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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2025

Kurzes und kackiges Werk

Schachnovelle
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Ich muss zugeben, ich habe von diesem Klassiker nicht viel erwartet, habe ihn nur gelesen, weil ich dachte, man müsste ihn einmal gelesen haben und doch hat er mich durchaus mitgerissen und ich habe ihn ...

Ich muss zugeben, ich habe von diesem Klassiker nicht viel erwartet, habe ihn nur gelesen, weil ich dachte, man müsste ihn einmal gelesen haben und doch hat er mich durchaus mitgerissen und ich habe ihn letztendlich auch an einem Tag komplett durchgelesen. Das Buch ist aber auch sehr dünn und lässt sich, trotz des eher antik anmutenden Schreibstils, sehr schnell und flüssig weglesen.

Ein unbekannter Erzähler erzählt hier vom Aufeinandertreffen eines jungen Schachprofis und des Dr. B. auf einem Schiff von New York nach Buenos Aires, wo man in erster Linie die Geschichten der beiden vollkommen verschiedenen Charaktere erfährt. Während Czentovic nämlich ein Naturtalent im Schach ist, ansonsten aber ein eher einfach gestrickter Charakter, ist Dr. B. durch einen gewissen Zwang zu einem Meister in diesem Spiel geworden. Dazu kommt, dass Czentovic spielt, weil er nichts anderes kann, Dr. B. hingegen, weil er nicht anders kann. Dieser kleine Unterschied zeigt sich bei einem Schachspiel zwischen den beiden auf besagten Schiff, welches zu einem spannungsgeladenen Krimi wird, der Dr. B. bis an seine Grenzen bringt.

Diese Geschichte wird durchaus packend erzählt und ich konnte das Buch kaum weglegen. Gerade die Geschichte des Dr. B. hat mich sehr beeindruckt, weil er aus der Not heraus, um sich abzulenken, erst recht in eine Abwärtsspirale gerät. Zudem muss man, um die Geschichte zu verstehen, kein Schach spielen, es nicht einmal verstehen, dafür bekommt man einen guten Einblick in die menschliche Psyche.

Alles in allem ist dieser Klassiker besser, als ich erwartet habe. Er hat mich nun nicht unbedingt komplett umgehauen, aber er war kurz, knackig und unterhaltsam, mit einem gewissen, philosophischen Unterton.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Reine Unterhaltungsliteratur, aber in Gut

Thorne Princess
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Mal ganz ehrlich, wer die Bücher dieser Autorin kennt, der weiß, dass diese selten wirklich mit Tiefgang aufwarten können und so ist es auch hier. Dennoch hat sie das Talent, wahnsinnig unterhaltsame Romane ...

Mal ganz ehrlich, wer die Bücher dieser Autorin kennt, der weiß, dass diese selten wirklich mit Tiefgang aufwarten können und so ist es auch hier. Dennoch hat sie das Talent, wahnsinnig unterhaltsame Romane mit interessanten Charakteren zu schreiben und genau so einer ist dieser hier.

Wahnsinnig viel Intellekt braucht man für die Lektüre dieses Schmökers definitiv nicht, aber gefallen hat er mir dennoch richtig gut. Er war nämlich echt unterhaltsam, spicy, ohne zu viel Sex, humorvoll, teilweise etwas spannend und auch romantisch. Die Chemie zwischen Hallie und Ransom fand ich gleichzeitig prickelnd und explosiv, wobei es auch noch einige witzige Szenen zwischen ihnen gab. Aber auch ein bisschen Drama gab es in diesem Roman, denn sowohl Hallie als auch Ransom haben eine nicht allzu schöne Vergangenheit, wobei emotionale Vernachlässigung, sexuelle Misshandlung und Gewalt eine große Rolle spielen. Außerdem gibt es noch eine diffuse Gefahr, welche gegen Ende noch einmal zu etwas Spannung führte.

