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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

vorbestimmte Liebe

Soulmates and Other Ways to Die
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Erst mal vornweg: diese RomCom hat mich sehr gut unterhalten und ich bin positiv überrascht, normalerweise sind reine Liebesgeschichten nicht ganz so mein Ding. Hier hat mich aber das Thema, die Comedy ...

Erst mal vornweg: diese RomCom hat mich sehr gut unterhalten und ich bin positiv überrascht, normalerweise sind reine Liebesgeschichten nicht ganz so mein Ding. Hier hat mich aber das Thema, die Comedy und vor allem der dystopische Aspekt gecatcht. Erzählt aus Milos und Zoes Sicht hat mir gerade ihre selbstkritische und pragmatische Art sehr gut gefallen und ich musste öfters schmunzeln, der Humor lag ganz auf meiner Wellenlänge. Durch Zoes Sicht wurde mir auch diese dystopische Welt näher gebracht, die ich gut ausgearbeitet fand. Gerade die Konsequenzen und Varianten einer solch fatalen Seelenverwandtschaft werden hier recht umfassend bedacht und der erste Teil ist dadurch ziemlich rasant. Danach werden auch eher tiefgründige Aspekte einer solchen Vorbestimmung aufgeworfen und angesprochen, für mich hätte gerade dieser Aspekt noch etwas ausführlicher zur Sprache klommen können. Die Gegensätze zwischen Zoes und Milos Welt und Lebenseinstellung sind natürlich enorm und machen den Reiz dieser Geschichte aus. Ich fand die Beiden sehr unterhaltsam und es hat richtig geprickelt beim Lesen. Das Zusammenfinden der Protas entwickelt sich, ist unterhaltsam und sie geraten in ein rasantes Abenteuer. Die Entwicklung des Abenteuers habe ich recht schnell vorhergesehen, fand es trotzdem sehr spannend und fesselnd. Zoes Art und Milos Freunde hat mir dabei sehr geholfen. Das Ende finde ich gut gelöst, auch hier werden unterschiedliche Aspekte bedacht und angesprochen, auch wenn es etwas flott von statten ging. Gerade die Auflösung der leicht toxischen Beziehung von Zoe und ihrer Mutter ging mir zum Schluss hin zu einfach und schnell, für ein Jugendbuch aber absolut im Rahmen. Insgesamt fand ich das Buch eine fesselnde und herzerwärmende Unterhaltung, die sich sehr gut weglesen ließ, also eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

flotter Jugendkrimi auf zwei Zeitebenen

Death at Morning House
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Marlowe wandert auf Miss Marples Spuren, eher zufällig, aber das macht sie ganz gut, da sie (wie sie selbst sagt) gerne auf Kleinigkeiten achtet. Maureen Johnson erzählt diesen Jugendkrimi auf zwei Zeitebenen. ...

Marlowe wandert auf Miss Marples Spuren, eher zufällig, aber das macht sie ganz gut, da sie (wie sie selbst sagt) gerne auf Kleinigkeiten achtet. Maureen Johnson erzählt diesen Jugendkrimi auf zwei Zeitebenen. Einmal in Rückblenden zur Familie Ralston (1932), einer Familie mit sieben Kindern bei denen der Jüngste ertrunken ist und auf der anderen Seite aus Sicht Marlowes, die mit einer Gruppe Jugendlichen Führungen in genau diesem Haus der Familie Ralston anbietet. Irgendwann beim Lesen kam mir der Gedanke, dass die Gruppen nicht ganz willkürlich gewählt wurden, denn irgendwie ähneln sich die Jugendlichen teilweise etwas und dann wieder doch nicht;) Gerade Marlowes Art sich selbst zu sehen und frei raus den Leser daran teilzuhaben zu lassen hat mir sehr gut gefallen. Ihre Art lockert die Handlung auf und bringt Selbstironie und Witz in das Buch, ich fand sie vom Fleck weg sympathisch. Ich konnte zudem perfekt miträtseln, da sich der Fall langsam nach und nach aufbaut, was mich sehr an einen klassischen Krimi erinnert hat. Die Figuren sind bunt, jede in seinen Charaktereigenschaften gut ausgearbeitet und mit Ecken und Kanten versehen. Durch die abgelegene und einsame Lage von Morning House gibt es auch noch einen ordentlichen Gruselfaktor on top zu dem ganzen Geschehen, mir hat die Atmosphäre unheimlich gut gefallen. Bei dem Erzählstrang in der Vergangenheit wusste ich recht schnell in welche Richtung er gehen wird, wobei mich die gänzliche Auflösung dann doch überrascht hat. Mich hat das Buch sehr gefesselt und gerade durch die flotte Erzählweise und Marlowes Art sehr gut unterhalten - bitte mehr davon :)

