Ein Finale, das seine Chance verpasst
Herbstweiden in ArrowwoodClayton Perry, der als Cowboy-Poet berühmt geworden ist, hat nach einem Unfall seine Stimme verloren. Eine Operation scheint seine einzige Chance, doch die Kosten übersteigen seine Möglichkeiten. Als plötzlich ...
Clayton Perry, der als Cowboy-Poet berühmt geworden ist, hat nach einem Unfall seine Stimme verloren. Eine Operation scheint seine einzige Chance, doch die Kosten übersteigen seine Möglichkeiten. Als plötzlich seine Schwester in der Stadt auftaucht und ihn um einen Gefallen bittet, könnte das all seine Probleme lösen, allerdings nur, wenn er sich erneut auf riskante Wege begibt. Wird er in alte Muster zurückfallen oder gelingt es ihm, sich endgültig von seiner kriminellen Vergangenheit zu lösen? Zur gleichen Zeit muss Kateri entscheiden wie es für sie nach der Zeit als Rodeoprinzessin weitergehen soll. Der Rat des Cree-Reservats erwartet, dass sie sich voll und ganz der Gemeinschaft widmet. Während gleich zwei Männer um ihre Aufmerksamkeit werben, muss sie sich entscheiden ob sie diese Erwartungen gerecht werden kann und was das für ihre eigenen Träume bedeutet.
Wie auch schon in den ersten Teilen hat mich das Setting absolut begeistert. Ein kleines Städtchen in dem Zusammenhalt noch groß geschrieben wird, dazu noch ein paar Pferde und der typische Ranch-Flair. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mir vom Abschluss der Reihe deutlich mehr erhofft hatte. Schon im dritten Teil hat es mich gestört, dass so vieles auf Lügen basiert, und diesmal war es leider wieder ähnlich. Eigentlich hatte ich gehofft, dass vor allem Clayton aus den bisherigen Geschehnissen gelernt hat, wie wichtig Ehrlichkeit ist. Doch statt Lainey in seine Gedanken einzubeziehen, versucht er alles allein zu bewältigen. Stereotypisch kommt es für ihn natürlich auch nicht in Frage, dass sein Problem psychischer Natur sein könnte. Er hätte so viele Chancen gehabt, den richtigen Weg einzuschlagen, und hat sich doch jedes Mal dagegen entschieden. Und dann ist da noch die Dreiecksgeschichte um Kateri. Für mich war es völlig unverständlich, wie es da überhaupt Zweifel an der richtigen Partnerwahl geben konnte. Degan ist quasi eine wandelnde “Red-Flag”. Er lügt ständig, setzt stur seinen Willen durch, ignoriert Kateris Wünsche und wirkt zudem besitzergreifend und großspurig. Warum Kateri ihn überhaupt in Betracht zieht, bleibt mir ein Rätsel. Zum Glück ist Philipp das genaue Gegenteil und ich finde es schön zu sehen wie sich die Beziehung zwischen ihm und Kateri entwickelt. Kateri ist eine beeindruckende junge Frau und gerade deswegen freut es mich, dass sie in ihm einen ebenbürtigen Partner gefunden hat.
Alles in allem war das Ende der “Sleeping Lake Ranch” Reihe für mich leider eine Enttäuschung. Zwar war es schön, alte Bekannte wiederzutreffen, doch die vielen Lügen und das unglaubwürdige Liebesdreieck konnten mich nicht überzeugen. Mehr als 2,5 Sterne sind daher leider nicht drin.