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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2025

Ruhiger und eindrücklicher Roman über Geschwisterliebe, Pflichtgefühl und Alkoholsucht

22 Bahnen
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Tildas Alltag ist durchstrukturiert: sie studiert Mathe, sitzt nach der Uni noch an der Supermarktkasse und kümmert such um ihre jüngere Schwester Ida. Die Mutter ist alkoholabhängig, Väter gibt es nicht ...

Tildas Alltag ist durchstrukturiert: sie studiert Mathe, sitzt nach der Uni noch an der Supermarktkasse und kümmert such um ihre jüngere Schwester Ida. Die Mutter ist alkoholabhängig, Väter gibt es nicht und sie versucht, den Alltag irgendwie zu meistern. Als sie eine Promotionsstelle in Berlin in Aussicht gestellt bekommt, kommt sie ins Grübeln und die Freiheit scheint zum Greifen nah. Als Viktor auftaucht, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war, geraten die Dinge noch mehr in Bewegung. Als Tilda glaubt, dass am Ende doch noch alles gut werden könnte, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.

Ich bin ziemlich late to the party, aber ich wollte das Buch schon länger lesen und bevor der Film dazu ins Kino kommt. Das Cover finde ich gut gestaltet, es greift das Thema Schwimmen auf, das im Roman eine essentielle Rolle spielt und mit den kurzen Pinselstrichen wirkt es dynamisch.
Der Roman ist aus Tildas Ich-Perspektive geschrieben, man erhält so einen direkten Einblick ins Geschehen. Tilda ist ehrgeizig, opfert sich für ihre Schwester auf, man merkt beim Lesen, dass unter der toughen Oberfläche mehr steckt und Tilda emotional Einiges mit sich herum schleppt. Der Schreibstil ist authentisch und echt, allerdings hat mir die Konstruktion der wörtlichen Rede weniger gefallen, es hat den Lesefluss für mich etwas erschwert. Die Geschichte wirkt leise, dafür trifft sie mit nüchterner Emotionalität und Tatschen, die ungeschönt erzählt werden. Die Handlung ist schnell zusammengefasst und oft plätschert sie eher dahin als dass sich Spannung aufbaut. Sie lebt von den Emotionen, Situationen und Figuren, die allesamt gut gezeichnet sind. Vor allem der Beziehung von Tilda und Ida kommt eine große Bedeutung und Besonderheit zu. Auch Viktor wirkt authentisch, Tilda und ihn verbindet nur die Geschichte rund um seinen Bruder Ivan, aber zwischen den beiden entsteht eine besondere Beziehung, die wenig Worte bedarf.
Die Autorin greift viele wichtige Themen auf: Alkoholsucht, ein trister Alltag, Geschwisterbeziehung und schmerzhafte Erinnerungen und verwebt sie oft als selbstverständlich und gnadenlos, oft leise und unterschwellig in die Geschichte.

"22 Bahnen" ist ein leiser Roman, der von den Beziehungen und Charakteren lebt. An manchen Stellen hat mir die Handlung gefehlt und der Aufbau der wörtlichen Rede ist auch gewöhnungsbedürftig. Nichtsdestotrotz ist der Roman gelungen und den Hype, mit ein paar wenigen Schwächen, wert.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Spannender Pageturner - kann man seinen eigenen Mord in sieben Tagen aufklären?

Not Quite Dead Yet
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Jet ist 27 Jahre alt und gehört zu einer der reichsten Familien der Stadt Woodstock, ihrem Vater gehört eine große Baufirma. An Halloween ist sie, wie fast alle Bewohner der Stadt, bei einer großen Party. ...

Jet ist 27 Jahre alt und gehört zu einer der reichsten Familien der Stadt Woodstock, ihrem Vater gehört eine große Baufirma. An Halloween ist sie, wie fast alle Bewohner der Stadt, bei einer großen Party. Wieder alleine zu Hause wird sie auf brutale Weise überfallen und wacht im Krankenhaus wieder auf. Sie hat durch Schläge auf den Hinterkopf ein Aneurysma im Gehirn, das in etwa sieben Tagen zum Tod führen wird. Sie ist geschockt, möchte jedoch für Gerechtigkeit kämpfen und gemeinsam mit ihrem besten Freund Billy begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Mörder. Und je tiefer sie gräbt, desto mehr gerät auch ihr eigenes Umfeld und ihre Familie ins Visier ihrer Ermittlungen.