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Zwischen Leben und Tod

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Willkommen an der Blackwood Academy, in einer Welt zwischen Leben und Tod, in der Jugendliche um eine Chance kämpfen in die Elite aufzusteigen. Früher hat diese Chance eine Person bekommen und was würde ...

Willkommen an der Blackwood Academy, in einer Welt zwischen Leben und Tod, in der Jugendliche um eine Chance kämpfen in die Elite aufzusteigen. Früher hat diese Chance eine Person bekommen und was würde man nicht alles für diese Chance tun? Doch dieses Jahr ist alles anders. Die größte Angst der Jugendlichen ist nämlich das Vergessen, dass ihnen droht sollten sie nicht aufsteigen - wer bin ich denn dann eigentlich noch? wie man sieht ist ewiges Leben nicht immer alles. Dieses Debüt ließ sich unheimlich schnell weglesen, der Schreibstil ist gut verständlich und die Welt an sich hat mir sehr gut gefallen - mal was Anderes. Die Autorin ist das World Building gut angegangen und ich konnte mir alles gut vorstellen. Allerdings habe ich etwas gebraucht um anzukommen. Das lag vor allem an den vielen Figuren - neben den 6 Protas tauchen noch jede Menge Nebenfiguren zumindest kurz auf und ich war anfangs etwas verwirrt. Zwar steht an jedem Kapitelanfang aus welcher Sicht gerade erzählt wird, ich hatte aber Probleme mir die Charaktereigenschaften und Eigenheiten der jeweiligen Person wieder abzurufen und richtig zuzuordnen. Folgedessen habe ich mich auch keiner der Figuren so richtig nah gefühlt. Anfangs kamen auch die Enemy Vibes zwischen Wren und August nicht ganz bei mir an, ich empfand das Ganze eher als keckes, flottes Geflirte. Das allerdings und die Wortgefechte habe ich sehr genossen, auch Irene steht da z.B. in nichts nach und so musste ich mehrmals in mich reingrinsen. Das Prickeln konnte ich regelrecht fühlen, das Tauziehen zwischen den Beiden war enorm. Eine andere Beziehung war ebenfalls sehr schön zu lesen und die Zwei fand ich fast ein bisschen interessanter - insgesamt ist die Dynamik der Charaktere untereinander schön zu lesen. Auch die Wettkämpfe waren spannend und haben meinen schwierigen Einstieg wieder wett gemacht. Ein gut gelungenes Debüt, dass mich auch dank des Cliffhangers auf den Folgeband warten lässt, den werde ich mit Sicherheit lesen.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Happy or Not?

All Better Now
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Bisher wurde ich noch nie von einem Shusterman-Buch enttäuscht und auch das hier hat mir beim Lesen unheimlich Spaß gemacht. Was für ein interessantes Konzept - eine Welt in der alle zufrieden sind. Wer ...

