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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

faszinierend und absolut lesenswert

Schwestern der Freiheit
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Erzählt wird die Geschichte von Krankenschwestern und anderen, eine Schiffsunglück überlebenden Frauen im Zweiten Weltkrieg vor der Küste Sumatras. Die Krankenschwestern stehen im Dienst der australischen ...

Erzählt wird die Geschichte von Krankenschwestern und anderen, eine Schiffsunglück überlebenden Frauen im Zweiten Weltkrieg vor der Küste Sumatras. Die Krankenschwestern stehen im Dienst der australischen Streitkräfte. Zu ihnen gehört Nesta. Norah und ihre Schwester kommen mit dem Mädchen June dazu. Sie alle leben drei Jahre und sieben Monate in verschiedenen, japanischen Gefangenenlagern. Und sie kämpfen miteinander täglich um ihr Überleben.
Erzählt wird zu Anfang wie in einem Bericht. Man erlebt förmlich mit, wie die Bomben den Hafen von Singapur zerstören von wo das Schiff mehrere Familien und diese Frauen nach Australien bringen soll. Es wird sein Ziel nie erreichen. Norah erzählt aus ihrer Perspektive, die Autorin erzählt nach ihren Recherchen und verwebt die Zusammenhänge so, dass aus dem anfänglichen Bericht ein sehr ergreifender, hoch interessanter Roman nach einer wahren Begebenheit zu lesen ist. Man kann ihn nicht zur Seite legen, man fühlt als Lesende mit. Auch das Nachwort ist lesenswert. Alle handelnden, namentlich genannten Frauen haben gelebt.

Besonders faszinierend ist die Geschichte des Orchesters, dass Norah mit zwanzig Frauen aufgebaut hat. Ein Summ-Orchester, dass Hoffnung gab und den Alltag im Lager vergessen ließ, von Zeit zu Zeit. Sehr beeindruckend.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ein super Start!

Die magische Gesellschaft - Wächter
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Ellie lebt mit ihren Freunden in Heimbruch, einer Kleinstadt, und steht kurz vor dem Abitur. Als nebenan der äußerst gut aussehende Sam mit seinem Vater einzieht und der dann noch in ihrer Klassenstufe ...

Ellie lebt mit ihren Freunden in Heimbruch, einer Kleinstadt, und steht kurz vor dem Abitur. Als nebenan der äußerst gut aussehende Sam mit seinem Vater einzieht und der dann noch in ihrer Klassenstufe landet, kann sie es kaum fassen. Was wie eine typische Liebesgeschichte unter Schülern mit Partys und sommerlichen Vergnügungen beginnt, entpuppt sich zuhsehends als genau das plus Fantastik. Und zwar derart gut ge- und beschrieben, dass man fast nicht aufhören kann zu lesen. Ellie erlebt eine Art Wandlung und fühlt Magie in sich. Das erste Mal in einem dramatischen Moment. Was folgt ist, dass sie damit nicht alleine ist. Und ein Training besonderer Art. Amüsant, schräg, witzig und das Ganze passiert in unserer Gegenwart und einer weiteren Dimension. Der Cliffhanger am Ende war zu erwarten. Bin sehr gespannt auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Sehr, sehr lesenswert!

Verborgen
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Zuerst dachte ich es sein ein spezieller Krimi mit besonders düsterem Flair. Aber es ist ein Fantasy-Roman! Er spielt in mehreren Zeitebenen und ein Wald stellt dabei einen ganz besonderen Raum dar. Die ...

Zuerst dachte ich es sein ein spezieller Krimi mit besonders düsterem Flair. Aber es ist ein Fantasy-Roman! Er spielt in mehreren Zeitebenen und ein Wald stellt dabei einen ganz besonderen Raum dar. Die Autorin Lisa ist nach dem Tod ihres Mannes in eine tiefe Depression gefallen und kämpft sich gerade wieder daraus hervor. Aber seltsame Dinge geschehen. Ein Dämon treibt sein Unwesen und sie träumt seltsame Warnträume in denen ihr Mann eine Rolle spielt. Warnt er sie? Halluziniert sie? Ihr Überleben hängt vom Wald ab und dort schweben alte, schmerzhafte Erinnerungen, denen sie sich stellen muss.

