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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2025

Überraschungshighlight

Season Sisters – Sommerstürme
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Die Season Sisters-Reihe ist schon jetzt für mich das totale Überraschungshighlight dieses Lesesommers. Und nachdem mir Springs Geschichte in Band 1 schon so gut gefallen hat, legt Summer jetzt noch eine ...

Die Season Sisters-Reihe ist schon jetzt für mich das totale Überraschungshighlight dieses Lesesommers. Und nachdem mir Springs Geschichte in Band 1 schon so gut gefallen hat, legt Summer jetzt noch eine Schippe drauf.

Auch in diesem zweiten Band wechseln die Kapitel wieder zwischen vergangenen Ereignissen (um 1900) und der Gegenwart. Und obwohl mich die Geschichte von Summer, Phoebe und Bryan total mitnehmen konnte, brannte ich ab der ersten Seite für die Erzählung über Deidre und das Mysterious House. Alles ist sehr geheimnisumwoben, es geht um Liebe, die keine Standesunterschiede kennt, das uralte Patriarchat und einige mutige Frauen, die sich im Stillen auflehnen und plötzlich einen Ausweg bieten. Eine sehr gelungene und mitreißende Geschichte, die in Form des Mysterious House eine gelungene Brücke in die Gegenwart schlägt.

Summer war mir im ersten Band schon total sympathisch - sie hat es geschafft, sich von den Fesseln ihrer Kindheit zu befreien und sich aus eigener Kraft ein bodenständiges Leben aufzubauen. Bryan und Phoebe mischen ihren geregelten Alltag von Anfang an so richtig auf und Summer braucht eine Weile um zu verstehen, dass nicht jeder Musiker verantwortungslos und nicht jedes Kind auf einem Festival verwahrlost ist. Ich fand die Geschwindigkeit, in der Bryan und Summer sich näher gekommen sind, sehr passend. Einziger Kritikpunkt: Phoebe ist zu oft dabei, ohne ein Wort zu sagen - sehr untypisch für ein Kind, da bin ich beim Lesen mehrmals drüber gestolpert.

Zeitlich ist dieser zweite Band parallel zum ersten Band der Reihe angesiedelt. Manche Situationen erlebt man deshalb nun zum zweiten Mal, diesmal aus dem Blickwinkel von Summer. Störend war das nicht - ganz im Gegenteil, es hat aus der Reihe eine Runde Sache gemacht.

Mein Fazit: Ganz klar eines der besseren Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Wer Lust auf eine moderne Lovestory in Verbindung mit einer geheimnisvollen historischen Erzählung hat, ist mit dieser Reihe auf jeden Fall gut beraten. 4,5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 17.07.2025

Der beste Teil der Reihe

Belladaire Academy of Athletes - Misfits
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Die Geschichte von Delphine und Covey war für mich der beste Teil der Belladaire-Reihe. Besonders Delphines Schicksal hat mich tief berührt, ihre Gefühle waren für mich sehr greifbar und ich war tieftraurig ...

Die Geschichte von Delphine und Covey war für mich der beste Teil der Belladaire-Reihe. Besonders Delphines Schicksal hat mich tief berührt, ihre Gefühle waren für mich sehr greifbar und ich war tieftraurig für sie, besonders wenn es um das Verhältnis zu ihrer Mutter ging. Maren Vivien Haase hat das Thema Essstörung für meine Begriffe sehr nachvollziehbar umgesetzt. An einer Stelle erschien mir die Entwicklung der Geschichte ein wenig zu unrealistisch und zu plötzlich, aber im Großen und Ganzen konnte mich der Roman total mitnehmen.

Coveys Charakter stand für mein Gefühl ziemlich im Schatten von Delphine. Er hatte zwar auch seine eigenen Themen, erfüllte aber für mich dennoch in erster Linie die Rolle als Delphines Sidekick und rettenden Anker. Kein unsympathischer Kerl, aber für mich kein Book-Boyfriend - dafür war mir seine aufgesetzte gute Laune gerade am Anfang einfach too much.

Mein Fazit: Der Roman schafft den Spagat zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit spielend und hallt auf diese Weise noch lange nach. Für mich ein äußerst gelungener Abschied von der Belladaire Academy und somit 4,5 von 5 Sterne wert.

