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Veröffentlicht am 01.08.2025

Brisante Verwicklungen

Eisfeld – Dunkle Enthüllungen
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Mara Eisfeld, die Kriminalhauptkommissarin, ist zerrissen zwischen ihrem beruflichen und privaten Leben. Mit Haut und Haar hat sie sich der Verbrecherjagd in ihrer Heimatstadt Berlin verschrieben. Doch ...

Mara Eisfeld, die Kriminalhauptkommissarin, ist zerrissen zwischen ihrem beruflichen und privaten Leben. Mit Haut und Haar hat sie sich der Verbrecherjagd in ihrer Heimatstadt Berlin verschrieben. Doch ihr kleiner Sohn und der Noch-Ehemann fordern ebenso ihre ganze Aufmerksamkeit und vor allem Zeit, die gemeinsam verbracht werden möchte – ein Spagat, den sie nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten leisten kann. In ihrem Job gibt sie alles, ist überlegt, mutig und erfolgreich. Sie ist in der Lage, ihr Team zu motivieren. Gegenüber unliebsamen Anordnungen ihrer Vorgesetzten weiß sie sich zu behaupten. Im Privaten ist sie eher eine kleine, liebenswerte Chaotin.
Als ein sehr bekannter Investigativ-Journalist auf offener Straße erschossen und gleichzeitig eine Praktikantin lebensgefährlich verletzt wird, übernimmt KHK Eisfeld den Fall, muss allerdings mit unliebsamen Kollegen zusammenarbeiten. Sehr schnell ist klar wer hinter diesem Mord und Mordversuch steckt. Es entwickelt sich nun eine rasante Jagd nach dem Schuldigen, wo natürlich Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Die Spur, die sie verfolgt, gibt immer neue Rätsel auf und schließlich ergeben sich sogar Verwicklungen bis in ihr innerstes familiäres Umfeld.
Steffen Weinert liefert mit seinem Kriminalroman ‘Eisfeld – Dunkle Enthüllungen‘, dem zweiten Teil einer Fortsetzungsreihe um die KHK Eisfeld, eine brisante, hochaktuelle und ebenso spannende wie unterhaltsame Story, die wenn man einmal begonnen hat zu lesen, nicht mehr aus den Händen legen mag. Seine gut ausgebauten Charaktere geben der Geschichte eine sympathische Nahbarkeit. Man ist sozusagen mittendrin im Geschehen, das sicherlich eng an der Realität angelegt ist. Bis zur letzten Seite bleibt es fesselnd, weil stets neue, ungeahnte Aspekt einfließen und so plötzliche Wendungen der Sachlage hervorrufen.
Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen, ohne inhaltliche Schwierigkeiten.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Herausfordernde Zeiten für Berlin

Berlin im Nationalsozialismus
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Das Buch von Christoph Kreutzmüller und Bjoen Weigel ‘Berlin im Nationalsozialismus – Abriss einer Stadtgeschichte‘ zeichnet ein Bild dieser Stadt in jenen Jahren der Herrschaft des Nationalsozialismus. ...

Das Buch von Christoph Kreutzmüller und Bjoen Weigel ‘Berlin im Nationalsozialismus – Abriss einer Stadtgeschichte‘ zeichnet ein Bild dieser Stadt in jenen Jahren der Herrschaft des Nationalsozialismus. Es setzt sich intensiv mit den Auswirkungen des ideologischen Einflusses auf die Bevölkerung, die Veränderungen in ihrem Alltag auseinander. Dabei werden ausgewählte Örtlichkeiten in ihrer Veränderung betrachtet. Mal sind es ganz private, mal Vergnügungsorte oder auch Plätze, an denen die Politik durchgesetzt wurde. Zahlreiche Fotografien beleben die gut recherchierten Fakten, die in ihrer Art populärwissenschaftlich und damit gut lesbar aufgearbeitet sind.
Das Sachbuch bietet interessante, ungeahnte Einblicke in das Leben der Menschen, die in jener Zeit in der Metropole Berlin lebten und sich mit den herrschenden Machtverhältnissen auseinandersetzen mussten.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Geschenke erkennen und annehmen

Das Geschenk des Meeres
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Julia R. Kelly beschenkt uns Lesende mit einem berührenden, vielschichtigen, lebensnahen und meiner Meinung nach auch zeitungebundenen Roman ‘Das Geschenk des Meeres‘. Die Geschichte lebt nicht nur aus ...

