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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2025

Blackwood Trials

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Eigentlich ist Wren schon tot, aber irgendwie auch wieder nicht. Gemeinsam mit einigen anderen Teenagern existiert sie in einer Parallelwelt zwischen Leben und Tod. An der Backwood Academy wird sie ausgebildet, ...

Eigentlich ist Wren schon tot, aber irgendwie auch wieder nicht. Gemeinsam mit einigen anderen Teenagern existiert sie in einer Parallelwelt zwischen Leben und Tod. An der Backwood Academy wird sie ausgebildet, Seelen im Äther zu finden und ins Jenseits zu begleiten. Alle zehn Jahre hat ein Schüler die Möglichkeit, bei einem Trial in die unsterbliche Elite der Schule aufzusteigen oder sich für den Weg ins Jenseits zu entscheiden. Die Verlierer erwartet ein Schicksal schlimmer als der Tod.

Mir hat bei diesem Buch die lila-schwarze Covergestaltung sowie der Farbschnitt unglaublich gut gefallen. Unter dem Schutzumschlag verbirgt sich ein weiteres tolles Cover. Das Setting der mysteriösen Zwischenwelt ist tatsächlich recht düster. Lediglich die alle zehn Jahre stattfindenden Trials bieten die Möglichkeit, dem Verschwinden im Äther zu entkommen. Neben Wren wollen auch andere Schüler und Schülerinnen diese Chance nutzen. Überrascht hat mich, dass das Buch aus sechs unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Dadurch steht die Lovestory zwischen Wren und August, die aufgrund der Konkurrenz zwischen beiden Enemies-to-Lovers-Vibes hat, nicht vollständig im Vordergrund. Insgesamt sind die Charaktere sehr unterschiedlich, was mir gut gefallen hat. An manchen Stellen wurde ich von ihnen tatsächlich überrascht. Das Buch ist nicht in sich abgeschlossen und macht mich neugierig auf die Fortsetzung. Eine Leseempfehlung für alle, die von düster angehauchten Fantasybüchern mit den Themen Dark Academy und Trials nicht genug bekommen können.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Die Anfänge des Minnesangs

Das Lied der Rose
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Das Buch beginnt im Prolog mit der Eroberung Barbastro durch ein christliches Heer im Jahre 1064. Die junge Quyna Tarana wird von einem Ritter ins Herzogtum Aquitanien verschleppt und dort Leibeigene. ...

Das Buch beginnt im Prolog mit der Eroberung Barbastro durch ein christliches Heer im Jahre 1064. Die junge Quyna Tarana wird von einem Ritter ins Herzogtum Aquitanien verschleppt und dort Leibeigene. Ihrer Tochter Sahar, die ca. dreißig Jahre später Hofdame der Herzogin von Aquitanien wird, vererbt sie ihr musikalisches Talent und ihre Lieder. Zur gleichen Zeit muss sich der junge Novize Marian, der die Choräle seines Kloster liebt, auf eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela begeben. In Toulouse kreuzten sich die Lebenswege der beiden. Neben der Liebe zur Musik entfaltet sich auch zwischen den beiden eine Liebesgeschichte, die jedoch von Politik und Intrigen beeinflusst wird. Neben Sahar und Marian sind auch Herzog Guillaume IX von Aquitanien und dessen Ehefrau Philippa Hauptfiguren. Während Herzog Guillaume teilweise innerlich zerrissen wirkt, versucht einem eventuellen Beinamen als "le petit" entgegenzuwirken, strebt Philippa eisern und unnachgiebig nach Macht, höfischer Kultur und den Herzogtum Toulouse. Mir hat Julia Kröhns Darstellung der damaligen Zeit sehr gut gefallen. Die Geschichte ließt sich angenehm und ist trotz ihrer 700 Seiten keineswegs langatmig. Musik, Sahara und Marians gemeinsames Lied, zieht sich wie ein Leitfaden durch das Buch. Überrascht hat mich, dass die Liebesgeschichte der beiden nicht hauptsächlich im Vordergrund steht. Stattdessen geht es auch sehr viel um die höfische Politik, Machtkämpfe im Herzogtum, einen Kreuzzug nach Jerusalem und Exkommunikation. Die historischen Hintergründe scheinen gut recherchiert. Wer nach einer reinen Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund sucht ist hier falsch. Eine Leseempfehlung, für alle die tiefer in die Zeit der ersten Troubadoure eintauchen wollen.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 15.07.2025

Hunger Games

Die Tribute von Panem 1
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Nordamerika in einer dystopischen Zukunft: Um ihre zwölfjährige Schwester zu beschützen, meldet sich Katniss Everdeen freiwillig für die Hungerspiele. Ein tödlicher Wettkampf, bei dem jährlichen 24 Jugendliche ...

Nordamerika in einer dystopischen Zukunft: Um ihre zwölfjährige Schwester zu beschützen, meldet sich Katniss Everdeen freiwillig für die Hungerspiele. Ein tödlicher Wettkampf, bei dem jährlichen 24 Jugendliche in einer großflächig angelegten Arena gegeneinander kämpfen.

Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele
Band 1 von Suzanne Collins ist der Auftaktband zu der bekannten Reihe und zurecht ein Bestseller. Der Schreibstil ist sehr mitreißend und die Spannung ist durchgehend hoch. Gemeinsam mit Katniss, die aus dem ärmlichen Bergbaudistrikt 12 stammt, kann man sich über die Dekadenz im Kapitol nur wundern. Durch Cleverness und Erfahrungen mit Pfeil und Bogen hat Katniss in der Arena tatsächlich Aussenseiterchancen. Die (Liebes-) Beziehung zu Peeta, der ebenfalls für Distrikt 12 antritt, scheint unter diesen Umständen keine Zukunft zu haben. Wer Dystopien mit jugendlichen Charaktern im Battle Royale Style mag, kommt an den Tribute von Panem nicht vorbei.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Zwischen Kinshasa und London

Wohin du auch gehst
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Bijoux zieht wegen des Bürgerkrieges im Kongo zu ihrer Tante nach London. Die Tatsache, das sie sich zu Frauen hingezogen fühlt, passt nicht ins Weltbild der religiösen Tante, die innerhalb ihrer konservativ, ...

Bijoux zieht wegen des Bürgerkrieges im Kongo zu ihrer Tante nach London. Die Tatsache, das sie sich zu Frauen hingezogen fühlt, passt nicht ins Weltbild der religiösen Tante, die innerhalb ihrer konservativ, christlich, afrikanischen Glaubensgemeinschaft bereits Hochzeitspläne für Bijoux geschmiedet hat.

Ca zwanzig Jahre zuvor in Kinshasa. Die junge lebenslustige Mira schleicht sich in Clubs und verliebt sich in einen erfolglosen Musiker. Eine Tatsache, die ihr strenger, reicher Vater, der eine politische Karriere anstrebt, nicht toleriert.

Wohin du auch gehst von Christina Fonthes ist ein beeindruckendes, aber kein einfaches Buch. Es ist eine afrikanische, weibliche, Familiengeschichte zwischen Tradition, Liebe, Flucht und letztlich vielleicht auch Mut, Akzeptanz und Ankommen. Probleme der fehlenden Integration und der jahrelange Bürgerkrieg im Kongo werden eher nebenbei abgehandelt. Manches im Buch ist vorhersehbar, manches ist unerwartet. Besonders Miras Schicksal berührt dabei. Trotzdem möchte man der Person zu der sie geworden ist, einen Schupps in die richtige Richtung geben. Dies geschieht dann eher zufällig, was der Eindrücklichkeit des Buches keinen Abbruch tut. Zaire und Miras Lebensgefühl dort in den achtziger Jahren ist bunt und lebhaft. Viele afrikanische Ausdrücke, die sich leider nicht alle im Glossar finden ließen, tragen zu dieser Atmosphäre bei. Die Geschichte hat viele speziell afrikanische Aspekte und trotzdem eine gewisse Allgemeingültigkeit die zum Nachdenken anregt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Ermittlungen im eigenen Mordfall

Not Quite Dead Yet
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Jet verschiebt gerne alles auf später. Sogar den eigenen Tod. Unternehmertochter Jet ist siebenundzwanzig und wartet irgendwie darauf, das ihr Leben endlich beginnt. Aber sie hat ja noch viel Zeit. Bis ...

Jet verschiebt gerne alles auf später. Sogar den eigenen Tod. Unternehmertochter Jet ist siebenundzwanzig und wartet irgendwie darauf, das ihr Leben endlich beginnt. Aber sie hat ja noch viel Zeit. Bis zu dem Halloweenabend an dem sie ermordet wird. Nach einem Überfall wacht Jet im Krankenhaus auf. Ein Teil ihres Schädels ist zertrümmert. Ein Knochensplitter wird ein Aneurysma auslösen, das sie innerhalb einer Woche tötet. Jet beschließt ihre verbleibenden Zeit zu nutzen, um etwas zu tun, was vorher noch nie jemand getan hat: Den eigenen Mörder zu überführen.

Die Autorin Holly Jackson ist aus Bereich der Jugendliteratur bekannt. Daher fand ich auch nicht verwunderlich, dass Hauptprotagonistin Yet jünger als siebenundzwanzig Jahre wirkt. Vielleicht auch weil sie sich nach Studiums- und Jobabbruch erst Mal Zeit mit dem Leben lässt. Jet ist schlagfertig und etwas kratzbürstig. Während des Lesens habe ich sie aber ins Herz geschlossen und gehofft, dass sich die tödliche Prognose der Ärztin nicht bewahrheitet. Besonders liebenswert ist Jets Kindheitsfreund Billy, der ihre Nachforschungen unterstützt. Ich fand die Idee, das Mordopfer selbst ermitteln zu lassen, ziemlich aussergewöhnlich. Durch das Zeitlimit kommt Spannung auf und auch die Hintergründe zur Tat, die Jet und Billy aufdecken, haben es in sich. Ein oder zwei Dinge erschienen mir allerdings nicht ganz durchdacht. Da dieser Thriller ungewöhnlich ist und mich wirklich gut unterhalten hat, vergebe ich fünf Sterne. Eine Leseempfehlung, nicht nur für Fans des Genres.

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