Veröffentlicht am 18.05.2025

Mit Spannung erwartet - gelungener Abschluss der Coldhart-Trilogie

Coldhart - Right & Wrong
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Mit Spannung hatte ich den Abschluss der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer erwartet. Und meine Hoffnungen an das Buch wurden nicht enttäuscht: Es war äußerst unterhaltsam, war auf gewohnt packende Weise ...

Mit Spannung hatte ich den Abschluss der Coldhart-Trilogie von Lena Kiefer erwartet. Und meine Hoffnungen an das Buch wurden nicht enttäuscht: Es war äußerst unterhaltsam, war auf gewohnt packende Weise erzählt und enthielt gleichermaßen Krimielemente wie eine reife Liebesgeschichte.

Mit 466 Seiten ist auch der dritte Band der Reihe wieder ein ziemlicher Schmöker. Dennoch war das Lesen zu keiner Zeit langweilig - es passiert unglaublich viel in diesem Abschlussband, die Geschichte ist abwechslungsreich und konnte mich so von Kapitel zu Kapitel neu mitreißen. Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre das, dass der Kriminalfall nicht besonders subtil und somit leider auch etwas vorhersehbar daherkam.

Gut gefallen hat mir das Zusammenspiel der Charaktere. Das Buch strotzt nur so vor Team-Spirit, der durch die bunt zusammengewürfelte Coldhart-Taskforce zustande kam. Besonders auffallend an der Beziehung von Elijah und Felicity fand ich, wie reif und zugewandt beide in dieser belastenden Situation miteinander agierten. Ich bin auch froh, dass Lena Kiefer nicht alle 50 Seiten krampfhaft ein bisschen Spice einbauen musste, wie es leider in diesem Genre oft der Fall ist.

Nachdem ich Felicity in Band 2 ja nicht mehr so gut fühlen konnte, war ich froh, dass sich das in Band 3 wieder ein wenig gebessert hat. Dennoch hat beim Thema Charakterentwicklung ganz klar Eli die Nase vorn.

Mehr gibt's eigentlich nicht zu sagen, außer: 4,5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 25.01.2025

Wider Erwarten totale Begeisterung!

Blackwell Palace. Feeling it all
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Ich bin gerade komplett erstaunt über mich selbst, weil mir dieses Buch so gut gefallen hat! Ich bin absolut kein Fan von TV-Formaten wie dem "Bachelor" und kann dennoch sagen, dass mich die Handlung dieses ...

Ich bin gerade komplett erstaunt über mich selbst, weil mir dieses Buch so gut gefallen hat! Ich bin absolut kein Fan von TV-Formaten wie dem "Bachelor" und kann dennoch sagen, dass mich die Handlung dieses Romans total in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte den Abschluss der Frozen Hearts-Reihe nicht aus der Hand legen und habe die Geschichte von Blair und Edward in einem Rutsch durchgesuchtet.

Nachdem die ersten beiden Bände der Reihe sich in erster Linie um Paola gedreht haben, gibt es seitens der Handlung nach Band 2 einen kleinen Cut. Das Liebesdreieck um Pao hat sich aufgelöst, ebenso wie der Kriminalfall um das Verschwinden von April Sanders - und zurück bleibt Edward, der nun im dritten Band im Rahmen einer Spiderflix-Show seine große Liebe suchen und finden soll. Doch wie es sich im Blackwell Palace nun mal so gehört, gilt es auch diesmal wieder jede Menge Geheimnisse aufzudecken, Intrigen zu spinnen und Beziehungen auf den Prüfstand zu stellen, bevor den King am Ende ein Happy End erwarten kann.
Im Mittelpunkt des Romans steht außerdem Blair Wagner, die in den ersten beiden Bänden eine sympathische, später aber auch intrigante Nebenrolle hatte. Sie ist Teilnehmerin der Dating-Show und rückt aber gleichzeitig auch ins Zentrum einer mörderischen Intrige. Denn nur eines ist sicher im Blackwell Palace: Nichts ist so wie es scheint...