Als großer Holly Jackson-Fan war ich sehr gespannt, wie sie ihren ersten Roman für Erwachsene gestaltet, da sie bisher im YA-Bereich unterwegs war. Und wie immer bin ich, bis auf ein paar kleine Schwächen, begeistert!
Das Cover hat mich natürlich sofort angezogen und ist toll und passend gestaltet. Man ist auch sofort in der Geschichte drin, die Geschichte wird aus Jets Perspektive erzählt. Jet blieb mir lange fremd, aber man merkt beim Lesen schnell, dass sie eine Mauer um sich herum aufgebaut hat, die die Menschen um sie herum nur schwer durchdringen können. Beim Lesen habe ich allerdings oft gedacht, dass sie auch als 17-Jährige durchgehen könnte, sowohl vom Denken als auch vom Verhalten. Die Charaktere werden alle hervorragend beschrieben, man bekommt einen guten Einblick in alle Figuren und nichts bleibt blass oder an der Oberfläche, was mir, wie immer bei Holly Jackson, sehr gut gefallen hat.
Ebenso die Handlung ist spannend und packend und wird einem Thriller gerecht. Man begleitet Jet und Billy bei ihrer Suche nach dem Mörder, oft hatte ich aber das Gefühl, dass Details zu sehr ausgeschmückt wurden und die Handlung etwas auf der Stelle tritt, gerade im Mittelteil. Jet mit ihrer unglaublichen Energie schafft es immer wieder, sowohl Billy als auch den Leser mitzureißen und die Spannung zu halten.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich auch Umstand, dass Jet trotz tödlicher Diagnose aus dem Krankenhaus entlassen wird und anfängt zu ermitteln. Trotz Wortfindungsstörungen und stechender Kopfschmerzen kann sie scheinbar auch schwere körperliche Arbeit verrichten. Vielleicht mobilisiert sie all ihre Kräfte, eine Kämpfernatur ist sie ja, aber es erschien mir etwas zu unrealistisch. Obwohl man letzten Endes weiß, wie das Buch ausgeht, ist es mehr als spannend, den Täter zu finden - genug Verdächtige gibt es.

Auch mit "Not Quite Dead Yet" hat Holly Jackson bewiesen, dass sie ihr Handwerk beherrscht. Mit ein paar kleinen Schwächen möchte ich das Buch jedem empfehlen, der die Bücher von Holly Jackson liebt und einen packenden Thriller mit einer spannenden Ausgangslage und tollen Charakteren sucht.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Über Selbstfindung und emotionale Abhängigkeit - toller Roman mit viel Humor und wichtigen Themen

Crushing
6

Worum es geht:
Marnie, 28 Jahre alt, ist wieder Single - ihr Partner hat sich getrennt und nun zelebriert sie ihren Liebeskummer bei ihrer älteren Schwester Nicola. Anstatt sich, wie Marnie es sonst stets ...

Worum es geht:
Marnie, 28 Jahre alt, ist wieder Single - ihr Partner hat sich getrennt und nun zelebriert sie ihren Liebeskummer bei ihrer älteren Schwester Nicola. Anstatt sich, wie Marnie es sonst stets gehandhabt hat, direkt einen neuen Partner zu suchen, möchte sie erstmal zu sich selbst finden und sich nicht mehr für einen Partner verbiegen. Sie lernt auf einer Party Isaac kennen, der ihr Herz sofort höher schlagen lässt. Doch er hat eine Partnerin und die beiden beschließen, Freunde zu sein. Kann dieses Vorhaben gut gehen und findet Marnie auf diese Weise zu sich selbst?

Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich bereits ihr Debüt "No Hard Feelings" gelesen - und GELIEBT! Daher war ich umso gespannter, ihren zweiten Roman zu lesen. Der Klappentext verspricht eine Sinnsuche und Selbstreflektierung. Dies nimmt in der Geschichte leider nicht den Raum ein, den ich mir dem Klappentext nach vorgestellt und gewünscht habe. Dennoch hat Genevieve Novak einen scharfsinnigen und humorvollen Roman geschrieben, in dem ich mich des Öfteren selbst wiederfinden konnte.