Bisher wurde ich noch nie von einem Shusterman-Buch enttäuscht und auch das hier hat mir beim Lesen unheimlich Spaß gemacht. Was für ein interessantes Konzept - eine Welt in der alle zufrieden sind. Wer will sowas? Hat man überhaupt eine Wahl bei einem Virus? Wie verändert sich das eigene Leben und das im Allgemeinen? Was macht das aus einer Gesellschaft? Shusterman hat hier richtig weit gedacht, auf einige Aspekte wäre ich so gar nicht gekommen, konnte die aber gut nachvollziehen. Das hat mir an diesem Konzept am Besten gefallen und die Seiten flogen nur so dahin. Im ganzen Buch wird sehr viel mit Gegensätzen gearbeitet und so sind auch die zwei Hauptfiguren Ron und Mariel sehr unterschiedlich und machen sich doch gemeinsam auf einen Weg. Einigen Leuten ist das neue Virus natürlich ein Dorn im Auge, zufriedene Menschen konsumieren nicht und so wird ein Gegenmittel gesucht. Die Handlung wird aus Sicht eines Erzählers geschildert, der neutral die verschiedenen Wege und Aspekte beleuchtet, so kann man sich als Leser selbst seine eigene Meinung bilden und für sich selbst überlegen: Ist Glück wirklich alles? und wie würde ich mich entscheiden? Die Figuren sind interessant ausgearbeitet und jede hatte ihren Reiz; am interessantesten fand ich Morgan mit ihrem scharfen Verstand. Ihre Handlungen waren für mich oft nicht vorhersehbar und haben mich überrascht. Leider fand ich das Ende dann irgendwie seltsam und unerwartet. Die letzten 100 Seiten habe ich so nicht erwartet und ich bin mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Das Buch ist mir ab da ein bisschen zu sehr ins Abgehobene abgedriftet. Trotzdem bin ich dank des kleinen Cliffhangers schon sehr gespannt auf den Folgeband.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

spicy Gestaltwandler

Hell & High Water
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Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, allerdings darf man sich von der Kriminalhandlung nicht zu viel erwarten. Sie ist eher am Rande dabei, taucht erst ab der Hälfte des Buches auf und zumindest ...

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, allerdings darf man sich von der Kriminalhandlung nicht zu viel erwarten. Sie ist eher am Rande dabei, taucht erst ab der Hälfte des Buches auf und zumindest mir war sehr schnell klar, wer denn nun der Täter ist. Zwischendrin war ich sogar sehr verwundert, dass eine so geniale Spezialeinheit hier so ein Brett vorm Kopf hatte. Die Welt an sich mit den Gestaltwandlern und den sich mitbringenden gesellschaftlichen Problemen fand ich wiederum sehr spannend. Die Gestaltwandler sind keine Schmusekätzchen, sondern sich wandeln ist brutal, hat Folgen und die tierischen Instinkte herrschen vor. Diese Herangehensweise ist erfrischend anders und natürlich hat so etwas auch Einfluß auf die Gesellschaft und das Zusammenleben. So kämpfen die THIRDS u.a. auch für die Gleichberechtigung. Dex ist dies wichtig, da sein Bruder ein Therianer und in der gleichen Einheit wie Dex ist (hier darf Familie zusammen ermitteln;) Dex selbst gibt sich bei den THIRDS ziemlich als schlagfertiger Sprücheklopfer, was eine gute Portion Humor mit in die Geschichte bringt. Die Liebesgeschichte ging mir anfangs etwas zu schnell, Dex und auch sein neuer Freund hatten ja beide gerade erst eine längere Beziehung beendet, daher fand ich es ganz schön flott, wie sie sich in ein neues Abenteuer geschmissen haben. Die spicy Szenen sind dafür sehr prickelnd und es knistert gewaltig, was mich sehr für Dex gefreut hat. Wie anfangs bereits gesagt liegt der Fokus eindeutig hierauf. Die weiteren Figuren fand ich gut ausgearbeitet und das Geplänkel zwischen Ash und Dex war erfrischend. Ich würde die Welt um die THIRDS Einheit gerne noch näher kennen lernen und werde den nächsten Band bestimmt lesen, ich hoffe einfach, dass dann ein spannender Fall dabei ist, die Figuren müssen dann ja auch nicht mehr so detailliert ausgeführt werden;)

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