faszinierend und absolut lesenswert
Schwestern der FreiheitErzählt wird die Geschichte von Krankenschwestern und anderen, eine Schiffsunglück überlebenden Frauen im Zweiten Weltkrieg vor der Küste Sumatras. Die Krankenschwestern stehen im Dienst der australischen ...
Erzählt wird die Geschichte von Krankenschwestern und anderen, eine Schiffsunglück überlebenden Frauen im Zweiten Weltkrieg vor der Küste Sumatras. Die Krankenschwestern stehen im Dienst der australischen Streitkräfte. Zu ihnen gehört Nesta. Norah und ihre Schwester kommen mit dem Mädchen June dazu. Sie alle leben drei Jahre und sieben Monate in verschiedenen, japanischen Gefangenenlagern. Und sie kämpfen miteinander täglich um ihr Überleben.
Erzählt wird zu Anfang wie in einem Bericht. Man erlebt förmlich mit, wie die Bomben den Hafen von Singapur zerstören von wo das Schiff mehrere Familien und diese Frauen nach Australien bringen soll. Es wird sein Ziel nie erreichen. Norah erzählt aus ihrer Perspektive, die Autorin erzählt nach ihren Recherchen und verwebt die Zusammenhänge so, dass aus dem anfänglichen Bericht ein sehr ergreifender, hoch interessanter Roman nach einer wahren Begebenheit zu lesen ist. Man kann ihn nicht zur Seite legen, man fühlt als Lesende mit. Auch das Nachwort ist lesenswert. Alle handelnden, namentlich genannten Frauen haben gelebt.
Besonders faszinierend ist die Geschichte des Orchesters, dass Norah mit zwanzig Frauen aufgebaut hat. Ein Summ-Orchester, dass Hoffnung gab und den Alltag im Lager vergessen ließ, von Zeit zu Zeit. Sehr beeindruckend.