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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2025

Ein Leben

Blinde Geister
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Lina Schwenk lässt den Roman,
Blinde Geister, einen Familiengeschichte zwischen 1950er bis in die Gegenwart teilnehmen.
Sie lässt Olivia ihr Leben erzählen und die Ängste, die durch ihren Vater geschürt ...



Lina Schwenk lässt den Roman,
Blinde Geister, einen Familiengeschichte zwischen 1950er bis in die Gegenwart teilnehmen.
Sie lässt Olivia ihr Leben erzählen und die Ängste, die durch ihren Vater geschürt wurden. Es ist die Angst,, das die Russen einfallen könnten.
Ich bin im ähnlichen Alter wie Olivia, aber Gott sei Dank, haben meine Eltern mir keine Angst gemacht. Auch meine Freundinnen und Verwandten mussten das nicht erleben.
Olivia lassen ihre Ängste dann auch nicht los und hat dann immer auch Angst um ihre Tochter.
Dieser vielschichtige Roman, ist ein Stück Zeitgeschichte Deutschlands.
Die Autorin hat ihn gefühlvoll gestaltet. Das Buch liest sich gut und ich kann es empfehlen.


Veröffentlicht am 15.08.2025

Manila über viele Jahre.

Die Kollaborateure
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Der Wagenbach Verlag verlegt immer anspruchsvolle Literatur.

Die Philippinische Schriftstellerin Katrina Tuvera schreibt ihren Roman, Die Kollaborateure, mit großer Prosa.
Es ist der erste Roman, der ...



Der Wagenbach Verlag verlegt immer anspruchsvolle Literatur.

Die Philippinische Schriftstellerin Katrina Tuvera schreibt ihren Roman, Die Kollaborateure, mit großer Prosa.
Es ist der erste Roman, der Autorin, der auf deutsch übersetzt wurde.
Sie zeigt als Hauptpersonen Carlos und Renata durch die Jahre flanieren. Carlos beteiligt sich in der Politik, versteht es öfter die Parteien zu wechseln.
Die politischen Situationen werden gut erzählt. Die Geschichte des Paares wird nicht chronologisch dargestellt.
Es gibt noch ein Nachwort von Annette Hug, in dem die Geschichte der Philippinen genau erzählt.
Dieser Roman ist besonders aufschlussreich und unbedingt lesenswert.

Veröffentlicht am 14.08.2025

Wahre Begebenheiten

Das hier ist nicht Miami
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Die mexikanische Schriftstellerin Fernanda Melchor schreibt über die Menschen ihrer Heimat.

Der Roman, Das Hier ist nicht Miami, zeigt die verschiedenen Schicksale mexikanischer Bürger.
Es beginnt ganz ...



Die mexikanische Schriftstellerin Fernanda Melchor schreibt über die Menschen ihrer Heimat.

Der Roman, Das Hier ist nicht Miami, zeigt die verschiedenen Schicksale mexikanischer Bürger.
Es beginnt ganz friedlich mit zwei Brüdern, die den Ufo Wahnsinn miterleben.
Aber dann kommen einige schwerere Themen zu Wort. Da lesen wir über die Rauschgiftvertreibung.
Dann werden die Schrecken von Emigranten erzählt, die eigentlich nach Miami wollten.
Schlimm ist die Korruption der Polizisten und die herrschende Gewalt.
Man erfährt von den Legenden Mexikos. Teufelsaustreibung und anderen
Das hat die Autorin authentisch zu Papier gebracht.
Es ist ein wichtiges Buch, das ich gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 14.08.2025

Literatur von einem Könner

Neues von den Unerwünschten
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J. M. M. Le Clézio ist ein Nobelpreisträger der Literatur von 2008.
Das Buch, Neues von den Unerwünschten, besteht aus vielen Erzählungen.
Der Autor schildert das Schicksal vieler Emigranten in der ganzen ...



J. M. M. Le Clézio ist ein Nobelpreisträger der Literatur von 2008.
Das Buch, Neues von den Unerwünschten, besteht aus vielen Erzählungen.
Der Autor schildert das Schicksal vieler Emigranten in der ganzen Welt.
Da sind die Jugendlichen aus Mexiko, die durch Abwasserkanäle nach Amerika gehen, um sich etwas für Zuhause zu ergattern. Dann werden sie meist erwischt und zurückgebracht.
Dann sind da Kinder, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und durchs Land streifen.
Es sind erschreckende Schicksale, die der Autor mit besonders gutem Stil erzählt.
Mich hat er mit seinen Geschichten erreicht und ich möchte das Buch gerne weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 09.08.2025

Gut gemachte Ahnenforschung

Rückkehr nach St. Malo
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Hélène Gestern hat den Roman,
Rückkehr nach St. Malo, ruhig und mit Gefühl gestaltet.

Der Protagonist Jan kommt nach dem Tod seines Vaters in das Familienanwesen in St. Malo zurück.
Sein Urgro0vater ...



Hélène Gestern hat den Roman,
Rückkehr nach St. Malo, ruhig und mit Gefühl gestaltet.

Der Protagonist Jan kommt nach dem Tod seines Vaters in das Familienanwesen in St. Malo zurück.
Sein Urgro0vater hatte ein Motorenwerk geschaffen, das immer noch weiterlebt.
Im Haus findet er alte Dokumente und er beginnt einen Stammbaum anzulegen.
Bei seinen Forschungen erfährt er immer mehr über seine Familie.
So erfahren wir in dem Roman viele Erinnerungen. Besonders schön hat die Autorin die Gegend und ihre Landschaftsbedingungen beschrieben.
Jan hatte noch einen Zwillingsbruder, so sind die Kindheitserinnerungen besonders. Der Bruder war der robusterer, Jan war ruhiger und scheuer.
In brenzligen Situationen denkt Jan immer noch an ihn und seine Aufmunterung.
Die Autorin hat mit diesem Roman eine interessante Familien- und Firmenchronik geschaffen.
Ich war gefesselt und wurde gut unterhalten.