Leider nicht mein Fall
Haralds MamaHarald war aufgrund seiner Medikamentenabhängigkeit in einer Klinik, heute nun soll er endlich entlassen werden und nach Hause fahren dürfen. In einem kleinen Flughafen sitzen in der Wartehalle zwei Frauen ...
Harald war aufgrund seiner Medikamentenabhängigkeit in einer Klinik, heute nun soll er endlich entlassen werden und nach Hause fahren dürfen. In einem kleinen Flughafen sitzen in der Wartehalle zwei Frauen und warten auf ihn. Beide sind fest entschlossen, den Wartebereich zusammen mit Harald zu verlassen, und so entspinnt sich ein zuweilen skurriler Dialog darüber, wer aus dem Schlagabtausch als Siegerin hervorgehen wird. Währenddessen kommt ein Schneesturm auf und die Ankunft von Harald verzögert sich beträchtlich.
Auf diese Geschichte hatte ich mich sehr gefreut, der Klappentext versprach ein amüsantes und böses Stück, in dem die Dialoge niederträchtig und unterhaltsam sein würden. Leider wurde ich mit der Art und Weise der Erzählung überhaupt nicht warm, konnte der Ironie und dem Sarkasmus nichts abgewinnen und lustig fand ich es auch nur so ein bisschen. Anscheinend haben die Autorin und ich nicht den gleichen Humor. Die Treffen zwischen Lebensgefährtin und Schwiegermutter in spe hätten durchaus humorvoll sein können, waren es vielleicht auch, allerdings erschlossen sich mir die Andeutungen kaum, verstand ich die Metaphern nicht. Mit diesem speziellen Humor wird das Buch aber sicherlich die richtigen Leserinnen und Leser finden.