Mir hat die gut ausgewogene Mischung aus Romance und Thriller super gefallen. Die Geschichte war spannend und nicht zu offensichtlich, die Gefühle absolut greifbar und die Protagonisten komplett liebenswert. Da die Kapitel aus der Sicht unterschiedlicher Personen, in erster Linie von Edward und Blair, geschrieben sind, konnte man sich einen guten Überblick über die Gedanken und die Gefühlslage der beiden verschaffen. Ich konnte erahnen, wie die beiden ticken, und konnte auch die konfusen, oft zerstörerischen Gedankengänge gut nachvollziehen.

Der Schreibstil von Ayla Dade ist äußerst modern. In der gesamten Reihe hat sie sich oft in bildhaften, prosaischen Vergleichen verloren, woran ich mich aber schnell gewöhnt habe. Hier in Band 3 gab es noch eine weitere Auffälligkeit, nämlich die wirren Gedanken von Blair und Edward, die völlig chaotisch ohne Punkt und Komma, teilweise sogar durchgestrichen, mitten in der Erzählung auftauchten. Anfangs fand ich das total störend, aber es ist mit der Zeit weniger geworden und es war auch einfacher zu akzeptieren, als man verstanden hat, wie es in den Köpfen der beiden aussieht.

Bemängeln muss ich in erster Linie die Lektoratsleistung - ich habe lange kein Buch mehr gelesen, in dem mich so viele Schreibfehler, fehlende Wörter etc. angesprungen haben.
In der Handlung könnte man wahrscheinlich auch noch den ein oder anderen Logikfehler entdecken. Oder aber man denkt nicht zu groß drüber nach und genießt einfach.

Mein Fazit: Ein absolut gelungener Reihen-Abschluss und ein total kurzweiliges Lesevergnügen. Hat mir richtig gut gefallen und bekommt deshalb 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.01.2025

Fantastischer Abschluss - bewegend, emotional, tiefgründig

Dark Ivy – Halt mich fest
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Nach dem schrecklichen Cliffhanger, mit dem Band 1 des Dark-Academia-Duetts von Nikola Hotel geendet hat, hatte ich die Befürchtung, dass Band 2 recht schwermütig werden würde. Mir war nicht klar, wie ...

Nach dem schrecklichen Cliffhanger, mit dem Band 1 des Dark-Academia-Duetts von Nikola Hotel geendet hat, hatte ich die Befürchtung, dass Band 2 recht schwermütig werden würde. Mir war nicht klar, wie die Autorin es schaffen sollte, Lesefreude aufkommen zu lassen, wenn doch die Grundstimmung schon so furchtbar traurig ist. Aber - so viel sei verraten - auf Nikola Hotel ist auch in diesem Punkt Verlass. "Halt mich fest" ist ein absolut gelungener Abschluss für eine tiefgründige, emotionale und äußerst bewegende Dilogie.

Das Kernthema des Romans ist Schuld. Wie kann man weiterleben, wenn ein Freund bzw. Bruder gestorben ist? Darf man jemals wieder Freude und Spaß empfinden? Wieso hat ihm niemand geholfen? Und: Wieso konnte ICH ihm nicht helfen? William, Eden und ihre Freunde haben alle mit ihrer Variante der Schuld zu kämpfen und entwickeln ebenso unterschiedliche Bewältigungsstrategien. Vor allem Williams selbstzerstörerische Art, die in erster Linie von seinen übersteigerten Erwartungen an die eigene Person genährt wird, fand ich unfassbar gut dargestellt. Devins Schwester Kendra tritt in der Geschichte als Wills Antagonistin auf, die ihn des Öfteren dazu zwingt, Stellung zu beziehen und sich mit den Ereignissen auseinanderzusetzen.

Auch die Liebesgeschichte fand ich würdig in den Roman eingebettet. Es gab nichts Plumpes, lediglich zwei Menschen, die in einer schwierigen Zeit Halt bei einander finden. Was ich wiederum nicht gebraucht hätte, war die kurze Szene mit Moira Cushing - die Geschichte wurde dadurch nicht besser und erlebte keinen Fortschritt.

Wie auch bereits in Band 1, war ich auch in Band 2 total begeistert von der Blackout Poetry. Was für eine schöne, kreative Idee der Kommunikation!

Mein Fazit: Ein fantastisches Buch, teils sogar mit philosophischen Ansätzen. Hat mir gut gefallen und mich auch zum Nachdenken gebracht. Hierfür gibts 4,5 von 5 Sternen.