannend. Die Autorin hat aber auch einen tollen Erzählstil und schafft es gut vorstellbar und trotzdem poetisch zu schreiben. Zunächst musste ich mich etwas an ihren Stil gewöhnen, zuletzt flogen die Seiten aber nur so dahin. Insgesamt war „Das Geschenk des Meeres“ für mich ein außergewöhnliches und intensives Leseerlebnis. Diese Geschichte ist absolut Emotionsgeladen und doch voller leiser Töne. Nicht immer ist die Ungerechtigkeit, die verpassten Chancen und ungesagten Worte, leicht auszuhalten. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen, vielleicht auch deshalb weil es so unter die Haut geht. Letztlich bekommt Julia R. Kelly für ihr Werk verdiente 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Berührende Erinnerung an eine verlorene Schwester

Lilianas unvergänglicher Sommer
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Obwohl die inhaltliche Gewichtung ganz anders war als ich vermutet habe, so hat mir „Lilianas unvergänglicher Sommer“ doch gut gefallen. Die Autorin Cristina Rivera Garza lässt darin ihre vor fast 30 Jahren ...

Obwohl die inhaltliche Gewichtung ganz anders war als ich vermutet habe, so hat mir „Lilianas unvergänglicher Sommer“ doch gut gefallen. Die Autorin Cristina Rivera Garza lässt darin ihre vor fast 30 Jahren ermordete Schwester lebendig werden und feiert deren Leben. Es geht zwar durchaus auch um den Femizid bzw. die Aufklärung dessen und die allgemeinen gesellschaftlichen Umstände welche es Frauen schwer machen in Mexiko sicher zu leben. Aber im Mittelpunkt steht ganz klar das Leben von Liliana. Dafür greift Cristina Rivera Garza nicht nur auf eigene Erinnerungen zurück, sondern arbeitet akribisch die schriftlichen Hinterlassenschaften ihrer Schwester in Form von Notizen, Briefen, Gedichten und Texten auf. Auch Studienfreund:innen, Verwandte und die Eltern kommen zu Wort. Nach und nach entsteht so das Bild einer klugen und lebenslustigen Frau, für die Freiheit einfach alles bedeutete. Aber auch die Wirkmacht eines gewalttätigen (Ex-)Partners zieht sich durchs gesamte Buch. Eingeordnet wird dessen Verhalten auch durch einen Fragebogen zur Gefahreneinschätzung bei häuslicher Gewalt. In der Gesamtheit ist „Lilianas unvergänglicher Sommer“ wohl einzigartig und ein verdienter Gewinner des Pulitzerpreises 2024. In diesem Buch stecken spürbar viel Arbeit und Herzblut der Autorin. Empfehlen würde ich es allen die Biografisches mit einem feministischen Einschlag mögen. Es ist eine berührende und sehr aktuelle Lektüre für welche ich gerne 5 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Vielschichtiger Thriller voller Geheimnisse und einer ganz besonderen Atmosphäre

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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„Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich“ der Autorin Jana Stieler hat mich wirklich voll überzeugt und auch etwas umgehauen. Da ich häufig Krimis und Thriller lese, schaffen es ...

„Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich“ der Autorin Jana Stieler hat mich wirklich voll überzeugt und auch etwas umgehauen. Da ich häufig Krimis und Thriller lese, schaffen es diese immer seltener mich richtig zu überraschen. Das war bei „Brackwasser“ zum Glück anders. Auf diese Auflösung bin ich wirklich nicht gekommen, dabei ist alles auch noch absolut stimmig. Aber erst mal von Vorne. Die Geschichte startet düster und bringt von Anfang an eine ganz besondere Atmosphäre mit. Die Umgebung an der Schlei ist zwar malerisch, durch das abgeschiedene Setting kommt aber ordentlich Grusel auf. Eine weitere große Stärke des Buches ist die authentische und psychologisch sehr durchdachte Darstellung der Figuren. Die Autorin schafft es dabei den Persönlichkeiten so viele Details und Nuancen zu verleihen, dass diese absolut lebensecht wirken. Die Spannung ist durchgehend hoch und es gibt richtig viele Geheimnisse zu entdecken. Für großen Lesespaß sorgt außerdem der tolle Schreibstil, welcher sich packend liest und den Thriller in einen Page-Turner verwandelt. Insgesamt kann ich „Brackwasser“ deshalb uneingeschränkt weiterempfehlen und vergebe natürlich gerne 5 Sterne. Hoffentlich gibt es bald wieder spannendes von Jana Stieler zu lesen!

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Ungewöhnliches Revival der Kult-Detektive

Die Auferstehung
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Wer hat sich nicht schon mal gefragt wie sich die Figuren der Lieblingsbücher aus der eigenen Jugend wohl weiterentwickeln würden? Andreas Eschbach zeigt uns genau dies in seinem neuen Werk „Die Auferstehung“. ...

Wer hat sich nicht schon mal gefragt wie sich die Figuren der Lieblingsbücher aus der eigenen Jugend wohl weiterentwickeln würden? Andreas Eschbach zeigt uns genau dies in seinem neuen Werk „Die Auferstehung“. Neben nostalgischen Vibes, gefiel es mir aber gerade gut, dass Justus, Peter und Bob als erwachsene Männer Mitte 50 eben deutlich gezeichnet sind und sich auch charakterlich weiterentwickelt haben. Das Buch setzt eben nicht nahtlos an den glorreichen Zeiten der Drei Fragezeichen an, sondern zeigt zunächst drei Einzelkämpfer welche durch eine private Tragödie auseinander gebracht wurden. Erst durch den Fall, welcher doch auch persönlich ist, treffen die Drei wohl oder übel wieder aufeinander. Die Ermittlungen sind dabei zeitgemäß, spannend und doch auch getragen von der ein oder anderen Erinnerung an früher. Der Schreibstil liest sich super, so dass ich richtig schnell durch die flog. Einziger Kritikpunkt sind für mich die etwas zu vielen überraschenden und/oder glücklichen Zufälle, welcher sich der Autor bedient. Insgesamt blieb es aber gerade noch im Rahmen und das Buch gefiel mir richtig gut. Ich war mir zunächst nicht sicher ob die Idee wirklich funktioniert, aber die Lektüre hat richtig Spaß gehabt. Endlich knüpft Andreas Eschbach wieder an seine früheren Zeiten an die letzten zwei Bücher (Freiheitsgeld und Die Abschaffung des Todes) fand ich nämlich wirklich richtig schlecht. Umso schöner das er es nun mühelos schafft den drei Kult-Detektiven wieder Leben einzuhauchen und Hoffnung auf weitere Fälle weckt. Wer also Lust auf eine Rückkehr nach Rocky Beach hat, sollte unbedingt zu „Die Auferstehung“ greifen. Für Fans der Reihe lohnt es sich auf jeden Fall!

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