Julia R. Kelly beschenkt uns Lesende mit einem berührenden, vielschichtigen, lebensnahen und meiner Meinung nach auch zeitungebundenen Roman ‘Das Geschenk des Meeres‘. Die Geschichte lebt nicht nur aus dem zauberhaft aufgebauten Plot heraus allein, sondern ebenso durch den einfühlsamen, ruhigen Schreibstil, der sowohl die widrigen Witterungsbedingungen in jenen kalten, unwirtlichen Wintertagen im Jahre 1900 in dem kleinen, schottischen Fischerdörfchen Skerry, gelegen an der schroffen, stürmischen Atlantikküste, eindrucksvoll beschreibt als auch die Protagonisten in ihrer charakterlichen Entwicklung hervorragend darstellt.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die unnahbare, steife Dorfschullehrerin Dorothy und der ruhige, liebenswerte Joseph, deren Liebe füreinander schicksalhaft belastet ist und viele Jahre ihres Lebens als schwere Bürde auf ihren Schultern lastet, allerdings aus völlig unterschiedlichen Beweggründen. Als eines Tages ein heftiger Sturm ein Kind mehr tot als lebendig an die Küste spült, das Joseph findet und der Pfarrer es schließlich in die Obhut von Dorothy gibt, werden alte Wunden aufgerissen aber gleichzeitig ergeben sich neue Chancen im Leben, dem einst grausamen Schicksal offen zu begegnen. Ausgerechnet dieser kleine, schweigsame Junge könnte es möglich machen Gefühle zu überdenken, alte Wunden endlich heilen zu lassen und ein wertvolles Geschenk anzunehmen.
In den zwei Erzählsträngen vom ‘Damals‘ und dem ‘Jetzt‘ aus unterschiedlichen Perspektiven der Schlüsselfiguren erfahren wir vom Leben der Dorfgemeinschaft, von ihren Vorlieben und Sehnsüchten, vom täglichen Tratsch und Klatsch, von Intrigen und Pflichterfüllung, von Schmerz und tragischen Ereignissen, von unerfüllten Lebensträumen, von brutalen Szenen in einer Ehe.
Dieser Roman besitzt für mich auch heute noch eine große Aktualität. Ich wünsche ihm, dass er sein begeistertes Lesepublikum findet.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Der Zauber des geschriebenen Wortes

Die Briefeschreiberin
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Entgegen der Schnelllebigkeit in unserem modernen Leben liebt es die Protagonistin Sybil van Antwerp, Briefe zu schreiben. Sie glaubt sich besser im geschriebenen Wort ausdrücken zu können und mag eine ...