Die Charaktere fand ich in diesem Roman besonders gut gelungen, weil gerade die beiden Protagonisten nicht die üblichen Klischees bedienten. So wird Hallie zum Beispiel total verkannt, als It-Girl abgestempelt und ansonsten kein Wert zugesprochen, weshalb sie sich selbst für dumm hält. Allerdings stellt sich mit der Zeit heraus, dass sie ganz anders ist und viel mehr zu bieten hat, als was man ihr andichtet. Ransom ist der eher harte Typ, der keine Gefühle zeigt und in Dinge verstrickt zu sein scheint, die nicht ganz legal sind. Gleichzeitig hat er etwas ausgefallene sexuelle Vorstellungen, Und dennoch schlägt hinter seiner stahlharten Brust ein sanftes Herz, welches nur noch herausgekitzelt werden muss. Und dann sind da noch die Nebencharaktere, die mal mehr, mal weniger wichtig für die Geschichte waren, aber allesamt lebendig geschrieben waren, mit Macken aber auch guten Seiten.

Alles in allem bekommt man mit diesem Roman reine Unterhaltungsliteratur ohne viel Tiefgang geboten, welche auch nicht wahnsinnig emotional ist, aber dafür umso mehr mit der Beziehungen zwischen den total unterschiedlichen Protagonisten spielt, was ich super spannend fand und echt prickelnd.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Zwei Wege, zwei Liebesgeschichten

Maybe In Another Life
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Irgendwie ist diese Geschichte schon etwas Besonderes, denn nachdem man die Protagonistin kurz kennenlernt, wird diese gleich in zwei parallele Realitäten geworfen. In einer der Realitäten verlässt sie ...

Irgendwie ist diese Geschichte schon etwas Besonderes, denn nachdem man die Protagonistin kurz kennenlernt, wird diese gleich in zwei parallele Realitäten geworfen. In einer der Realitäten verlässt sie eine Bar, um kurz danach einen Unfall zu erleiden und im Krankenhaus zu landen. Dort lernt sie den charmanten Pfleger Henry kennen, zu welchem sie sich immer mehr hingezogen fühlt. In der anderen Realität bleibt sie in der Bar und verbringt ihren Abend mit ihrer Highschool Liebe Ethan, was ihre Beziehung wieder verfestigt.

Beide Realitäten fand ich nachvollziehbar und wirklich schön geschrieben. Die Liebesgeschichten sind wirklich süß und romantisch, wobei die zu Henry dann aber doch etwas intensiver auf mich wirkte als die zu Ethan. Irgendwie blieb mir diese nämlich zu oberflächlich und Ethan zu blass. Dennoch fand ich die Idee schon richtig toll und die Umsetzung auch großartig. Auf jeden Fall wurde ich gut unterhalten und durch den guten Schreibstil fühlte es sich an, als würde die Geschichte nur so an mir vorbeirasen. Ansonsten mochte ich die Freundschaft zwischen Hannah und Gaby, als auch die Beziehung zu Gabys Eltern, welche mehr Hannahs Familie sind als ihre eigene. Außerdem kommt noch ein kleiner Hund dazu, der mein absolutes Highlight in der Geschichte war. Gerade auch eine Szene, die mit einer Fahrt zum Tierarzt zu tun hat, fand ich super witzig.

Auch ansonsten fand ich die Charaktere gut und lebendig geschrieben. Hannah mochte ich wirklich gern und Gaby ist ein riesiger Schatz, eine beste Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann. Ebenso mochte ich Henry und auch Ethan echt gern, wobei, wie gesagt, Henry mehr mein Fall war. Und dann sind da natürlich noch Gabys Eltern, die ebenfalls echt toll sind.

Alles in allem mochte ich dieses Buch wirklich sehr, denn es handelt sich dabei um einen richtigen Schmöker mit einer süßen, romantischen und unterhaltsamen Geschichte, aufgeteilt in zwei verschiedene Realitäten. Diese Idee allein ist schon großartig und wurde hier zudem richtig gut umgesetzt. Ich werde also auch weiterhin Bücher der Autorin konsumieren.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Spannend und mysteriös

HOME – Haus der bösen Schatten
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Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich inzwischen ziemlich abgehärtet bin, aber wirklich gruselig war dieser Thriller nicht für mich, nicht einmal unheimlich, obwohl es um ein Spukhaus geht, in welchem ...