Die gesamte Geschichte ist aus Marnies Ich-Perspektive geschrieben, was dem Leser die Hauptperson nochmal näher bringt und Marnies selbstironische und humorvolle Denkweise auf den Punkt bringt. Mit viel Witz und einer oft nicht ganz ernstzunehmenden Art stellt sie sich und ihr Leben vor, angefangen bei ihrer gescheiterten Beziehung, ihrem Job in einem Café, den sie mag, der ihr allerdings keine Karrierechancen bietet und ihrer Wohnungssuche nach der Trennung. Sie stolpert oft mehr durchs Leben als dass sie einen Plan hat oder weiß, was sie möchte.
Die Nebenfiguren sind alle toll gezeichnet, z.B. Marnies Schwester, die in ihrer Mutterrolle oft überfordert ist und deren Mann Mitch keine Hilfe ist oder Kit, der Chef von Marnie, der trotz seiner grummeligen und verschlossenen Art das Herz am rechten Fleck hat. Mit Marnies neuer Mitbewohnerin Claud bin ich bis zuletzt nicht wirklich warm geworden. Sie feiert das Leben im sprichwörtlichen Sinne ein bisschen zu sehr, ist tief im Dating-Game versunken und dem Alkohol sehr zugetan. Hier kommt auch ein großer Kritikpunkt meinerseits: der Alkohol spielt eine enorm große Rolle in der gesamten Geschichte und wird wie selbstverständlich zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken und als vermeintlich harmlos dargestellt.
In der ersten Hälfte des Romans stolpert Marnie durch ihr "neues" Leben, oft hätte ich ihr als Freundin gerne gesagt, dass es langsam mal reicht und sie einen Gang runter schalten soll. Sie verzettelt sich, betrinkt sich und hält sich an Menschen fest, die ihr nicht gut tun - allen voran Isaac, der mir als Einziger im Buch unsympathisch geblieben ist. Er ist eine wandelnde Red Flag und man hält es als Leser kaum aus als sich Marnie kopfüber in die "Freundschaft" mit ihm stürzt. Nicht nur sein Verhalten seiner Partnerin Tash gegenüber ist alles andere als fair, auch Marnie hält er hin und nimmt sich das, was er gerade von ihr braucht. Sicherlich kann eine Freundschaft zwischen Männern und Frauen unter anderen Voraussetzungen gelingen, hier ist es allerdings direkt offensichtlich, dass sich beide gegenseitig nicht gut tun. Erst in der zweiten Hälfte beginnt ein Umdenken Marnies und sie beginnt langsam, ihre Taten und Gedanken zu reflektieren. Sie hat Einiges wieder in Ordnung zu bringen und langsam begibt sie sich auf die Reise zu sich selbst, die zwar anders ausfällt als ich mir vorgestellt habe, aber mich dennoch überzeugen konnte.

Mein Fazit:
Die Autorin greift hier so viele wichtige Themen auf: das Hadern als Ende 20-Jährige mit ihrem Leben, toxische Beziehungen, Überforderung in der Mutterrolle und Selbstfindung und -reflexion. Sie zeigt, dass kein Lebenslauf dem anderen gleicht und jeder für sich seinen eigenen Weg suchen muss - und auch finden kann indem man sich selbst mit Selbstvertrauen und Mitgefühl begegnet.
Ich kann "Crushing" jedem empfehlen, der einen humorvollen, aber dennoch tiefgreifenden Roman über Selbstfindung und dem Leben an sich mi Ende zwanzig sucht.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Spannend und voller Geheimnisse - guter Thriller vor der Kulisse Griechenlands

One of the Girls
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Bella plant den schönsten Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel für ihre beste Freundin Lexi. Gemeinsam mit vier weiteren Freundinnen möchte Lexi ein paar entspannte Tage verbringen. Die ...

Bella plant den schönsten Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel für ihre beste Freundin Lexi. Gemeinsam mit vier weiteren Freundinnen möchte Lexi ein paar entspannte Tage verbringen. Die sechs Frauen ahnen nicht, dass jede von ihnen ein Geheimnis hat. Bald bekommt die Idylle erste Risse und endet mit einer Leiche auf den steilen Klippen...

Ich hatte von Lucy Clarke bereits "The Surf House" gelesen und war gespannt, wie sie das Thema eines aus dem Ruder laufenden Junggesellinnenabschieds erzählt. Das Cover lässt direkt auf die Idylle und die Geheimnisse dahinter schließen und ist toll gestaltet.
Es kommt auch direkt Urlaubsstimmung auf, denn zu Beginn ist man mitten drin bei der Ankunft am griechischen Flughafen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der sechs Frauen geschrieben, was eine abwechslungsreiche Erzählweise bietet. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kurze Erzählungen einer unbekannten Person, sodass man sofort weiß, dass es eine Leiche und eine große Eskalation geben wird. Man ahnt als Leser bereits, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist und eine bedrohliche Stimmung baut sich langsam und kontinuierlich auf. Auch wenn die Handlung vor allem am Anfang zunächst vor sich hin plätschert, steuert man auf die Eskalation zu. Vor allem die unvorhersehbaren Wendungen machen die Geschichte spannend - ich wurde mehr als ein Mal auf die völlig falsche Fährte gelockt.
Die Auflösung und das Ende waren dann leider doch etwas vorhersehbar und haben sich in die Länge gezogen. Die Spannung hat immer mehr nachgelassen.