Entgegen der Schnelllebigkeit in unserem modernen Leben liebt es die Protagonistin Sybil van Antwerp, Briefe zu schreiben. Sie glaubt sich besser im geschriebenen Wort ausdrücken zu können und mag eine ganz besondere Sorte von Briefpapier und natürlich ganz konventionell die Spur des Tintenflusses. Dabei verfolgt sie bei manchem Briefwechsel eine zeitliche Routine einzuhalten, bei anderen wiederum erfolgt der Austausch in losen Abständen. Als begeisterte Leserin spiegelt sie dem ein oder anderen Autor ihre Gedanken und Gefühle als Feedback auf seine Geschichte und freut sich sehr über eine Antwort. Sie hebt alle ihre erhaltenen und zum Teil die Kopien der geschrieben Briefe auf. Diese Korrespondenz besitzt einen unschätzbaren Wert für sie.
Sybil ist mit dreiundsiebzig Jahren längst im Ruhestand. Nicht ganz unvermögend konnte sie sich diesen Luxus noch vor dem üblichen Rentenalter leisten. Sie blickt auf ein beruflich ausgefülltes und erfolgreiches Leben als Juristin zurück, das allerdings nicht ganz ungetrübt ist. Eine falsche Handlung von ihr belastete durch ein Fehlurteil eine ganze Familie. Diese Tat liegt noch immer schwer auf ihrer Seele. Ihr privates Glück jedoch konnte sie nicht finden. Ein tragischer Unfall, eine Scheidung, Missverständnisse mit ihrer Tochter trüben ihren Alltag. Hier muss sie Fehler einsehen und versuchen zu korrigieren. Schließlich begibt sie sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit, die unverhofftes Glück bescheren.
Virginia Evans wagt sich mit ihrem Roman ‘Die Briefeschreiberin‘ auf ein ungewöhnliches Terrain, eine Geschichte zu erzählen. Ich war sehr überrascht wie leicht und flüssig sich die aufeinanderfolgenden Briefe gelesen haben, sich in wunderbarer Weise zu einer Geschichte mit Tiefe, Tragik, glücklichen und schmerzlichen Momenten als Beschreibung eines inhaltsreichen Lebens zusammenfügten.
Wer sich an ein ungewöhnliches auf jeden Fall lohnendes Leseerlebnis heranwagen möchte, findet hier beste Unterhaltung und besonderen Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Wandlungen

Zwischen zwei Leben
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Jenni Mäki ist neunundvierzig Jahre alt als sie beschließt, ihren Ehemann Jussi und damit das edle Haus am Wasser aber auch das finanziell sorgenfreie Leben zu verlassen. Die Kinder sind erwachsen und ...

Jenni Mäki ist neunundvierzig Jahre alt als sie beschließt, ihren Ehemann Jussi und damit das edle Haus am Wasser aber auch das finanziell sorgenfreie Leben zu verlassen. Die Kinder sind erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Ihre Aufgabe als Mutter, über die sie sich all die Jahre identifiziert hat, ist erledigt. Die Untreue von Jussi hält sie nicht mehr aus, auch dieses aneinander Verbeischauen trifft sie tief im Herzen und so fasste sie den für sie nicht einfachen Entschluss zu gehen, um sich eine neue Existenz aufzubauen, vielleicht sogar ein neues Leben zu leben. Sie ändert ihren Namen, nennt sich fortan Jenny Hill. Das zeigt ihre Verbundenheit zu dem Jahr, welches sie als Austauschschülerin in den Vereinigten Staaten von Amerika verbrachte. Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe bestimmten ihr Leben. Dem Drang nach Anpassung gab sie stets nach. Ihre Psychotherapeutin stellte ihr die Aufgabe, Briefe an eine Person zu schreiben, in denen sie ihre Wünsche, Gefühle und Gedanken festhält, um zu reflektieren. Es sollte der Weg sein aus der Sackgasse selbstvernichtender Grübeleien.
Minna Rytisalo beschreibt in ihrem Roman ‘Zwischen zwei Leben‘ die Wandlung einer Frau, die sich selbst wenig Respekt entgegenbringt, sich unwohl in dieser Rolle fühlt und Stück für Stück in ein befreites, ungezwungenes Leben geht. Die Autoren benutzt als schriftstellerisches Stilmittel drei Perspektiven – eine Erzählstimme, die sehr persönlichen Briefe der Protagonistin und Flüsterstimmen von Märchenfiguren, die ihre wahre Geschichte erzählen, damit einen geänderten Blick auf die alten Märchen ermöglichen.
Ich habe dem Buch Zeit gegeben, um tiefer einzutauchen in das Geschehen und es hat sich gelohnt.

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