Drei Wünsche, ein Neuanfang – und der Mut zur Nähe
Three Things To Be Done | Mit wunderschönem Farbschnitt"Three Things To Be Done" ist der zweite Band der Lanningtons-Reihe und erzählt die Geschichte von Emma, die nach einem schweren Jahr mit ihrer kleinen Tochter nach London zurückkehrt. Ihr Leben steht ...
"Three Things To Be Done" ist der zweite Band der Lanningtons-Reihe und erzählt die Geschichte von Emma, die nach einem schweren Jahr mit ihrer kleinen Tochter nach London zurückkehrt. Ihr Leben steht an einem Wendepunkt, drei unerfüllte Träume begleiten sie – und der Wunsch nach einem Neuanfang ist deutlich spürbar. Ian, dem sie dort begegnet, ist zunächst verschlossen und wirkt unnahbar. Doch ihre Wege kreuzen sich immer wieder, und langsam beginnt sich zwischen den beiden etwas aufzubauen, das zunächst zart und unausgesprochen bleibt.
Die Figuren stehen im Zentrum dieses Romans. Emma ist feinfühlig gezeichnet, ihre Verletzlichkeit und gleichzeitige Entschlossenheit machen sie zu einer nahbaren, glaubhaften Protagonistin. Ihre Entwicklung ist leise, aber spürbar – sie gewinnt an Stärke, ohne laut zu werden. Ian wiederum ist ein eher ruhiger Gegenpart, dessen Verhalten und Wandel ebenfalls sehr authentisch wirken. Gemeinsam entfalten die beiden eine Dynamik, die ohne große Worte auskommt, aber dennoch viel Tiefe hat.
Der Erzählton bleibt durchweg ruhig und atmosphärisch. Es geht weniger um große Wendungen als vielmehr um innere Bewegung. Themen wie Verlust, Selbstfindung und Vertrauen stehen im Vordergrund – und sie werden mit einer Zurückhaltung behandelt, die der Geschichte guttut. Kleine, fast alltägliche Szenen bringen Leichtigkeit hinein, etwa wenn der Strom ausfällt oder ein Spaziergang unerwartete Wendungen nimmt. Diese Momente geben dem Roman Charme und Wärme.
Jane Aiven gelingt es, Emotionen greifbar zu machen, ohne sie auszustellen. Die Geschichte wirkt durchdacht, aber nicht konstruiert – und trotz der Zurückhaltung bleibt eine feine Spannung zwischen den Zeilen.
Wer ruhige, tiefgründige Liebesromane mit glaubwürdigen Figuren und viel Gefühl sucht, findet in diesem Buch eine bewegende und unaufdringliche Geschichte über das, was möglich ist, wenn man sich selbst wieder erlaubt, zu hoffen. 5 Sterne und eine Leseempfehlung.