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Veröffentlicht am 06.10.2025

Ein Finale, das seine Chance verpasst

Herbstweiden in Arrowwood
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Clayton Perry, der als Cowboy-Poet berühmt geworden ist, hat nach einem Unfall seine Stimme verloren. Eine Operation scheint seine einzige Chance, doch die Kosten übersteigen seine Möglichkeiten. Als plötzlich ...

Clayton Perry, der als Cowboy-Poet berühmt geworden ist, hat nach einem Unfall seine Stimme verloren. Eine Operation scheint seine einzige Chance, doch die Kosten übersteigen seine Möglichkeiten. Als plötzlich seine Schwester in der Stadt auftaucht und ihn um einen Gefallen bittet, könnte das all seine Probleme lösen, allerdings nur, wenn er sich erneut auf riskante Wege begibt. Wird er in alte Muster zurückfallen oder gelingt es ihm, sich endgültig von seiner kriminellen Vergangenheit zu lösen? Zur gleichen Zeit muss Kateri entscheiden wie es für sie nach der Zeit als Rodeoprinzessin weitergehen soll. Der Rat des Cree-Reservats erwartet, dass sie sich voll und ganz der Gemeinschaft widmet. Während gleich zwei Männer um ihre Aufmerksamkeit werben, muss sie sich entscheiden ob sie diese Erwartungen gerecht werden kann und was das für ihre eigenen Träume bedeutet.

Wie auch schon in den ersten Teilen hat mich das Setting absolut begeistert. Ein kleines Städtchen in dem Zusammenhalt noch groß geschrieben wird, dazu noch ein paar Pferde und der typische Ranch-Flair. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mir vom Abschluss der Reihe deutlich mehr erhofft hatte. Schon im dritten Teil hat es mich gestört, dass so vieles auf Lügen basiert, und diesmal war es leider wieder ähnlich. Eigentlich hatte ich gehofft, dass vor allem Clayton aus den bisherigen Geschehnissen gelernt hat, wie wichtig Ehrlichkeit ist. Doch statt Lainey in seine Gedanken einzubeziehen, versucht er alles allein zu bewältigen. Stereotypisch kommt es für ihn natürlich auch nicht in Frage, dass sein Problem psychischer Natur sein könnte. Er hätte so viele Chancen gehabt, den richtigen Weg einzuschlagen, und hat sich doch jedes Mal dagegen entschieden. Und dann ist da noch die Dreiecksgeschichte um Kateri. Für mich war es völlig unverständlich, wie es da überhaupt Zweifel an der richtigen Partnerwahl geben konnte. Degan ist quasi eine wandelnde “Red-Flag”. Er lügt ständig, setzt stur seinen Willen durch, ignoriert Kateris Wünsche und wirkt zudem besitzergreifend und großspurig. Warum Kateri ihn überhaupt in Betracht zieht, bleibt mir ein Rätsel. Zum Glück ist Philipp das genaue Gegenteil und ich finde es schön zu sehen wie sich die Beziehung zwischen ihm und Kateri entwickelt. Kateri ist eine beeindruckende junge Frau und gerade deswegen freut es mich, dass sie in ihm einen ebenbürtigen Partner gefunden hat.

Alles in allem war das Ende der “Sleeping Lake Ranch” Reihe für mich leider eine Enttäuschung. Zwar war es schön, alte Bekannte wiederzutreffen, doch die vielen Lügen und das unglaubwürdige Liebesdreieck konnten mich nicht überzeugen. Mehr als 2,5 Sterne sind daher leider nicht drin.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Vielversprechender Start, aber nicht ganz überzeugend

Say You’ll Remember Me
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Als sie sich bereit erklärt mit dem gut aussehenden Tierarzt Xavier auf ein Date zu gehen, ist für Samantha längst klar, dass es nur eine einmalige Sache werden kann, denn bereits am nächsten Tag wird ...

