Interessante Idee, aber mir fehlt das gewisse Etwas
Birthday Girl - Vier Freundinnen. Ein tödliches Geschenk.Was auf den ersten Blick nach einem ruhigen und entspannten Wochenende klingt, artet in diesem Fall bereits nach den ersten Seiten aus.
Denn Joanne hat Geburtstag und was gibt es da besseres, als ihre ...
Was auf den ersten Blick nach einem ruhigen und entspannten Wochenende klingt, artet in diesem Fall bereits nach den ersten Seiten aus.
Denn Joanne hat Geburtstag und was gibt es da besseres, als ihre alten besten Freundinnen einzuladen und diese auf eine Schnitzeljagd zu schicken? Doch als plötzlich eine von ihnen stirbt, verläuft das Wochenende nicht mehr ganz so wie geplant.
Die Geschichte beginnt recht rasant und dem Leser wird schnell klar: die Freundinnen verbindet keine Freundschaft miteinander. Zu viel ist in den vergangenen Jahren passiert und dies hat tiefe Wunden hinterlassen.
Statt reinen Tisch zu machen, haben sich die vier immer weiter voneinander distanziert und haben gewisse Themen nicht angesprochen. Dadurch ist im Laufe der Zeit der Unmut immer weitergewachsen und Zuneigung wich mehr und mehr Hass und Neid. Das merkt man vor allem im Umgang untereinander oder den Aufgaben, denen sie sich stellen.
Wenn man mich vor die Wahl stellen würde, mich mit einem der vier anzufreunden, würde ich das Alleinsein klar vorziehen. So unsympathisch waren sie mir. Denn selbst nachdem eine ihr Leben gelassen hat, gibt es kein Vertrauen und auch keine Zusammenarbeit.
Jede hat in der Vergangenheit Fehler gemacht und nur allzu leicht darüber hinweggesehen. Allerdings kam es mir auch so vor, als würde sich Joanne sehr bewusst in die Opferrolle drängen, ohne manches zu hinterfragen.
Die Idee des Buches fand ich insgesamt sehr gut und interessant. Allerdings erwies sich die Story als sehr voraussehbar, sodass selbst die Wendungen bei mir nicht für neue Spannungen gesorgt haben. Viel zu schnell war klar, wer der Mörder und aus welchem Motiv hier gehandelt wird.