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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2026

Sehr gut

Schlafende Vulkane
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Mit großer Spannung habe ich auf diesen Roman gewartet und wurde nicht enttäuscht. Bereits das Cover weckte bei mir sofort Assoziationen zu Island und schuf eine passende Atmosphäre. Die Erzählweise, die ...

Mit großer Spannung habe ich auf diesen Roman gewartet und wurde nicht enttäuscht. Bereits das Cover weckte bei mir sofort Assoziationen zu Island und schuf eine passende Atmosphäre. Die Erzählweise, die isländischen Namen und das gesamte Setting haben mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen.

Besonders gut gefallen hat mir die Figur Helga. Sie wirkte auf mich sehr authentisch und nahbar. Neben den Ermittlungen rund um den Mordfall wird auch ihr persönlicher Alltag thematisiert. Vor allem die Situation mit ihrer Tochter, die aufgrund von Helgas beruflichen Verpflichtungen oft zurückstecken muss, hat die Geschichte sehr menschlich und glaubwürdig gemacht.

Ein weiteres schönes Detail war die ältere Hündin, die trotz ihres eigentlichen Ruhestands noch immer mit großer Freude arbeitet. Solche liebevoll ausgearbeiteten Einzelheiten haben den Roman zusätzlich bereichert und ihm neben der eigentlichen Krimihandlung viel Wärme verliehen.

Der Mordfall selbst war spannend aufgebaut und die Auflösung nachvollziehbar gestaltet. Die Handlung blieb durchgehend kurzweilig und fesselnd, sodass beim Lesen keine Längen entstanden.

Insgesamt ist dies ein gelungener und atmosphärischer Kriminalroman, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich kann daher eine klare Leseempfehlung aussprechen

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Gut geschrieben

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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Das Buch erzählt von einer Bankerin, die eine wichtige Spekulation scheitern lässt. Gleichzeitig steht bei ihr eine Unterleibsoperation an, vor der sie große Angst hat. Kurz vor dem Eingriff flieht sie ...

Das Buch erzählt von einer Bankerin, die eine wichtige Spekulation scheitern lässt. Gleichzeitig steht bei ihr eine Unterleibsoperation an, vor der sie große Angst hat. Kurz vor dem Eingriff flieht sie aus dem Krankenhaus, um Abstand zu gewinnen und sich darüber klar zu werden, wie es für sie weitergehen soll und wie sie mit ihrer Angst umgehen kann. Deshalb begibt sie sich auf einen Wanderweg – doch die geplante Tour verläuft anders als gedacht. Schließlich taucht ein Mann auf, der ihr hilft.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Besonders die Kapitel, in denen es um ihre Angst vor Krebs und die bevorstehende Operation geht, sind gelungen. Die Gefühle der Protagonistin werden nachvollziehbar dargestellt, sodass man ihre Sorgen gut verstehen kann.

Darüber hinaus handelt es sich jedoch eher um einen leichten Roman. Der männliche Held erscheint sehr schnell, größere Konflikte bleiben aus. Auch eine Unterkunft mit Tieren und familiärem Anschluss findet sich sofort, und die Menschen begegnen der Hauptfigur durchweg verständnisvoll. Das vermittelt eine sehr harmonische, fast idealisierte Welt.

Das Cover spricht an, bedient aber ebenfalls typische Klischees: ein niedlicher Hund und eine schöne Landschaft sorgen sofort für eine emotionale Wirkung.

Ich habe das Buch dennoch gern gelesen. Es eignet sich gut als entspannte Wochenend- oder Urlaubslektüre. Große Dramen gibt es kaum – abgesehen von der bereits beschriebenen Angst der Hauptfigur vor ihrer Erkrankung und der Operation.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Gut geschrieben

Höllische Küste
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Es geht auf gedankliche Reise nach Sylt- Trotz Mord konnte ich mich auf die Insel träumen. Ich fand das Buch gut, weil er soviele Bilder in meinen Kopf hat entstehen lassen. Ich sah die Dünen, den Feinkostladen ...

Es geht auf gedankliche Reise nach Sylt- Trotz Mord konnte ich mich auf die Insel träumen. Ich fand das Buch gut, weil er soviele Bilder in meinen Kopf hat entstehen lassen. Ich sah die Dünen, den Feinkostladen und die Hochzeittort vor mir. Insgesamt hätte es ein bisschen spannender sein können.
Aber ich kann es sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Russische Sprache und der Beruf der Krankenschwester

Wir sehen uns wieder am Meer
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In dem literarischen Werk, das an die Ereignisse rund um Tekla aus „Als Großmutter im Regen tanzte“ anschließt, wird der Fokus auf mehrere weibliche Nebenfiguren gelegt, die auf unterschiedliche Weise ...