Von mir gibt es eine Empfehlung für alle, die Lucy Clarke bereits kennen und einen guten Thriller mit Junggesellinnenabschiedssetting vor der Kulisse Griechenlands lesen möchten.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Absurde und skurrile Hochzeitsgesellschaft - über Selbstfindung und die Liebe zum Leben

Wedding People (deutsche Ausgabe)
5

Phoebe Stone ist im Tiefpunkt ihres Lebens: ihr Mann hat sie verlassen und sie möchte ihrem Leben ein Ende setzen. Dafür fährt sie ohne Gepäck ins Cornwall Inn, einem schicken Hotel, in dem sie schon immer ...

Phoebe Stone ist im Tiefpunkt ihres Lebens: ihr Mann hat sie verlassen und sie möchte ihrem Leben ein Ende setzen. Dafür fährt sie ohne Gepäck ins Cornwall Inn, einem schicken Hotel, in dem sie schon immer mal übernachten wollte. In der Lobby trifft sie auf eine Hochzeitsgesellschaft, die das komplette Hotel bevölkert - Phoebe möchte sich trotz anstehender Hochzeit nicht von ihrem Plan abbringen lassen. Im Aufzug trifft sie Lila, die Braut, die die perfekte Hochzeit plant - nichts darf dazwischen kommen. Umso irritierter ist sie, als sie Phoebe trifft und die ihr dann noch unvermittelt erzählt, dass sie sich im Hotel das Leben nehmen möchte. Lila setzt alles daran, das zu verhindern. Und bald findet Phoebe sich inmitten der Hochzeitsgesellschaft wieder. Wird sie ihren Plan doch noch in die Tat umsetzen oder lernt sie, das Leben und die neuen Menschen um sie herum zu schätzen und zu lieben?

Mich hat das Cover direkt angesprochen und da das Buch bereits auf Englisch ein großer Hype war, war ich umso gespannter auf die deutsche Ausgabe. Für mich wird es diesem Hype aber nicht ganz gerecht und ich hätte mir nach der Leseprobe mehr bzw. etwas anderes erhofft.
Das Buch unterteilt sich grob in die Tage der Hochzeitsgesellschaft, angefangen beim Ankommen bis zum Tag nach der Hochzeit. Der Erzählstil ist locker-leicht, Alison Espach findet einen besonderen Humor um mit Themen wie Suizid und Trauer umzugehen und diese nicht zu schwer und tragend für die Geschichte werden zu lassen. Das Absurde und Skurrile dieser gesamten Handlung inklusive der Hochzeitsgesellschaft bringt sie gekonnt auf den Punkt und übertreibt es an einigen Stellen auch damit. Überspitzt wirkt z.B. die erste Begegnung von Phoebe und Lila im Aufzug, als Leser folgt man dem Aufeinandertreffen gerne, weil trotz der Schwere der besondere Humor im Vordergrund steht.
Das Buch ist aus Phoebes Sicht, jedoch nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben, was das Ganze abwechslungsreich macht, vielleicht hätte ich mir aber einige Kapitel aus der Sicht von Lila oder Gary, dem Bräutigam, gewünscht. Phoebe als Charakter konnte ich lange nicht greifen, sie entwickelt sich jedoch mit der Zeit immer mehr. Lila dagegen blieb mir als zweite Hauptfigur bis zuletzt fremd, sie erscheint meist wie die verwöhnte Prinzessin, die anderen müssen nach ihrer Pfeife tanzen und sie plant alles bis zur Perfektion. Oft ist sie aber unehrlich zu sich selbst und auch sie muss lernen, sich in der Hochzeitsgesellschaft und im Leben allgemein zurechtzufinden, ob Braut oder nicht.
Einige der Handlungen konnte ich oft nicht nachvollziehen, auch unwichtige Details werden oft in die Länge gezogen. Gerade am Anfang habe ich mich schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden, denn sowohl Phoebe als Lila konnte man nicht wirklich einschätzen und auch die Nebenfiguren blieben mir oft zu blass. Das Buch lebt dafür von den Dialogen und Begegnungen der Charaktere, dieser herrlich-skurrile Humor zieht sich durch das gesamte Buch. Das Ende hat mich nicht komplett überzeugt, es hat aber zur Geschichte gepasst.

Alison Espach hat mit ihrem Roman sicherlich eine Geschichte verfasst, die zum Sommer und dem Leben passt, weil sie nicht die typische Romance-Story erzählt. Mit ihrem ganz eigenen Witz erzählt "Wedding People" vom Zusammentreffen unterschiedlicher Personen, die aber alle eint, dass sie lieber überall anders wären, nur nicht auf dieser Hochzeit. Für mich wurde es dem Hype darum nicht ganz gerecht, die skurrilen Dialoge und Ereignisse werten das Ganze aber auf, sodass es von mir eine Leseempfehlung gibt.

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