Als sie sich bereit erklärt mit dem gut aussehenden Tierarzt Xavier auf ein Date zu gehen, ist für Samantha längst klar, dass es nur eine einmalige Sache werden kann, denn bereits am nächsten Tag wird sie zurück zu ihrer Familie nach Kalifornien ziehen. Doch sie hätte nicht damit gerechnet, dass es das beste Date ihres Lebens werden würde und sie Xavier unbedingt wiedersehen möchte. Eine Fernbeziehung kommt für Sam einfach nicht in Frage. Allerdings geht es Xavier ähnlich und er setzt alles daran, sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Ich habe schon viel über die Autorin gehört und war neugierig, endlich mein erstes Buch von ihr zu lesen. Allerdings muss ich zugeben, dass mich „Say you’ll remember me“ leider nicht so ganz überzeugen konnte. Der Schreibstil war zwar sehr angenehm und ich bin gut in die Geschichte gestartet, aber leider konnten mich die Liebesgeschichte nicht wirklich überzeugen. Xavier war mir von Anfang an sympathisch, besonders weil er sich mit viel Herzblut für Tiere einsetzt und versucht, ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen Dennoch wirkte sein Handeln stark von seinen Eltern geprägt, und sein ganzes Leben schien sich nur darum zu drehen was sie von ihm denken. Ähnlich verhält es sich in seiner Beziehung mit Samantha. Während sie überhaupt nicht bereit ist Kompromisse einzugehen, muss er alles für die Beziehung investieren, dabei finde ich seine Gründe deutlich nachvollziehbarer. Ich habe nämlich keine Ahnung warum die drei Geschwister unbedingt jetzt Unsummen in ein Haus stecken müssen in dem sie wahrscheinlich nicht auf Dauer zusammen wohnen werden. Auch das Thema Demenz wird zwar aufgegriffen, aber leider stellt die Autorin die Pflege zu Hause als einzige akzeptable Lösung dar und wirkt so, als würde sie diejenigen verurteilen, die sich für ein Pflegeheim entscheiden. Meiner Meinung nach ist das aber oft die sicherere und gesündere Option für alle Beteiligten und man sollte das nicht so pauschalisieren. Ein weiterer Kritikpunkt ist der manchmal seltsame Humor, den vor allem Samantha an den Tag legt. Sie bleibt insgesamt recht blass, was es mir schwer gemacht hat, mich in sie hineinzuversetzen. Dagegen fand ich die Familiendynamik (außerhalb der Demenz-Thematik) ziemlich interessant. Es war schön zu sehen wie sich alle zusammen gerafft haben und gegen Ende wieder füreinander da waren und ihre Probleme gemeinsam gelöst haben.

Ein Buch mit einer interessanten Grundidee und sympathischen Nebenfiguren, das mich aber vor allem wegen der unausgewogenen Darstellung familiärer Konflikte und dem Umgang mit dem Thema Demenz nicht vollständig überzeugen konnte. Daher gibt es von mir 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Ragin auf Umwegen

In einem Land nach unserer Zeit - Teil 2: Die Reisende
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Nach fünfhundert Jahren im Kälteschlaf erwacht Ragin in einer Welt, die sich zumindest teilweise von der großen Klimakatastrophe erholt hat. Als einer der wenigen anderen Überlebenden aus ihrer Zeit sie ...

Nach fünfhundert Jahren im Kälteschlaf erwacht Ragin in einer Welt, die sich zumindest teilweise von der großen Klimakatastrophe erholt hat. Als einer der wenigen anderen Überlebenden aus ihrer Zeit sie um Hilfe bittet, macht sie sich widerwillig auf den Weg. Immer mit dabei ist ihre treue Begleiterin, die Katze Alice. Doch nichts läuft nach Plan und so muss Ragin bald zu Fuß durch die veränderte Welt laufen anstatt per Lufttransport die andere Station zu erreichen. Dabei begegnet sie nicht nur anderen Reisenden sondern erhält auch Einblicke in verschiedene Gemeinden mit ihren individuellen Regeln und Lebensweisen. Doch sie hat nach wie vor ein Ziel vor Augen und kann daher nirgends lange verweilen.

Da mir der erste Teil bereits gut gefallen hat, war ich neugierig wie die Geschichte weitergehen würde. Nachdem ich mir gewünscht hatte mehr über die anderen Menschen und ihre Schicksale zu erfahren, habe ich mich gefreut einen Einblick in so verschiedene Siedlungen zu erhalten. Allerdings muss ich zugeben, dass die Beschreibungen zeitweise viel zu ausufernd für meinen Geschmack waren. Eigentlich soll Ragin zu einem anderen Überlebenden, der sie um Hilfe gerufen hat. Allerdings hat sie trotz des Hilferufs keinerlei Eile und trödelt lieber durch die Welt und lässt sich von so ziemlich allem und jedem ablenken. Ihre leicht egozentrische Haltung, die schon im ersten Band angedeutet wurde, tritt hier noch deutlicher zutage. Sie überschätzt sich immer wieder und muss dann feststellen, dass sie vieles doch nicht nach ihrem Kopf läuft und sie lieber auf die erfahreneren Bewohner hätte vertrauen sollen. Dadurch verliert sie leider einige Sympathiepunkte, die sie noch im ersten Teil sammeln konnte. Zum Glück taucht auch Alice wieder auf, denn die kleine Katze ist mir schon im ersten Teil ans Herz gewachsen und ich bin froh ihr wieder begegnet zu sein. Ansonsten hat mir in diesem Band leider die Spannung gefehlt. Die Welt wird sehr detailliert beschrieben, aber die Handlung tritt über weite Strecken auf der Stelle.Ich gehe davon aus, dass noch ein weiterer Teil geplant ist und hoffe, dass dort dann endlich die Handlung etwas mehr im Vordergrund steht.