In dem literarischen Werk, das an die Ereignisse rund um Tekla aus „Als Großmutter im Regen tanzte“ anschließt, wird der Fokus auf mehrere weibliche Nebenfiguren gelegt, die auf unterschiedliche Weise vom Zweiten Weltkrieg und dessen Nachwirkungen geprägt sind. Insbesondere stehen drei Frauen im Mittelpunkt der Erzählung: Birgit, Annelise und später auch Nadia.

Birgit, ursprünglich als Krankenschwester tätig, entscheidet sich nach dem Tod ihres Russischlehrers Ilja Anfang des Jahres 1944 für einen radikalen Neuanfang. Sie verlässt ihre bisherige Umgebung und begibt sich nach Bodø, eine Stadt im Norden Norwegens. Dort sucht sie Distanz zu den traumatischen Erlebnissen ihrer Vergangenheit und eine neue Lebensperspektive. Annelise hingegen trifft eine andere Entscheidung: Sie meldet sich freiwillig zum Dienst als Frontschwester und wird auf den europäischen Kontinent entsendet, wo sie den Krieg aus unmittelbarer Nähe miterlebt.

Im weiteren Verlauf der Handlung tritt Nadia in Erscheinung – eine junge Frau aus der Ukraine, die im Rahmen der nationalsozialistischen Zwangsarbeit nach Norwegen verschleppt wurde. In Bodø muss sie unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fischfabrik arbeiten, ihr Schicksal ist eng mit den Themen Ausbeutung und entrechteter Arbeitsmigration verknüpft.

Die norwegische Autorin Trude Teige schildert in diesem Buch die Jahre zwischen 1944 und 1953 in ihrem charakteristisch detailreichen und atmosphärisch dichten Stil. Im Zentrum steht Birgit, deren Kenntnisse der russischen Sprache sie in eine heikle, jedoch bedeutende Rolle innerhalb des norwegischen Widerstands bringen. Sie fungiert als Verbindungsglied zwischen norwegischen Widerstandskämpfern, sowjetischen Zwangsarbeitern und geflohenen Kriegsgefangenen – eine Aufgabe, die nicht nur Mut, sondern auch diplomatisches Geschick erfordert.

Auch nach Kriegsende bleibt Birgits Sprachkompetenz von entscheidender Bedeutung: Ihre berufliche Laufbahn wird maßgeblich davon beeinflusst, und nicht selten gerät sie dadurch in gefährliche Situationen.


Während Birgits Geschichte mit großer Tiefe erzählt wird, bleiben die Lebenswege von Nadia und Annelise eher am Rand der Haupterzählung und erfahren nicht dieselbe narrative Ausarbeitung. Hier hätte eine intensivere Auseinandersetzung mit ihren Schicksalen dem Werk zusätzliche Vielschichtigkeit und emotionale Tiefe verleihen können.


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Veröffentlicht am 13.07.2025

Spannend

Im Finsterwald
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Von anna67

Während eines scheinbar gewöhnlichen Museumsbesuchs verschwindet die kleine Alice spurlos – damit beginnt eine vielschichtige Erzählung. Anfangs wirkt die Geschichte beinahe märchenhaft: Tiere ...

Von anna67

Während eines scheinbar gewöhnlichen Museumsbesuchs verschwindet die kleine Alice spurlos – damit beginnt eine vielschichtige Erzählung. Anfangs wirkt die Geschichte beinahe märchenhaft: Tiere in den Vitrinen scheinen sich zu bewegen, die Realität erscheint instabil. Doch rasch wird deutlich, dass ein Raub geschehen ist – ein Nebenschauplatz, der dennoch eine Zeit lang Raum einnimmt.

Im Mittelpunkt steht jedoch die Suche nach Alice und schließlich die Aufdeckung ihres Todes. Die Geschichte entwickelt sich zunehmend psychologisch und legt familiäre Dynamiken, individuelle Wahrnehmungen und emotionale Distanz offen. Alices auffälliges Verhalten erhält nachträglich eine medizinische Erklärung, die ihr Wesen und ihre Entwicklung in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Der Roman bewegt sich zwischen verschiedenen Genres – Kriminalhandlung, psychologische Analyse und erzählerisches Drama vermischen sich. Die Figuren bleiben teils rätselhaft: Das Kindermädchen wird nur angedeutet, der Vater wirkt nach dem Tod des Kindes emotional verschlossen.

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