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Veröffentlicht am 29.08.2025

Lesenswerter, intensiver Kriminalroman, der aufs Ende leider nachlässt

Schwüre, die wir brechen
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„Schwüre, die wir brechen“ von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson ist ein spannender und komplex erzählter Skandinavien-Krimi, der mit ungewöhnlichen Mordfällen und dem Fokus auf alt-ägyptische ...

„Schwüre, die wir brechen“ von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson ist ein spannender und komplex erzählter Skandinavien-Krimi, der mit ungewöhnlichen Mordfällen und dem Fokus auf alt-ägyptische Mythologie besticht. Die Handlung ist vielschichtig erzählt, wobei nicht nur der aktuelle Kriminalfall, sondern auch die persönlichen Geschichten und Schatten der Ermittler eine zentrale Rolle spielen, was für mich eine gewisse Nahbarbeit für den Leser ermöglicht.

Die Mischung aus brillant konstruierten Wendungen, zu tiefst menschlichem, wenn auch nicht immer nachvollziehbarem Handeln der Hauptfiguren und einer neugierigen True-Crime-Podcasterin, die den Ermittlungsdruck erhöht, macht das Buch besonders fesselnd. Auch der Schreibstil trägt dazu bei, dass man sich gleich in die Atmosphäre eindenken und mitfühlen kann.

Die Balance aus Grausamkeit, Spannung und manchmal sogar einem Hauch von Humor überzeugt meiner Meinung nach. Die Auflösung war für mich dann leider nicht ganz schlüssig, sie kam irgendwie etwas zu überraschend und passte für mich nicht ganz zur bis dahin gezeigten Stärke des Buchs. Sehr schade.

Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch auf dessen dritten Teil ich schon sehr gespannt bin.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Einnehmende düstere Romance-Story

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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Das Buch fällt als Erstes unter Anderem durch das tolle Cover-Design auf, der kunstvoll gestaltete Farbschnitt fängt die ganze Atmosphäre einfach toll ein.
Im Zentrum des Geschichte steht Flora, die in ...

Das Buch fällt als Erstes unter Anderem durch das tolle Cover-Design auf, der kunstvoll gestaltete Farbschnitt fängt die ganze Atmosphäre einfach toll ein.
Im Zentrum des Geschichte steht Flora, die in ihrem Blumenladen immer wieder einem mysteriösen Fremden begegnet – Sawyer. Und obwohl er ihr Angst macht, fühlt sich Flora immer stärker zu ihm hingezogen, es entwickelt sich eine intensive und verbotene Beziehung, während beide von einer gemeinsamen, dunklen Vergangenheit eingeholt werden.
Das Buch überzeugt für mich durch seine atmosphärische Dichte, emotionale Tiefe und stellenweise eine mitreißende Spannung.
Mimi Kyllings Schreibstil ist leidenschaftlich und sehr einfühlsam, die Figuren sind komplex und vielschichtig.

Die Geschichte nimmt die Leser insgesamt mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt, die lange nachhallt und die wichtige, teils wirklich sehr aktuelle "Problemfelder" ( mentale Gesundheit, Stalking,..) thematisiert ( auch wenn ich immer mal wieder schwanke, was ich konkret von Triggerwarnungen halte, aber das ist eine andere Sache) .

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Für Fans von stiller, aber intensiver Spannung empfehlenswert

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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„Brackwasser“ von Jana Stieler ist ein atmosphärischer Küstenkrimi, der mit norddeutschem Flair, psychologischer Tiefe und subtiler Spannung überzeugt. Die Autorin entführt die Leser:innen in eine scheinbar ...

„Brackwasser“ von Jana Stieler ist ein atmosphärischer Küstenkrimi, der mit norddeutschem Flair, psychologischer Tiefe und subtiler Spannung überzeugt. Die Autorin entführt die Leser:innen in eine scheinbar ruhige Gemeinde am Wasser, in der sich dunkle Geheimnisse und alte Schuld langsam an die Oberfläche drängen. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber stetig – wie das titelgebende Brackwasser –, wobei Stieler mit feinem Gespür für Charaktere und Schauplätze arbeitet. Besonders hervorzuheben ist der psychologische Unterton: Die Abgründe der Figuren sind greifbar, ohne je ins Klischee abzudriften. Ein leises, aber fesselndes Buch, das eher durch Stimmung als durch blutige Action besticht.

Für mich aber nicht ganz ein Psychothriller, wie auf dem Cover ausgewiesen ist.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Ein feinfühliger und bewegender Roman

Das Geschenk des Meeres
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In Das Geschenk des Meeres entführt Julia R. Kelly ihre Leser an die raue, aber wunderschöne Küste Schottlands– ein Ort voller Erinnerungen, Geheimnisse und stiller Sehnsucht. Als Fischer Joseph an einem ...

In Das Geschenk des Meeres entführt Julia R. Kelly ihre Leser an die raue, aber wunderschöne Küste Schottlands– ein Ort voller Erinnerungen, Geheimnisse und stiller Sehnsucht. Als Fischer Joseph an einem stürmischen Morgen einen fremden Jungen an den Strand gespült findet, weckt das Kind in der Lehrerin Dorothy das schmerzliche Echo ihres vor Jahren verlorenen Sohnes. Kelly verwebt zwei Zeitebenen – die geheimnisvolle Gegenwart und Dorothys rückblickende Erinnerungen – zu einem stimmungsvollen Geflecht aus Sehnsucht und Trauer.

Das Buch überzeugt auch mit einer einer dichten, melancholischen Atmosphäre: Nebelschwaden über den Klippen, das grollende Meer und die enge Dorfgemeinschaft wirken super real. Auch die Charaktere sind toll angelegt,  Dorothy und Joseph sind vielschichtige Figuren, die tief berühren. 

Alles in allem ist Das Geschenk des Meeres ist ein toller, emotionaler und warmherziger Roman.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein eindrücklicher Roman, der teilweise etwas verwirrend wirkt.

Die Probe
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Katie Kitamuras Roman „Die Probe“ erzählt von einer berühmten Schauspielerin mittleren Alters, deren Alltag durch die Begegnung mit dem jungen Schauspielschüler Xavier aus den Fugen gerät. Xavier behauptet, ...

Katie Kitamuras Roman „Die Probe“ erzählt von einer berühmten Schauspielerin mittleren Alters, deren Alltag durch die Begegnung mit dem jungen Schauspielschüler Xavier aus den Fugen gerät. Xavier behauptet, ihr Sohn zu sein, obwohl die Protagonistin sicher ist, nie ein Kind bekommen zu haben. Diese verstörende Behauptung wirft sie aus der Bahn und zwingt sie, ihre Vergangenheit, ihre Ehe mit dem erfolglosen Schriftsteller Tomas und ihr Selbstbild zu hinterfragen. Kitamura inszeniert ein zunächst etwas seltsam anmutendes Kammerspiel, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Schein und Sein verschwimmen. Die Autorin legt dabei besonderen Wert auf die Ambivalenz und Offenheit der Erzählung: Was ist Interpretation, was Realität? Wer sind wir füreinander, und wie sehr bestimmen Erwartungen von außen unser Selbstbild. Die Atmosphäre ist von subtiler Spannung geprägt, die Figuren agieren wie auf einer Bühne, stets auf der Suche nach Authentizität und Wahrheit. Insgesamt ist Kitamuras Stil präzise und eindringlich, die Figurenzeichnung nuanciert, auch wenn die Atmosphäre teilweise etwas verwirrend wirkt. 

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