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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Sucht und Befreiung

All the Way to the River
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Elizabeth Gilbert weiß genau, wie man erzählt. Diesmal erzählt sie aus ihrem eigenen Leben, ihrer Sucht und den Auswirkungen auf ihr Leben. Ein zentraler Punkt in dieser Geschichte ist Gilbert's Freundin, ...

Elizabeth Gilbert weiß genau, wie man erzählt. Diesmal erzählt sie aus ihrem eigenen Leben, ihrer Sucht und den Auswirkungen auf ihr Leben. Ein zentraler Punkt in dieser Geschichte ist Gilbert's Freundin, spätere Partnerin Rayya. Auch Rayya bringt ein ordentliches Päckchen mit sich und die Gemeinde Zeit ist geprägt von vielen Ereignissen, nicht zuletzt dem Tod.
Obwohl mein Leben persönlich wenig Überschneidungen mit dem Erzählten hat, hat das Buch mich gepackt. Ich wollte wissen, was passiert ist, die ganze Geschichte hören. Mit der Autorin mitfühlen und verarbeiten. Und das war wahnsinnig schön, sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle lehrreich. Auch habe ich keinen Bezug zu Gott, fand das aber hier nicht wirklich störend. An einigen Stellen hat Gott mir dann aber doch eine etwas zu große Rolle gespielt...
Auch die ganze Aufmachung des Buches hat mir gut gefallen, relativ kurze Kapitel, dazwischen immer mal wieder Gedichte und kleine Illustrationen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ich bin Fan!

Weißes Licht
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Die Geschichte von Garrett und Cece wird auf eine ganz tolle Art und Weise erzählt. Eric Puchner hat die Zeitsprünge meiner Meinung nach auf eine ganz besondere Art und Weise eingesetzt, das hat mir wahnsinnig ...

Die Geschichte von Garrett und Cece wird auf eine ganz tolle Art und Weise erzählt. Eric Puchner hat die Zeitsprünge meiner Meinung nach auf eine ganz besondere Art und Weise eingesetzt, das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Auch wie die Charaktere beschrieben sind, wie sie denken und handeln war für mich nachvollziehbar. Jedoch wurde ich an einigen Stellen mit unbeantworteten Fragen zurückgelassen, deswegen ein Stern Abzug... Die Geschichte an sich ist detailliert erzählt, aber einige Themen werden dann einfach nicht mehr aufgegriffen, das fand ich schade (auch um den Buchtitel 'Weisses Licht' so zu hundert Prozent verstehen zu können).
Besonders gut hat mir auch die Beschreibung von Montana gefallen, ob es jetzt fiktiv oder real war sei dahin gestellt, die Geschichte hat es für mich total abgerundet.
Dies war mein erster Roman von Eric Puchner und ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Bestie oder Bestie?

Bestie
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Ich bin großer Fan von Joana, ihrem YouTube-Kanal und ihrer Buchempfehlungen. Für mich war klar, dass ich auch ihr Debüt lesen muss. Eine Geschichte von Freundschaft, dem Weg zu sich selber und der großen ...

Ich bin großer Fan von Joana, ihrem YouTube-Kanal und ihrer Buchempfehlungen. Für mich war klar, dass ich auch ihr Debüt lesen muss. Eine Geschichte von Freundschaft, dem Weg zu sich selber und der großen Frage, wer man eigentlich ist und auch wer man sein möchte.

Und es ist definitiv ein gelungenes Debüt!

Beide Protagonistinnen sind mir nicht wirklich sympathisch, was aber wahrscheinlich auch die Intention der Autorin gewesen ist. Dass die Welt der Influencerin Anouk mehr Schein als Sein ist, war keine große Überraschung. Das Verlangen von Lilly Teil dieser Welt zu sein, kann ich nicht so wirklich nachvollziehen. Vielleicht ziehe ich aus diesem Grund auch einen Stern ab, diese Ganze Welt ist eben nicht meins. An einigen Stellen hat mir auch die Tiefe etwas gefehlt, ich hatte das Gefühl, dass zu viel gleichzeitig passiert.

Der Schreibstil hat mich sehr überzeugt. Prosa und Lyrik zwischen Träumen und Trümmern der Wahrheit.

Den Roman würde ich eher einer jüngeren Zielgruppe (17-22 Jahre) empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Farben und Gefühle

Was du siehst
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Ich sehe was, was du nicht siehst... Liebe, Zusammenhalt, Freundschaft, Vergangenheit und Zukunft - all das bringt der Roman von Laura Maaß mit.
Ein sehr schöner Aufbau des Buches, jedes Kapitel hat eine ...

Ich sehe was, was du nicht siehst... Liebe, Zusammenhalt, Freundschaft, Vergangenheit und Zukunft - all das bringt der Roman von Laura Maaß mit.
Ein sehr schöner Aufbau des Buches, jedes Kapitel hat eine Farbe als Titel. Dieser Stil wird auch in den Texten selber fortgeführt. Den verschiedenen Zeitsprüngen war einfach zu folgen, die Charaktere so geschrieben, dass man ihre Gedanken und Taten nachvollziehen konnte.
Anfangs war ich von den vielen Namen und Charakteren ein wenig verwirrt, das hat sich dann aber nach einigen Kapiteln gelegt. Obwohl das Buch nicht außergewöhnlich lang ist, hatte ich das Gefühl, dass sehr viel passiert. Und doch war es nicht zu viel, es hat alles irgendwie gepasst. Das Erzähltempo ist angenehm, teilweise etwas zu langsam.
Zum Ende hin zieht es sehr an, was ich dann doch etwas schade finde, da hätte ich mir mehr gewünscht. Ansonsten ein tolles Buch.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Zwischen Zugehörigkeit, Identität und Liebe

Wohin du auch gehst
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Ein gelungenes Debüt. Christina Fonthes erzählt von zwei Frauen, die auf eine besondere Art und Weise verbunden sind. Mira wächst im Kongo auf, verliebt sich und muss Entscheidungen treffen. Oder werden ...

Ein gelungenes Debüt. Christina Fonthes erzählt von zwei Frauen, die auf eine besondere Art und Weise verbunden sind. Mira wächst im Kongo auf, verliebt sich und muss Entscheidungen treffen. Oder werden die Entscheidungen viel mehr für sie getroffen?
Zwei Jahrzehnte später steht Bijoux vor einer ähnlichen Entscheidung. Die Kongolesin lebt mittlerweile in London, doch wird immer noch sehr von ihrer religiösen Familie geprägt.
Die Autorin bringt die Gefühlslagen der Protagonisten sehr angenehm rüber, nicht zu aufdrängend, aber trotzdem aussagend. Auch die Themen des Buches haben mich angesprochen, Identität, Zugehörigkeit, Abgrenzung der Familie, Liebe und Freundschaft. "Wohin du gehst" hat mir gut gefallen.
Ich kenne das von einigen anderen PoC-Autor:innen, dass Wörter aus der afrikanischen Sprache verwendet werden, hier hat das meinen Lesefluss aber überhaupt nicht beeinflusst, sondern hat die ganze Geschichte einfach nur ein Stückchen authentischer gemacht.

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