Coole Idee, aber es wirkte nicht ganz ausgereift
Das Lied der TiefeDer Klappentext hat mich sofort gepackt, und auch der Anfang des Buches hat mich in seinen Bann gezogen. Danach verlor sich diese Spannung jedoch und ich kam immer langsamer durch die Seiten.
Die Liebesgeschichte ...
Der Klappentext hat mich sofort gepackt, und auch der Anfang des Buches hat mich in seinen Bann gezogen. Danach verlor sich diese Spannung jedoch und ich kam immer langsamer durch die Seiten.
Die Liebesgeschichte zwischen Imogen und Theo wirkte dazu oft oberflächlich – die Gefühle der beiden fühlten sich konstruiert statt echt an und nachempfinden, warum die beiden sich auf einmal mochten, konnte ich auch nicht.
Hinzu kam, dass die Handlungen der beiden Hauptfiguren mit der Zeit unklarer wurden, Entscheidungen und Motive wirkten oft inszeniert, als müsse von Anfang an ein festgelegtes Ziel erreicht werden, das sich schachtelartig in die Handlung hineindrängt und man müsste nur irgendwie dahin kommen. Nachvollziehbar war das für mich nicht. Dadurch habe ich den Bezug zu Imogen total verloren. Auch gegen Ende des Buches wirkten ihre Entscheidungen (aber auch Theos) irrational und nicht nachvollziehbar. Für mich war sie eher wie ein trotziges Kind, welches Impulsentscheidungen trifft, die keiner so richtig versteht. Dabei sind sowohl Theo als auch Imogen in ihren späten 20ern.
Auch dass sie ihre Kräfte in so kurzer Zeit meistert, wirkt zu abrupt und unglaubwürdig. Mehr Training, Rückschläge und innere Kämpfe würden Imogen mehr Tiefe geben. Mehr Zeit für Übung, Zweifel und die Konsequenzen ihrer Macht hätten der Figur und der Geschichte gutgetan.
Fazit: Schade, denn die Grundidee hatte Potenzial: eine originelle Idee mit vielversprechenden Ansätzen, die in der Umsetzung leider nicht geklappt hat. Daher gibt es von mir 3 von 5 Sternen.