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich inzwischen ziemlich abgehärtet bin, aber wirklich gruselig war dieser Thriller nicht für mich, nicht einmal unheimlich, obwohl es um ein Spukhaus geht, in welchem kuriose Dinge geschehen sind und noch immer geschehen. Dennoch fand ich das, was geschehen ist, sehr mysteriös und spannend ist die Geschichte ebenfalls. Dabei hat mich Maggies eigene Geschichte sehr berührt, die Liebe zu ihrem Vater, aber gleichzeitig das mangelnde Vertrauen in seine Ehrlichkeit, sein Verlust und die nicht vorhandenen Erinnerungen an die eigenen Kindheit. Dazu kommen die vielen verschiedenen Charaktere, von denen jeder sein eigenes Schicksal zu meistern hat, viele mysteriöse Todesfälle und vor allem zum Ende hin einige Wendungen, mit denen ich so auf keinen Fall gerechnet hatte. Auch eine angedeutete Liebesgeschichte gibt es, die aber nicht wirklich relevant ist.

Die Charaktere fand ich ebenfalls super geschrieben, sehr authentisch und lebendig. Jeder von ihnen ist wichtig für die Geschichte und egal, ob man ihn oder sie mag, sind sie sehr interessante, teilweise mysteriöse und manchmal auch tragische Figuren. Auch die Protagonistin Maggie mochte ich ganz gern.

Alles in allem bekommt man hier einen spannenden Mysterythriller mit interessanten Charakteren und einem leicht schaurigen, aber wirklich schönen Setting, nämlich einem alten Haus, gebeutelt von tragischen Ereignissen. Dieser hat mich echt gut unterhalten und ich bin mir sicher, dass er auch nicht der letzte Thriller von diesem Autoren für mich gewesen sein wird.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Süße Liebesgeschichte mit spannenden Wendungen

From the Embers – Sie müssen erst alles verlieren, um einander zu finden
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Wer dramatische Liebesgeschichten liebt, wird mit diesem Roman sicherlich einiges geboten bekommen und im Großen und Ganzen fand ich ihn auch wirklich gut, sehr romantisch, mit viel Drama, aber nur angedeutetem ...

Wer dramatische Liebesgeschichten liebt, wird mit diesem Roman sicherlich einiges geboten bekommen und im Großen und Ganzen fand ich ihn auch wirklich gut, sehr romantisch, mit viel Drama, aber nur angedeutetem Spice, ohne explizite Sexszenen. Es werden aber auch eine Menge Themen angeschnitten, was manchmal etwas zu viel auf einmal für mich war, denn man bekommt hier nicht nur einen typischen Liebesroman, sondern auch noch ein Familiendrama, eine Rockstargeschichte und einen winzig kleinen Thrilleranteil gibt es gegen Ende auch noch. Dafür kommt die Liebesgeschichte manchmal etwas zu kurz. Gerade am Anfang hätte die Beziehung zwischen Bree und Eason nämlich etwas mehr Entwicklung benötigt.

Dennoch fand ich die Geschichte wirklich toll, vor allem, weil die Charaktere erwachsene Menschen sind, die mitten im Leben stehen, sogar schon Kinder haben und nach einem Brand dieses noch einmal vollkommen neu ordnen müssen, wobei es immer wieder neue Enthüllungen gibt, die das gar nicht so leicht machen. Auch Brees und Easons Beziehung fand ich letztendlich sehr schön beschrieben, sehr verständnisvoll, voller gegenseitigem Respekt und Liebe. Genauso ist es mit der Beziehungen zu den drei Kindern, welche gerade Eason pflegt.

Er ist aber auch ein großartiger Mensch, immer für Bree und die Kinder da, zuvorkommend, treu und liebevoll. Bree ist ebenfalls sympathisch, aber etwas reservierter, taut allerdings im Laufe der Geschichte noch auf. Mein Highlight waren allerdings die Kinder, allen voran Asher, der wahnsinnig klug und aufgeschlossen ist, ein richtiger Sonnenschein. Der Schreibstil der Autorin war ebenfalls gut, recht flüssig und vor allem bildlich.

Alles in allem fand ich diesen Roman wirklich schön, manchmal gab es zwar etwas zu viel von allem, aber insgesamt war er dennoch sehr unterhaltsam, romantisch und teilweise sogar echt spannend. Die Charaktere sind super geschrieben, die Kinderfiguren echt süß und der Schreibstil ist auch gut lesbar. Ich kann ihn jedenfalls durchaus weiterempfehlen.

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