Das Ganze geschieht in und in den Wäldern um Rothenburg ob der Tauber herum. Gut gewählt. Denn außer dem heutigen Touristenanziehungspunkt hat die malerische Stadt auch dunkle Zeiten erlebt. Die Kelten spielen eine Rolle, die Römer und die Mysterien der Region und der Stadt. All das verknüpfte Kox in ihrem Roman und wob Lisas Geschichte hinein. So saugt sie mich als Leserin bereits zu Beginn hinein. Ich habe abends und nachts fast durchgelesen und war Sonntagmorgens ziemlich verkatert. Die Spannung steigt unaufhörlich und die Figuren wirken alle realistisch.

Veröffentlicht am 04.08.2025

Bin gespannt auf weitere Romane dieser Autorin!

Waterwitch
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Jenny Greenteeth ist eine Wasserfee, ein Kinderschreck, ein Monster, um das sich englische Geschichten und Mythen drehen. Als eines Tages

eine Hexe in ihren See bei Chipping Appleby geworfen wird, rettet ...

Jenny Greenteeth ist eine Wasserfee, ein Kinderschreck, ein Monster, um das sich englische Geschichten und Mythen drehen. Als eines Tages

eine Hexe in ihren See bei Chipping Appleby geworfen wird, rettet sie sie in ihre unterseeische Höhle. Sie freunden sich an und bemerken, dass sich etwas Schlimmes im Dorf bewegt. Magisch, finster und schwer zu besiegen. Zusammen mit dem Händler und Kobold Brackus suchen sie den König der Feen auf.

Der Anfang ist ein Monolog. Man lernt die Jenny kennen und erhält einen Einblick in die englischen Mythen sowie für was sie sich selbst hält. Als die Hexe bei ihr landet, stellt sich raus, dass Jenny sich nicht wie ein Monster verhält. Die Heldenreise der drei Wesen hat es in sich und ist enorm fesselnd. Die Menschenwelt existiert ca. im Mittelalter. Jenny ist weit älter und bezog ihren See kurz vor der Geburt von König Artus. Man begegnet beim Lesen vielen mythischen Wesen und erfährt so allerhand.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, die Welt die unsere zur Zeit der Hexenverbrennungen ungefähr. Daneben gibt es noch die „alte, angelsächsische“ Welt, bevölkert mit hohen und niederen Feen, Kobolden, Riesen, Afancs und Kelpies. Erzählt wird aus Sicht von Jenny, die so einiges in den letzten Jahrhunderten ertragen musste, und so langsam die seltsame Gesellschaft genießt. Und ich mochte sie alle drei und noch mehr Figuren. Bis auf den Finsterling natürlich! Verfasst ist das Ganze in einem typischen Stil der Fantasy, nicht modern jedoch unglaublich gut erzählt. Ein sehr lesenswerter Fantasy-Roman.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Roadtrip

Alpenverschwörung
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Ein kranker Kollege liegt im Spital und setzt Bernauer auf die Spur eines wertvollen Botanikbuches, sehr alt und für Pharmakonzerne von unschätzbarem Wert. Die Handlung beginnt staubtrocken, aber bevor ...

Ein kranker Kollege liegt im Spital und setzt Bernauer auf die Spur eines wertvollen Botanikbuches, sehr alt und für Pharmakonzerne von unschätzbarem Wert. Die Handlung beginnt staubtrocken, aber bevor man es zur Seite legt, kommen die ersten Leichen und Bernauer samt einem Kollge in und auf Fahrt. Mit dem privaten Alfa Romeo quer durch die Schweiz, durch den Vereinatunnel bis nach Südtirol und dann anders wieder zurück. Ein Roadtrip, der es in sich hat.
Der Krimi geht so, die Beschreibungen der Umgebungen sind angenehm zu lesen, wenig regt auf. Nicht einmal dann, wenn es eigentlich aufregen wird. Aber der trockene Erzählstil bleibt. Ich könnte mir die Handlung besser als Hörbuch vorstellen, in typischen (Für norddeutsche Ohren noch verständlichem) Schyzerdütsch. Hab da gerade Emil Steinberger vor Ohren. Es gibt böse Banditen, die den Alfa Romeo verfolgen. Es gibt brenzlige Situationen auch für die beiden Polizisten, aber die Spannung bleibt aufgrund der netten, regionalen Beschreibungen auf der Strecke. Aber das macht nix, es ist dann eben ein netter, gut zu lesender Roman.

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