Der zweite Teil bietet interessante Einblicke in eine postapokalyptische Welt, verliert sich aber zu oft in Details und lässt Spannung vermissen. Dazu konnte mich Ragin leider nicht wirklich von sich überzeugen, weswegen ich der Geschichte nicht mehr als 2,5 Sterne geben kann.


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Veröffentlicht am 15.07.2025

Leider konnte mich hier nur Flora wirklich überzeugen

Die Schattenschwester
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Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. ...

Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. Jedes der Mädchen erhält einen entscheidenden Hinweis auf ihre Vergangenheit. Zunächst kehren Star und Cece zurück nach London ohne sich weiter damit zu befassen. Doch dann beschließt Star dem ganzen auf den Grund zu gehen und ihr Hinweis bringt sie zu einer Buchhandlung ganz in ihrer Nähe. Dabei lernt sie nicht nur Stück für Stück mehr über ihre Vergangenheit, sondern fängt auch an ihr Herz für diese neue Familie zu öffnen.

Da mich die ersten beiden Teile mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen haben, war ich neugierig wie es im dritten Teil weitergehen wird. Zwar schreibt Lucinda Riley wie gewohnt sehr angenehm und flüssig, doch die Handlung hat sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Es passiert lange Zeit wenig Relevantes, und vieles wirkt gestreckt, ohne echten Mehrwert für die Geschichte. Besonders schwer tat ich mich mir mit der Romanze von Star. Sie wirkte auf mich wenig glaubwürdig und emotional nicht greifbar. Die Verbindung der Figuren blieb oberflächlich, sodass ich weder mitfiebern noch mitfühlen konnte. Gerade in einem Roman, der so stark auf persönliche Beziehungen setzt, ist das für mich enttäuschend. Außerdem fand ich Stars Verhalten gegenüber Cele ziemlich unmöglich. Ich finde es gut, dass sie versucht herauszufinden wer sie ohne ihre Schwester ist, aber das hätte sie ihr ruhig mitteilen können statt ihr einfach die kalte Schulter zu zeigen. Zum Glück konnte mich Flora da etwas drüber hinwegtrösten, denn sie war für mich mit Abstand der sympathischste Charakter der Geschichte. Eine beeindruckende Frau mit einer tragischen Lebensgeschichte, die sich davon aber nicht unterkriegen lassen hat. Auch wenn das Setting und die Atmosphäre wieder gut eingefangen sind, konnte mich die Geschichte insgesamt nicht wirklich packen.

Für Fans der Reihe vielleicht ein Muss, für mich leider eher zäh als mitreißend. Die 2,5 Sterne gibt es von mir nur, weil mir Flora so sympathisch war.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Ziemlich viele Zufälle für eine Geschichte

Glückskekse
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Schon wieder wurde Jana verlassen, dieses mal ausgerechnet an ihrem 35. Geburtstag und sie weiß absolut nicht woran das liegt. Um sich Abzulenken, überreden ihre Freundinnen das Universum zu fragen und ...

Schon wieder wurde Jana verlassen, dieses mal ausgerechnet an ihrem 35. Geburtstag und sie weiß absolut nicht woran das liegt. Um sich Abzulenken, überreden ihre Freundinnen das Universum zu fragen und so schickt Jana eine SMS an eine unbekannte Nummer. Niemals hätte sie damit gerechnet, doch der Fremde antwortet ihr und bald tauschen sie täglich Nachrichten aus. Wer ist dieser Mann, der sie besser verstehen zu scheint als sie sich selbst? Können die beiden auch im echten Leben eine Chance haben?

Durch den leichten Schreibstil der Autorin konnte ich direkt gut in die Geschichte starten. Allerdings habe ich mir schwer getan mit den beiden Protagonisten warm zu werden. Vor allem bei den Teilen aus seiner Sicht musste ich irgendwann diese furchtbaren Schreibversuche überspringen, da es für mich wirklich ein Kampf war sie zu lesen. Für die Geschichte haben sie auch keinen echten Mehrwert geliefert, wodurch ich nichts verpasst habe. Ansonsten ist er ein relativ antriebsloser und eher langweiliger Kerl, der sich mit dem Thema Glück auseinander setzt. Diese Aspekte fand ich wiederum interessant, da es einen dazu angeregt hat selbst über sich und was einen glücklich macht nachzudenken. Der Rest des Plots funktioniert allerdings nur wenn man an zu viele Zufälle glaubt, denn realistisch kann man die Handlung nicht nennen. Dafür kam der Plotttwist am Ende unerwartet und konnte mich so nochmal richtig überraschen.

Alles in allem ist es eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, aber richtig warm konnte ich mit den beiden Protagonisten nicht werden. Die Idee hat mir gut gefallen und daher gibt es von mir gut gemeinte 2,5 Sterne.

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